Denn Tiere sind keine Maschinen

Heute müssen alle 41 Rinder die jährlich verordnete Blutuntersuchung auf BHV1 über sich ergehen lassen:

von Admin, am 10.04.2015.

magda und fiete

Hierfür werden wir die Herde auf den Hof bringen, um sie einzeln durch einen Gittergang in den Fangstand zu befördern.

Infos zu BHV1 gibt es hier.

Foto: Magda (links) mit Fiete

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Kategorie: Arbeit

18 Antworten zu “Heute müssen alle 41 Rinder die jährlich verordnete Blutuntersuchung auf BHV1 über sich ergehen lassen:”

  1. wolfgang sagt:

    Oh jeh, ich wünsche den Lieben es locker ohne Aufregung zu überstehen!
    Ganz traumhaftes Bild von Magda und Fiete, jeder kann sehen wie gut es ihnen geht!

  2. Dagmar sagt:

    Ich wuensche allen, dass dieser Virus einen groszen Bogen um Hof Butenland und die Nachbarschaften macht. Ich wuensch auch allen, dass diese Untersuchung so streszfrei wie moeglich ablaeuft und in keinem der Rinder schlechte Erinnerungen oder Angst weckt.
    Fiete schmust wohl alles nieder, was ihm begegnet.

  3. Susanne sagt:

    Das ist ja wirklich beinahe Terror! Die allgemeine Virushysterie wird auch auf unschuldige Tiere übertragen. Vor allen Dingen, was für ein Eingriff in eure Privatsphäre..
    Die brauchen sich ja nur immer neue Viren und Krankheiten ausdenken, wegen denen sie euch überprüfen können und ggf. mit immer neuen Auflagen und dergleichen belegen können…
    Es ist alles so arm. Zumal eure Rinder doch Haustiere sind…

  4. Luna sagt:

    Ich denke, da bleibt den Hof Butenland Bewohnern zur Zeit nicht viel anderes übrig als diese Prozedur über sich ergehen zu lassen :(.
    Was mich in der Info erschreckt ist, dass es anscheinend nur um Vermarktung, Profit und Konkurrenzfähigkeit geht.
    Als wenn die Tiere nur irgendwelche Gegenstände sind, die gefälligst zu funktionieren haben.
    Ja,das ist wirklich traurig und beschämend.
    Alles Liebe für Euch!
    Da habt Ihr doch schon ganz andere Dinge geschafft!

  5. Liebe Dagmar,

    Niederschmusen trifft es sehr gut 😀

    Liebe Luna, liebe Susanne,

    das Virus ist für Menschen nicht gefährlich, führt bei Milchkühen aber zu Leistungseinbußen. Daher arbeiten Bund und Länder seit einigen Jahren verstärkt an einer BHV-Freiheit in ganz Deutschland. Du hast es richtig erkannt, Luna: Es geht um Profit… Ausnahmen können nur beim zuständigen Veterinäramt und nur von reinen Mastbetrieben beantragt werden…

  6. Tina sagt:

    In der Zeitschrift für Assyriologie übersetzte H. Zimmern 1896 einen fast 3000 Jahre alten Text, der in den Ruinen der Bibliothek des Assurbanipal in Ninive gefunden wurde, aus der Keilschrift ins Deutsche.
    Auf den Tontäfelchen hatte der Umanu (Weisheitsvermittler) Shaggil-kinam-ubib notiert:
    „Schaust du hin, so sind die Menschen insgesamt blöde.“
    Das fasst im Prinzip alles ganz gut zusammen.
    Aus: Das Känguru-Manifest von Marc Uwe Kling

  7. Dagmar sagt:

    Ich moechte mich Tina mit einem Zitat von Herrn Einstein anschlieszen:
    „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

  8. Ulla39 sagt:

    „Gittergang“, „Fangstand“ grausliche Wörter, die schlimme Assoziationen wecken. Aber nicht in Eurem Fall, das ist dann mein nächster Gedanke.

  9. Luna sagt:

    Liebe Ulla,
    mir fällt in diesem Zusammenhang ein,dass manche Menschen diese „unmenschlichen“ und lebensfeindlichen Worte tag täglich ganz selbstverständlich benutzen.
    Und wie verunsichert dann manche widerum sind,wenn man sie mit ganz einfachen Vergleichen zum Menschen in Relation setzt:
    Ein Kalb ist ein Kind,genauso wie ein Lamm,genauso wie ein menschliches Kind….
    Meistens wird dann erst verdattert geguckt und dann:“So kann man das nicht vergleichen“
    Ich nenne dieses Verhalten das „Ja aber“ oder „trotzdem“ Prinzip,
    weil oft mit diesen Floskeln geantwortet wird.
    Wirkliche Argumente fehlen dann dort,weil es gar keine gibt.
    Für mich ist es ganz genau das Gleiche,egal ob Mensch oder nicht.
    Und ich bin sehr froh,durch welchen glücklichen Umstand auch immer,mit dieser Denkweise leben zu dürfen.
    Das ist für mich selbstverständlich geworden.
    Und ich denke,für viele andere auch,die hier schreiben oder auch nur lesen.
    Euch allen ein schönes und friedliches Wochenende!

  10. wolfgang sagt:

    Genauso empfinde ich es auch liebe Luna!
    Ein Kalb/Kälbchen braucht seine Mutter und wer das Kalb der Mutter wegnimmt weiss nicht welches unendliche Leid die Kühe und Kälber durchmachen.
    Die fehlende Emphatie unserer „Mitmenschen“ ist es die unsere Welt so brutal macht, diese Hinwendung zum Maschinistentum, jedes Kind kennt heute die Automarken aber keines mehr die Blumen/Gräser/Bäume und Tiernamen und Arten.
    Die Menscheit sollte sich Rückbesinnen auf Werte die das Leben wirklich wertvoll machen und wegkommen vom reinen
    Nutzendenken, sonst ist sie verloren.
    Manchmal ist ein Schmetterling unendlich viel wichtiger
    wie ein Porsche oder ein Haus oder ein Handy!
    Dieses im Wind schwanken, flattern, gaukeln, wie unendlich wichtig ist das für unsere Seelen und wie schön
    ist doch das Wesen eines Schmetterlings.
    Und eben auch für sich selber ist der Schmetterling wichtig, einmalig, ja einzigartig und unwiederbringlich!
    Da pfeiffe ich auf allen technischen Schnickschnack, Dinge welche dem Menschen die Ruhe rauben und sie nicht glücklich sondern immer abhängiger machen.

  11. Tina sagt:

    Die Wertung/Trennung mit der Sprache ist schon schlimm, meine Katzen essen, so wie alle anderen Lebewesen auch, die bekommen auch Essen. Indem für Tiere ein eigener Sprachgebrauch geschaffen wurde hat man da eine Trennung aufgebaut, das ist ein Argument das in Diskussionen gut funktioniert.

  12. Dagmar sagt:

    @ Tina
    Das ist nicht ueberall so. Bei uns aufm Land „fressen sa ihra Schnitzla und saufen dazu an Humpen“.
    Schnitzla ist eine Gemuesesuppe (mit Knochen und Fleisch), der Humpen ein halber Liter Bier aus dem Krug.

  13. Tina sagt:

    Liebe Dagmar, sobald das Wort fressen oder saufen ins Spiel kommt wird damit eine animalische/niedrigere Wertung transportiert, das funktioniert überall so, in diesem Fall halt umgekehrt. Gesteigert wird das dann gerne noch mit anfügen von Tiernamen (wie die Schweine).
    Apropos Essen, ich bin gearde am Werkeln, es gibt heute (alles selbstgemacht) Chapati, Hummus in 2 Geschmacksrichtungen und ein Linsen-Dal… Vegan zu leben ist eine Bereicherung und kein Verzicht!

  14. Dagmar sagt:

    @ Tina

    http://www.stupidedia.org/stupi/Saufen

    grins 🙂
    Und guten Appetit heute.

  15. Gabriele sagt:

    Ich bin zusammengezuckt als ich die Worte Gittergang und Fangstand las – hat mich sofort an Quälerei erinnert. Ich hoffe alle Eure Rinder haben die Prozedur so streßfrei wie möglich überstanden.

    Bezüglich Fressen/Essen trennen die Menschen es vielleicht aus dem Grund, weil der Mensch mit Messer und Gabel essen kann, die Tiere nicht. Allerdings muß ich sehr oft bei vielen Menschen mehr daran denken, dass sie fressen, weil sie sich so unkultiviert benehmen.

    Liebe Dagmar, weißt Du zufällig, ob Einstein Vegetarier war?

    Was mich persönlich in Gesprächen stört ist, dass die Menschen immer davon sprechen, dass sie Fleisch essen. Wenn ich erzähle, spreche ich davon, dass ich keine Tiere esse. Außer, dass die Leute erstaunt gucken hat mich noch nie jemand gefragt, warum nicht. Ich glaube, dass nur sehr wenige Menschen ihr Konsumverhalten ändern wollen, weil es zu ungequem ist.

    Was glaubt Ihr, kann man hoffen, dass die Menschheit irgendwann aufhört die Tiere so auszubeuten?

  16. Gabriele sagt:

    Ich habe eben selber mal geschaut, was Albert Einstein betrifft. Bei Wikipedia steht Einstein lehnte Gewalt gegen Tiere ab, er sympathisierte mit dem Vegetarismus, hat sich aber vermutlich erst gegen Ende seines Lebens vegetarisch ernährt.

    Dank seines Sternzeichens „Fische“ war er wohl eine mitfühlende Persönlichkeit.

  17. Tina sagt:

    Eigentlich wollte ich mit meinem „Sprachbeispiel“ darauf hinaus:
    http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/die-macht-der-sprache-richtige-wortwahl

  18. Dagmar sagt:

    Liebe Tina,
    Ja, da geh ich jetzt mit Dir konform.
    „Zwar »fressen« und »saufen« durchaus auch Menschen, doch dies immer nur dann, wenn jemandem ein besonders übertriebenes und/oder widerwärtiges Konsumieren von fester wie flüssiger Nahrung zugeschrieben wird.“

    „Hinzu kommt eine Vielzahl von Ausdrücken, die durch den tierischen Wortbestandteil einen meist als negativ verstandenen Sachverhalt unmissverständlich beschreiben oder sprachlich verstärken sollen (»schweinekalt«, »saudumm«) oder die dadurch als besonders beleidigend aufgefasst werden (»dummer Hund«, »blöde Sau« oder einfach nur »Affe«)“

    Dazu moecht ich anmerken, dass im deutschen Kartenspiel die hoechste Karte nicht Ass heiszt sondern Sau.
    Bei uns gibt es den Ausdruck „Du bist a Sau auf Deinem Gebiet“, was ein hohes Lob ist.

    Da faellt mir ein Buch ein von Jutta Voss „Das Schwarzmond-Tabu“ das sich mit der Sau und dem weiblichen Zyklus auseinander setzt und warum das Wort „Sau“ fast nur negativ belegt ist.

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