Denn Tiere sind keine Maschinen

Die Hunde

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Puschek: Der süßeste Pekinesen-Vampir-Mix des Universums stellt sich vor

Dürfen wir euch unseren neuen Bildverschönerungs-Azubi vorstellen? Der charismatische Herr ist 12 Jahre alt und heißt Puschek. Seine Eltern setzten sich aus einem Pekinesen und noch vielen anderen Gen-Zutaten zusammen, rein von den Zähnen her könnte seine Ahnenkette sogar durchaus einen Vampir aufweisen.

Er lebte bei einem Obdachlosen, der ihn aber vor Monaten ins Tierheim brachte, weil er ihn nicht mehr versorgen konnte. An dieser Stelle ein Dankeschön an diesen Unbekannten. Es ist ja leider nicht selbstverständlich, dass Menschen das Leben aus der Sicht ihres vierbeinigen Begleiters kritisch beurteilen und dann zu dem Schluß kommen, dass es besser für das Tier ist, wenn man getrennte Wege geht. Da gehört jede Menge Charakterstärke zu, hoffentlich erfährt der Mann auch auf irgendeinem Weg, dass es seinem treuen Begleiter nun wieder gut geht und in was für paradiesischen Umständen er seinen Ruhestand geniessen kann.

Die anderen Hunde haben Puschek sehr gut aufgenommen, Pino hat sich sogar auf den ersten Blick verliebt und musste sein neues Herzblatt schon mehrere Male ablecken. Puschek ist da noch etwas zurückhaltender und weiß noch nicht richtig, was er von so viel fremder Zärtlichkeit halten soll. Die Katzen wollte der kleine Wirbelwind direkt aufmischen, da hat er aber sofort eine Ansage bekommen und diese auch mehr oder weniger wohlwollend aufgenommen. Seitdem benügt er sich mit Fletschen, sobald ein Stubentiger sein Gebiet nicht spontan an ihn überschreiben will und frech die älteren Revierrechte ins Spiel bringt.

Obwohl Puschek ein Pekinesenmix ist, gehört er leider zu den Qualzuchten und muss auch alle Nachteile ausbaden. Da viele Kunden nur darauf achten, dass die Hunde möglichst süß aussehen, ist es ein erklärtes Zuchtziel, dass ein sogenannter „primatenähnlicher Rundkopf“ erzeugt wird, der dann in das beliebte Kindchenschema fällt. Dafür wurde Arten wie eben Pekinesen, aber auch Mops, Chihuahua, Boxer und anderen Hunderassen durch jahrelange Selektion die Nase weggezüchtet. Durch diesen massiven Eingriff in die Schädelanatomie kommt es zu Atembeschwerden und Luftnot, die Regelung der Körpertemperatur ist gestört, was eine erhöhte Hitzschlaggefahr verursacht, auch Gehirntumore und Wasserköpfe sind keine Einzelfälle.

Von diesen Prognosen weiß Puschek aber zum Glück nichts und mit seiner Kurzatmigkeit hat er zu leben gelernt. So erkundet er sehr aktiv und forsch den Hof, geht hier und da in einen Kläff-Contest, um sein neues Zuhause gebietstechnisch abzustecken, und macht bereits jetzt den Eindruck, als würde er sich völlig artuntypisch pudelwohl fühlen. Stellt euch also darauf ein, dass ab heute eine neue Verschönerungs-Koryphäe durch so manches Video und Tagesbild huscht. Irgendwo sitzt bestimmt auch gerade Pumba auf einer Wolke und ist sehr zufrieden über die geklärte Nachfolge, was er aber natürlich nicht zeigen wird und dafür lieber einen anderen Engel liebevoll zusammenbellt.

Kurzes Update:
Er hat jetzt auch die erste Begegnung mit den Hühnern hinter sich. Eigentlich wollte er nur spielen, aber Frau Prillan hat ihm nicht nur gezeigt, wo der Frosch die Locken hat, sondern auch gleich geklärt, über was für sagenhafte Kinnhakenflügel manche Hühner verfügen. Das ist aber sehr gut, so hat sich das Thema Jagd definitiv erledigt, noch bevor es richtig aufgekommen ist. Er hat auch sehr schnell berechnet, dass nicht nur Dinge wie Decken oder Kameras in Princessas Porsche transportiert werden können, sondern sein Popo ebenfalls da noch hervorragend reinpasst. Also kläfft er jetzt einfach beim Spaziergang so lange, bis er Miss Daisy und wir seine Chauffeure spielen dürfen. Danach lässt er sich immer sehr genießerisch den Fahrtwind um die Ohren flattern und grüßt nur noch huldvoll die vorbeiziehenden Bewohner aus seinem Papa-Mobil.

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Pippilotta: Die Hündin, die schneller markiert als ihr Schatten

„Ich markier die Welt, widdewidde bis sie mir gefällt,
ob Wand, ob Stuhlbein, egal, alles piesel ich ein.
Ich hab nen Hof, Menschen, mehr als ein Pferd,
und an allem, was ich mag, wird mein Blaseninhalt entleert.“

Herzlichen Glückwunsch, Sie waren Zeuge der Uraufführung des offiziellen Pippilotta-Butenland-Titelsongs. Wobei der Hang zum Extremurinieren wahrscheinlich auch ein bißchen unsere Schuld ist. Man kann einem Hund wohl nicht die Verniedlichungsform von Urin als Namen geben und auch noch ein „lotta“, also das englische Wort für „Eine Menge“, dranhängen, und dann erwarten, dass das neue Familienmitglied die „Pippi Langstrumpf“-Referenz erkennt. Eigentlich musste das ja praktisch von ihr als Aufforderung zum Freistil-Pinkeln aufgefasst werden.

Zumal die elfjährige Mallorca-Dame sowieso schnell in ihrem Alltag lernen musste, mit ihren Waffen zu kämpfen. Wer fast sein komplettes Leben in einem Massenzwinger verbringt und sogar die Tötungsstation kennenlernt, der muss sich gerade als kleine Person anders als durch bloßes Auftreten durchsetzen. Da hat Pippilotta eben raffiniert den Weg des Urins gewählt, denn durch Anstrullen lassen sich in jeder Hundegemeinschaft schnell Besitzverhältnisse klären.

Hier auf Butenland hat diese Einstellung dazu geführt, dass wir seit ihrer Ankunft im Dezember 2016 das Hundeessen getrennt in Einzelräumen reichen, weil unser Süß/Niedlich/Pinscher-Mix an keinem Futternapf vorbeigehen kann, ohne direkt hineinzupinkeln. Aber Separees sind ja eigentlich in jedem Gourmetrestaurant der Hit, warum sollten wir das unseren Hunden also nicht ebenfalls gönnen? Außerdem besteht durchaus die Hoffnung, dass Pippilotta bald erkennt, dass sie bei uns nicht mehr um ihre Portion kämpfen muss, womit diese Umstände beim Servieren dann sowieso Geschichte wären.

Auch das Markieren im Haus bekommen wir langsam in den Griff, zumal uns da die anderen Hunde großartig unterstützen und nicht darauf eingehen. Dass das nicht selbstverständlich ist, haben wir spätestens gemerkt, als ein vierbeiniger Besuch die Herausforderung unserer spanischen Urinella angenommen und mit ihr über mehrere Tage eine Harnolympiade veranstaltet hat. Aber eigentlich sind wir auch wieder selbst Schuld, dass wir nicht zeitnah die Übertragungsrechte an diesem spannenden Wettkampf an einen Spartensender verkauft und so die Taten unserer zwei Sprinkleranlagen in eine finanzielle Win-Situation verwandelt haben.

Allerdings tut man Pippilotta sehr unrecht, wenn man sie nur auf ihre überaktive Harnblase reduziert. Denn sie ist eine unglaublich verschmuste Hündin, die ständig ihre Schoßzeiten bei dem Menschen einfordert, zu dem sie Vertrauen gefasst hat. Darüberhinaus ist sie auch die Erste, die keine Bewegung im Haus verpasst und sich jedem neuen Geräusch stellt, indem sie direkt mutig an den jeweiligen Tatort tippelt und die Situation unerschrocken kommentiert. Unnötig zu erwähnen, dass jeder Butenländer super mit der älteren Dame auskommt und sich gerne Essen von ihr stiebitzen lässt, das dann als weitere gelernte Überlebenstaktik an geheimen Orten gebunkert wird. Kurzum; Pippilotta ist eine Traumhündin und aus der Butenland-Familie nicht mehr wegzudenken. Und das kann kein Harndrang dieser Welt ändern, schon gar nicht, wenn man tägliche Fortschritte auf dem Gebiet bemerken kann.

Sie möchten eine Patenschaft für die Demnächst-Besitzerin (nach abgeschlossener Markierungsorgie) von Hof Butenland übernehmen? Dann klicken Sie bitte hier:  http://www.stiftung-fuer-tierschutz.de/spenden/patenschaft/

Pinocervo: Ein Traum von einem Hund

pino

Pinocervo ist ein Herdenschutzhund und lebte seit dem Welpenalter zwölf Jahre lang in einem Tierheim auf Sardinien, bis wir auf ihn aufmerksam wurden. Gefunden haben wir ihn über die Tiervermittlung von Streunerherzen e.V. – an dieser Stelle auch noch einmal ein kuhler Dank an den Verein für die vorbildliche Vermittlung, die kompetenten Infos und die schnelle Vorkontrolle. Wir können diesen seriösen Verein guten Gewissens empfehlen.

Nachdem wir Pino-Eisbärhund Ende Mai 2014 vom Flughafen in Düsseldorf abgeholt hatten und mit ihm nach Hause gefahren sind, hat er schon die ersten Ausflüge gemacht, sich wohlwollend frisieren lassen, findet ein Haus von innen schon sehr seltsam und ist mit allen Tieren hier sehr gut verträglich. Pino ist sehr verkuschelt und genießt Kraulen am ganzen Körper – wenn es nach ihm geht, stundenlang. Er hat ja auch viel nachzuholen… Wir freuen uns riesig über unseren Familienzuwachs und die Butenland-Herde hat in ihm einen wunderbar flauschigen Freund und Beschützer erhalten. Pino, du bist ein wahrer Traumhund!

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