Denn Tiere sind keine Maschinen
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Ein Butenländer Ausflug nach Hagen Rether

von Admin | 22. Februar 2019 | noch kein Kommentar

Gestern Abend wurde die Herde nur von Karin gehütet, denn Indira, Marliessa und Jan haben sich einen Auftritt von Hagen Rether gegönnt. Der war wie nicht anders von diesem genialen Kabarettist gewohnt absolut großartig, im Anschluß konnte sich Jan auch noch etwas mit Herrn Rether unterhalten. Direkt nach der geschickten Einleitung, dass er ein Bauer ist, der kein Bauer mehr ist, ging es auch gleich um Veganismus, und nun ist Hagen Rether stolzer Besitzer des Paulchen-Buchs, das wir ihm als Mitbringsel geschenkt haben. Er blätterte es direkt durch, fand sehr positive Worte über das dort vermittelte Rinderwissen und erkannte lustigerweise Karin, die auch totaler Fan ist, die besuchten Rether-Programme gar nicht mehr zählen kann, und dementsprechend auch schon öfter mit ihm, na klar, über Tierrechte, Veganismus und Butenland geschnackt hat. Die ersten beiden Themen nehmen einen auch immer größeren Teil in den Live-Programmen von Herrn Rether ein, um so mehr lohnt sich also eine Eintrittskarte zu diesen Veranstaltungen.
 
Wir beenden diesen Beitrag mit einer kleinen Werbeeinblendung: Hier https://onlineshop.stiftung-fuer-tierschutz.de/ könnt ihr überprüfen, ob euch noch Bücher oder Kalender aus der Butenländer Kollektion fehlen, das https://www.hagenrether.de/hagen-rether-liebe-kabarett-mit-klavier-termine/ ist der Link zu den Terminen der sehr, sehr empfehlenswerten Rether-Live-Tour, und unter diesem hier https://www.youtube.com/watch?v=iiDCNdsU4vI&fbclid=IwAR3xFzUBhkBau3lBrjGAAMlR5oSzWAqTpWKG4b6s-0j7AW4jzztBUWkF_GE seht ihr, was euch da an ehrlicher, reflektierter und absolut überlegenswerter Satire erwartet.

Rosafarbene Bettgeschichten

von Admin | 21. Februar 2019 | 4 Kommentare

Erna hat es schon gut. Während sie schon längst in MorpHEUs Armen liegt, ist ihre weit anspruchsvollere Partnerin Rosa-Mariechen noch immer auf der Suche nach der idealen Liegeposition und nutzt dafür fast die gesamte Schlafzimmerlänge aus. Obwohl die gurgelnden Geräusche ja eher darauf schliessen lassen, dass sie noch mit der allabendlichen Mundhygiene beschäftigt ist. Irgendwann hat dann aber auch die Diva ihre Vorbereitungen abgeschlossen, wie durch ein Wunder ist Erna dabei nicht aus dem Stall gekegelt worden, und so kann dann endlich die Nachtruhe beginnen. Bleibt uns nur noch, ein paar Impressionen der schönsten Gesichtsmasken anzuhängen und euch ansonsten auch eine gesegnete Bettruhe zu wünschen. Auf dass ihr etwas schneller in die Kunstfedern kommt und ebenso tolerante PartnerInnen habt, wenn ihr sie ähnlich gekonnt in eure Wühlarbeiten involviert.


Das Recht zu leben

von Admin | 21. Februar 2019 | 4 Kommentare


„Tiere sollten nicht unsere Erlaubnis benötigen, um auf der Erde zu leben. Dieses Recht wurde ihnen schon gegeben, lange bevor wir angekommen sind.“
(Anthony Douglas Williams)

„Animals should not require our permission to live on earth. Animals were given the right to be here long before we arrived.“
(Anthony Douglas Williams)


Happy Kuhday, Dani

von Admin | 20. Februar 2019 | 6 Kommentare

Der Februar ist neben dem April der Monat, in dem sich die Geburtstage ballen und die Gäste sich dementsprechend die Klinke in die Klaue geben. Gerade sind die ersten KUHlen Kandidaten, die gestern noch auf Elsas Geburtstag sich selber haben fliegen lassen, mit leicht schwerem Kopf wegen einer Überdosis Partyheu aufgestanden, da können sie auch schon Dani gratulieren. Die wurde nämlich am 20.2.2009 in einem österreichischen Mastbetrieb geboren und feiert deshalb heute ihren 10. Muhday.

Dabei hatte sie damals Glück, mit Chaya über eine sehr lautstarke Freundin zu verfügen. Die schrie nämlich so herzzerreißend bei der Ankunft am Schlachthof um ihr Leben, dass tatsächlich jemand auf sie aufmerksam wurde und ihr eine Gnadenfrist verschaffte. Diese endete dann sogar in eine Vermittlung auf unseren Hof, vorher stand aber noch eine Quarantänezeit an, die Chaya nicht allein verbringen sollte. Also durfte kurzerhand auch Dani die Anbindehaltung gegen ein Ticket ins Glück einwechseln.

Das Geburtstagskind wäre in seinem ersten Stall, wo es sehr wahrscheinlich auch einmal Mutter wurde, fast verhungert und ist dort konfisziert worden. Zum Schnäppchenpreis ist sie daraufhin an einen Mäster verkauft worden und im selben Stall wie Chaya gelandet. Die beiden Österreicherinnen waren damals ein bisschen wie Feuer und Wasser: Dani zeigte sich sehr selbstbewusst, zutraulich und optimistisch, Chaya war anfangs sehr ängstlich und zurückhaltend. Ja, wir sprechen von der gleichen Chaya, die ihr als alles dominierende Rambo-Kuh aus unseren Videos kennt. Dani hat Chaya einfach sehr gut unter ihre Fittiche genommen und ihr abends im gemeinsamen Übergangsstall absolut überzeugend zugemuht, dass jetzt alles gut werden wird.

So konnte Chaya mit jedem Tag sicherer und selbstbewusster werden, und auch die Freundschaft zur Jubilarin besteht noch bis heute. Inzwischen ist Dani sogar so beliebt, dass eine musikalische Geburtstagskarte eingetrudelt ist, die das Geburtstagsrind im Video gleich mehrmals öffnen wollte, um ihr zu lauschen. Die von Marliessa überreichte Heutorte wird allerdings nur mit Fine Rübergemacht geteilt. Die anderen Gäste sind wahrscheinlich noch erschöpft von der gestrigen rauschenden Ballnacht und kommen entsprechend später. Wir gratulieren auf jeden Fall ganz herzlich, liebe Dani, und freuen uns auf die nächsten 10 Jahre (mindestens!) in deiner total angenehmen Gesellschaft. <3


Sprechstunde der „Lobby-Glucke von der Bauerntruppe“

von Admin | 20. Februar 2019 | 6 Kommentare


Julia Klöckner hat am Montag eine „digitale Facebook-Sprechstunde“ durchgeführt. Dafür hat sie sich volle 20 Minuten Zeit genommen, in denen ein sehr übersichtlicher Kreis von Auserwählten Fragen stellen durfte, ohne direkt blockiert zu werden. Wir haben uns nur einen Ausschnitt vorgenommen, denn schon in den 2 Minuten stellt die „Lobby-Glucke von der Bauerntruppe“ (Original-Zitat von Extra 3) so viele Fragen und falsche Behauptungen auf, das kann man einfach nicht unkommentiert stehen lassen.

 
Sie startet direkt mit der Frage, wer die Agrarlobby ist. Das ist sehr einfach zu beantworten: Das sind unter anderem die Leute, die der Grund dafür sind, dass sich Deutschland gegen ein Lobbyregister stemmt. Sogar die USA unter Donald Trump führt Buch darüber, wer die Politiker berät und Zugang zum Kongress hat, in der Bundesrepublik existiert dagegen nur eine öffentliche Liste, die auf Freiwilligkeit basiert und somit für die Tonne ist. Wer also seine Fragestunde mit „Wer ist die Agrarlobby?“ anfängt, dem kann man nur antworten: „Die Damen und Herren mit den Aktenkoffern voller Gefälligkeiten, die im Bundestag ein- und ausgehen, die zum Beispiel erst kürzlich mit dem Ende der betäubungslosen Ferkelkastration nicht einverstanden waren, und deren Identität Politiker wie Sie auf Teufel komm raus geheim halten wollen“. Fairerweise muss man anmerken, dass im letzten November mittlerweile sogar von der CDU ein Vorstoß Richtung Lobbyregister gekommen ist, ausgearbeitet ist da aber nichts und jeder konkrete Plan liegt in weiter Ferne. De Facto hat Deutschland also kein Lobbyregister und deshalb ist so eine Eingangsfrage einfach nur heuchlerisch.
 
Dann vergleicht Frau Klöckner anscheinend Politiker mit Tierschützern, die Spenden sammeln. Erstmal ein Kompliment für diese überraschende Selbsteinsicht, aber „völlig in Ordnung“ ist das leider nicht. Denn Organisationen wie unsere Stiftung sammeln Spenden auf freiwilliger Basis und wir sind auch in keine Regierung gewählt worden. Das mit Lobbyarbeit gleichzusetzen, bei der Politikern von der Industrie Angebote gemacht werden, die sie nicht ausschlagen können, und die dann Einfluß auf Gesetze haben, ist schon echt erschreckend. Auch wenn man bei den Passagen noch so freundlich grinst, da man gerade den Orden wider des tierischen Ernst abgeräumt hat.
 
Es erwartet auch niemand, dass das Bundesagrarministerium ein Bauern-Bashing macht. Es ist nur sehr offensichtlich, dass dieses Ministerium auf einem Auge absolut blind ist und deshalb eine Politiklinie fährt, die nur Großbetrieben in die Karten spielt und ausschließlich die Interessen der Agrar-Lobby unterstützt. Wer das ist, wurde ja schon weiter oben geklärt, bei Bedarf einfach nochmal nachlesen.
 
Dann fragt Frau Klöckner nach, wie oft der Fragesteller schon draußen auf den Feldern war. Da dieses Format keine Antworten zulässt, musste leider die naheliegende „Öfter als Sie“-Erwiderung wegfallen. Trotzdem ist das schon lächerlich, dass so eine Frage von einer Ministerin kommt, die zwar gerne mal in Gummistiefeln auf ausgewählten Vorzeigehöfen posiert, die aber genauso schnell nach diesen mehrminütigen Presseterminen wieder ihre Pumps anzieht und in ihren Dienstwagen stöckelt, um dort direkt zwei neue Duftbäumchen aufhängen zu lassen.
 
Es wirkt auch fast schon hilflos, wenn man zum Unterstreichen seiner pseudo-salomonischen Politik nur ein einziges Gegenbeispiel findet, das angeblich gegen den Bauernwillen durchgesetzt wurde, und das auch noch falsch dargestellt wird. Denn nicht Frau Klöckner hat die Neonikotinoide verboten, sondern eine EU-Kommission. Und damit nicht genug feiern diese Gifte jetzt sogar europaweit ihr Comeback, da plötzlich Notfallzulassungen im Raum stehen. Die greifen, wenn es keine anderen Möglichkeiten der Bekämpfung gibt. Belgien, Polen, Ungarn und Tschechien haben entsprechende Ausnahmen bereits bewilligt, ohne dass bis zu uns vorgedrungen ist, dass das deutsche Agrarministerium deshalb ein Importverbot dieser so behandelten Lebensmittel auch nur in Erwägung gezogen hätte. Die Unterschrift für so eine Zulassung in Deutschland verweigert auch nicht Julia Klöckner, sondern das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, da taucht der Name Klöckner im Vorstand nirgendwo auf. Auf Anfrage der Grünen teilte das Agrarministerium sogar mit, dass dieses Bundesamt „nach Prüfung der Sachlage über anhängige Anträge entscheiden“ werde, und es dabei ausschlaggebend sei, ob sich eine solche Maßnahme angesichts einer anders nicht abzuwendenden Gefahr als notwendig erweist. Das klingt irgendwie ganz anders als eine „ICH verweigere die Unterschrift“-Kampfansage. Auf das flapsige „Machen Sie es besser“ gehen wir übrigens nicht ein, das ist dann doch zu kindisch, gerade wenn es von einer gewählten Politikerin kommt.
 
Mutig ist es immerhin, dass sie tatsächlich noch auf ihr Tierwohlkennzeichen eingeht. Wer sich nicht mehr erinnern kann, das ist die Plakette, die Bauern auf ihre Produkte pappen können, wenn sie den Schweinen auf der höchsten Stufe 1,5 Meter Wohnraum inklusive einem üppigen halben Meter Auslauf gewähren. Das war selbst dem Ministerium zu schäbig, deshalb sprechen die Damen und Herren dort nur in Prozentzahlen und verweisen auf eine 47 %ige Steigerung. Außerdem dürfen die gefangenen Personen nur unter Betäubung verstümmelt werden, und es gibt mehrere Checks des Trinkwassers und des Stallklimas von den Experten, die schon jetzt alles durchwinken, solange der Halter einen Schnaps ausgibt. Darüberhinaus dürfen die Kinder auch ganze 14 Tage länger bei der Mutter bleiben und bekommen dort sogar Raufutter, also die Nahrung, die wohl jeder gegen sein Leben eintauschen würde. Eigentlich ist das alles schon widerlich genug, aber schlußendlich sind all diese Vorgaben sogar freiwillig und enden nur in einem Siegel, das der Verbraucher im Schnäppchen-Wahn gar nicht groß beachten wird. Zumal es auch weiterhin tausende nicht-staatliche Alternativen geben wird, die sich selbst der größte Tierquäler auf seine Produkte kleben darf. Da ist es wie gesagt mutig, frech in die Kamera zu behaupten, dass mit diesem konsequenzlosen Kuschel-Wohlfühlkurs nicht alle Bauern einverstanden wären.
 
Zum Schluß verweist Frau Klöckner darauf, dass sie sowieso ihre Politik nicht unter moralischen Aspekten diskutieren möchte. Dafür wird sie ihre Gründe haben und dieses Statement fasst eigentlich auch alles gut zusammen. Wir hatten jedenfalls unsere Gründe, nur diesen Ausschnitt zu kommentieren, ansonsten wäre wohl das nächste Buch entstanden.
 
Hier die gesamte Sprechstunde auf Julia Klöckners Seite:
Jeder Kommentar ist aber mit Vorsicht zu setzen, denn auf dieser Seite wird man schneller blockiert als man posten kann, wenn man etwas Kritisches formuliert. Nur damit niemand sagen kann, wir hätten nicht gewarnt.

Elsa Rübergemacht feiert ihren 6. Kuhday

von Admin | 19. Februar 2019 | 4 Kommentare

Der Tanzboden im Stall ist noch warm, weil erst letzten Samstag Janne ihren 3. Muhday gefeiert hat, da zieht auch schon das nächste Mitglied der Familie Rübergemacht nach. Unsere Elsa wird nämlich heute 6 Jahre alt. Sie ist das dritte Mitglied dieser Familie, die nur aus Personen besteht, die sich aus Eigenantrieb vom Nachbarbauern auf die Butenländer Weiden durchgekämpft haben und sich dabei weder von Zäunen noch von Wassergräben aufhalten liessen. Vor Elsa haben dieses Kunststück schon die mit Mattis hochschwangere Dina und Fine geschafft, nach ihr erweiterten Leevke und Janne diesen besonderen Zweig unserer Herde. Hier auf dem Hof gilt schließlich das Motto, dass jeder bleiben darf, der unser Paradies aus eigenen Kräften erreicht. Da bildete selbstverständlich auch Elsa keine Ausnahme und bereichert seit fast auf den Tag genau 4 1/2 Jahren den Hofalltag enorm.

Als Gast hat sie sich aber nur Graf Puschek eingeladen. Der ist einfach sehr genügsam, was die Heutorte angeht, und außerdem wirkt er durch sein neues Pheremonhalsband so ausgeglichen, dass er immer mehr zum idealen, da sehr verständnisvollen Gesprächspartner auf Butenland avanciert. Auch Huhn Edith schaut kurz vorbei, aber die Hühnerapathie des Grafen kann selbst das beste Glückshalsband der Welt nicht überwinden, so bleibt es bei einem kurzen hereingegackerten Glückwunsch mit Sicherheitsabstand.

Dabei hätte Elsa so einiges zum Verteilen, denn sie hat gleich drei Pakete von liebevollen Patentanten bekommen. Wir sollen uns auch ganz herzlich bei Theresa aus Berlin, Petra aus Paderborn und Ira aus Wietze bedanken. Das Versenden war eine total KUHle Aktion und wird vom Geburtstagsrind in den höchsten Tönen bemuht. Die Fete kann rein von den Vorräten jetzt bis zum nächsten Wochenende durchgezogen werden.

Wir haben auch noch ein Video angehängt, das erstens zeigt, warum Anna diese Fete ausnahmsweise mal ausgelassen hat. Aber zweitens auch belegt, was für ein selbstbewusstes Kuhmädchen unsere Elsa ist. Wie eigentlich alle Mitglieder der Familie Rübergemacht. Aber gut, wer sein Schicksal so beherzt in die eigenen Klauen nimmt, der ist natürlich von Natur aus kein Mauerblümchen. Alles, alles Gute, liebe Elsa, und iss heute ruhig auch ein Paket über den Hunger. Es ist ja reichlich da und man wird nur einmal 6. <3


80 Millionen Liter Blut und Tränen

von Admin | 19. Februar 2019 | 7 Kommentare

Unglaublich, wie kalt die Berichte aus der industriellen Tierhaltung wirken, wenn keine Kitsch-Musik im Hintergrund läuft, nicht verklärt von „Angestellten“ gefaselt und überhaupt jeder Begriff so gewählt wird, dass das beteiligte Tier zur reinen Produktionseinheit degradiert wird. Wir müssen diesen Bericht also übersetzen, damit die „Leistung“ von diesem Betrieb ins richtige Licht gerückt wird.

Diana mit dem bescheuerten, natürlich menschgemachten Nachnamen VG-87 hatte keine 13 Laktationen, Diana wurden 13 Kinder weggenommen, nachdem man sie gegen ihren Willen immer und immer wieder geschwängert hat. Sie selber würde die 200.000 Liter Milch auch nicht als ihre Lebensleistung ansehen, welche Mutter würde den Sinn ihrer Existenz schon nach ihrer Muttermilchausgabe beurteilen und auch noch darauf stolz sein? Der Autor hat seine eigene Mutter gerade extra gefragt, die weiß nicht mal, was sie für einen Milchertrag bei immerhin vier Kindern hatte. Stolz ist sie dagegen auf ihren Nachwuchs, den sie großgezogen hat, eine Leistung, die Diana niemals angehen konnte, da sie an ihren Kindern höchstens kurz riechen durfte, bevor sie ihr für immer entrissen wurden.

Überhaupt könnte man auch mal darauf eingehen, was es für eine Kuh bedeutet, so eine Milchmenge produzieren zu müssen. Für die Bildung von einem Liter Milch fließen 400 Liter Blut durch das Euter. Nach Adam Riese werden also für 200.000 Liter Milch 80 Millionen Liter Blut benötigt. Produziert von einer Milchkuh, die diese Leistungen bis auf kurze Trockenstehphasen das ganze Jahr über erbringen muss, ihr ganzes Leben lang. Das Herz einer „normalen“ Hochleistungskuh muss also bei einer täglichen Produktion von 100 Litern um die 40.000 Liter Blut durch ihr Euter pumpen. Mit der Milchmenge eines Jahres hätte sie alternativ 60 Kälber großziehen können.

Selbst die „normalen“ Milchkühe produzieren heutzutage das Drei- bis Vierfache von dem, was sie noch in den 50er Jahren geschafft haben. 1990 gab eine Kuh im Schnitt 4710 Kilo Milch pro Jahr, heute sind es 7620. Um diese gewaltige Menge zu erzeugen, läuft das Herz-Kreislauf-System der Kuh bereits permanent auf Hochtouren, trotzdem wird das Ganze bei einer Hochleistungskuh nochmal potenziert. Wer wundert sich dann noch, dass die Tiere meistens gar nicht diese brutale Ausbeutungsindustrie überstehen oder nur so wie unsere Lady Welle, die nur noch von ihrem Kämpferwillen aufrecht gehalten wurde, sich in Slow Motion bewegt hat und auf tägliches Kraftfutter angewiesen war.

Von einer Väterfolge, die für Härte und Langlebgkeit steht, haben wir auch das letzte Mal im Geschichtsunterricht gelesen. Seltsamerweise mit einem weit kritischeren Unterton als im Artikel und fern ab von jedem Aufruf zur spontanen Party. Und dort wurden noch nicht mal Verhältnisse wie in der heutigen Zuchtviehbranche besprochen, in der Bullensperma inzwischen per Internet geordert werden kann, produziert von Zuchtbullen, die ihr ganzes Leben lang nichts anderes machen, als ihr Ejakulat in eine Gummivagina zu spritzen und die nur zwischen Stall und Labor hin- und herpendeln dürfen.

Der Schlußsatz wird dann endlich wieder realistisch, denn allein der Halter dieser Kuh ist für diese Leistung verantwortlich. Diana selber wäre niemals auf die Idee gekommen, ihm 13 Kinder und obendrauf 200.000 Liter Muttermilch zu spendieren, nur weil er sie im Gegenzug dafür ein Leben lang gefangen hält und in den Tod schickt, sobald ihre Milchquote nachlässt. Allerdings würden wir dem Mann dazu nie gratulieren. Denn erstens hat er selber absolut nichts Positives geleistet, und sein Engagement im negativen Bereich würden wir in einer Art kommentieren, die unsere gute Erziehung leider verbietet. Deshalb bleiben wir bei den Beileidsbekundungen für Diana. Wir hoffen, dass auch du den Menschen irgendwann verzeihen kannst, sobald dein Martyrium beendet wird, weil du nicht mehr im Sinne deines Halters ausgebeutet werden kannst. Uns tut es jedenfalls schrecklich leid, Diana.

https://www.agrarheute.com/tier/rind/erste-200000-liter-kuh-schleswig-holstein-551574?fbclid=IwAR2i9JT9i0cr2k_ncMqoiQaY2ilR89IL34AgoCys4MmvWesVtNStttu6hqw


Frühlingsgalopp

von Admin | 18. Februar 2019 | 2 Kommentare


Unser Tagesvideo startet mit einer Entspannungsrunde von Indira, Puschek und Tjock. Ob das relaxte Erscheinungsbild von unserem Grafen an seinem neuen Glückshalsband oder doch an unserem geschickten Schneiden des Beitrags liegt, lösen wir an dieser Stelle nicht auf. Bei Tjock wurde vor einer Woche ein Knochentumor am Kiefer entdeckt, der auch schon gestreut hat. Leider sind die Behandlungsmöglichkeiten sehr begrenzt und beschränken sich auf regelmäßige Röntgenkontrollen. Aber bisher hat der tapfere Wallach auch noch keine Schmerzen, wir beobachten ihn natürlich trotzdem verstärkt.

 
Dann geht es auch schon mit den anderen drei Butenländer Pferden zum Galopp in den Frühling. Unser fast 30jähriger Wallach Loriot (er macht am 27.2. die drei Jahrzehnte voll) hat auch keine guten Erinnerungen an seinen letzten Arzttermin, denn ihm mussten zwei Zähne gezogen werden. Damit nicht genug sind in 5 Wochen nochmal zwei an der Reihe. Das ist aber längst keine so ernüchternde Diagnose wie bei Tjock, gerade als ehemaliges Schulpferd, das 16 Jahre von Freiheit nur träumen konnte, ist man ganz andere schlimmere Sachen gewohnt.
 
Der 24jährige Cello fordert auch den Wind zum Rennen heraus. Wenn man das ehemalige Turnierpferd, das in seinen letzten Rennen nur noch unter Schmerzmitteln ausgebeutet werden konnte, so sieht, dann glaubt man kaum, dass es an einem chronischen Lungenemphysem leidet und täglich von uns mit einem Atemgerät behandelt wird, damit es leichter abhusten kann.
 
Natürlich darf auch Kaspar nicht fehlen, der 12jährige Wirbelwind, mit dem Indira am Ende des Videos die täglichen Bewegungsübungen macht. Ihm geht es richtig gut, nicht nur, weil er seine drohende Karriere beim Ponyreiten hinter sich gelassen hat, sondern auch, weil er als Hufrehe-Patient seit einigen Jahren beschwerdefrei ist und es ihm einfach nur bestens auf der Butenländer Ranch geht.

Graf Puschek im Vorfrühling

von Admin | 18. Februar 2019 | 5 Kommentare

Graf Puschek geniesst auch ohne Zähne den etwas überpünktlichen Frühling. Ihm wurden bei seinem letzten Tierarztbesuch 9 Beißerchen gezogen, jetzt hat er nur noch seine süßen Vampirhauer. Aber zum Glück braucht man ja nur eine Nase, um an Krokussen, Schneeglöckchen und gelben Winterlingen zu schnuppern. Und die funktioniert bei unserem Pekinesen-Opa noch tadellos.


Zum Mitschmatzen

von Admin | 17. Februar 2019 | 4 Kommentare

Wir berichteten euch schon vor ein paar Tagen von Ernas neuer Etikettenschule. Auch heute hat sich die Schweinedame für ihre Freundin Indira Zeit genommen, um ihr nochmal ganz ausführlich zu zeigen, wie man richtig schmatzt. Da Erna allerdings gemerkt hat, dass ein Unterricht, bei dem die Auszubildende direkt involviert ist, doch Essensreserven kostet, beschränkt sie sich jetzt auf reine Anschauungskurse, bei denen nur sie isst. Dafür schmatzt sie ihrer Schülerin aber direkt ins Ohr und kaut auch bewusst in Slow-Motion, damit diese auch ohne eigenen Konsum viel aus der Stunde mitnimmt. An der Bezahlung hat sich natürlich nichts geändert, die besteht noch immer aus einer Krauleinheit. Am Ende gibt Erna dann sogar etwas an und zeigt, dass sie als Naturtalent sogar während des Schlafens schmatzen kann. So beeindruckend …


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