Denn Tiere sind keine Maschinen
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Lillemor

von Admin | 9. Februar 2026 | noch kein Kommentar

Die allerschönsten Augen im Butenland hat definitiv Lillemor. Riesengroß und egal ob staunend, empört, neugierig oder begrüßend, man kann sich der Faszination nie entziehen. Ich schau dir in die Augen, Große.


Lara

von Admin | 9. Februar 2026 | noch kein Kommentar

Lara wird in wenigen Wochen 17 Jahre alt und erlebte in ihren über 15 Jahren hier auf Butenland schon einiges. Sie hat einen außergewöhnlichen Kampfgeist und Lebenswillen, ist genauso ein Sturkopf wie ihre beste Freundin Anna und tendenziell eher introvertiert.

2022 musste ihre äußere Klauenhälfte am hinteren rechten Fuß wegen eines tiefliegenden Geschwürs amputiert werden, sodass die andere Klauenhälfte die Belastung für beide übernehmen musste. Im Januar 2023 diagnostizierte unser Tierarzt dann ein Plattenepithelkarzinom an ihrem rechten Auge, welches daraufhin vollständig entfernt wurde.

Als wenn das nicht reichen würde, wurde vor einigen Wochen an der noch vorhandenen Klauenhälfte ein Geschwür entdeckt, durch das eigentlich erforderliche Wegschneiden wäre sie nur noch auf ihrer Lederhaut gelaufen. Normalerweise wird in so einem Fall unter die andere Klauenhälfte ein Klotz geklebt, damit die betroffene Seite entlastet wird und verheilen kann. Nur hat diese bei Lara ja leider schon gefehlt, also standen die Zeichen auf Abschied.

Unser Tierarzt war aber überrascht, wie gut es Lara ging und dass sie kaum Schmerzverhalten gezeigt hat. So haben wir es mit einem Polsterverband statt des Klotzes probiert, den wir wochenlang austauschten, damit sie quasi palliativ weiterleben kann. Mittlerweile wurde das Wunder geliefert, die Stelle ist tatsächlich entgegen der Prognose wieder zugewachsen, sodass sie schmerzfrei ohne Verband laufen kann. Lara will leben und das zeigt sie auch jeden Tag. Und wir unterstützen unseren Schatz dabei mit allen Kräften.


Abschied von Lily

von Admin | 7. Februar 2026 | 4 Kommentare

Wir mussten heute Nachmittag Lily erlösen lassen. Erst gestern wurden bei ihr eine Herzentzündung und Kolikbeschwerden diagnostiziert, über Nacht hat sich dann die Pansentätigkeit eingestellt, eine Katastrophe bei einem Rind. So konnte uns dann auch nicht mehr die Tierärztin mit einem Wunder dienen und es blieb uns nur noch, unseren Schatz friedlich einschlafen zu lassen. Ihre Retterinnen sind die halbe Nacht durchgefahren und haben Lily in ihren letzten Stunden begleitet, was garantiert Seelenbalsam für diese fantastische Kuh war.

Lily lebte seit dem Sommer 2021 auf Butenland. In ihrem vorherigen Betrieb verbrachte sie über 13 Jahre und musste in der Zeit 6 Kälber austragen. Schlussendlich ist sie 17 Jahre alt geworden, Kühe haben wie Menschen eine Schwangerschaft von 9 Monate, was im Ergebnis bedeutet, dass Lily ein Drittel ihres Lebens schwanger war. Die ungeheure Strapaze wurde ihr zusätzlich dadurch erschwert, dass sie ihre Kinder nie länger als ein paar Momente sehen durfte, ein Erleben und Großziehen wurde ihr sowieso versagt. Das darf jetzt gerne auf einen Menschen umgerechnet werden inklusive des Aufschreis, den so eine Folter bei einem Artgenossen von uns in der Gesellschaft auslösen würde.

Lily hatte das Glück, dass die Kinder des Bauern für sie gekämpft haben, so stand sie erst länger trocken und durfte dann sogar ins Butenland reisen. Ein Schicksal, das für die Rinder dieser Erde ein tausendfacher Lotteriegewinn sein muss, zu groß ist die Zahl der täglich auf gleiche Weise gequälten Mitgeschöpfe. Hier lebte sie sich schnell in die große Herde ein, stand aber dann auch irgendwann auf unserer Krankenweide. Unter anderem wegen immer wiederkehrenden Euterentzündungen, die entstanden, obwohl sie seit Jahren keine Milch mehr geben musste. Aber der eiskalte Arm der skrupellosen Herzen der Verantwortlichen in der industriellen Tierindustrie ist lang, Lily war längst nicht das einzige Opfer, dass die Misshandlungen mit lebenslangen Beschwerden bezahlen musste.

Jetzt konnten wir unserer Oma nur noch einen schmerzlosen Abschied gewähren und dafür sorgen, dass sie im Kreis ihrer Lieben den letzten Weg gehen durfte. Natürlich bleibt auch die Gewissheit, dass die Süße nochmal 4 1/2 Jahre am anständigen Leben zumindest schnuppern durfte. Trotzdem ist das viel zu kurz gewesen. Und auch der Grund für ihre Leidenszeit ist schal. Denn der lag einfach darin, dass achtlose Menschen sich nicht von dem Gedanken lösen können, dass Muttermilch von anderen Säugetieren einen leckeren Luxus darstellt, für den man andere bis aufs Blut und in den Tod hinein quälen darf. Schlaf gut, Lily, jetzt ohne Schmerzen, ohne Entzündungen und ohne Wunden, die dir das größenwahnsinnige Etwas Homo sapiens im ungezügelten Appetitrausch zugefügt hat.


Eira

von Admin | 7. Februar 2026 | 2 Kommentare

Ein Blick, der jedes Herzen zum Schmelzen bringt, kleine Hörnchen, die gar nicht mehr so klein sind, dazu eine Ausstrahlung wie vom anderen Stern – machen wir uns nichts vor, Eira ist das süßeste Rind, das jemals irgendwo gesichtet wurde.


Lily

von Admin | 6. Februar 2026 | 4 Kommentare

Lily geht es seit gestern leider gar nicht gut. Sie hat keinen Appetit, was grade bei ihr ein Alarmzeichen ist, da sie sonst geradezu gierig nach Futter ist. Ihr Bauch war heute morgen sehr prall und etwas aufgebläht.
Die Tierärztin hat heute eine Herzentzündung und eine Kolik festgestellt. Lily ist 17 Jahre alt und deswegen macht ihr Herz uns am meisten Sorgen.

Damit der Darm wieder in Gang kommt und die Kolikbeschwerden aufhören, wurde sie behandelt. Ausgelöst wurde die Herzentzündung, die wir nun mit Antibiotika hoffentlich in den Griff bekommen, wahrscheinlich durch eine bakterielle Infektion im Zusammenspiel mit ihrem Alter und einem geschwächten Immunsystem durch das kalte, teilweise nasse Wetter in den letzten Wochen.

Lilys Immunsystem ist schon schwach, seitdem sie hier lebt, das wird ein Andenken aus ihrer Vergangenheit sein. Sie hat sechs Kinder geboren/verloren und somit mindestens sechs Jahre in der Milchindustrie hinter sich. Dadurch leidet sie auch an immer wieder aufkommenden Euterentzündungen, obwohl sie schon seit Jahren keine Milch mehr produzieren muss. Aber der grausame Arm dieser Misshandlungen ist leider unglaublich lang. Ihr wurde Blut abgenommen, das jetzt im Labor untersucht wird. Nun heißt es Daumen drücken und abwarten. Wichtig ist, dass sie wieder anfängt zu essen und die Entzündung noch nicht so weit fortgeschritten ist. 🍀🙏


MUH Bond 007

von Admin | 6. Februar 2026 | noch kein Kommentar

Beim Anblick dieses Fotos werdet ihr euch spontan denken: „Was für ein schönes Bild von Emma und Lillemor beim Schlafen.“ Jetzt kommt aber der Hammer, denn nach eingehender Lupenuntersuchung haben wir noch zwei andere Rinder entdeckt, nämlich Willi und Jantje. Da müsst ihr euch jetzt gar keine Mühe geben, um sie zu erspähen, denn mit bloßem Auge sind sie nicht zu erkennen.

Jantje hat es schon immer geliebt, sich zu tarnen, vor ihrer Butenlandzeit hat sie auch für den KUHGB gearbeitet. Diese Spionage-Tätigkeit hat sie nur beendet, weil sie mit Eira schwanger wurde und deshalb in den Mutterschutz gegangen ist. Als dann Willi mit einer ähnlichen Begabung auf den Hof kam, haben sich die beiden sofort blendend verstanden und gewinnen seitdem gemeinsam jedes Versteckspiel.

Im letzten Sommer hat sich Willi sogar heimlich in das Auto einer Besucherin geschlichen und ist bis nach Wattenscheid gefahren, unentdeckt, weil er sich so perfekt im Fußraum zusammengekauert hat. Zum Glück kostete uns die Rückfahrt auch nichts, da er während der kompletten Bahnfahrt mit einer Haltestange verschmolz und so nicht kontrolliert wurde. Die Besucherin ahnt wahrscheinlich bis heute nichts von ihrem Glück, seitdem kontrollieren wir vor jeder Abfahrt allerdings die Autos.

Eigentlich komplett unsinnig, denn Willi würden wir natürlich niemals finden, wenn er das nicht will. Wer weiß, wie weit dieser Ochse in den letzten Monaten in Europa herumgekommen ist. Beruhigenderweise gefällt es ihm so gut auf Butenland, dass er immer wieder zurückkehrt. Und auch Jantje ist hier so glücklich, dass sie inzwischen ihre Agentinnentätigkeit gekündigt hat und nur noch privat Feldhasen und Igel ausspioniert.


Spice Cows

von Admin | 5. Februar 2026 | ein Kommentar
Elli und Emily haben eine Girlband gegründet, deshalb beauftragte Elli gleich in Annas Haarsalon eine schicke Föhnfrisur. Der Look stimmt bei ihr also schon mal. An der Choreografie der Auftritte muss zum Glück nicht gearbeitet werden, denn im Gegensatz zu den menschlichen Pendants ist die Performance bei Girliekühen nicht ganz so hektisch und zappelig angelegt. Im KUHlen Pophimmel orientiert man sich da eher an der entschleunigten Gemütlichkeit, also muht auch das Butenländer Duo seine Texte im Stand und ohne unnötige Tanzschritte vor. Wer das so gut wie die beiden beherrscht, treibt das Publikum auch so in die Ekstase.
 
Die Texte selber sind wie im Genre üblich überwiegend sehr frech angelegt und handeln davon, dem Bauern nicht mehr zu gehorchen sowie aus dem Betrieb zu fliehen. Das ist auch noch ein kleines Glaubwürdigkeitsproblem, denn weder Elli noch Emily wollen von Butenland türmen und den Menschen mussten sie hier eh noch nie gehorchen. Aber sie orientieren sich sowieso am internationalen Markt, da gibt es sicher noch genug potenzielle Kund:innen, die Butenland gar nicht kennen.
 
Jetzt fehlt nur noch der Name, da schwankt das Duo noch zwischen „Spice Cows“ und „KUHMUHnurumu“. Am Ende ist das aber auch egal, denn Emily und Elli haben unter jedem Pseudonym Megastar-Ausstrahlung. Also haltet demnächst Ausschau nach der ersten Singleauskopplung, es lohnt sich, denn mit „Liebe geht durch 4 Mägen“ starten die neuen Hitproduzentinnen ihre jetzt schon legendäre Karriere ungewohnt romantisch.


Karlsson

von Admin | 5. Februar 2026 | ein Kommentar

Tilda hatte plötzlich einen schlechten Geschmack im Mund und musste deshalb außerplanmäßig zur Tränke. Da die allerdings 10 Schritte entfernt war, hat sie sich natürlich erstmal um eine Babysitterin gekümmert, die ein Auge auf Karlsson wirft. Es weiß ja jeder, dass Kälber zwischen 0 und 40 Jahren in einem Alter sind, in dem man sie nicht unbeaufsichtigt lassen sollte. Nachzulesen in „MUHtter ein Leben lang“ von Tildas Lieblingsschriftstellerin Betty Perfetti, eine italienische Bestsellerautorin und Wiederkäuikone. Zum Glück hat sich gleich Tante Meentje gemeldet, da ist der Sohnemann in guten Klauen und Mama kann sich sogar ein bisschen Zeit beim Nachspülen lassen.


Wolke

von Admin | 4. Februar 2026 | noch kein Kommentar

Wolke lässt sich auch vom Schnee nicht davon abhalten, engagierte Reden zu muhen, die ihr in der Summe bei der nächsten internen Wahl den Posten der Herdenchefin einbringen sollen. Hier verteilt sie gerade Wahlversprechen à la „Direkt nach ihrer Wahl mehr Heu in den Raufen und vier- statt dreimal täglich Misten“. Was gar nicht mit uns abgesprochen wurde, aber gut, so sind halt die Politiker:innen. Da muss man eben das Blaue vom Himmel und Weiße vom Boden versprechen, um überhaupt Chancen zu haben. Und nach der Wahl merkt ja eh niemand, dass der Ballen nicht größer und der Mist nicht weniger geworden ist. Hauptsache jeder ist satt und lebt im sauberen Stall. Also versprich auch ruhig eine höhere Kraulquote, Wolke, darauf können wir uns sogar jederzeit einlassen.


Frederik

von Admin | 4. Februar 2026 | ein Kommentar

Pünktlich zur Frühstückspause liefern wir einen Frederik-Booster mit extraschönem Lächeln. Jetzt kann euer Mittwoch nur legendär werden.


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