Denn Tiere sind keine Maschinen
suche - search.php

Tildas 7. MUHday

von Admin | 19. Mai 2022 | noch kein Kommentar

Den heutigen Geburtstag hat Karin gestern bei der Planung mit „Ohje, die Muddi mit dem Todesblick“ kommentiert. Und das ist eine sehr gute Zusammenfassung, denn niemand anderes als unsere Tilda wird heute 7 Jahre alt.

Inzwischen lebt sie schon über 2 Jahre mit ihrem Sohn Karlsson auf Hof Butenland, im März 2020 wurde uns die kleine Familie von einem Nachbarn geschenkt. Tilda war damals mehr als mißtrauisch gegenüber Menschen und wir durften uns in der Anfangszeit vor allem ihrem damals gerade mal eine Woche altem Baby nicht nähern. Wir hatten tatsächlich trotz aller Erfahrung noch nie so eine durchaus aggressive Kuh auf dem Hof, was wir Tilda aber nie vorgeworfen haben. Schließlich ging es hier um ihr Kind kombiniert mit diversen schlechten Erfahrungen mit Menschen, welche Mutter würde da nicht (gerade bei Fremden) komplett in den beschützenden Abwehrmodus gehen? Damals begann für uns eine lange Annäherungsphase, in der wir uns über Wochen mitten auf die Weide weit entfernt von dem jungen Glück gesetzt haben und dann jeden Tag ein Stückchen näher gerückt sind.

Diese Vorgehensweise trug schon bald Früchte und Tilda entspannte sich allmählich. Sie hatte sogar hin und wieder ein Auge für andere Sachen als die Kindererziehung, so dass man kurz mit Karlsson schmusen durfte. In der Gegenwart sieht sie den inzwischen gewohnten menschlichen Durchgangsverkehr auf Weide und Stall eigentlich recht locker, trotzdem merkt man noch immer, dass jede Bewegung genauestens studiert wird, sobald sich jemand in Karlssons Dunstkreis begibt. Die Muddi mit dem Todesblick ist einfach zusammengefasst eine Erziehungsberechtigte, wie man sie jedem Kind nur wünschen kann.

Gefeiert wurde heute mit Pippilotta, außerdem kam auch Carlotta dazu. Bei der sah es lange so aus, als hätte sie Chancen auf den Schwiegertochterposten bei Tilda, allerdings hat Karlsson momentan mit Ole eher einen Schwiegersohn im Sinn. Der Freundschaft zu Carlotta hat das aber keinen Abbruch getan, also kann sie sich selbstverständlich ein großes Stück Heutorte abholen. Die Patentanten Dagmar aus Lohfelden, Bettina aus Schwelm und Tine aus Ganderkeseehaben haben das Auffüllen des Gabentischs mit Paketen und Taschengeld übernommen, kein Wunder also, dass der Todesblick wie schon sehr oft in den letzten Monaten ziemlich aufweicht und freundlichen Kuhaugen Platz macht. Wir wünschen der besten Mama der Welt auf jeden Fall alles Gute und noch viele schöne Jahre mit ihrem Schatz in unserem Tierparadies.


Lebenshof statt Überlebenshof

von Admin | 19. Mai 2022 | noch kein Kommentar


Der heutige Text stammt nicht von Jens, sondern von dieser Seite hier: https://www.facebook.com/Schweineleben/photos/a.105906404872185/426667826129373/ Wir zitieren ihn aber nochmal vollständig, damit wir ihn auch auf unseren Auftritten neben Facebook posten können. Er ist zwar sehr lang, aber es lohnt sich, ihn bis zum Ende komplett zu lesen, auch wir können uns nur zustimmend anschließen und haben nichts mehr hinzuzufügen.

Weil Überleben nicht alles ist…

In unserer Arbeit im Tierschutz und Tierrecht werden wir täglich mit furchtbaren Nachrichten überschüttet. Und leben mit der Gewissheit, dass wir Millionen von Tieren niemals helfen können. Diese Bürde müssen wir als tierliebe Menschen tragen und es fällt schwer. Jeden Tag.

Wie alle Menschen können wir das Leid nicht unendlich lange ertragen. Und möchten uns stattdessen auch mit der schönen Seite der Liebe zu Tieren beschäftigen. Mit den geretteten Tieren, die ein vermeintliches Happy End erleben, statt den Tod im Schlachthof von Tönnies oder anderswo.

Und es ist genau dieser Wunsch nach einem schönen Ende, der viele Menschen umtreibt. Die Rettung von Tieren ist durch die sozialen Medien wie Facebook und Twitter längst zu einem veritablen Geschäftsmodell durch manche Vereine und Privatpersonen geworden. Wie konnte es dazu kommen? Was sind die Anzeichen dafür, dass Ihr es mit beginnenden Tiersammler:innen oder Tier-Messies zu tun habt? Ab wann wird aus einem Lebenshof ein „Überlebenshof“ bei dem die Rechte der Tiere ebenfalls – wenn auch weniger drastisch – mit Füßen getreten werden?

Wir beleuchten das am Schicksal der Schweine, für die wir uns leidenschaftlich einsetzen. Aber unsere Argumentationen sind natürlich auf alle anderen Tierarten genauso übertragbar. Also, was braucht ein Schwein, damit es wirklich glücklich ist. Und was sind die Eigenarten der Spezies, die durch jeden Tierschutzverein und jede Privatperson gewürdigt werden müssen?

Schweine sind intelligent. Das ist Tierfreund:innen, Tierschützer:innen und Tierrechtler:innen zwar längst bekannt, muss aber durch uns nochmal außerordentlich betont werden. Denn mit der Intelligenz der Tiere kommt eine große Herausforderung. Ihre Neugier und Intelligenz gehen Hand in Hand – oder in ihrem Fall Nasenspitze zu Rezeptoren.

In der freien Wildbahn durchstreifen Wildschweine ein großes Revier. Immer auf der Suche nach Essbarem, aber auch nach etwas „Neuem“. Sie leben von Natur aus im Wald, auch wenn sie nun durch die Beschneidung ihrer Lebensräume längst die urbanen Bereiche der Städte erreicht haben.

Unsere Hausschweine – egal ob das possierliche Minischwein oder die stattliche, ehemalige Zuchtsau – haben ebenfalls diese Bedürfnisse. Ein ausreichend großes Revier, Abwechslung und durch ihre Intelligenz und Sozialstruktur binden sie sich auch in einem außerordentlichen Maße an „ihre Menschen“. Die menschliche Fürsorge bildet im Bereich des Lebens mit den Schweinen einen wichtigen Punkt, den wir keinesfalls ignorieren dürfen.

Doch die Last der Millionen getöteten Schweine Jahr für Jahr lastet wie eine kolossale Bürde auf uns tierliebe Menschen. Den Menschen, die wissen, wie Schweine leiden. Der Wunsch, wenigstens der ein oder anderen Seele, dessen Schicksal uns gerade berührt, ein gutes Leben zu schenken, ist stark.
Und so kommt es immer wieder vor, dass Menschen versuchen, gerade das Schwein X vor der drohenden Schlachtung zu retten. Schnell wird der Hilferuf auf Twitter, Facebook und Co. geteilt, in der Hoffnung, ein Leben zu retten. Etwas Gutes zu tun.

Dieser Hilferuf entwickelt oft eine Eigendynamik und es wird Druck aufgebaut. Ein Lebensplatz muss noch morgen her „oder sonst Schlachtung“. Verzweiflung pur für die Menschen, die involviert sind. Auch wir kennen diese Gefühle, arbeiten wir doch schon seit über 20 Jahren in der Materie. Hunderten, wenn nicht gar Tausenden von Schweinen mussten wir „Nein“ sagen. Kein Platz da. Keine Chance.

Und Platz da – dies ist genau der wichtige Punkt, um den sich unser Plädoyer dreht. Es ist eine schwierige Materie und wir sind uns bewusst, dass wir mit unseren Aussagen den Zorn gewisser Tierfreund:innen auf uns ziehen. Denn für uns muss ein Platz auch immer ein guter Platz sein. Ein Lebensplatz – kein Überlebensplatz. Damit das Leben nicht zur Qual wird.

Schweine brauchen ausreichend Lebensraum. Und Lebensraum ist nur durch mehr Lebensraum zu ersetzen. Für eine ausreichende Unterbringung eines Minischweines veranschlagen wir 200 m² Lebensraum pro Tier – also mindestens 400 m² für zwei Minischweine.
Die großen Schweine brauchen nochmals mehr Raum: mindestens 700 m², aber besser 1000 m² aufwärts für die Schweine, die weit über 200 kg Gewicht erreichen.

Das klingt erst einmal nach viel Raum, aber die Realität bei der Unterbringung von Schweinen diktiert uns diese Regel: denn Schweine sind keine Weidetiere. Sie sind Tiere des Waldes. Mit ihrer wunderbaren Nasenscheibe suchen sie permanent den Boden ab. Wühlen und graben. Sehr schnell wird aus einer Wiese ein Acker. Und im Winter eine Sumpflandschaft. Das geschieht um so schneller, je mehr Tiere sich die Fläche teilen müssen.

Der Aspekt, der uns dabei antreibt, ist einerseits die Qualität des Lebensraumes, den die Schweine erleben dürfen. Zu schnell riecht für die Schweine alles nach Exkrementen, wenn zu viele Tiere auf engem Raum leben. Ihre Nasen sind viele Tausend mal feiner als unsere. Wenn wir schon merken, dass es riecht, ist es für die Schweine höllischer Gestank. Das Gelände leidet, die Schweine leiden.

Hinzu kommt: Die Schweine werden den Rest ihres Lebens auf dieser Fläche „leben“ müssen. Hunden und anderen Tieren können wir Spaziergänge und Auslauf bieten. Echten Familienanschluss inklusive. Die Schweine müssen im Gehege bleiben. Es ist in Deutschland verboten – ob nun aus gutem Grund oder nicht – mit Schweinen spazieren zu gehen. Also keine neuen Gerüche und Eindrücke für die intelligenten Schweine. Intelligenter als unsere Hunde. Aber dennoch sperren wir sie weg. Müssen sie wegsperren.

Und hier kommen wir dann in das Dilemma, dass wir als Kämpfer:innen für die Schweine sehen: gute Plätze für Schweine fallen nicht vom Himmel. Sie wachsen nicht auf Bäumen. Im Gegenteil: in einem guten Schweinegehege müssen eben diese Bäume wachsen.

In der emotionalen Notlage, in der sich viele Tierfreund:innen sehen, werden solche Aspekte nur zu schnell beiseite gelegt. Das Tier muss gerettet werden. Koste es, was es wolle. Damit ein Leben nicht ausgelöscht wird. Jeder Platz ist dann ein „ausreichender Platz“.

Dann wird das Schwein schnell auf Privathof X oder Verein Y untergebracht, der sich bereit erklärt doch noch das eine Schwein unterzubringen. Der Erfolg wird auf den sozialen Medien gefeiert und man fühlt sich gut. Bis der nächste Notruf kommt und das Spiel von vorne losgeht. Das eine Schwein wird dann schnell vergessen. Kontrollbesuche, ob das Leben wirklich lebenswert ist, finden nicht statt. Oder die neuen Lebensretter versuchen alles, um die wahren Lebensumstände der Tiere zu kaschieren. Die Mitretter:innen sind schon zum nächsten Schwein weitergezogen.

Längst gibt es „Tierschutzvereine“, die aus der Tierrettung ein Geschäft gemacht haben. Oder die so viele Tiere bei sich aufgenommen haben, dass der Ausdruck Tiersammler:in und Tier-Messie angebracht ist.
Sieben große Schweine auf 700 m² Grundstück? Kein Problem. Fotos im Internet schauen sich die meisten Menschen nur rudimentär an. Ob die Tiere gut versorgt werden und nicht nur „abgefüttert und sauber gemacht“ kann man auf Fotos nicht erkennen. Ein paar philosophisch angehauchte Texte über Tierrecht im Foto reichen auch aus, um die wahren Zustände zu kaschieren. So eine Tierretter:in oder so ein Verein tut doch offensichtliches Gutes, oder?

Wenn die Fotos außer Stroh oder einer braunen Erdmasse im Hintergrund nichts zeigen, sollte man als Tierfreund anfangen nachzudenken. Auch beim Besuch eines solchen „Lebenshofes“ muss man verstehen können, was der Unterschied zwischen Leben und Überleben ist.

Dann gibt es noch Vereine, die vorgeben, einen Tierheimbetrieb durchzuführen. 20 Tiere auf weniger als 1000 m² – große und kleine Schweine. Bei einem Tierheim drücken wir gerne die Augen zu, oder? Die Menschen bemühen sich immerhin, die Schweine weiterzuvermitteln. Doch die Realität ist: Vermittlungen sind schwierig. Auch beim neuen Platz der Tiere gilt es, einem hohen Standard gerecht zu werden. Damit die Tiere wirklich leben können.

Doch beim täglichen Druck auf den sozialen Medien und Gruppendruck wird dann auch bei der Vermittlung der Schweine gerne ein Auge zugedrückt. „Passt scho“ ist dann die Devise. Hauptsache vermittelt. Damit man sich feiern lassen kann. Man hat schließlich wieder erfolgreich bewiesen, was man für eine tolle Tierschützer:in ist. Ob die Tiere beim neuen Leben wirklich leben dürfen, interessiert die Gefolgschaft dieser Retter:innen weitaus weniger als der gemeinschaftliche Jubel, der die Gemeinschaft über die Richtigkeit des Weges weiter bestärkt.

Dann gibt es sogar noch die ganz perfide Form der Schweinerettung: von einem Knast in den nächsten. Vermeintlich gerettet aus der Massentierhaltung mit nur 1 m² Lebensraum. Ab in den nächsten umgebauten Maststall. Betreut durch einen „bekehrten“ Veganer-Landwirt. Der sich als Arbeiter allein um die hunderte Tiere des Stalles kümmern muss. Wenn mal etwas Schlimmes passiert, dann ist allein dieser Betreuer Schuld, niemals der auftraggebende Verein.

Als Verein postet man dann schöne Bilder von Schweinen im Stroh. Denn Schweinen im Stroh – denen muss es ja gut gehen, oder? Patenschaften werden gesammelt, während die Tiere still leiden. Für den Rest ihres irdischen Lebens. Auf vielleicht 5 m² Lebensraum. Ein Überlebenshof? Nein, fast schon eine lebenslange Hölle mit „grünem Anstrich“. Greenwashing im Tierschutz und Tierrecht gibt es leider auch. Augen auf statt Scheuklappen heißt daher die Devise für alle Unterstützer:innen.

Auch dieser besagte Verein hat eine treue Gefolgschaft. Eine Gefolgschaft, die nicht hinter die Kulissen blickt. Die nicht wahrhaben will, dass hinter dem Vorhang ein Mensch die Strippen zieht, der das Leben der Tiere längst aus dem Blick verloren hat.
Wann immer Kritik an dieser Institution geäußert wird, heißt es unisono: willst Du, dass die X Tiere sterben und tot sind?

Nein, das wollen wir auch nicht. Aber es ist Zeit, dass auch der Tierschutz diejenigen erkennt, die es nicht gut mit den Tieren meinen. Die Tiere und ihre Bedürfnisse müssen unser erstes Augenmerk sein. Nicht unsere Gefühle und ob wir mal wieder eine Dosis „Schulterklopfen“ für unser Ego brauchen.

Schweine brauchen Platz. Viel Platz. Sie brauchen Liebe und Fürsorge. Sie sollten nicht gestapelt werden, mit wenig Auslauf, der durch die Exkremente der Tiere längst unendlichen Schaden genommen hat. Und gerettete Schweine bei einem Landwirt in den Stall zu packen, das ist der absolute Affront und Verrat an den Tieren. Eine Schande.

Ihr Tierfreund:innen, Tierschützer:innen und Tierrechtler:innen seid mitverantwortlich. Wenn Ihr solche Projekte weiterhin unkritisch betrachtet. Nicht hinter die Kulissen guckt. Wenn Ihr das nächste Mal ein Foto von einem Schwein auf Stroh seht, fragt Euch: wo ist das Video, dass das Leben der Schweine ungeschminkt zeigt. Kann ich ohne große Klimmzüge mein Patentier bei Verein X besuchen? Oder muss ich auf sogenannte „Patentage“ warten?

Wenn Ihr bei einem Lebenshof oder Verein zu Besuch seid: schaut Euch alles an. Ihr müsst nicht mit einem Zollstock bewaffnet sein. Augen und Verstand reichen. Und wenn es doch einmal nicht reicht: Google is your friend. Nach dem Besuch einfach den Hof auf Googlemaps aufsuchen und aktiv nachmessen. Einfach einen Rechtsklick auf die Map und per „Entfernung ausmessen“ das Grundstück abmessen. So einfach ist das, wenn man will.

Platz für Schweine ist für uns nicht nur ein Spruch. Weil jedes Leben zählt auch nicht. Aber wir wissen auch: Wir können nicht alle Schweine oder Tiere retten. Auch Du nicht. Und deswegen müssen wir als echte Tierschützer:innen und Tierrechtler:innen aufpassen, dass den Tieren, denen wir das Leben retten, ein würdevolles Leben zuteilwird.

Wir kennen einige Höfe, die das vorbildlich tun. Aber auch viele, die es nicht tun. Die Champions League der deutschen Lebenshöfe ist Euch sicherlich bekannt. Hof Butenland, Land der Tiere, Erdlingshof, um nur die Bekanntesten zu nennen.
Was sie tun, ist vorbildlich: die geretteten Tiere leben ein volles Leben. Und die Geschichte dieser Tiere dient allen anderen als Multiplikator. Damit all den Tieren, die wir nicht retten können, etwas anderes hilft: niemals wegen des Nutzens der Menschen geboren worden zu sein!“


Eine Ramboline macht ihr erstes Dutzend Jahre voll

von Admin | 18. Mai 2022 | 3 Kommentare

Unsere Herdenchefin Chaya wird heute 12 Jahre alt. Vielleicht habt ihr vorgestern Nacht ein Röhren aus der Ferne gehört. Das war kein Gewitter, vielmehr stand unsere Ramboline mitten in der Nacht auf dem Hofvorplatz, um sich selber ein tolles Geburtagsständchen zu trällern. Manch einer würde auch behaupten, dass sie uns über den einsetzenden Regen und ihre diesbezügliche Null-Toleranz informieren wollte. Wir finden aber die Lied-Version schöner, so oder so haben wir Madame einen Mitternachtssnack serviert und ihre Welt war wieder einigermaßen in Ordnung.

Diese Welt war am 8. Juli 2013 in akuter Panikstimmung, denn an dem Tag sollte Chaya kerngesund und fast noch im Kindesalter hinterhältig auf einem Schlachthof umgebracht werden. Aber auch dort brüllte sie sich so sehr die Seele aus dem Leib, dass eine anwesende Tierärztin aufmerksam wurde und für sie eine Gnadenfrist aushandeln konnte. Als der Kontakt nach Butenland erfolgreich aufgenommen wurde, wandelte sich diese Frist sogar in ein Ticket direkt ins Paradies inklusive Vollpension mit selbstbestimmter Freiheit bis an das natürliche Lebensende. Vor der Reise in diesen Traum musste Chaya aber noch einige Wochen in Quarantäne und diese Zeit sollte sie nicht allein verbringen. So rettete sie auch noch ihrer besten Freundin Dani das Leben und rockt seitdem mit ihr unser Kuhaltersheim.

Die heutige Geburtagsfeier beginnt leider mit einer herben Enttäuschung, denn obwohl Jan natürlich als Erster seinem Schatzi gratuliert hat, wollte er partout kein Ständchen singen. Muss man als Kuh auf Butenland wirklich alles selber machen? Na ja, vielleicht wusste Jan auch einfach nur, dass er an den Bariton von Chaya nicht herankommt und hat ihr deshalb die nachtigalleske Performance überlassen. Er macht es auch sofort wieder gut, indem nicht nur ein Heuballen angeliefert wird, sondern zusätzlich Chaya von ihm auch noch ihren Lieblings-Boxsack auf den Gabentisch gelegt bekommt. Natürlich gibt es im Anschluss obendrauf eine Heutorte inklusive den Festtagsgästen Fine und Leevke. Damit nicht genug haben sich auch die Paten Simone aus Herne, Lena aus Bremen, Ramona aus Kitzingen, Steffi aus Waldems sowie Christiane und Gert aus Bruchsaal nicht lumpen lassen und Pakete sowie Taschengeld für die Aftershowsause gesendet. Da kann man also weder meckern noch röhren, wir sind uns trotzdem sicher, dass wir auch heute noch einige Death-MUHtal-Konzerte von unserer zarten Kuhelfe zu hören bekommen. Was uns natürlich nicht im Entferntesten davon abhält, sie hochleben zu lassen.


Mit einem strahlenden Lächeln gehört der Tag dir

von Admin | 18. Mai 2022 | noch kein Kommentar


Wir plaudern heute mal etwas aus dem Promi-Nähkästchen und verraten exklusiv, mit was Frederik damals endgültig Rosa Mariechen erobert hat: Das war nichts geringeres als sein strahlendes Anti-Zahnpastalächeln. Aber welche Sau könnte dieser geballten Hormonattacke auch schon widerstehen? Böse Zungen munkeln zwar, dass sich Frederik die Zähne extragelb gebleacht hat und auch bei der einen oder anderen sexy Schiefstellung künstlich nachgeholfen hat, aber das gehört wirklich ins Land der Märchen. Vielmehr hat Freddy in seiner Kindheit brav jede Zahnbürste gemieden und hat auch immer einen großen Bogen um Zahnspangen gemacht, diese Mundflora, die das Herz der stolzeste Sau fast schon verbindlich brechen kann, wurde also hart erarbeitet. Da hat er sich eine Belohnung wie unsere Diva wirklich mehr als verdient.


Ein Tag an der Spitze der Butenland-HierARCHIE

von Admin | 17. Mai 2022 | ein Kommentar

Lange, lange Zeit (also mindestens 3 Tage) hatte unser Hof-VIP (Very important Pekinese) keine absolute Hauptrolle mehr in unseren Videos. Das geht natürlich gar nicht, schon allein weil Sir Archie die Dinger in Eigenregie dreht, schneidet, textet und überhaupt produziert. Die Menschen greifen da lediglich unterstützend ein, die Hauptarbeit wird aber immer auf den mächtigen Chefschultern abgeladen. Höchste Zeit also, dass sich mal wieder alles um unseren Hofleiter dreht.

Los geht es im Hoftrac, den benutzt Sir Archie sehr gerne für die Kontrollrunden, bei denen Klara, Martina und Hanni ihre Extraportionen erhalten. Auf die Weise bekommt man die doch recht schweren Eimer mit den Leckereien sicher in der Schaufel auf die Privatweide der drei Grazien. In der nächsten Szene zuckt zwar nur ein brauner Blitz durch das Bild, aber da müsst ihr uns einfach glauben, dass das die hündische Autorität auf Butenland war. Denn wenn Sir Archie richtig aufdreht, dann sprechen wir von erhöhter Lichtgeschwindigkeit, und wir wir schon seit Raumschiff Enterprise wissen, kann die für das limitierte menschliche Auge nur durch huschende Streifen dargestellt werden.

Danach werden kurz Einzeltermine bei Anton, Anna, Mattis, Julchen und Ole wahrgenommen. Es stand aber nichts Wichtiges an, so wurde nur allgemein über den FC St. Pauli, Hundekekse und Kuhfladengestaltung diskutiert, halt der typischen Rinder- und Hundegossip. Im Anschluss wird es deutlich wichtiger, denn die bereits erwähnte Extralieferung an Hanni und Co. muss ausgeliefert werden, gleichzeitig sollte man sich als fürsorglicher Boss auch überzeugen, dass die Mahlzeit klaglos angenommen wird.

Irgendwann ist aber auch der längste Arbeitstag zuende und unser Geschäftsführer kann mit seiner rechten Pfote Pippilotta in der Pekiwoodschaukel entspannen. Wenn die Kamerafrau dann endlich auch mal mit dem Filmen aufhört und brav die bereits vor Minuten aufgegebene Snackbestellung ausliefert, kann der Stress sicher endgültig abperlen. Also: CUT!


Update zu Trulla

von Admin | 17. Mai 2022 | 5 Kommentare

Die heutigen Nachrichten zu Trulla sind bittersüß. Der bittere Teil lautet, dass wir sie vor Tagen auf dem Hofgelände gefunden haben und sie wohl einen ziemlichen Infight mit dem Mike Tyson unter den Greifvögeln hatte. Sie trug offene Verletzungen auf dem Rücken davon und ein Auge plus der Kamm waren geschwollen.

Der beruhigend süße Part ist aber, dass sie sich inzwischen auf dem Weg der Besserung befindet. Die Rückenwunde spülen wir täglich mit Betaisodonaaus und sie ist bereits verkrustet. Die Augenwundkruste ist schon gefallen, so dass die tapfere Patientin wieder 3D sieht. Momentan muss sie nur noch ein paar Tage Metacam als Schmerzmittel einnehmen, dann wird die Attacke überstanden sein. Die Greifvogel-Unterstellung ist übrigens ins Blaue geraten, denn eigentlich haben wir keine Ahnung, was der Süßen da genau passiert ist.

 
Sie erholt sich jetzt in ihrem Bademantel auf Jans … sorry, ich meine natürlich Sir Archies Ohrensessel. Damit keine Fliegen in die Wunde gelangen, hat sie diesen Mantel wieder ausgegraben. Sie kennt ihn ja schon aus den Tagen nach ihrer Ankunft, wo sie wesentlich schlimmer ausgesehen hat. https://www.stiftung-fuer-tierschutz.de/2018/11/trulla-ist-da/

Endlich wieder Badesaison

von Admin | 16. Mai 2022 | 3 Kommentare

Heute versorgen wir euch mal wieder mit exklusiven Schnappschüssen aus dem Badeparadies unseres Promi-Pig-Pärchens. Beziehungsweise liegt der Schwerpunkt auf Rosa Mariechen, denn Frederik lässt sich dort fast nur blicken, um seine Holde zu anderen Dingen zu motivieren. Leider meistens vergebens, denn unsere Diva kann stundenlang einfach im Wasser liegen und die Seele baumeln lassen. Für einen adrenalinorientiertes Stuntschwein wie Frederik ist das natürlich nichts und er zieht es nur in Erwägung, wenn man dabei Kanäle buddeln kann. Aber gut, man muss in einer Beziehung ja nicht identische Hobbys haben, man kann sich auch durch unterschiedliche Interessen perfekt ergänzen.

Noch ein Hinweis in eigener Sache: Ihr hört da im Hintergrund ein Wasserrauschen, weil wir hin und wieder das kühle Nass in die Suhle pumpen. Dabei leiten wir es aus den Kanälen rund um Butenland um, es wird also kein Trinkwasser verschwendet. Trotzdem bleibt der Pegel auf die Weise zufriedenstellend hoch und Mariechen kann ihre Schlammpackungen gewohnt verschwenderisch auftragen.


Lillemor

von Admin | 16. Mai 2022 | ein Kommentar


Lillemor feiert in genau einer Woche ihren 12. MUHday. Inzwischen lebt die junge Dame auch schon über drei Jahre auf Butenland. Und da sie die hübschesten Glubschaugen in diesem Universum an, bringen wir euch direkt mal beim Sehvermögen der Rinder auf den neuesten Stand.

Da ihre Augen seitlich am Kopf liegen, verfügen diese Tiere über eine 330-Grad-Sicht. So etwas bekommt der Mensch ausschließlich in eher unappetitlichen Horrorfilmen hin, und das auch nur, wenn er durch filmische Kunstgriffe nicht mehr als Homo sapiens durchgeht. Dafür ist die plastische 3D-Sicht von Rindern stark eingeschränkt und ihre Sehschärfe schätzen Experten auf circa 30 % gegenüber der des Menschen. Auch ihr Bildauflösungsvermögen ist gering. Es sei denn, der Vergleich findet zwischen einem Rind und dem Autoren dieser Zeilen statt, da würde dann das menschliche Säugetier mit wehenden Fahnen untergehen. Allerdings würden die Glasbausteine von Jens auch gegen jeden Maulwurf verlieren, das ist also nicht repräsentativ.

Beim Bewegungssehen macht das Team Wiederkäuer aber sowieso wieder Punkte gut. Während wir uns da mit maximal 25 Bildern pro Sekunde begnügen müssen, verdoppeln Rinder diesen Wert locker und kommen auf eine Rate von bis zu 60 Bildern. Sie verfügen im Auge über eine reflektierende Schicht, die dem Menschen fehlt, so sehen sie im Dunkeln weitaus besser.

Rinder gehören zu der Gruppe der Dichromaten. Das heißt übersetzt, dass sie zwei verschiedene Arten von Zapfen in ihrer Netzhaut haben. Dichromaten können deshalb auch nur zwei Farben gut erkennen, bei Rindern sind das blau und grün, deshalb sehen sie sehr schlecht im Rot-Bereich. Das sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen und darüber nachdenken, wie zusätzlich dumm dieser Fakt das sowieso sehr jämmerliche Spektakel Stierkampf macht. Ein Stier, der sich von einem roten Tuch provozieren lässt, muss erst noch geboren werden, diese Reizung ist also genauso Fake wie die Gefahr für den Torero bei diesen feigen Sadistenevents. Der Mensch ist jedenfalls ein Trichromat, verfügt über einen Zapfen mehr, und kann deshalb sehr viel besser rot sehen als ein Rind. Das Wortspiel ist hier durchaus beabsichtigt.


Wie geleckt

von Admin | 15. Mai 2022 | ein Kommentar

Benutzt ihr eigentlich Fusselbürsten, um Tierhaare von euren guten Sachen zu entfernen? So etwas hat man auf Butenland nicht nötig, denn in unserer Familie lebt zum Glück Ole. Man muss sich nur kurz vor ihm auf die Weide legen und schon startet die gründliche Komplettreinigung. Danach sieht jedes Kleidungsstück aus wie neu gekauft. Logisch, dass über so viel Professionalität auch Paulina nur staunen kann. Jetzt wisst ihr auch, woher der Ausdruck „Wie geleckt“ kommt, das bezieht sich auf die schon traditionelle Reinigungspower von Oles gesamten Ahnenstammbaum.


Germany 12 Points

von Admin | 15. Mai 2022 | ein Kommentar

Wir gönnen es der Ukraine von Herzen, dass sie gestern den Eurovision Träller-Contest gewonnen hat. Trotzdem sind wir etwas enttäuscht, dass die Bewerbung von Pavarotti durchgefallen ist. Im Ablehnungsschreiben wurde nur auf die Chancenlosigkeit der anderen Länder hingewiesen,
wenn unser Rockhahn sein Epos „Old McGerdes has a farm“ performt hätte. Das können wir irgendwo verstehen, sicherlich wäre so viel Talent unfair gewesen und hätte außerdem die traditionelle deutsche Schlußlicht-Platzierung gefährdet, aber trotzdem ist es schade.
 
Auf dem Tagesfoto seht ihr die Choreinlage von Elsa und Colorida beim „Uuuuuhuhuhuh“-Part, den Pavarotti extra für diese Neuauflage des berühmten Kinderlieds komponiert hat. Chaya war auch Feuer und Flamme und wollte während der Nummer als Spezialeffekt Erde auf die Bühne schmeißen, Pippilotta hat extra geübt, damit sie von der Bühne aus mindestens die dritte Zuschauerreihe mit ihrem goldenen Naturchampagner beglücken könnte und Sir Archie wollte als Höhepunkt des Auftritts mit Rosa Mariechen die Hebefigur aus „Dirty Dancing“ darbieten. Die Pläne haben sich also sehr gigantisch angehört, kein Wunder, dass die Konkurrenz panisch einen Ausschluß gefordert hat. Na ja, vielleicht nächstes Jahr, wer weiß?

nächste Seite »