Denn Tiere sind keine Maschinen
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Peki-Productions präsentiert

von Admin | 28. März 2020 | ein Kommentar


Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass Puschek als unser Haus- und Hofregisseur auch beim Butenland-Film nicht mit Ratschlägen und dem einen oder anderen Insider-Kniff gespart hat. Dadurch ist er auf den Geschmack gekommen und inszeniert gerade seinen ersten fiktiven Spielfilm. Ausgewählt hat er dafür eine Neuinterpretation des Hitchcock-Klassikers „Die Vögel“. Auf dem Tagesbild seht ihr eine erste Einstellung mit Greta.

Dazu gibt es eine lustige Anekdote: Unsere Rennkuh sollte eigentlich die weibliche Hauptrolle übernehmen. Allerdings kann sie nicht glaubhaft schreien und bleibt sowieso immer total KUHl, also hat Puschek sie kurzerhand umbesetzt und sie wandelt jetzt auf den Spuren des männlichen Helden. Dafür gibt Ingeborg jetzt die PICKi Hedren, da Hühner ja sowieso etwas zur Hektik und hohen Gackerei neigen. Mit dem Cast kann das Ganze eigentlich nur ein weiterer Blockbuster werden, wie alle Filme aus dem Hause Peki-Productions.


Auf in die große Freiheit

von Admin | 27. März 2020 | 10 Kommentare

Natürlich wollen wir euch auch 2020 das schönste Video der Saison nicht vorenthalten und präsentieren deshalb heute die alljährliche Weideneröffnung. Chaya ist sich nicht zu schade, die Anfangssirene zu geben, die Bilder, die folgen, sprechen dabei wohl für sich, also müssen wir das Spektakel gar nicht groß kommentieren. Wir wundern uns höchstens darüber, dass solche Aufnahmen nicht längst im Lexikon als Beispielbild für „Lebensfreude“ aufgenommen wurden.


Endlich wieder Weide!

von Admin | 27. März 2020 | 3 Kommentare


Puschek hat bereits gestern die Weidesaison eröffnet und ist deshalb momentan verstärkt mit dem Zählen beschäftigt. Schließlich muss man ja wissen, ob alle Rinder gut auf dem Campingplatz angekommen sind. Als verantwortungsvoller Chef hat er sogar Anna zu seiner Assistentin ernannt, damit zwei Personen addieren und man das Ergebnis vergleichen kann. Da kann also wirklich nichts schiefgehen.

Übrigens können wir an dieser Stelle alle Leute beruhigen, die bereits nachgefragt haben: Das diesjährige Eröffnungsvideo wurde selbstverständlich gedreht und der Leserschaft bisher nur vorenthalten, weil sich die aktuellen Dinge auf dem Hof etwas überschlagen haben. Aber heute Abend könnt ihr im Tagesvideo dann wieder tobende und glückliche Rinder inklusive dem einen oder anderen euphorischen Luftsprung bewundern, versprochen.


Update zu Marieke

von Admin | 26. März 2020 | 9 Kommentare

Lange Zeit habt ihr nichts von Marieke, unserem neuesten Familienmitglied gehört. Das hat leider auch einen Grund, denn sie ist während der Brunst an ihrem dritten Tag gestürzt. Wie es ihr heute geht, erzählt euch Karin im Video.

Marieke ist eine 12jährige Kuh, die in ihrem Leben über 100.000 Liter Milch geben musste. Allein bei der Zahl zuckt man direkt zusammen, aber an dieser Stelle möchten wir detaillierter darauf eingehen, was so eine skrupellose Ausbeutung für ein Lebewesen bedeutet. Für einen einzigen Liter Milch muss eine Kuh circa 500 Liter Blut durch ihr Euter strömen lassen. Das Herz einer Hochleistungskuh pumpt am Tag 100.000 Liter Blut. Logisch, dass so eine Belastung nicht folgenlos bleiben kann und die Tiere körperlich bis zum Letzten auslaugt.

Und damit endet noch nicht mal die Liste der Torturen. Damit die Hochleistungskühe innerhalb weniger Minuten 20 bis 30 Liter Milch an die Melkmaschine abgeben können, erweitern sich die Zitzenöffnungen unnatürlich und können dadurch nicht mehr so effektiv Bakterien abwehren. Nach der Geburt wird den Müttern ihr Kind weggenommen, was neben dem psychologischen Schaden auch noch eine ganz andere, nicht weniger dramatische Baustelle eröffnet. Die Kuh ist nämlich durch die Natur genetisch vorbelastet. Die Auerochsenkuh, quasi die Urahnin der modernen Hausrinder, zog ihre Kinder noch im Wald auf, deshalb war es für den Nachwuchs lebensnotwendig, dass die Mutter auch Milch gibt, wenn sie mal kein Futter findet. Deshalb kann die Mutter in den Wochen nach der Geburt bei Bedarf ihre letzten Energiereserven mobilisieren. Das war damals überhaupt nicht schlimm, weil meistens genug Futter da war und deshalb die Kinder nur soviel tranken, wie es die Mutter ohne Weiteres verkraften konnte.

Das ist natürlich in der modernen Milchwirtschaft anders, denn in diesem Industriezweig wird abgezapft, bis das Euter leer ist. Also mobilisiert die Hochleistungskuh ihre letzten Energiereserven, und das tagtäglich jedes Jahr, weil sie regelmäßig wieder zwangsbesamt wird. Tierärzte nennen das „Negative Energiebilanz“, wenn die Kuh mehr Energie in die Milchproduktion steckt, als sie durch das Futter aufnehmen kann. Und unter dieser negativen Bilanz leidet jede Kuh, die zur Abgabe solch abnormer Milchmengen gezwungen wird. Milchkühe nehmen nach der Geburt bis zu 50 Kilo ab – und geben trotzdem immer weiter Milch, gnadenlos getrieben von ihren Haltern.

Es ist also kein Wunder, dass gerade Marieke körperlich am Ende ist und deshalb natürlich auch besonders empfindlich auf Stürze reagiert. Trotzdem ist unser Tierarzt vorsichtig positiv und geht unter günstigen Umständen sogar von einer kompletten Heilung aus. Wir würden es Marieke natürlich von Herzen wünschen.


Beste Freunde

von Admin | 26. März 2020 | 2 Kommentare

Nach dem traurigen Abschied von Trine, den wir gestern begehen mussten, möchten wir euch heute zwei Patienten zeigen, die ihre jeweiligen Arzttermine hervorragend überstanden haben.
 
Da wäre zum einen Kuddel, der drei Tage Durchfall und nicht mal Appetit auf Leckerlis hatte, gerade bei unserem Eisbären ein echtes Warnsignal. Also haben wir ein großes Blutbild anfertigen lassen und der Doktor hat Medikamente verschrieben, die so gut angeschlagen sind, dass unser Security-Chef sich aktuell wieder fit mit normaler Stuhlqualität präsentiert.
 
Tomte Hermann Tummetott wurde dagegen kastriert und hat diesen Termin sowieso ohne Komplikationen überstanden. Er miaut höchstens eine Spur höher als sonst. Zum Glück sind die beiden beste Freunde, die sich jetzt völlig berechtigt gegenseitig vorschwärmen können, wie tapfer sie waren. Was den Genesungsprozeß bestimmt endgültig auf Lichtgeschwindigkeit switcht.

Abschied von Trine

von Admin | 25. März 2020 | 22 Kommentare

„Du bist nicht mehr da, wo du warst,
aber du bist überall, wo wir sind.“
(Victor Hugo)

Wir mussten heute Mittag Trine in Absprache mit unserem Tierarzt erlösen. Sie ist gestern zusammengebrochen, nachdem ein Schwall Blut aus ihrem Darmausgang gekommen ist. Die ganze Nacht haben wir um sie gekämpft, sie hat Infusionen bekommen und ihr wurde sogar ein Dauerzugang eingenäht, aber leider kam es im Verlauf der Nacht zu weiteren Darmblutungen. Dazu zeigte sie immer weniger Lebenswillen und Schmerzsymptome. Diese Kombination ist für uns immer das endgültige Zeichen dafür, dass wir einem weiteren Familienmitglied nur noch den letzten Freundschaftsdienst erweisen können.

Trine wäre bald 14 Jahre alt geworden. Jede Form von Tierausbeutung war ihr fremd, denn sie war unsere Pfingstüberraschung 2006 und wurde hier auf dem Hof geboren. Ihre bereits im Herbst 2016 verstorbene Mutter Christine hat sich damals mit einem ausgebüxten Stier vom Nachbarhof getroffen, die Folge war dann das erste Butenländer Kalb: Unser Trinchen. Sie musste nie eine Funktion erfüllen und wurde auch zu keinem Zeitpunkt als bloße Maschine wahrgenommen. Das sah man dieser Kuh jederzeit an, egal ob als unbekümmertes, freches Kalb, als neugierige Teeniekuh oder als freundliche Erwachsene, den Schalk im Nacken hat sich Trine immer bewahrt. Sie war unser Sonnenschein, der auch jeden trüben Tag überstrahlte.

Dementsprechend grausam hat uns nun ihr Abschied getroffen. Vorgestern war noch nichts zu bemerken, gestern morgen konnte sie nur mit unserer Hilfe aufstehen und dann kam auch schon der Zusammenbruch auf dem Hofvorplatz. Die Situation wird auch noch dadurch verschärft, dass wir selber nicht beantworten können, woran genau Trine gestorben ist. Unser Tierarzt tippt auf ein Geschwür in einem ihrer Mägen, das kann man aber nie sicher sagen, da wie so oft Behandlungsmöglichkeiten fehlen. Eine Röntgenaufnahme ist bei Rindern immer eine komplizierte Angelegenheit, in manchen Bereichen ist sie sogar unmöglich. Alternativen gibt es nicht, da um Rinder in der Industrie nicht gekämpft wird und somit weder Bedarf für solche Diagnose noch Erfahrung bei den behandelnden Ärzten besteht. Wäre Trine in einer „normalen“ Haltung zusammengebrochen, dann wäre der Tierarzt nur zur Einschläferung ausgerückt, denn es kämpft niemand in diesem Zweig um eine jederzeit austauschbare Maschine „Kuh“.

So bleibt uns nur die Erinnerung an die schöne Zeit mit unserem geliebten Schatz und die felsenfeste Erkenntnis, dass Trine 13 3/4 Jahre ein sorgenloses Leben in Freiheit und Selbstbestimmung führen durfte. Das ist etwas, von dem Abermillionen Tiere in der industriellen Haltung nicht mal für 5 Minuten träumen können. Der Abschied ist dadurch nicht leichter, aber irgendwann kommt garantiert die Zeit, in der er so erträglicher wird. Als letzten Gruß haben wir ein Foto mit ihrer Mama Christine gewählt, einfach weil Trine die erste Kuh war, die ihr ganzes Leben auf unserem Hof war und deshalb wie keine zweite für die Essenz von Butenland gestanden hat: Tieren die Möglichkeit zu geben, ihr Leben selbstbestimmt in Freiheit und mit einem Freundeskreis zu verbringen.

Für Trine:

https://www.youtube.com/watch?v=fqGsS21f3qM

„Doch dieser Moment ist wie ein Kartenhaus,
und die Zeit zieht ihre Karten raus,
ich schau zu wie sie zu Boden fallen –
wie sie zu Boden fallen.
Dieser Moment ist wie ein Kartenhaus,
und die Zeit zieht ihre Karten raus,
ich heb sie auf und halt sie fest,
damit mein Herz dich nicht vergisst.“


Sorgen um Trine

von Admin | 24. März 2020 | 20 Kommentare

Leider können wir euch heute kein friedliches Tagesvideo anbieten, denn wir haben mit Trine ein neues Sorgenkind auf Butenland. Den ersten Schreck hat sie uns eingejagt, als wir sie liegend vorfanden und sie nicht mehr aufstehen wollte. Da sind wir noch davon ausgegangen, dass sie einfach ausgerutscht ist, einige Rinder sind momentan auch in der Brunst, da passiert so etwas schon mal. Also haben wir sie mit unserem Hebetuch wieder auf die Beine gestellt und sie lief auch ein paar Meter.

Dann gab es aber den zweiten Schock für uns, denn plötzlich kam ein großer Schwall Blut aus ihrem Darmausgang. Selbstverständlich riefen wir daraufhin sofort unseren Tierarzt und der diagnostizierte eine akute Magen-/Darmblutung. Trine hat jetzt mehrere Infusionen bekommen und ihr wurde ein Dauerzugang in die Vene eingenäht, damit sie ihn nicht abstreifen kann. Der Doktor kommt morgen vormittag nochmal und ist zuversichtlich, wenn Trine die kommende Nacht übersteht. Wenn das der Fall ist, hat sie sogar eine gute Prognose auf vollständige Heilung.

Unnötig zu erwähnen, dass unsere Süße nun also jeden gedrückten Daumen gebrauchen kann. Uns steht jetzt eine lange Nacht ins Haus, denn selbstverständlich werden wir unser Familienmitglied in dieser Situation nicht alleine lassen.

Trine wurde vor fast 14 Jahren auf Hof Butenland geboren. Das untere Foto zeigt sie mit ihrer inzwischen verstorbenen Mutter Christine.


Die Pferde und ihr Pekboy

von Admin | 24. März 2020 | 5 Kommentare


Eigentlich wollten wir euch heute einen Schnappschuss unserer Pferde präsentieren, aber natürlich musste sich auch der talentierteste Kleindarsteller und die gekonnteste Bildstörung aller Zeiten per Fotobombe auf das Bild drängen. Also zeigen wir euch ein Foto von Pferdinand, Cello, Runi, Loriot und dem Vollblutpekinesen Puschek. Dabei ist unserem Hofleiter der Hinweis sehr wichtig, dass hier keine Perspektivenverzerrung vorliegt und deshalb seine natürliche Größe eingefangen wurde. Wir lassen das mal so stehen, denn wer widerspricht schon seinem Chef?


Bestechungsskandal auf Butenland

von Admin | 23. März 2020 | 2 Kommentare

Im heutigen Video zeigen wir euch hochbrisantes Material, das während einer Undercover-Recherche aufgezeichnet wurde. Wir wunderten uns schon länger, wieso Karin als einzige Butenländerin keinen täglichen Wegzoll in Form von Wadentattoos an unseren Ganter Hope zahlen muss. Also haben wir Hofleiter Puschek auf den Fall angesetzt, der hat auf den Weiden versteckte Kameras platziert und präsentierte uns heute diese Bilder. Auf ihnen ist klar zu erkennen, wie sich die Prokuristin unseres Wutpekinesen bei Hope einschleimt, wir können an dieser Stelle nicht mal ausschließen, dass hier und da sogar Bestechungsfutter geflossen ist. Aber zum Glück ist das Ganze ja jetzt dank 00Puschi aufgeflogen. Wir können also wohl davon ausgehen, dass ab morgen die Tattoos wieder fair auf alle menschlichen Beine verteilt werden und diese Gänsewirtschaft für immer zu den Akten gelegt wird.


Lieferservice „Buntes Leben“

von Admin | 23. März 2020 | 4 Kommentare


Wir scheuen keine Kosten und Mühen, um etwas Farbe in euer momentan verordnetes Stubenhocker-Dasein zu bringen. Deshalb arbeiten wir heute mit Colorida zusammen, unsere 7jährige Glückskuh macht schließlich schon rein reflexartig jedes Leben bunt. Extra für den Schnappschuss zeigte sie auch ein gewagt artübergreifendes Duckface, das leider etwas von der Mauer verdeckt wird. Ihr müsst uns also einfach glauben, dass es sehr gekonnt und oberniedlich war.


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