Denn Tiere sind keine Maschinen
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Es wird Herbst, die Rinder kommen

von Admin | 24. September 2018 | ein Kommentar


Das Sturmtief mit Regen ist über Butenland angekommen. Da fährt auch Puschek nicht mehr im offenen Hundeporschecabriolet, sondern lässt sich lieber bei Jan im Hoftrac per Anhalter mitnehmen. Der war unterwegs zu unseren Ställen, weil es bei diesem Wetter auch die Rinder wieder nach Hause zieht. Die Herde war jetzt bis auf kurze Stippvisiten seit April auf den Weiden, aber Sturm und Regen treibt sie dann schnell zurück auf den Hof. Da müssen die Ställe natürlich auch bereit sein und wir kommen mit der immer leicht eingestreuten Variante nicht mehr weiter.

In der nächsten Szene schauen wir dann mal, wer sich alles auf den Weg macht und stellen die Damen und Herren kurz vor. Natürlich ist auch wieder Puschek dabei und nimmt als Hofleiter die KUHle Parade ab.

Im Stall angekommen werden dann direkt die bereitgestellten Strohballen im „Do it yourself“-Verfahren über die Schlafzimmer verteilt. Emma, Fine und Anna haben das heute freundlicherweise übernommen. Das Spektakel ist eine sehr beliebte Aufgabe, weil man bei ihr auch immer so toll von den Matratzen naschen kann.


„Nutztiere“: Jung, männlich, überflüssig

von Admin | 24. September 2018 | ein Kommentar

In der neuen Zeit wurde wieder ein guter, kritischer Artikel über die Tierhaltungsindustrie veröffentlicht. Wie das aber heuzutage so ist mit den bemerkenswerten Artikeln, steht er natürlich wieder nicht auf öffentlich. Darüber ärgern wir uns mindestens so wie ihr, trotzdem wollen wir ihn nicht unter den Tisch fallen lassen. Allerdings müsst ihr für das Lesen nichts bezahlen, es ist nur etwas umständlicher, da ihr Gratiswochen freischalten könnt, diese dann aber auch wieder abbestellen müsst. Es lohnt sich aber auf jeden Fall.

„Oft wird behauptet, Landwirte kümmerten sich um Nutztiere. Aber das stimmt nicht. Landwirte wollen keine Hähne, keine Ziegenböcke, keine Bullen, keine männlichen Ferkel. Für die Bauern sind die Männchen keine Nutztiere, sondern das Gegenteil, Wegwerftiere. Sie geben keine Milch und legen keine Eier. Sie alle werden nicht gebraucht. Sie sollen verschwinden …“
https://www.zeit.de/2018/39/nutztiere-landwirtschaft-tierhaltung-kastration-agro-industrie?utm_campaign=ref&utm_term=facebook_zonaudev_int&utm_content=zeitde_redpost_zei_link_sf&utm_source=facebook_zonaudev_int&wt_zmc=sm.int.zonaudev.facebook.ref.zeitde.redpost_zei.link.sf&utm_medium=sm


Ein Wochenende zum gemütlichen Umfallen

von Admin | 23. September 2018 | ein Kommentar


Wir wollen gar nicht wissen, was gestern abend für eine KUHle Samstagnacht-Party in unserem Stall stattgefunden hat. Janne ist im Tagesvideo auf jeden Fall so erledigt, dass sie fast zu müde ist, um die Streicheleinheiten von Indira zu geniessen. Aber als jüngste Kuh auf Butenland (sie ist gerade mal 2 1/2 Jahre alt) muss man natürlich auch noch seine Grenzen austesten. So kann es schnell passieren, dass mit einem Ochsen-Kavalier eine Runde zuviel geschwoft wurde oder auch der letzte Heu Tonic des Abends schlecht war. Tja, da musst du jetzt durch, Janne. Morgen erwartet dich die Herde trotzdem pünktlich zur Schicht auf der Weide, das dieses Jahr doch nochmal neu gewachsene Gras mäht sich ja nicht von alleine.


Neues aus der Sau-WG

von Admin | 23. September 2018 | 2 Kommentare


Die Beziehung zwischen Erna und Rosa Mariechen wird immer alltäglicher. Auf dem Tagesbild seht ihr, wie sich Erna sogar etwas im Ton vergreift und ziemlich rüde ein Anliegen vorbringt. So etwas passiert ja schnell, wenn die Partnerin als selbstverständlich wahrgenommen wird. Aber das sitzt Mariechen dann einfach aus, lächelt nur saulomonisch und wartet, bis ein „Bitte“ nachgeschoben wird. So eine Verbindung besteht halt nicht nur aus Geben und Nehmen, sondern auch aus viel Geduld. Sicher wird sich Erna daran erinnern, wenn es gilt, die nächste Divenallüre zu tolerieren.


Miesmuscheln – lebend verkauft

von Admin | 22. September 2018 | 8 Kommentare


Heute ist auf Butenland eine besondere Tierrettung angesagt. Eine Tierrechtlerin hat uns lebende Muscheln geschickt, die bei Aldi vertrieben werden und aus einer holländischen Aquakultur stammen. Zur Zeit herrscht hier gerade Hochwasser, deshalb werden wir die armen Kreaturen jetzt in die Nordsee setzen.

Falls der Hinweis auf der Verpackung zu klein ist, zitieren wir ihn mal an dieser Stelle: „Lebende Tiere! Bitte achten Sie auf einen verantwortungsvollen und schonenden Umgang. Muscheln müssen beim Verkauf lebend sein und vor dem Verzehr gekocht werden.“ Die Konsumenten essen da also nicht nur schmerzempfindliche Lebewesen, die ein Nervensystem besitzen, durch Kiemen atmen und auf ein komplexes Kreislaufsystem inklusive Herz zurückgreifen, sie kochen sie auch noch bei lebendigen Leib. Das muss wohl mit der klassischen Hölle gemeint sein, lebend erhitzt und zu Tode gekocht zu werden. Von Teilen der Menschheit, die moralisch nicht mal mehr zucken und sich damit verteidigen, dass ihre Opfer nicht laut schreien können und „gut“ schmecken.

„Man möchte wirklich sagen: Die Menschen sind die Teufel auf Erden und die Tiere die geplagten Seelen.“
(Arthur Schopenhauer)


Martins Hambacher Forst

von Admin | 21. September 2018 | 2 Kommentare


Seitdem Martin mitbekommen hat, wie sehr sich die menschlichen Butenländer über den politischen Offenbarungseid im Hambacher Forst empören, ist er noch intensiver in der Butenländer Forstvariante beschäftigt. Wir wissen noch nicht, wie wir dieses verschärfte Training einschätzen sollen. Zum einen wären wir schon entsetzt, wenn wir die Tage einen Abschiedsbrief von ihm finden würden, in dem er uns kurz über seine Abreise informiert. Auf der anderen Seite würde es uns aber auch brennend interessieren, wie Polizisten ein Baumhaus räumen wollen, das ein 1.200 Kilo-Ochse besetzt. Na ja, eigentlich müssen wir uns aber keine Gedanken machen, denn die meisten Busfahrer nehmen gar kein abenteuerlustiges Rind mit und erteilen deshalb schon Abfuhren beim Einstieg. Und wenn sich doch mal jemand erbarmt, dann scheitert es letztendlich immer an dem nicht vorhandenen Hartgeld. Denn zum Glück hat sich weder eine Klaue voll Heu noch der eine oder andere Apfel als Zahlungsmittel im öffentlichen Personennahverkehr durchgesetzt.


Lisbeth wünscht ein schönes Wochenende

von Admin | 21. September 2018 | 6 Kommentare


Die Vorgeschichte der 15jährigen Lisbeth ist fast typisch für unsere Herde. Einige Kinder an die Milchindustrie verloren und als zynisches Dankeschön bei nachlassender Milchleistung einen Termin beim Schlachter bekommen. In Lisbeths Fall waren es 8 Nachkommen, die ihr sofort nach der Geburt entrissen wurden und nach denen sie tagelang geschrien hat.

Zum Glück wurde sie dann aber eine Woche nach ihrem 14. Geburtstag an unseren Hof vermittelt. Hier angekommen war sie nur am ersten Tag überfordert, da sie sich erstens an die weitläufigen Weiden gewöhnen musste und auch zweitens nicht mit der neugierigen Schar Rinder klargekommen ist, die den Neuzugang natürlich direkt bestürmen mussten. Das war etwas stressig, aber schon am zweiten Tag lag Lisbeth entspannt auf dem Gras und hatte ihren Platz in der Herde gefunden. Überhaupt hat sie sich als sehr gemütliches Familienmitglied entpuppt, das ihren festen Freundeskreis pflegt, aber auch jederzeit für ein Schwätzchen außerhalb der gewohnten Clique ein offenes Ohr hat.

Bizarr an Lisbeths Fall war, dass sie auf unserer Übernahme-Liste noch gar nicht dran war. Eigentlich sollte Juliana aus einem Versuchslabor den Platz bekommen. Doch dann bemerkten die Verantwortlichen, dass sich Butenland ganz offen gegen Tierversuche positioniert und wollten deshalb trotz bereits abgeschlossenen Vermittlungsgesprächen die junge Kuh nicht mehr an uns weitergeben. So rückte Lisbeth nach und bereichert nun unsere Herde, während Juliana an einen anderen Hof gegangen ist, bisher leider trotz Nachfragen nur ein Foto direkt nach ihrer Ankunft veröffenlicht wurde und es keine weiteren Updates zu ihr gegeben hat.


Erste Begegnung der kuhlen Art – Jonna trifft Emma

von Admin | 20. September 2018 | 6 Kommentare


Jonna wohnt hier in der Nähe und unterstützt uns 2 Tage in der Woche bei der Arbeit, weil sich die raue See an unserer Bewerbungsfront leider noch immer nicht gelegt hat. Heute hatte sie ihre erste direkte Begegnung mit einer Kuh. Für dieses kollegiale Vier-Augen-2-Hände-Premieren-Kraulgespräch hat sich Emma netterweise zur Verfügung gestellt, und wenn wir die Bilder richtig deuten, dann war sie hochzufrieden mit dem Verlauf und pocht sicher bald auf eine Wiederholung.

Im Hintergrund seht ihr übrigens Isolde. Viele Fans fordern schon länger endlich mal eine Hauptrolle für sie, aber leider hat die Süße da andere Pläne, weil sie zu den etwas menschenscheueren Exemplaren unserer Herde gehört. Das akzeptieren wir selbstverständlich und bitten sie deshalb gar nicht erst zu einem filmischen Rendez-Vous. Aber wenn sie sich freiwillig im Hintergrund die Ehre gibt, möchten wir sie ihren Paten und anderen Fans natürlich nicht vorenthalten.


Die Veggienale in Hamburg

von Admin | 20. September 2018 | noch kein Kommentar
Jan ist dieses Wochenende wieder unterwegs und hat einen Butenland-Stand auf der Veggienale in Hamburg.
 
„“Öko meets vegan“ heißt es zur 3. Auflage der Veggienale & FairGoods in Hamburg. Zum ersten Mal mit dabei ist die Partnermesse „Grünes Geld“ – mehr Nachhaltigkeit geht nicht.
 
Jede Menge Aussteller erwarten Dich mit attraktiven Angeboten aus den Bereichen Bio-Lebensmittel, Ethische Finanzen, Fairer Handel, Ökostrom, Elektromobilität, Zero Waste / Plastikfrei leben, grünes Wohnen, EcoFashion, Naturkosmetik, Shareconomy, Nachhaltiger Konsum, Tierschutz und Tierrechte, gesunde pflanzliche Ernährung, allgemeine Gesundheit und bewusstes Leben.
 
Rund 50 Programmpunkte sind geplant wie z.B. Kochshows, Workshops, Fachvorträgen, Mitmach-Aktionen, Verkostungen, Tombola und Kindertheater.
 
Das Rahmenprogramm und die Ausstellerliste werden in Kürze veröffentlicht.
 
Der Eintritt kostet an den Tageskassen 8,00 EUR, ermäßigt 6,00 EUR. Im Online-Vorverkauf gibt es Tickets ab 5,00 EUR.
Der Online-Vorverkauf startet ab 01. März 2018.
Der Eintritt für Kinder und Jugendliche (bis einschließlich 14 Jahre) ist frei.“
 
Also nichts wie hin, unser Bauer freut sich auf euch.

Eine Runde Rinder gucken?

von Admin | 19. September 2018 | 6 Kommentare


Wir nehmen euch heute mit auf unsere Morgenvisite, einer der drei täglichen Kontrollgänge. Hinzu kommt ein regelmäßiger Besuch auf der Krankenweide zum Tagesabschluß so gegen 1 Uhr nachts. Wir haben uns mal den Spaß gemacht und ausgerechnet, was wir da insgesamt pro Tag für eine Strecke abwandern. Es sind 10 – 12 Kilometer, je nachdem, wo die Damen und Herren ihr Picknick veranstalten und auf welchen Weiden die Einzelgänger der Herde ihre Wiederkäuschicht einlegen. Und das reicht uns noch nicht mal als Parcoursherausforderung, deshalb chauffieren wir bei jeder Runde zusätzlich einen geschwindigkeitsaffinen Pekinesen in seinem Hundeporsche über die Strecke. Kein Wunder also, dass wir auch ganz ohne Nordic-Walking-Stöcke oder Joggingschuhe topfit sind.


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