Denn Tiere sind keine Maschinen
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Manuelas 17. MUHday

von Admin | 25. Juni 2022 | noch kein Kommentar

Heute wird Manuela 17 Jahre alt und ist mittlerweile schon über 11 Jahre eine Butenländerin. Ihren ersten Lebensabschnitt verbrachte sie auf einem Biohof. Mit 2 Jahren wurde sie an eine Universität verkauft und musste als sogenannte Fistelkuh in einem Versuchslabor leben. Bei einer Fistulierung wird einer Kuh operativ ein wiederverschließbarer Direktzugang zum Magen, im Fachjargon Pansenfistel, in den Bauchraum geschnitten, damit man zu Forschungszwecken den Mageninhalt regelmäßig untersuchen kann.

Sicherlich dient so in Vorgang hin und wieder auch der Tiermedizin oder der Umweltforschung in Sachen Methanausstoß, das ist aber nicht in allen Fällen gegeben. So wurde Manuela zum Beispiel täglich in den Pansen gegriffen, um leistungssteigernde Futtermittel zu testen. Außerdem ändert das nichts am grundsätzlich schrecklichen Los der einzelnen Tiere. Das Geburtstagskind lebte in Anbindehaltung, wie fast immer in der Tierindustrie üblich in einer reizarmen Umgebung. Mit Sonnenlicht, Wind, Artgenossen, Liebe, Weiden, Freiheit und anderen eigentlich selbstverständlichen Dingen wurde sie erst auf Butenland konfrontiert. Manuela hatte sogar einen der schwersten Starts überhaupt in unserem Kuhaltersheim, denn sie brauchte fast 2 Wochen, um mit diesen neuen, ihr völlig fremden Eindrücken zurechtzukommen.

Darüberhinaus mussten wir lange suchen, bis sich jemand dazu bereit erklärte, diese Öffnung wieder zu schließen. Denn ein friedlicher Ruhestand ist für diese Lebewesen nicht vorgesehen, dementsprechend steht diese Heilung auch auf keinem Lehrplan. Das Loch war zwar bei ihrer Ankunft schon zugenäht, das aber so notdürftig, dass es wieder aufplatzte und weiterhin Pansensaft und -gase austraten, die einen ständigen Juckreiz verursachten und die Gefahr von Entzündungen bargen. Dadurch, dass Manuela 4 Jahre mit dem geöffneten Bauchraum leben musste, war das komplette Pansengewebe vernarbt und musste Schicht für Schicht behandelt werden. Das war so eine komplizierte Operation, dass sie erst im Sommer 2012, über ein Jahr nach Manuelas Ankunft auf dem Hof, von unserem Tierarzt erfolgreich durchgeführt werden konnte.

Es ist wirklich unerträglich, wie manche Medien trotzdem immer wieder darüber berichten, wie gut es diesen Tieren angeblich geht und was für einem edlem Zweck sie dienen. Niemandem geht es gut, dem man ein Loch in den Bauch geschnitten hat und den man gefangen hält, um ihm täglich Teile des Mittagessens wieder zu entnehmen. Und es ist auch weit entfernt von edel, irgendwelche medizinischen oder klimapolitischen Fortschritte über das jahrelange Leid von lebenden Einzelpersonen zu erreichen, ganz zu schweigen von der generellen Widerwärtigkeit von Tierversuchen. Zumal die Klimabelastung durch diese Tiere gar nicht akut wäre, wenn der Mensch sie nicht milliardenfach züchten würde, da er noch nicht abgestillt ist und deshalb eine traditionelle Gier auf die artfremde Muttermilch entwickelt hat.

Richtig gut geht es der Jubilarin allerdings in ihrem Ruhestand auf Butenland, da macht auch die heutige Feier keine Ausnahme. Pippilotta und Omic haben das Catering übernommen und die Gästeliste ist zwar sehr kurz, dafür aber um so bezaubernder, denn Synje schaut sich das ganze Spektakel sehr interessiert an. Was sie wohl für Augen machen wird, wenn sie in knapp 2 Wochen ihren ersten Geburtstag feiert und wir ihr eine eigene Heutorte servieren? Für den heutigen toll gedeckten Gabentisch waren jedenfalls die Paten Diana & Oliver aus Grävenwiesbach, Manuela aus Berlin, Tine, Julian & Margo aus Bad Lippspringe und Manuela aus Schwelm verantwortlich. Und natürlich wünscht auch das Butenländer Servicepersonal dem Geburtstagsrind alles, alles Gute.


EgoPEK by Chanel

von Admin | 25. Juni 2022 | ein Kommentar


Omic Brakelmann hatte Anfang Juni Geburtstag und bekam von Pippilotta ganz teures Rasierwasser geschenkt. Das hat er lange nicht aufgetragen, weil er beim Namen „L´Heu bleue“ schon leicht gestutzt hat. Heute konnte er in seinem Badezimmerchaos aber leider seinen gewohnten Deoroller „EgoPEK“ von Chanel nicht finden und klatschte sich deshalb das Präsent unter die Achseln. Das führte dann zu einer ziemlichen Albtraumrunde auf den Weiden, ihr seht ja auf dem Tagesbild, wie begeistert zum Beispiel Ole Herrn Brakelmann fast inhaliert hat. Gut, dass Sir Archie von dem Zeug nichts abbekommen hat, denn der produziert bei zu penetranten Körperkontakt konsequent fliegende Kühe. Und auch Omic wird das Zeug zukünftig stehen lassen oder an Martin verschenken. Zum Glück muss man sich als Pekinese ja sowieso nicht rasieren, war also eh ein etwas kurzsichtiges Geschenk.


Synje lebt sich ein

von Admin | 24. Juni 2022 | 4 Kommentare

Im heutigen Video bringe wir euch in Sachen Synje auf den neuesten Stand. Die junge Dame hat sich vorletzte Woche selber von einem Nachbarn gen Butenland aufgemacht und bereichert seitdem unsere Herde. Aktuell bastelt sie sehr erfolgreich an ihrem neuen Freundeskreis. Zuerst wird Jan in seiner Mittagspause abgecheckt, danach muss natürlich sofort die brandneue Folge Live-Pek-TV gebingt werden.

Im Anschluß gibt es sehr berührende Szenen, denn mittlerweile hat sich Meentje als Ersatzmama bei dem 11 Monate alten Powergirl beworben. Die beiden liegen ständig zusammen, putzen sich ausgiebig und sind einfach glücklich, sich gegenseitig zu haben. Vor allem Meentje ist das absolut zu gönnen, denn ihre vier leiblichen Kinder durfte sie nie kennenlernen, da sie vor ihrer Butenlandzeit als Milchkuh ausgebeutet wurde. Und in diesen zwielichtigen Kreisen nimmt man den Müttern ihren Nachwuchs ja leider direkt nach der Geburt ab und entführt ihn auf Nimmerwiedersehen. Warum also nicht die Ankunft im Butenländer Tierparadies dafür ausnutzen, um eine kleine Patchworkfamilie zu gründen? Die selbstverständlich niemals von skrupellosen Menschen auseinandergerissen wird, das können wir dem jungen Glück fest versprechen.


Frederik

von Admin | 24. Juni 2022 | 2 Kommentare


Ende Mai 2019 wurde ein damals gerade mal drei Wochen altes Ferkel nach Butenland vermittelt. Vorher hatte der kleine Mann den tolkühnsten Stunt in der Hofgeschichte hingelegt, denn für seine Flucht ist er ganz alleine verantwortlich und hat alle Menschen nur staunend zurückgelassen. Niemand weiß, wie er in einem Tiertransporter fast unter das Dach klettern konnte, keiner ahnt auch nur, was er da für ein Loch gefunden hat und jeder muss einfach die Nerven bewundern, die es braucht, um von einem fahrenden Fahrzeug auf der Autobahn kopfüber in die Freiheit zu springen.

Frederik, wie der Held von uns getauft wurde, hat all das eigenklauig geschafft, gerechterweise hat er für seinen Mut auch gleich dutzendweise Schutzengel abbekommen. So landet er nicht nur auf dem Grünstreifen und zog sich trotz mehrerer Überschläge nur leichte Blessuren zu, gleichzeitig wurde er dabei auch noch von einer Dame beobachtet, die direkt hinter dem Transporter fuhr. Die nutzte direkt die nächste Abfahrt, eilte an den Ort des Geschehens zurück und fand tatsächlich das mutige Schweinchen am Autobahnrand. Zum Glück kam eine Rückfahrt des Lkws aus Kostengründen nicht in Frage, so verschenkte die sofort kontaktierte Firma Frederik an seine Lebensretterin und die vermittelte ihm einen Platz auf unserem Hof.

Hier zog er erstmal mit seiner Geschichte durch viele Medien und wurde eine Zeitlang richtig berühmt. Als sich der Rummel legte, stand dann seiner Karriere im richtigen Schweineleben nichts mehr im Weg und seitdem fröhnt er nur noch seinen Hobbys wie den Hof samt Umland komplett umzugraben und seine Welt zu erkunden. Außerdem konnte er nach einigen Anlaufschwierigkeiten sogar das Herz der Hofdiva Rosa Mariechen erobern, schläft seitdem mit ihr in einem Strohschlafzimmer und gibt sich mit seinem Schatz so manchen Sauereien hin. Wenn das mal kein rundum gelungenes Happy End darstellt.


Direkt in das Familienalbum

von Admin | 23. Juni 2022 | 4 Kommentare


Supermuddi Dina hat sich ein besonders schönes Foto von ihrem Mattis zum Heumzeigen in der Herde gewünscht. Also haben wir das Riesenbaby direkt mit Sonnenuntergang inszeniert, da wird die Bewunderung garantiert durch die Decke schiessen. Bestimmt stehen auch die anderen Muttis demnächst bei uns auf der Matte und fordern ähnliche Schnappschüsse von ihren Kindern. Gerade auch, damit man 1,5-Tonnen-Zwergen wie Mattis später zeigen kann, wie winzig sie mal waren.


Abendbrot im Bett

von Admin | 22. Juni 2022 | 3 Kommentare

Da Eberhard und Winfried nicht nur echte Koryphäen in Botanikfragen sind, sondern außerdem sehr umweltbewusst denken, achten sie stark auf saisonale Speisenzubereitung. Das gilt selbstverständlich auch für den Nachtisch, deshalb reichen wir momentan nur Aprikosen und Erdbeeren an die verwöhnten Rüssel weiter. Alles andere könnte Winfried auch nicht in seiner lokalen GreenPIG-Gruppe erklären, die er zusammen mit Frederik gegründet hat. Da wäre er schnell bei den wöchentlichen Freitagdemos auf dem Kuhdamm blamiert, wenn er sich privat wie die letzte Umweltsau verhalten würde.


Nachwuchs im alten Stall

von Admin | 22. Juni 2022 | 7 Kommentare


Langsam vermeldet unser alter Stall, der momentan hauptsächlich als riesige Schwalbenbrutstation dient, erste Erfolge bem Schlüpfen. Auf dem Tagesbild seht ihr gleich 5 Babys, die diesen Planeten erst seit wenigen Tagen bereichern.

Die Schwalbenbestände in Europa teilen sich hauptsächlich in 5 Arten auf: Die Rötelschwalbe, die Mehlschwalbe, die Rauchschwalbe, die Uferschwalbe und die Felsenschwalbe. Auf dem Kiez von St. Pauli trifft man auch verstärkt auf die Bordsteinschwalbe, was aber nichts mit dem heutigen Thema zu tun hat. Die weltweite Schwalbenpopulation umfasst unfassbare 83 Arten, die lückenlose Aufstellung würde hier also den Rahmen sprengen. Allgemein gehören sie zu der Familie der Sperlingsvögel.

Sie können 20 cm groß werden und manche Arten haben eine Lebenserwartung von bis zu 10 Jahren. Die Brutdauer beträgt 15 bis 20 Tage, danach werden die Kinder im Hotel Mama und Papa noch einen guten Monat rundum versorgt. Nahrungstechnisch haben sich sehr zum Leidwesen von Fluginsekten die Veganer noch nicht bei diesen Tieren durchsetzen können. Der Schwalbengesang wird überall als laut und schnell beschrieben, wir haben es hier also mit den Gangster-Rappern unter den Vögeln zu tun.

Viele Schwalbenarten sind Zugvögel, die ab Oktober ihren Afrika-Urlaub buchen und erst im Frühjahr wieder in Europa aufschlagen. Der NaBu hat hier https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/schwalbenfreundliches-haus/22147.html einen tollen Leitfaden veröffentlicht, wie ihr diesen gefährdeten Tieren helfen könnt, inklusive Leitfaden zum Kunstnestbau.


Das Pekmännchen kommt

von Admin | 21. Juni 2022 | 3 Kommentare

In letzter Zeit kam es in der Herde verstärkt zu Klagen über Einschlafprobleme. Daraufhin hat Sir Archie sofort geschlußfolgert, dass das Sandöchschen überarbeitet ist, also geht jetzt auch allabendlich das Pekmännchen auf Butenland herum. Leider weigert sich unser Chef ein kleines Säckchen und eine Zipfelmütze zu tragen, das sah einfach zu süß aus und hätte seiner Ansicht nach unnötig die natürliche Autorität von ihm untergraben. Aber auch ohne standesgemäße Ausrüstung kommt der Service super an und Fine, Colorida, Ole, Jette, Paulina, Lillemor, Carlotta und Tom legen heute bestimmt eine 12-Stunden-Nachtruhe ein. Schon allein weil sie sonst das Sandsäckchen direkt an die Rübe bekommen, da macht der pekinesische Sandmann-Stellvertreter wie gewohnt keine Gefangenen.


Paparazzo-Skandal auf Butenland

von Admin | 21. Juni 2022 | ein Kommentar


Was für ein Riesenschock für Frederik! Da verdrückt er sich für den Toilettengang in die Büsche, legt ein paar Blätter für die Hygiene danach zurecht und will sich gerade hinhocken, da steht plötzlich ein Mensch mit einer Kamera vor ihm und drückt auf den Auslöser. Jetzt mal im Ernst: Wer würde da nicht entsetzt aufquieken?

Zum Glück ist Frederik überzeugter Nudist und kennt deshalb keine Hose, die er herunterlassen könnte, das hat den Pietätsbruch etwas abgemildert. Und sicherlich ist das ehemalige Stuntferkel auch ein Star, schon allein wegen seiner heißen Liasion mit der universumsbekannten Diva Rosa Mariechen, aber trotzdem hat man dadurch doch nicht jedes Recht auf Privatsphäre abgegeben.

Dieser Schnappschuss wird also ein Nachspiel haben, das Paparazzo-Opfer hat auch schon einen Termin beim Hofleiter Sir Archie. Da wird sich die Kamerafrau auf saftige Strafzahlungen nicht unter 4 Ananas gefasst machen müssen. Natürlich klappt die Nachbarschaft mit den Menschen auf Butenland hervorragend, aber hin und wieder brauchen die Zweibeiner einfach eine harte, gerechte Pekinesenpfote, die ihnen Grenzen aufzeigt.


Einladung zum Filmabend

von Admin | 20. Juni 2022 | ein Kommentar

Statt eines Videos können wir euch heute einen ganzen Butenländer Filmabend anbieten. Gestern wurde im NDR-Magazin „Die Nordstory“ der Beitrag über unseren Hof wiederholt, deshalb gibt es diese informative Stunde jetzt ein Jahr lang in der Mediathek zu bestaunen. https://www.ardmediathek.de/video/die-nordstory/tierretter-in-der-wesermarsch/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9kYzU0NDEwMi03YTk1LTQ3NTEtOWQwYi0xMzBlYmVhOGIzMzg Wenn ihr damit fertig seid, könnt ihr gleich auf den Film von Marc Pierschel über Butenland klicken, denn den gibt es im gleichen Medium noch bis zum 2.7. für lau zu ergattern. https://www.ardmediathek.de/video/mdr-dok/butenland/mdr-fernsehen/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy9iZDBmMGRlZi1mZTU3LTQwMDQtOGI3Ni0xMDJkZGRiMDBjOTc?xtor=CS1-231&fbclid=IwAR0pM7A9mdZq3bWG3CB0bNXt8abjryeUD5GAuSoDtfL90Zv8fGuqYtcfNJM Da können wir euch nur noch viel Spaß und gute Unterhaltung mit dieser Riesenportion Butenland wünschen.


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