Denn Tiere sind keine Maschinen
suche - search.php

Das 6. Törchen

von Admin | 6. Dezember 2025 | noch kein Kommentar

Jantje gibt heute den Nikolaus, denn sie öffnet das 6. Törchen. Die Süße ist nun fast ein Jahr bei uns und bringt uns seitdem mit ihrer Art regelmäßig zum Schmelzen. Das Video beschreibt sie ganz gut, denn sie ist wirklich ein lustiges Wesen, sehr menschenzugewandt und fordert regelmäßig ihre Krauleinheiten bei uns ein.

Sie hat in der Anfangszeit wahnsinnig viel gebrüllt und uns damit einige Nerven gekostet, aber das hatte sicher auch mit der Situation zu tun. Zum einen war Butenland für sie eine ganz neue Umgebung und zum anderen war sie gerade am Anfang auch sehr um ihre Tochter besorgt, da Eira an einer Funktionsstörung des Gehirns leidet und deshalb soziale Schwierigkeiten hat. Sie ist schnell von einer zu großen Personenanzahl um sie herum überfordert, ganz im Gegenteil zu Jantje, die jede soziale Aktion sehr genießt.

Trotzdem ist sie eine großartige Mutter und schafft den täglichen Spaghat zwischen Kinderversorgung und Herdenleben tadellos und vorbildlich. Sie fühlt sich rundum wohl bei uns, weil sie so ein Teil der großen Herde ist und trotzdem jederzeit zu ihrer Tochter kann, wenn sie das möchte. Wir sind unheimlich froh, dass die zwei bei uns sind und das Leben führen können, was sie verdient haben. Ronja und Max haben Jantje im Video etwas Gesellschaft geleistet. Ronja ist eine enge Freundin von Jantje.


Raubtierfütterung

von Admin | 6. Dezember 2025 | noch kein Kommentar

Auf diesem Bild haben wir eine menschliche Hand versteckt. Allerdings wissen wir selber nicht genau, wo. Wenn sie bei Ronja ist, könnte sie noch am Apfel dranhängen, bei Jantje und Max wandert sie schon Richtung Pansen. Die tägliche Raubtierfütterung ist auf jeden Fall nichts für schwache Nerven, da die Rinder-Protagonist:innen echt gierig sind. Zum Glück beißen sie aber nie, sondern setzen auf eine Lutschtaktik. So kann man die eigenen Gliedmaßen einigermaßen beruhigt in Sicherheit bringen, bevor sie wiedergekäut werden.


Törchen Nummer Fünf

von Admin | 5. Dezember 2025 | ein Kommentar
Das Öffnen des fünften Törchens entwickelte sich zu einer ziemlichen Pleite, denn Willi macht gerade die neue Brigitte-Diät und hat deshalb nichts von den Leckereien angerührt. Womöglich lag das aber auch daran, dass der Herr den ganzen Vormittag an der Heuraufe verbracht hat und wirklich satt war. Das machte jedenfalls nix, denn Mattis, Paulina und Anton haben dann total freundschaftlich das professionelle Leeren des Säckchens übernommen. Was tut man nicht alles für die Familie?

Unterlegt haben wir das Video mit Grüßen von Willis Retterin und seinem menschlichen Bruder, der darauf hingewiesen hat, die gleiche Frisur zu tragen. Hoffentlich bezieht sich das nicht auch auf die Hörner, eine Überlegung, die aber wohl nur der Überdosis „John Sinclair“-Romane des Autors dieser Zeilen geschuldet ist. Deren Nachfrage, ob Willi noch immer öfter im Weg steht, haben wir mit Bildern beantwortet und spoilern hier die Auflösung salomonisch mit einem „Kaum“.

Der Gewinner in der heutigen Törchen-Ziehung hat dann jedenfalls die Süßigkeiten gegen ausgiebige Kraulrunden getauscht. Der ständige Ortswechsel im Video lag übrigens daran, dass die drei Resteverwerter nicht eingesehen haben, wie endlich so eine Sonderlieferung mit Leckereien ist und deshalb doch recht aufdringlich Nachschub verlangten. Solchen Forderungen entzieht man sich am besten durch Flucht.

Ansonsten kann man nicht viel über Willi sagen. Er ist ein ganz lieber Kerl, der sofort bei seiner Ankunft mittendrin in der Herde anzutreffen war und das bis heute nicht geändert hat. Er kommt eigentlich mit jedem klar, wobei es vielleicht hilft, dass er eigentlich viel zu klein für sein Alter ist. Da gibt es wohl bei so mancher Kuh spontanen Milcheinschuss und auch die Ochsen entdecken Vatergefühle. Willi ist einfach für Butenland wie geschaffen und aus unserer Familie nicht mehr wegzudenken.

Pole-Dance-Action

von Admin | 5. Dezember 2025 | 2 Kommentare

Renate hat ein neues Hobby für sich entdeckt, das Pole Dancing. So etwas drängte sich förmlich auf, weil auf Butenland überall in den Ställen Balken stehen, die für diesen Sport geradezu prädestiniert sind. Und Renate ist auch wirklich ein Naturtalent, egal ob Kopfstand, Supergirl Spin oder auch fortgeschrittene Übungen wie Frosch oder Martini, Renate hat alle Bewegungen drauf und sich sogar eigene Kreationen überlegt. Bei ihrem dreifach gekreuzten Federibua kann dem Publikum schon mal beim Zuschauen schwindelig werden, das sollte man auch nicht zuhause nachmachen. Übrigens darf man Pole Dance nicht mit Striptease vergleichen. Das ist in erster Linie eine akrobatische Höchstleistung, Renate behält die Federn an und deshalb dürfen wie auf dem Bild auch Kinder wie Max und Moritz bedenkenlos zuschauen. Los, Renate, gib uns den einkrallig abgestoßenen Freiflugsalto zum furiosen Abschluß der Nummer.


Das vierte Törchen

von Admin | 4. Dezember 2025 | 3 Kommentare

Ich fühlte mich sehr lange sicher und geborgen im Bauch meiner Mama. Plötzlich musste ich diesen Ort verlassen und es war hell, laut und kalt. Jemand zog mich weg von ihr und ich war alleine. Ich hatte Hunger und musste warten, bis die Menschen mit einem Eimer kamen. Ich spürte eine Sehnsucht nach Nähe in mir.

Wenige Tage später wurde ich an einen anderen Ort gebracht. Da war eine Mama mit ihrem Nachwuchs, meine war es aber nicht. Dort wurde ich gelassen und spürte intuitiv, dass ich am Euter trinken sollte, aber sie ließ mich nicht, nur ihr eigener Sohn durfte. Ich wollte lieber zu meiner Mama, aber hatte doch so Hunger. Deshalb wurde die fremde Mutter angebunden, damit sie still steht und ich etwas trinken kann. Sie wollte mich nie, aber wir gewöhnten uns aneinander. Monatelang ließ sie mich nur widerwillig an ihr Euter heran, gewollt fühlte ich mich nicht eine Sekunde.

Das Schöne war die Zeit draußen auf der Weide. Mein „Bruder“ Max und ich hatten viel Spaß und genossen den Sommer. Außerdem habe ich eine Menschenfreundin gefunden, die zwischendurch herkam und sich um mich kümmerte. Jacky, der ich das hier auch gerade alles diktiere. Es wurde langsam nass, matschig und kalt. Wir kamen in einen dunklen Stall und es fühlte sich eher wie ein Zwischenstopp an. Sollte ich etwa wieder gehen müssen? Ich hatte mich gerade richtig eingelebt.

Ich spürte eine Unruhe, denn ein Transporter kam an. Zum Glück hörte ich auch die Stimme meiner Menschenfreundin, das hat mich etwas erleichtert. Sie sagte, sie wird mich an einen sicheren Ort bringen, trotzdem war ich traurig, meine Freunde zu verlassen. Nur mein Bruder Max kam mit mir in den Anhänger. Ich hatte Angst, spürte aber gleichzeitig Vertrauen, dass alles gut werden wird.

Wir waren plötzlich an einem ganz anderen Ort voller neuer Eindrücke und ich spürte, dass wir hier genau richtig sind. Meine Menschenfreundin sagte, dass wir den Weg ins Paradies gefahren sind, statt des Wegs in die Hölle, der ursprünglich für uns vorgesehen war. Ich verstand nicht ganz, was sie damit meinte, aber sie wirkte sehr gerührt, dankbar und erleichtert.

Ach ja, ich bin übrigens Moritz und das ist meine Geschichte. Meine größte Schwäche sind Äpfel, Brötchen und Reißverschlüsse. Ich lebe nun seit zwei Jahren auf Hof Butenland und habe das schönste Leben, das ich mir vorstellen kann.


Das dritte Törchen

von Admin | 3. Dezember 2025 | 2 Kommentare

Eigentlich wollten wir heute eine Gedenkpause machen, allerdings läuft natürlich auch unser Adventskalender und schafft so eine besondere Situation. Da wir uns sicher sind, dass Ilvy dafür absolutes Verständnis gehabt hätte, lassen wir also Tom das dritte Törchen öffnen.

Und als wäre dieser Charmeur noch nicht entzückend genug, beginnen wir zusätzlich mit einem Videoschnipsel von Baby Tom. Dann schalten wir in die Gegenwart, wo der Herr seinen Törcheninhalt huldvoll im Liegen angenommen hat. Tom ist ein sehr zutraulicher Ochse, der irgendwie außerhalb der Rangordnung steht und mit jedem klarkommen kann. Selbst Mattis, der eigentlich seit dem Verlust seiner Emmchen kaum noch Kontakt zu den anderen Rindern sucht, putzt ihn ab und zu.

Aufgrund einer Verletzung lebt er momentan bei Eira im separierten Stall, da Jantjes Tochter aufgrund ihrer Behinderung auch nicht in der großen Herde mitlaufen kann. Die beiden kommen gut miteinander aus und genießen die Ruhe. Kontakt zu den anderen Rindern haben sie aber auch via Heuraufe. Fast täglich ist Jantje bei ihrem Kind in Stall, das nutzt sie auch immer, um sich mit dem grauen Beau einen Heuballen zu teilen.

Toms Verletzung heilt immer weiter und momentan darf er sogar ohne Verband laufen, natürlich nur mit tierärztlicher Absprache. Jeden Tag säubern und desinfizieren wir die Wunde zwischen den Klauen, auch das macht er total geduldig mit. Dabei hält jemand das Bein hoch und eine andere helfende Hand versorgt die Wunde. So etwas würde kaum ein anderes Rind ohne Kippstand mitmachen, mit Tom ist die Prozedur aber gar kein Problem, weil er einfach ein Engel auf vier Beinen ist.


Abschied von Ilvy

von Admin | 2. Dezember 2025 | 5 Kommentare

Ilvy ist heute Morgen ganz schnell und friedlich verstorben. Das ist zwar ein Abgang, den sich wohl jede:r beim Verlassen dieses Planeten wünscht und den wir gerade bei unseren ehemaligen Turbohühnern sehr oft erleben, aber natürlich bleibt es trotzdem tieftraurig. Der bezaubernden Dame ging es schon einige Tage nicht so gut, deshalb hatte sie für heute wieder einen Kontrolltermin bei der Vogeltierärztin. Denn rein von ihrer Laune her ging es durchaus aufwärts, jedoch hat sie körperlich immer weiter abgebaut und wollte auch nur hin und wieder selbstständig essen.

Nun hat sie sich vorher entschieden, weiterzufliegen. Ihr kleines Herz, welches ein Jahr lang durch körperliche Höchstleistung viel zu viel Blut durch die Organe pumpen musste, hat einfach aufgehört zu schlagen. Vor einem Jahr ist sie fast nackt bei uns eingezogen, wenige Wochen später war sie ein völlig gesundes Huhn und nicht wiederzuerkennen. Die Vergangenheit hat sie jedoch wieder eingeholt, obwohl sie die Nächte bei Jacky schlafen durfte und auch sonst den 5-Sterne-Butenlandservice erhalten hat. Im Endeffekt war die Legenot mit Darmentzündung einfach zu viel für einen Körper, der direkt nach der Geburt gnadenlos für die Eierindustrie misshandelt wurde.

Es war die pure Freude, dich noch einige Monate kennengelernt zu haben, liebe Ilvy. Jetzt flieg ohne die ganzen körperlichen Beschwerden in die Freiheit. Hoffentlich hast du in deiner Zeit auf Butenland gemerkt, wie sehr wir uns für manche Mitmenschen schämen und wie leid es uns tut, dass du und deine Artgenossen von manchen Zeitgenossen so achtlos behandelt werdet. Wir arbeiten weiter daran, dass ihr gesehen und respektiert werdet. Grüß bitte Pavarotti und seinen Backgackerhimmelschor von uns, man könnte fast ein bisschen neidisch werden.


Das zweite Törchen

von Admin | 2. Dezember 2025 | ein Kommentar

Unser Adventskalender erweist sich als nicht ganz ungefährlich, denn das zweite Törchen öffnet Mina, die derzeit rauschig ist. Deshalb verlief diese Aktion nicht ganz so wie geplant. In dieser Zeit der Paarungsbereitschaft ist Mina sehr unruhig, aufdringlich und hat noch mehr Appetit als sonst. Deshalb hat sie zur Einstimmung erstmal mit einem beherzten Biss einen Sack Müsli zerrissen, dann einen Eimer Äpfel umgekippt (der Apfel, den sie im Video isst, war eigentlich nicht für sie vorgesehen) und die Karottenstückchen wurden quasi inhaliert. Allerdings sind wir durchaus dankbar für dieses doch relativ friedliche Ausleben, gerade in ihrer Anfangszeit auf dem Hof war die PMSau noch total auf das Wadenbeißen programmiert und jagte das Personal entsprechend über den Hof, das sich nur mit recht tollkühnen Sprüngen auf höhere Positionen vor dem Ansturm retten konnte.

Normalerweise ist Mina eher ruhig vom Wesen her, sehr neugierig, menschenzugewandt und lässt sich auch gerne mal kraulen. Sie ist die Mama von Daggi und Tango und vor allem mit Letzterem ein Herz und eine Seele. Die zwei liegen immer eng beieinander und verbringen auch jede Nacht zusammen, während Olaf und Daggi das andere Strohbett-Team bilden. Im Sommer war Mina fleißig und hat draußen mit Ästen und Blättern einen weiteren Schlafplatz geschaffen, wo sie mit Tango an wärmeren Abenden übernachtet hat. An das Möhrchenmassaker haben wir noch zwei ältere Videos aus diesem Jahr angehangen, da ist die nicht hormongesteuerte, sondern total entspannte Mina zu sehen.


Das erste Törchen

von Admin | 1. Dezember 2025 | ein Kommentar

Unser diesjähriger Adventskalender startet mit Runi, der das erste Törchen öffnet. Unser Hofältester hat sich sehr über die Bananen und die Leckmasse gefreut, andere Leckerchen können wir ihm nicht mehr anbieten, weil er Möhren und anderen Schmackofatz wegen seiner fehlenden Zähne nicht mehr essen kann. Aber wer will überhaupt so ein hartes Zeug haben, wenn man stattdessen Bananen abräumen kann? Bestimmt nicht Runi.

Seine täglichen Hauptmahlzeiten bestehen aus drei Portionen Heucobs, die er ebenfalls sehr genießt. Und irgendwann versteht er es vielleicht sogar, dass dieses Essen deutlich schneller geliefert werden könnte, wenn er nicht regelmäßig den Toreingang versperren würde. Aber dieses Ritual ist Runi deutlich wichtiger als ein pünktlicher Lieferservice und dieser liebenswerte Sturkopf macht unseren Opi auch aus.

Wie fit er trotz seiner 36 Jahre noch ist, sieht man am Ende des Videos, wo er mit seinem besten Kumpel Cello ein Wettrennen veranstaltet und den jungen Hüpfer dabei siegtechnisch vor erhebliche Probleme stellt. Und auch bei den ausgedehnten Spaziergängen zum Deich legt er ein strammes Tempo vor, wenn man ihm die Führung überlässt. Wir hoffen, dass du uns noch sehr lange zum Schmunzeln bringst und den Hofalltag mit deiner charmanten Präsenz bereicherst, Runi. Wir haben dich lieb, du Mischung aus weiser Hofeminenz und leidenschaftlichen Pausenclown.


Wiedervereinigung

von Admin | 1. Dezember 2025 | noch kein Kommentar

Clara war für 2 Minuten im Stall und somit aus der Sichtweite von Wolke. Natürlich hat sich ihre beste Freundin da gleich Sorgen gemacht und wollte nachgucken, ob was passiert ist. Beruhigenderweise hat sich das junge Glück dann direkt im Eingang wiedervereint und das entsprechend gefeiert. Clara, das nächste Mal muhst du dich aber ab, wenn du so lange wegbleibst, nicht, dass Wolke bei Palau eine Vermisstenanzeige aufsetzen muss.


nächste Seite »