Denn Tiere sind keine Maschinen
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Kinderberatung bei Dr. Chaya

von Admin | 26. Januar 2022 | 2 Kommentare


Chaya hat heute ein ernstes Wort mit Mattis gemuht. Seine Supermuddi Dina hat sie nämlich um Rat gebeten, weil sie es ihrem 1,5-Tonnen-Kälbchen partout nicht ausreden kann, sich beim Verlassen des Stalls durch die winzige Nebentür nach draußen zu quetschen und stattdessen das große Tor direkt daneben zu benutzen. Da hatte sie ziemliche Sorgen, dass ihr winziger 3-Meter-Quasi-Säugling dort steckenbleibt.

Also hat Chaya ihre komplette Psychologie ausgepackt und nur kurz fallen lassen, dass die Erwachsenen ja alle die größere Öffnung benutzen, weil das so vernünftig ist. Damit hat sie natürlich bei dem kecken Racker genau das richtige Muh getroffen und Mattis schreitet seitdem auch dort hinaus, wo die Großen den Stall verlassen. Schließlich ist er das erwachsenste Riesenbaby der Welt.

Und Ramboline hat mal wieder bewiesen, dass sie sich nicht nur mit Kuhfladentretminen und Donnergebrüll auskennt, sondern auch als sensible Pädagogin und einfühsame Ochsenflüsterin eine hervorragende Figur macht. Was uns sowieso nicht überrascht, wir haben ihr da schon immer eine gut florierende Berater-Praxis auf dem Hof zugetraut und würden ihr dafür sofort ein eigenes Weidezelt direkt neben dem Kuhdamm aufbauen.


Der grüne Eimer

von Admin | 25. Januar 2022 | 3 Kommentare

Auf Butenland hat sich in den letzten Wochen durchgesetzt, dass Ole alle Futtereimer vor der Benutzung nochmal kurz mit der Zunge durchwischt. Die Menschen geben sich bei der Säuberung zwar Mühe, können aber artbedingt natürlich nie einen Rinder-Standard erreichen. Colorida und Elsa können das nur bestätigen, aus so einem Eimer mit echten Ole-Zungen-Siegel schmeckt es einfach mindestens dreimal so gut wie gewohnt. Auch Leevke würde gerne probieren, stößt bei Ole allerdings auf seine uncharmante Seite, so dass sie leer ausgeht. Auch vor Fine soll der Eimer in Sicherheit gebracht werden, aber das guckt sich Sir Archie dann nicht mehr an und bellt ein Machtwort. Daraufhin zeigt sich Ole noch immer rebellisch, lenkt dann aber schließlich ein. Seufz, warum klappt so etwas nicht mal, ohne das der Pekinese laut werden muss?


Die wichtige Früherkennung

von Admin | 25. Januar 2022 | 15 Kommentare


Sir Archie ist 8 Jahre alt, das ist zwar das beste Mannesalter, trotzdem sollte er jetzt regelmäßig zur Darmvorsorgeuntersuchung gehen. So lassen sich viele Krankheiten schon im frühen Stadium erkennen, das kann man gar nicht als wichtig genug einstufen. Zum Glück hat Hope auch erst kürzlich ein thematisches Fernstudium abgeschlossen und ist jetzt ausgebildeter Gastroenterologe. Beziehungsweise in seinem Fall natürlich GastroGANSrologe. Deshalb geht er jetzt einmal im Monat über den Hof und schaut allen älteren Bewohnern kurz in die Poperze. Und das so fachmännisch, dass es die meisten Patienten gar nicht merken, wie auch der Chef auf dem Tagesbild demonstriert. In einem Altersheim wie bei uns ist so ein Service selbstverständlich hochwillkommen.


Ausmistpause

von Admin | 24. Januar 2022 | 6 Kommentare

Die Produktion von formvollendeten Kuhfladen ist eine sehr anspruchsvolle Konzentrationsarbeit, gerade wenn man so ein Kacktalent wie Lillemor hat. Die Entsorgung der Ergebnisse ist nicht weniger anstrengend, da können die täglich mehrmals durch die Ställe huschenden Menschen ein Lied von singen. Deshalb ist es sehr naheliegend, dass Produzentin und Aufräumerin die Mittagspause zusammen verbringen. Da kann man sich dann gleich auch absprechen, wo die nächsten wichtigen Geschäfte am besten auf dem Stallparkett platziert werden und folgerichtig noch schneller entsorgt werden können. Es geht doch nichts über gute Kollegialität und Teamwork an einem Arbeitsplatz, wo jeder weiß, was sein Aufgabe ist und wie sie am besten zu bewältigen ist.


Die Küchentrulla

von Admin | 24. Januar 2022 | 4 Kommentare

Sicher hat sich die Leserschaft schon oft gefragt, woher der Ausdruck „Küchentrulla“ kommt. Das leitet sich von unserer Trulla ab, die auf Butenland die Küchenleitung inne hat und dabei so unglaublich fleißig ist, dass deutschlandweit besonders engagierte MitarbeiterInnen im Gastronomiebereich nach ihr benannt werden. Und diese schöne Tradition besteht völlig zurecht, denn das Tagespensum von unserer gefiederten Chefköchin ist wirklich enorm. Auf dem Tagesbild seht ihr sie, nachdem sie die Geschirrspülmaschine eingeräumt hat, während dieser Text
aufgesetzt wird, ist sie schon auf dem Weg zum nächsten Edeka.
 
Für unsere Einkäufe hat sie nämlich gleich aus drei Gründen die Verantwortung übernommen. Erstens weiß sie am besten, was im Kühlschrank fehlt, zweitens muss sie als Huhn im Supermarkt keine Maske tragen, und last but not least werden ihr die Waren nie berechnet, weil sie mit ihrem winzigen Einkaufswagen unerkannt durch alle Kassen kommt und auch von keinem Scanner erkannt wird. Zwar muss sie öfter gehen, da die Winzigkeit des Discountergefährts natürlich auch auf dessen Kapazität schlägt, aber trotzdem ist es extrem günstig, wenn sie pro Einkauf 50 – 60 Mal durch diesen Bereich rauscht und so nur Kilometergeld zahlt.

Das Ananas-Tages-Massaker

von Admin | 23. Januar 2022 | 3 Kommentare

Lange haben wir nicht mehr die Zeitlupenfunktion benutzt, also wird es mal wieder Zeit. Gleichzeitig möchten wir darauf hinweisen, dass dieses Video aufgrund extremer Gewaltdarstellung nicht für heranwachsende Ananasfrüchte geeignet ist. Wir bitten also alle in unserer Anhängerschaft, die unter diese Obstsorte fallen, ausnahmsweise das heutige Video zu überspringen. Am besten guckt jedes Gewächs weg, auf das Rosa Mariechen Appetit bekommen könnte, sonst sind folgenschwere Traumata nicht auszuschließen.


Die Hölle auf Erden

von Admin | 23. Januar 2022 | 2 Kommentare
„Männliche Kälber der Milchkuh erfüllen keinen Zweck, sie geben später keine Milch und für die Fleischproduktion nutzt man Rassen, die schneller fett werden. Noch wertloser aber sind die weiblichen Kälber, die nicht für den Bestandserhalt gebraucht werden.“

Das ist ein Zitat aus einem älteren Atikel der Süddeutschen Zeitung. https://www.sueddeutsche.de/politik/tiertransporte-tierquaelerei-kaelber-milchkuehe-1.4603091?fbclid= Aufgreifen möchten wir das Thema, weil gerade in der neuen Regierung wieder so oft über neue „Tierschutzstandards“ diskutiert wird. Was wäre wohl los, wenn man in so einem Jargon wie oben zitiert über das Lebensrecht von Menschen sinnieren würde? Sie ausschließlich nach Produktivität und Nutzen einteilen und manchen dann eine Wertlosigkeit bescheinigen würde, die automatisch nur noch die Option „Tod“ zulässt? Ein Sturm der Entrüstung würde aufbranden, überhaupt ist die Vorstellung allein so absurd, dass kein vernünftiger Mensch sie auch nur andenken würde.

 
Wenn man diese Gedankenspiele aber an anderen Lebewesen exerziert, die sich teilweise sogar die Säugetierklasse mit dem Homo sapiens teilen, ruht der See still in der Menschenwelt. Dann ist es plötzlich völlig normal, dass jemand als nutzlos katalogisiert werden kann und man ihn organisiert im Säuglingsalter umbringt. Man findet sogar heraus, dass die Transportfahrten bei den Wesen Angst und Stress verursachen, veröffentlicht dazu Studien und versucht diese Tierquälerei durch optimierte Transporte einzustellen. Trotzdem scheint es aber unmöglich zu realisieren, dass diese Wesen dann selbstverständlich auch Angst vor dem eigenen Tod haben und sehr viel Stress empfinden, wenn Artgenossen vor ihren Augen umgebracht werden oder man sie von der eigenen Mutter wegreißt. Einfach weil sie genau wie jeder Mensch einfach nur in einer Familie und mit einem Freundeskreis leben wollen.
 
Wir diskutieren gerade tatsächlich, ob es quälerisch ist, Wesen mehrere Stunden lang auf solchen Transporten leiden zu lassen, und wie man dieses spezifische Leiden möglichst stark verringern kann. Irgendwann hat der Mensch dann bestimmt auch Konstruktionen erfunden, die die Kälber optimal versorgen, die Fahrten gehen dann auch nur noch wenige Stunden, und ganz Tierschutzeuropa atmet auf. Und wehe, es kommt danach trotzdem noch ein Tierrechtler und will diese Diskussion fortführen, weil er es ebenfalls nicht in Ordnung findet, dass diese Lebewesen, denen man gerade noch Emotionen bescheinigt hat, nach der Fahrt in Massen getötet werden.
 
Das ist dann plötzlich etwas ganz anderes, denn natürlich hat man herausgefunden, dass Tiere Angst empfinden, um ihr Leben kämpfen, Familien bilden und überhaupt in so vielen anderen Dingen dem Säugetier Mensch sehr ähnlich sind. Das berechtigt sie aber nur zu einer besseren Behandlung in ihrer unverschuldeten Gefangenschaft, ein Recht auf Leben haben sie trotzdem nicht in grausamen Menschenaugen und die sind deshalb nur daran interessiert, dass die Opfer vor der Hinrichtung ein paar schöne Wochen hatten. Beziehungsweise bessere als aktuell. Ist das der Fall, dann darf man sie auch scharenweise und industriell ermorden, weil das der einzige Sinn in ihrer Existenz ist, den der Mensch ihnen zugesteht. Wer braucht eigentlich in diesen Zeiten noch Horrorfilme?


Hannis 19. MUHday

von Admin | 22. Januar 2022 | 6 Kommentare

Unsere Hanni feiert heute MUHday und wird stolze 19 Jahre alt. Mittlerweile lebt sie schon fast 10 Jahre auf Butenland. Im April 2012 durften wir sie in unserer Familie begrüßen, davor musste sie das ganz normal-schreckliche Schicksal durchleben, das böse Menschen für Milchkühe vorgesehen haben. In den 9 Jahren beim Vorbesitzer wurden ihr 8 Kinder gestohlen, eine unfassbare Zahl, nicht nur, aber gerade für jede Mutter. Als ihre Milchleistung dann irgendwann nachgelassen hat, wurde als zynisches Dankeschön für diese seelische Misshandlung direkt ihr Schlachttermin festgemacht. Zum Glück konnte sie im allerletzten Moment nach Butenland vermittelt werden. Im Video haben wir nochmal Eindrücke von ihrem verdreckten Ex-Stall eingefügt, außerdem auch das widerliche Werbeplakat, das dort als Innendekoration hing.

Hier feiert das Geburtstagskind heute eine für die Menschen recht stressfreie Party. Karin achtet immer sehr darauf, dass die Jubilare ihre Geschenke etwas abseits der Herde auspacken können, damit ihnen nicht alles sofort weggefuttert wird. Das ist gerade in der Stallsaison eine echte Herausforderung, da die Rinder in den Ställen natürlich mehr beisammen liegen als auf den viel weitläufigeren Weiden. Aber Hanni füttern wir schon seit ein paar Jahren mehrmals täglich zu, weil sie körperlich etwas abgebaut hat. Das hat nicht nur sehr erfolgreich bei ihr angeschlagen, gleichzeitig ist sie es auch gewohnt, von uns regelmäßig in ein eigenes Separee geführt zu werden. Das haben Omic Brakelmann und Sir Archie gleich ausgenutzt und den Gabentisch extraedel mit Girlande geschmückt, für Lillemor und Ole blieben da nur Logenplätze übrig. Die Patentanten Andrea aus Hamburg und Verena aus Essen haben außerdem Taschengeld und Pakete geschickt. Das hat die Jubilarin so gefreut, dass sie anschließend sogar noch die Tischdecke sauber gemacht hat, die können wir also direkt wieder in den Schrank legen. Alles, alles Gute, liebe Hanni, wir wünschen dir von Herzen noch viele weitere Jahre stets umsorgt in unserem Kuhaltersheim.


Diva in Plüsch

von Admin | 22. Januar 2022 | 3 Kommentare

Zum Tagesbild gibt es heute eine gute und eine schlechte Nachricht. Fangen wir mit der positiven an: Rosa Mariechen hat endlich ihre eigene Merchandise-Serie herausgebracht, deshalb gibt es die Diva jetzt auch in Plüsch. Der für alle Fans ernüchternde Fakt ist allerdings, dass nur eins dieser Stofftiere in Auftrag gegeben wurde und Mariechen es nicht mehr hergeben will. Na ja, auch als Super-ProPIGnente kann man sich natürlich nicht in allen Dingen auskennen, da wird ihr dieser wirtschaftliche Totalreinfall sicher verziehen werden. Außerdem ist immerhin ein tolles Bild von ihr entstanden, das ist doch für die Groupieheerscharen sowieso das einzig Interessante daran. Und wer weiß schon, ob ihr das Spielzeug nicht mit der Zeit öde wird, wir es deshalb bald mit Original-Diva-Sabber auf Ebay versteigern dürfen und es dort dann einen zehnstelligen Mindestbetrag abräumt? Am besten fangen alle Hardcore-Fans schon mal mit dem Sparen an, denn das Luxusleben eines Weltstars auf Butenland bringt zwangsläufig eine gewisse dekadente Schnelllebigkeit gerade in Sachen Konsumgüter mit sich.

Abgründe tun sich auf

von Admin | 21. Januar 2022 | 6 Kommentare

Es ist einfach unglaublich, wie die Butenländer Bagage mit ihrem hochadeligen Chef umgeht. Da weiß man gar nicht, wo man die No-Go-Liste anfangen soll. Vielleicht damit, dass sich auf diesem Hof Behälter im Umkreis befinden, die größer als ein Pekinese sind und so ganz klar von der international vorgeschriebenen Norm abweichen. Wie soll man da Essen klauen, wenn die herrschaftliche Nase nicht mal den Rand des Eimers erreichen kann?

Damit nicht genug steckt Ole auch noch den kompletten Kopf in das Ding, so dass selbst unser gertenschlanker Sportskanonenboss trotz idealem Body-Pek-Index keine Chance zum Durchquetschen hat. Unnötig zu erwähnen, dass der freche Topfbesetzer auch noch über gefährliche Hörner verfügt, denen man nicht in die Quere kommen sollte. Und anstatt froh zu sein, dass es unser weiser Vorgesetzte trotz all diesen skandalösen Umständen bei einer mündlichen Verwarnung belässt, wird er als Kirsche auf dieser unfassbaren Torte auch noch mit dem leeren Geschirr beworfen. Die reinste Anarchie tut sich da auf!

Es sollte sich also niemand wundern, wenn ab morgen die Leckerchen-Quote für die Nicht-Pekinesen auf dem Hof um 30 % einbricht. Und alle Bewohner selbstverständlich nur noch aus Schüsseln essen dürfen, die allerhöchstens Pekinesen-Brusthöhe erreichen. Sir Archie surft gerade schon auf AmaDOG, um einen entsprechenden Großauftrag zu ordern.


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