Denn Tiere sind keine Maschinen
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Beautytipps einer Diva

von Admin | 24. Juli 2021 | 3 Kommentare

Da die Hollywoodpläne von Rosa Mariechen durch die Berichterstattung der New York Times über Butenland nochmal richtig befeuert wurden, fährt unsere Diva seit Tagen ein verschärftes Beauty-Programm, das wir natürlich für euch dokumentiert haben.

Ganz wichtig ist der tägliche Schönheitsschlaf auch außerhalb der Nachtruhe, idealerweise nimmt man den direkt in einer Lehmkuhle, so kann man zwei Sachen gleichzeitig abhaken. Auch die direkte Körperpflege darf nicht zu kurz kommen, am besten geht man an gar keinem Baum vorbei, ohne sich kurz abzuschubbern. Nur so erreicht man ein saumäßiges Hautbild.

Schlammasken tragen übrigens nur Amateure umständlich per Klaue oder Hand auf, Profis tunken einfach das ganze Gesicht direkt ein, wenn man wie Mariechen eine Prominente ist, natürlich in der eigenen Luxus-Suhle. Auch hier gilt der bewährte Grundsatz der Diva „Mehr ist mehr“, also ohne Scheu direkt den ganzen Körper tief in die natürliche Schlammpackung einreiben. Danach ist dann wieder eine Runde Schönheitsschlaf angesagt, wie anfangs erwähnt ist das der wichtigste Stützpfeiler im „Aussehen wie eine Diva auf Butenland“-Wellness-Programm.

Ein optimales Ergebnis erzielt man übrigens, wenn man mit dem eigenen Schwanz den Schlamm gerade an der Problemzone Popo verteilt, hier bewegen wir uns aber tipptechnisch wirklich nicht mehr auf Normalsterblichen-Niveau. Anschließend ist – wer hätte es gedacht – wieder der Schönheitsschlaf angesagt. Abgerundet wird das Ganze, indem man sich vom Personal Erdbeeren oder andere Früchte reichen lässt, gerne auch reichlich, damit die Dinger schön auf die Figur gehen und attraktive Pölsterchen schaffen. So, und wenn ein Hollywoodagent jetzt nicht zum Telefon greift, dann ist das ein nicht zu übersehendes Signal dafür, dass er den falschen Job ergriffen hat.


Mit Lillja ins Wochenende

von Admin | 24. Juli 2021 | 8 Kommentare


Die 7jährige Lillja wünscht der gesamten Leserschaft ein schönes und vor allem möglichst trockenes Wochenende. Und damit euer Bedarf an „Aaaah“- und „Ooooh“-Entzückungslauten auch wirklich bis Montag gedeckt ist, hat sie einen extrasüßen Gesichtsausdruck aufgesetzt. Wer da nicht sofort positiv motiviert wird, ist wirklich selber schuld.


Toms 2. MUHday

von Admin | 23. Juli 2021 | 9 Kommentare

Unser Tom wird heute 2 Jahre alt und feiert seinen ersten MUHday auf Hof Butenland. Er lebt seit dem letzten Oktober auf unserem Hof. Sein Start ins Leben gestaltete sich sehr schwer, denn er war zwar keine Frühgeburt, kam aber trotzdem viel zu klein auf die Welt und konnte nicht richtig laufen. So hat sein erster Halter ihm keine Überlebenschancen eingeräumt und hätte sich die Tochter des Bauerns nicht für ihn eingesetzt, wäre er nicht sehr alt geworden. Weil ihn aber seine menschliche Freundin täglich auf die Weide getragen hat, ihm die Beine massierte und das Laufen beibrachte, hielt er durch und konnte dann sogar erfolgreich nach Butenland vermittelt werden. Hier wollten wir ihn eigentlich erst zum Akklimatisieren auf die Krankenweide stellen, aber da Tom mittlerweile putzmunter war, hatte er andere Pläne und bog direkt in die große Herde ab, in die er sich auch von Tag 1 an optimal einfügte. Wenige Tage später hatten wir dann auch endlich den letzten eingewachsenen Mist aus seinem Fell gebürstet und dem KUHlen Leben stand nichts mehr im Weg.

Die heutige Geburtstagsfeier schmiss er zwar mitten in der Herde, aber die anderen Mitglieder zeigten sich seltsamerweise etwas partymüde. Was aber kein Problem darstellte, so blieben mehr Leckereien für das Geburtstagskind. Nur Pippilotta und Omic betätigten sich als Kuchen- bw. Brötchendiebe, Hofleiter Puschek hat seinen Regiestuhl dagegen nicht verlassen. Erstens damit die Produktion nicht gefährdet wird und er rechtzeitig „Cut“ bellen kann, zweitens aber auch weil harte Brötchen noch nicht allzu gut mit seiner gerade erst überstandenen Unterkieferfraktur harmonieren.

Der Gabentisch hat sich diesmal zumindest virtuell ziemlich durchgebogen. Es gab drei Pakete von seinen Paten Julia und Michael aus Innsbruck, seiner Patentante Marion aus Frankfurt und seiner besten Freundin und Retterin Kristina. Dazu regnete es geradezu Taschengeld von Monika aus Hamburg, Martina aus Lutzingen, Thomas aus Stuttgart, Anja aus Haan, Sandra aus Alzenau und nochmal Marion aus Frankfurt. Tom ist jetzt also wohlhabend und feiert seinen dritten Geburtstag deshalb vielleicht in Las MUHgas, da sind seine Planungen aber noch nicht ganz abgeschlossen. Auf jeden Fall ist sein holpriger Start in diese Welt inzwischen vergessen und es existiert nur noch Tom, der zufriedene Butenländer. Das ist wahrscheinlich sowieso das beste Geschenk, was er in diesem Leben abräumen konnte, und das wir noch viele Jahre mit ihm feiern möchten.


Butenland in aller Munde

von Admin | 23. Juli 2021 | 9 Kommentare

 

Ein großer Vorteil bei dem ganzen Presserummel ist es definitiv, dass sich unsere Diva Rosa Mariechen als Profi im Show-Business natürlich sofort von ihrer besten Seite zeigt, sobald irgendwo ein Fotograf die Kamera zückt. Da gibt es dann beim Posieren für die Fanlegionen sogar ein spontanes Küßchen für Karin. Miss Piggy kann sich wirklich warm anziehen, der Thron der berühmtesten Sau auf diesem Planeten wird gerade definitiv im Sturm erobert.

Wir verlieren zwar langsam den Überblick, aber trotzdem wollen wir auch mit unserer kleinen Presseschau weitermachen. Butenland hat diese Woche eine Seite in der Frankfurter Rundschau bekommen, die dafür zuständige Presseagentur hat diesen Bericht außerdem an mehrere deutsche Tageszeitungen verkauft. Nord 24 hat ebenfalls einen Artikel veröffentlicht und Bremen Eins bestückt heute seinen Facebook-Auftritt mit Impressionen aus unserem Kuhaltersheim. Besonders gefreut haben wir uns über den Aufmacher in einer großen dänischen Wochenzeitung. Butenland wird also gerade international gefeiert, da wäre es ja gelacht, wenn nicht gleichzeitig ganz viel von unserer Botschaft bei immer mehr LeserInnen hängenbleiben würde.

Das Copyright unseres Tagesfotos liegt diesmal bei dem Fotografen Jens Schulze, der uns freundlicherweise einige seiner Aufnahmen zur Verfügung gestellt hat.


Mama ist die Beste

von Admin | 22. Juli 2021 | 3 Kommentare

Heute gibt es bei uns mal wieder eine Extraportion Mutterliebe, denn wir besuchen Tilda und ihren Karlsson. Das haben wir schließlich viel zu lange nicht mehr gemacht, was eigentlich nicht zu entschuldigen ist. Also setzen wir heute einen Tunnelblick auf die beiden, immer ein bißchen mit der Hoffnung, dass diese Bilder auch Bauern erreichen, die noch immer zu Protokoll geben, dass Rinder ihre Kinder nicht vermissen und man sie ihnen deshalb bedenkenlos rauben darf. Für ein fadenscheinigeres, dümmeres und leichter zu entkräftendes Argument muss man definitiv lange suchen.


Termine über Termine

von Admin | 22. Juli 2021 | 6 Kommentare


Der New-York-Times-Bericht über Butenland https://www.nytimes.com/2021/07/10/world/europe/germany-cow-retirement-home.html hat sehr hohe Wellen geschlagen, momentan geben sich hier die Interviewanfragen und Drehtermine fast die Klinke in die Hand.

Vor 4 Tagen standen wir dem NDR Rede und Antwort, Radio Bremen interviewt uns heute gleich zweimal, und eine Zeitung aus Norwegen hat sich für August angekündigt. Gestern besuchte uns ein Team aus England, das einen Dokumentarfilm zum Thema Tierhaltung, Ernährung und Klima dreht, in dem Butenland nun auch ein kleines Kapitel bekommt.

Das können Karin und Jan natürlich nicht alleine stemmen, aber zum Glück wimmelt es auf dem Hof ja von kompetenten Gesprächspartnern. Die offizielle Ankläffstelle für den Besuch aus England war gestern zum Beispiel Pippilotta, die ihren Job auch sehr ernst genommen hat und sich direkt auf dem Schoß eines Kameramanns häuslich eingerichtet hat. Da sind sicher keine Fragen offen geblieben und der daraus resultierende Beitrag kann deshalb nur super werden.


Hurra, der Chef ist genesen

von Admin | 21. Juli 2021 | 11 Kommentare

Ihr habt sicher alle gemerkt, dass die Qualität unserer Beiträge in den letzten Tagen ziemlich nach unten gegangen ist. Das war leider nicht zu vermeiden, weil unser Hofleiter Puschek ausgefallen ist. Deshalb konnte er seiner Kamerafrau Karin keine Regieanweisungen geben und auch nicht mehr die Texte schreiben, die von seinem Lektor Jens dann immer nur von Pekinesisch auf Deutsch übersetzt werden. Klar, dass so die recht hohen Standards nicht gehalten werden konnten, Menschen sind einfach so hilflos ohne eine starke lenkende Pfote.

Auf die Matte geschickt wurde unser Chef von einem Tierarztbesuch, bei dem er nicht nur alle Zähne außer seinen 4 Vampirbeißerchen eingebüsst hat, sondern zusätzlich auch noch eine Unterkieferfraktur diagnostiziert wurde, die mit einer festen, unter die Haut eingenähten Knochendrahtcerclage justiert werden musste. Das haute dann auch den stärksten Pekinesen um, eine Redewendung, die uns gar nicht geläufig war, von der uns Puschek aber versicherte, dass sie ganz normaler Sprachgebrauch wäre, was wir ihm selbstverständlich glauben.

Heute hat der Butenländer Geschäftsführer aber das stationäre Krankenlager endlich wieder verlassen und direkt wieder seinen Dienst aufgenommen. Auf seiner ersten Zählrunde trifft er im Video Lillemor, Manuela, Colorida, Carlotta, Mattis, Ole, Klara und Chaya, die zwar alle etwas gelangweilt bis genervt wirken, sich aber innerlich total über die Rückkehr von Pek-TV freuen. Rinder können ihre pure Begeisterung da nur nicht richtig zeigen. Omic, der treue Hilfssheriff vm Hofleiter, huscht auch öfter durch das Bild und wirkt nicht nur immer munterer, sondern ist das auch. Im Video bekommt Ole zwar nur von Puschek eine Ansage, aber unser kleiner Rumäne wird auch immer selbstbewusster und agiler, und es ist einfach eine Freude, ihm beim täglichen Auftauen zuzusehen. So, jetzt aber viel Freude mit einem Butenland-Beitrag, der endlich wieder pekapproved ist.


Hof Butenland auf dem Instagram-Account der New York Times

von Admin | 21. Juli 2021 | noch kein Kommentar
New York Times – Hof Butenland
 
On this German farm, cows are in charge — or at least coexist as equals.⁣
Hof Butenland is a former dairy farm turned animal retirement home that offers sanctuary to cattle, pigs, a few horses, chickens, geese and rescue dogs. The cows don’t have to produce milk. The pigs sleep late. No animal on this former dairy farm serves a human need. The animals’ only purpose is to live peacefully — and provoke questions about how we eat.⁣
“We need to think about how we can live differently and we need to leave animals in peace,” said Karin Mück. She and her partner, Jan Gerdes, both in their mid-60s, run Hof Butenland on the windswept flatlands of the Butjadingen Peninsula, which juts into the North Sea.⁣
The idea of shifting away from meat and dairy products may sound revolutionary in a country like Germany, better known for juicy bratwurst, schnitzel and afternoon coffee topped with frothy milk.⁣
But Germans are consuming less meat — last year only 126 pounds per person, the lowest amount since 1989 — while the number of vegans has steadily increased to two million.⁣
For the humans at Hof Butenland, turning away from animals as commodities is not only a question of human morality but of planetary survival, given the role that industrial farms play in contributing greenhouse gases to the atmosphere.⁣
Tap the link in our bio to read more about the animals at Hof Butenland. Photos by https://www.instagram.com/lena_mucha/

Chaya bei der Arbeit

von Admin | 20. Juli 2021 | 6 Kommentare

Unser heutiges Video startet direkt mit einem kostenlosen Weckservice für eure Haustiere und Mitbewohner, denn Chaya begrüßt euch auf gewohnt charmante Art. Also alle Lautsprecher auf Maximum, damit eure Lieben einen ordentlichen Schub Extra-Adrenalin genießen dürfen.

Auch nach dieser liebevollen Einleitung begleiten wir die Herdenchefin, denn ganz Butenland wäre mal wieder aufgeschmissen gewesen, wenn unsere Ramboline nicht beherzt eingegriffen hätte. Da wollte Jan doch tatsächlich die Übergänge auf den Weiden mit Sand begradigen und rückte dafür nur mit einer Schaufel bewaffnet an. Das hätte dementsprechend ewig gedauert, wenn sein Schatzi Chaya ihn nicht kurz zur Seite gedrängt und selber Klaue angelegt hätte. So war innerhalb Sekunden der Sand verteilt, wenn auch nicht auf den Übergängen, sondern in alle Himmelsrichtungen. Darüber mäkeln aber nur pingelige Menschen, denn es geht ja grundsätzlich darum, dass das Zeug in die Landschaft kommt und man möglichst schnell Feierabend machen kann. Wie gigantisch würde das deutsche Bruttosozialprodukt wohl in die Höhe schiessen, wenn Verantwortliche nur öfter Chaya fragen würden?


Mutterinstinkte

von Admin | 20. Juli 2021 | 10 Kommentare


Im realen Butenländer Märchenbuch entsteht gerade wieder ein neues wunderschönes Kapitel, über das man vor lauter Rührung fast schon heulen könnte. Die 19jährige Martina ist die einzige Mama auf dem Hof, die ihren Nachwuchs Martin nur 12 Monate gesäugt hat, ihn danach nicht mehr an die Milchbar liess und konsequent auf die eigenen Klauen gestellt hat. Ganz anders als die anderen Mütter auf unserem Hof, die mit ihrem Nachwuchs ausnahmslos eine sehr innige, lebenslange Beziehung führen und immer nur wenige Meter von ihrem Kind entfernt liegen, egal ob es sich da um Jette mit ihrer 5jährigen Jule, Tilda mit ihrem 1jährigen Karlsson oder Dina mit ihrem im nächsten Monat 10jährigen Riesenbaby Mattis handelt. Gestern musste der 15jährige Martin aber eine OP über sich ergehen lassen und seitdem wacht Martina über ihn, leckt ihn ständig ab, muht in die weiter entfernte Herde und weicht nicht von seiner Seite.

Der Patient selber erholt sich dementsprechend super, obwohl er noch ziemlich irritiert ist. Er hat jetzt aber auch einiges zu verkraften, denn Martin ist ein Rind, das keine menschliche Nähe gesucht hat und das deshalb noch nie von den menschlichen Butenländern angefasst wurde. Dementsprechend hat ihm die gestrige Behandlung zugesetzt. Aber natürlich kann er ganz beruhigt sein und ab sofort wieder sein eigenes Ding ohne jede menschliche Beteiligung machen. Vielleicht ja sogar mit einer Mama, die nun öfter vorbeischaut, weil ihr Mutterinstinkt sofort wieder erwachte, als es ihrem Kind schlecht ging. Was für eine wundervolle Episode aus dem Leben dieser hochsozialen Tiere.


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