Denn Tiere sind keine Maschinen
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Hanni feiert ihren 17. Kuhday

von Admin | 22. Januar 2020 | 8 Kommentare

Heute feiert mit Hanni eine Kuh ihren Muhday, die sich lieber im Hintergrund hält und deshalb nicht so oft durch unsere Videos springt. Das ist aber natürlich auch ihr gutes Recht, das wir absolut respektieren. Wichtig ist schließlich nur, dass sich alle auf Butenland wohl fühlen, und das ist beim Geburtstagskind definitiv der Fall, hat es doch seinen festen KUHlen Freundeskreis und wie alle Bewohner einen selbstbestimmten Alltag in größtmöglicher Freiheit.

Das war leider nicht immer so, denn die ersten 9 Jahre ihres Lebens musste Hanni in einer der Höllen durchleiden, die die Milchindustrie für diese Wesen geschaffen hat. Dort wurden ihr 8 (!) Kinder gestohlen. Wie es in diesem Horrorszenario üblich ist, hielt man sie seit ihrem 2. Lebensjahr in einem dauerschwangeren Zustand und befruchtete sie dafür jährlich gegen ihren Willen neu. Als ihre Milchquote versiegte, sollte diese ansonsten kerngesunde Kuh umgebracht werden. Das konnte zum Glück durch eine Vermittlung auf unseren Hof verhindert werden.

Und auch wenn sich Hanni hier nie ins Rampenlicht schiebt, kann sie sich vor Gästen kaum retten. Allerdings kommt nur ihre beste Freundin Klara pünktlich und kann sich deshalb ein Stück von der Heutorte sichern. Dina, Fiete und Elsa müssen dagegen einsehen, dass das Sprichwort „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“ durchaus Sinn macht und dürfen lediglich die Krümel von der Tischdecke ablecken.

Vor das Geburtstagsvideo haben wir noch ein paar Bilder von Hannis erster Lebensstation gehängt. Auch ihre Ankunft auf Butenland und ihren ersten Tag in Freiheit könnt ihr nochmal miterleben. Dabei wünschen wir viel Spaß und gratulieren natürlich der Jubilarin auch nochmal an dieser Stelle.


„Tiere suchen ein Zuhause“ verlost exklusive Premierenkarten für den Kinofilm „Butenland“

von Admin | 22. Januar 2020 | 3 Kommentare

🎁 Exklusive Premierenkarten zu gewinnen! 🎁️🎉

🐮 Hof Butenland – das Paradies für Rentnerkühe – kommt in die Kinos. Und mit ein bisschen Glück könnt ihr dabei sein. Wir verlosen exklusive Gästelistenplätze für die Filmpremiere in Köln, am 28. Januar 2020. 🐮♥️

Markiert in den Kommentaren auf Facebook einfach die Person, mit der ihr in Köln dabei sein wollt – und schon seid ihr im Lostopf. Den Gewinner benachrichtigen wir am Freitag per PN. Viel Glück. 🍀
https://www.facebook.com/tieresuchen/videos/787337621733790/?__xts__[0]=68.ARBVeipbmezKtJ-rdSNP0bzSOYpuLqPXU-TILmYB0-


Ich bin kein Kopfkissen – holt mich hier raus!

von Admin | 21. Januar 2020 | 4 Kommentare

Heute hat uns Fiete bei der täglichen Kraulstunde mal wieder demonstriert, dass ein Ochse, der über 1.000 Kilo auf die Waage bringt, diese nicht nur am Körper verteilt, sondern auch am Kopf einige Pfunde zu bieten hat. Da kann die menschliche Kraulhilfe gerne schon mal wegsacken, wenn dieses Schwergewicht zur Landung ansetzt. Wobei wir uns aber nicht beschweren dürfen, denn diese Kuscheleinheiten sind nur drin, weil Fiete ein sehr vorsichtiger Freund ist und auf den zerbrechlichen Kumpel sehr viel Rücksicht nimmt. Trotzdem artet die Massage immer ganz schön in Arbeit aus. Erstens döst unser Schnurrochse gerne mal weg und wird mit fehlender Körperspannung dementsprechend schwerer, zweitens würde es so einen Prachtkerl aber auch im wahrsten Sinne des Wortes nicht jucken, wenn man ihn nur sanft streichelt. Da ist schon beidhändiger Ganzkörpereinsatz gefordert, was uns aber dafür auch jeden Besuch im Fitnessstudio erspart.


Vorbereitungen auf unseren Kinofilm

von Admin | 21. Januar 2020 | 4 Kommentare


Das NDR-Kulturjournal sprach heute auf Hof Butenland mit Filmemacher Marc Pierschel über den bald anlaufenden Kinofilm Butenland. https://www.facebook.com/butenland/

Wir informieren euch selbstverständlich an dieser Stelle, wann die Sendung läuft.


Wozu sind Hörner da?

von Admin | 20. Januar 2020 | 4 Kommentare

Hier seht ihr, wie Kuh die persönliche Karriere auf Butenland in die eigenen Klauen nehmen kann. Dazu muss man wie Janne unzufrieden mit der aktuellen Hierarchiestellung sein und deshalb ein höher angesiedeltes Rind, quasi eine Vorgesetzte im Betrieb, herausfordern. Das ist in diesem Fall Jette, die der übermütigen Jungspundin aber unmissverständlich zeigt, dass sie die Aufstiegstreppe ab sofort nochmal von ganz unten putzen muss.

Bei diesen Rangordnungskämpfen dienen die Hörner als Halteinstrument oder zum Auffangen gegnerischer Stöße, vergleichbar mit dem menschlichen Armdrücken. Enthornten Tieren fehlt dieses Mittel zur fairen Auseinandersetzung, da sie bei den Kraftproben schnell abrutschen würden. Es ist deshalb einfacher, einen Rivalen in die Seite zu rammen. Das verursacht zwar keine sichtbaren, aber trotzdem nicht unbedingt harmlose Verletzungen. So sind Rippenbrüche und schmerzhafte Blutergüsse bei Kämpfen enthornter Kühe häufiger anzutreffen als bei Kämpfen horntragender Tiere. Auch starke Kopfschmerzen bis hin zu Kopfverletzungen stehen an, wenn Rinder ihre Rangordnungskämpfe ohne diese Hilfsmittel bestreiten und so frontal mit der Stirn gegeneinander prallen.

Gerade junge Rinder lieben es, ganz spielerisch die Hörner mit einem Kameraden zu kreuzen. Und auch die Erwachsenen kennen rein freundschaftliche Duelle aus purem Spaß an der Freude. Darüberhinaus dienen die Hörner als Instrument zur Körperpflege, in diesem Fall beherrschen diese Tiere ihren Kopfschmuck so filigran, dass sogar die Augen anderer Rinder behutsam geputzt werden. Jedes Rind kennt auch die Größe seines Horns und kann die sogar in Relation zu anderen setzen. Das gibt ihnen ein Gespür für ihre Stellung in der Herde, denn je imposanter die Hörner, desto bessere Durchsetzungschancen hat man natürlich bei den Rangkämpfen.

Auch als Tischbesteck oder Heuhaufenzerteilungshilfe werden sie gerne benutzt, und das mit außerordentlicher Geschicklichkeit. Außerdem fühlen Rinder mit ihren Hörnern, da diese mit Nervenbahnen durchzogen sind. Durch diese Bahnen dienen sie den Arten in wärmeren Gebieten sogar als praktische Klimaanlage, über die Körperwärme abgegeben werden kann.

Unglaublicherweise helfen sie Rindern sogar bei der Verdauung, da ihre Nasennebenhöhlen bis weit in das Horn hineinreichen. So gehen Verdauungsgase nach jedem Rülpser beim Wiederkäuen bis in die Hornspitzen, wodurch die Schleimhäute der Nebenhöhlen wahrnehmen können, was gerade im Pansen abgeht. Die Kinder unter den Lesern können gerne versuchen, das als Ausrede zu benutzen, wenn es nach dem Essen mal wieder lauter wird.

Auf jeden Fall sollte nun jedem klar sein, was man Rindern antut, wenn man sie hornlos züchtet oder ihnen diese enorm wichtigen Quasi-Gliedmassen in der Kindheit ausbrennt. Das ist und bleibt eine Verstümmelung, vergleichbar mit einer Handamputation beim Menschen.


Das Leiden der Mastkälber

von Admin | 20. Januar 2020 | 10 Kommentare
„Die wenigsten Mastkälber der Rasse Holstein bleiben in Deutschland. Zuletzt kamen die meisten in die Niederlande (2019 rund 500.000), Zehntausende nach Spanien. (..)
Auf den Milchhöfen drängen die Neugeborenen ständig nach. Männliche Tiere sind ohnehin überflüssig, aber auch die Aufzucht der weiblichen rechnet sich oft nicht. In den ersten 2 Jahren bekommt eine Kuh kein Kalb und gibt folglich keine Milch, sie kostet den Bauern nur Geld. Also stoßen viele Landwirte auch ihre mageren weiblichen Kälber ab, für die es noch weniger Geld gibt als für die jungen Bullen. (..)
Erst im Alter von sieben Tagen müssen Kälber eine Ohrmarke bekommen, vorher gibt es sie offiziell nicht. Im Schutz dieser Grauzone helfen manche Tierhalter dem Tod sogar nach. Eine Veterinärin aus Schleswig-Holstein berichtet der ZEIT von 2 toten Kälbern, die sie in einer Tierkörperbeseitungsanlage untersucht habe; die Tiere hätten Bauschaum in den Nasenlöchern gehabt, daran seien sie erstickt.
Tatsächlich müsste man jedes Kalb, das nicht zur Nachzucht gebraucht werde, „rein wirtschaftlich sofort einschläfern“, sagt auch Hans Foldenauer, Sprecher des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter.“

Paulina Update – Mittendrin statt nur dabei

von Admin | 19. Januar 2020 | 11 Kommentare

Paulina ist ein Familienmitglied, das erst seit Ende Dezember auf Butenland lebt. Sie kommt aus einem Milchbetrieb, wo man ihr 4 Kinder gestohlen hat. Die letzte Zwillingsgeburt löste eine Gebärmutterentzündung aus, die zu starken Vernarbungen geführt hat. Aus diesem Grund scheiterten alle weiteren künstlichen Besamungsversuche und ihr drohte die Schlachtung. Diese Barbarei konnte glücklicherweise durch eine Übernahme nach Butenland gecancelt werden.

Mit einer neuen Kuh kommen natürlich auch immer neue Einflüsse auf den Hof. Deshalb staunt Martin am Anfang unseres Tagesvideos nicht schlecht, was für eine interessante Trendfrisur Indira geleckt bekommt. Diese jungen Leute sind schon manchmal echt verrückt. Auch beim Gesichtspeeling geht Paulina neue Wege und arbeitet nicht nur mit der Zunge, sondern reibt die zu bearbeitende Haut auch gründlich mit dem eigenen Gesicht ab. Unnötig zu erwähnen, was das für eine brilliante Taktik ist. Ihr seht ja selbst, wie die Kundin Indira strahlt.

Wenn ein neues Tier in die Herde kommt, ziehen wir Menschen uns immer erst auf einen Beobachtungsposten zurück. Schließlich ist der Kontakt mit den Artgenossen und dem damit verbundenen Vorstellungsgesprächen in Sachen Herdenhierarchie erstmal am wichtigsten für einen guten Start ins KUHle Leben. Beobachtet werden wir sowieso von jedem Neuankömmling, Kunststück, die seltsamen, felllosen Zweibeiner sind ja auch mehr als interessant. Wenn wir dann erstmal akzeptiert sind, nähern wir uns behutsam und checken so, ob überhaupt Kontakt erwünscht ist. Fällt die Antwort so stürmisch positiv aus wie bei Paulina, dann ist das toll, legen die Tiere Wert auf ihre Privatsphäre, ist das aber auch in Ordnung. Schließlich soll hier jeder nach seiner Fasson glücklich werden.

Paulina ist jedenfalls eine sehr aufgeschlossene und freundliche Kuh, die aber auch gleichzeitig souverän ist. So hat sie ihren festen Schlafplatz im tierischen Wohnzimmer direkt in der Mitte gewählt und signalisiert so, dass sie das Motto „Mittendrin statt nur dabei“ auslebt. Was uns selbstverständlich sehr freut, zeigt es doch am besten, wie hervorragend Paulina auf Butenland angekommen ist.


Der 11. Wuffday unseres Security-Chefs

von Admin | 19. Januar 2020 | 9 Kommentare

Heute wird es auf Butenland ganz maritim, denn mit Kuddel Daddel Du hat ein echter Seebär Geburtstag. Trotzdem verzichten wir auf die stilechte Buddel Rum, daraus macht sich das Geburtstagskind nämlich nichts und schwört eher auf eine Extraportion aus dem Leckerchenschrank.
 
Auf dieses Möbelstück konzentriert sich auch die Tagesroutine des Jubilars, denn als waschechter Herdenschutzhund muss man natürlich etwas leidenschaftlich bewachen und höchstens für kurze Fototermine aus den Augen lassen. Und wo steht geschrieben, dass das immer verbindlich ein Hoftor sein muss? Nein, auch wir können Kuddel nur in seiner Auswahl unterstützen, denn so ein Schlemmermaterial-Aufbewahrungsort als Schutzobjekt Nummer Eins zeigt ja nur, dass unser Eisbär vernünftige Prioritäten setzen kann.
 
Ursprünglich stammt der weißer Riese aus Rumänien. Dort saß er tagelang in der Stadt Cluj unbeachtet vor einem Laden, bis ihn das städtische Shelter abholte. Zum Glück wurde seine Tötung aber von dem Verein „Homeless Dogs Romania e. V.“ verhindert, auf dessen Internetseite wir den Schatz dann auch gefunden und vor genau einem Jahr nach Butenland geholt haben.
 
Hier stellten wir direkt seine Probleme in den Beinen und sein schiefes Gangbild fest, die unser Tierarzt als bereits in jungen Jahren beginnende Arthrose in den Kniegelenken der Vorderbeine diagnostizierte. Kuddel muss sein gesamtes Gewicht deshalb beim Aufrichten und Laufen auf die Hinterbeine verlegen. Deswegen bekommt er auch zweimal die Woche Besuch von einer Physiotherapeutin, die rasend schnell zu seiner besten menschlichen Freundin aufgestiegen ist, die er nach jedem Treffen ganz galant zum Hoftor begleitet. Durch diese Behandlung, aber auch durch unsere mit Arthrosemitteln aufgestockte Apotheke, hat sich das Krankheitsbild nicht verschlimmert und Kuddel kann gut damit leben. Seine Ausflüge über den Hof beschränken sich zwar auf kurze Wege, die absolviert er aber regelmäßig. Um ihm den Abstieg von der Treppe zum Haupthaus zu erleichtern, haben wir ihm eine Rampe gebaut, die er auch direkt ganz selbstverständlich angenommen hat und benutzt.
 
Hier https://www.youtube.com/watch?v=lrpR67CJ6Ws&feature=emb_title könnt ihr euch noch ein Video von seinem ersten Tag auf dem Hof anschauen. Allerdings lebt mittlerweile ein komplett neuer Hund bei uns, denn sein Fell wird nun regelmäßig gepflegt, die Flöhe sind längst Geschichte, und da auch kein Müll mehr auf seinem Speiseplan steht, ist er regelrecht aufgeblüht. Wir müssen auch zugeben, dass wir bei seiner Ankunft nicht gedacht hätten, dass wir diesen Geburtstag feiern können. Um so schöner ist es, dass uns Kuddel nicht nur überrascht hat, sondern sogar engagiert demonstriert, dass er noch viel vor hat.
 
Seinen Ehrentag feiert er gebührend mit dem Hofleiter und seiner Assistentin. Beachtet bitte, wie inbrünstig Puschek das Geburtstagslied anheult und wie konzentriert Pippilottchen auf ihren Einsatz wartet, um Kuddel mit einem gekonnten Kanon zu überraschen. Da gibt es wohl von der Epik keine Luft mehr nach oben. Auch wir wünschen dir alles Gute, lieber Kuddel, und wollen jetzt auch gar nicht mehr länger stören, schließlich ist der Leckerchenschrank nun schon seit locker 10 Minuten unbewacht. Diesen Leichtsinn möchten wir natürlich nicht auf die Spitze treiben und entlassen dich deshalb wieder in deinen wichtigen Job.

Abschied von Trude

von Admin | 18. Januar 2020 | 17 Kommentare

„Der Tod ist gewissermassen eine Unmöglichkeit,
die plötzlich zur Wirklichkeit wird.“
(Johann Wolfgang von Goethe)

Wer ein Tieraltersheim führt, der muss zwangsläufig auch mit dem Tod leben. Schließlich hat fast jedes Tier auf Butenland eine schlimme Vorgeschichte und die meisten lieben Seelen kommen im hohen Alter zu uns, da muss man einfach realistisch bleiben, um an dieser Berufung nicht zu zerbrechen. Trotzdem gibt es immer wieder Abschiede, die so unerwartet kommen, dass sie auch uns regelrecht aus der Bahn werfen. So wie unsere Trude, die wir heute zusammen mit unserem Tierarzt erlösen mussten.

Gestern präsentierte sie sich noch topfit und es gab nicht das kleinste Anzeichen auf körperliche Beschwerden. Auch heute morgen ruhte sie in stabiler Bauchlage und wiederkäute. Als sie aber den ganzen Vormittag über nicht aufstand, wurden wir doch misstrauisch und wollten sie deshalb mit einem Extraeimer Wiesenheu locken. Als wir den zusammengestellt hatten und ihn ihr nur wenige Minuten später anbieten wollten, lag sie auf der Seite und war nicht mehr ansprechbar. Sie reagierte auch nicht mehr auf Berührungen, ihre Atmung sowie die Herzgeräusche waren flach und die Schleimhäute blass. Der sofort herbeigerufene Tierarzt konnte nur noch unsere böse Vorahnung bestätigen: Trude würde es nicht mehr schaffen, da auch eine Untertemperatur eingetreten war. So blieb uns nur noch, ihr den letzten Freundschaftsdienst zu erweisen. Die Diagnose des Tierarztes war akute Herzschwäche und ein komplettes Leberversagen.

Die 15jährige Zebukuh Trude war nur ein gutes Jahr eine Butenländerin. Im Oktober 2018 kam sie zusammen mit dem 5jährigen Bo auf unseren Hof. Vorher lebte sie in einem anderen Kuhparadies, das ein verstorbener Freund von uns gegründet hatte, der nach seinem überraschenden Tod seine Lieben zurücklassen musste. Während sich Bo schnell in die Herde integrieren konnte, blieb Trude immer eine Einzelgängerin. Anfangs wurde auch jedes andere Rind herausgefordert, das in der Weidesaison ihren Weg kreuzte, in der Stallsaison hatte sie aber trotzdem ihren Platz im tierischen Wohnzimmer gefunden und präsentierte sich friedlich, auch wenn sie dort ebenfalls wenig Kontakt suchte. Als Ende Dezember unser allerneuestes Familienmitglied Paulina auf den Hof kam, staunten wir nicht schlecht, weil ausgerechnet Trude sofort Kontakt zu ihr suchte und sie direkt am ersten Tag ausgiebig putzte. Tragischerweise wird sich diese Freundschaft aber nie entwickeln können, da das grausame Schicksal andere Pläne hatte.

Wir werden Trude immer in lieber Erinnerung behalten, hat sie doch nur bewiesen, wie unterschiedlich die einzelnen Tiercharaktere sind. Aber egal ob Partyanimal oder Einzelgängerin, Videostar oder lieber im Hintergrund, eine Eigenschaft eint all diese Seelen: Sie sind absolut liebenswert und haben alles Recht der Welt auf ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit. Da machte auch Trude keine Ausnahme, so halten wir uns jetzt an dem Strohhalm fest, dass wir ihr dieses Leben zumindest für ein gutes Jahr schenken konnten.

Für Trude, die immer ihr Ding gemacht hat:
https://www.youtube.com/watch?v=ZFwSjgC8Cr4

„Und ich mach mein Ding, egal was die anderen sagen,
ich geh meinen Weg, ob gerade ob schräg, das ist egal.
Ich mach mein Ding, egal was die anderen labern,
was die Schwachmaten einem so raten, das ist egal:
Ich mach mein Ding!“


Saumässige Entspannung zum Wochenende

von Admin | 17. Januar 2020 | 7 Kommentare

Das Leben als Stuntferkel auf Hof Butenland ist schon sehr anstrengend. Man trägt die riesige Alleinverantwortung für ein hauseigenes Plüschschwein, die Schweineweide muss, egal bei welcher Wetterlage umgegraben werden, die Launen einer Diva müssen souverän ignoriert werden, mehrmals täglich werden aus reiner Großzügigkeit den Menschen körperliche Kraulflächen zur Verfügung gestellt, das Posieren vor der Kamera beherrscht auch niemand so gekonnt, und dann muss man auch noch ständig chillen, damit sich die Kuscheldecke und die Sonne nicht überflüssig fühlen. Gut, dass Frederik so tiefenentspannt ist, sonst könnte das schnell in Streß ausarten.


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