Denn Tiere sind keine Maschinen
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Zeit für das Sandschweinchen

von Admin | 11. Januar 2019 | 6 Kommentare

Das heutige Video über die Schlafgewohnheiten unserer Schweine startet mit zwei Herren, die aus Datenschutzgründen lieber anonym bleiben wollen. Recht haben die beiden, immerhin kursieren diese Beiträge ja im Internet, wo nichts wirklich gelöscht werden kann. Wir respektieren die Aktion deshalb auch, sprechen hier im Text folgerichtig nur von einem Herrn E. und einem Herrn W., und bitten alle LeserInnen darüber hinaus, keine weiteren Fragen zur Identität der zwei mysteriösen Junggesellen zu stellen. Sehr viel offener geht Erna mit ihren Daten um, vielleicht liegt das aber auch an ihrer momentanen Müdigkeit, die sie mit herzhaftem Gähnen zur Schau stellt. Es kann also sein, dass wir diese Videostelle nachträglich schwärzen müssen, falls wir diesbezügliche Ansagen von Ernas Anwalt bekommen. Keine Gefahr besteht da bei der Hofdiva Rosa-Mariechen. Als Promi-Sau, die bereits ihr eigenes Buch geschrieben und unzählige Autogrammkarten ignoriert hat, ist sie selbstverständlich eine Person des öffentlichen Lebens und posiert deshalb schon aus Berufsgründen gerne vor unseren Kameras.


Guten Appetit …

von Admin | 11. Januar 2019 | 9 Kommentare


Willkommen im nächsten Lebensmittelskandal rund um Tierprodukte. Obwohl das irgendwie gar nicht mehr als Skandal wahrgenommen wird, es interessiert auch kaum mehr jemanden. Vielleicht ist so ein Abstumpfungsprozess sogar normal, wenn die Warnungen circa alle 14 Tage durch die Presse gehen. Gerne erinnern wir an dieser Stelle nochmal an die Rückrufaktionen und Ekellaborbefunde, die allein 2018 ihr Stelldichein gegeben haben.

Im Januar ging es los mit Listerien in Hähnchenprodukten und Salmonellen in Teewurst, abgeschlossen wurde der Monat mit einem heftigen Milchskandal aus Frankreich, wo Babymilch-Produkte wegen Salmonellenbelastung aus 83 Ländern zurückgerufen werden mussten. Im Februar wurden C.Coli-Bakterien auf Eiern und Novo-Viren in Austern festgestellt. Im März hatten die Skandale Jahresurlaub, aber schon im April ging es gut erholt weiter mit Kolibakterien in Camembert, Salmonellen in Geflügelsalami, Listerien in Weichkäse, Escheria Coli-Bakterien im Käse und Salmonellen in Eiern. Der Mai wartete mit einem besonders ekelhaften Escherichia Coli-Bakterium in einem Käse auf, weil das Shigatoxin produzierte, damit kann man als Hauptgewinn ein akutes Nierenversagen abräumen. Logisch, dass das gleiche Bakterium ohne diese Bonusproduktion, das im gleichen Monat auf einem anderen Käse festgestellt wurde, spannungstechnisch nicht mithalten konnte, denn das produzierte nur blutige Magen-Darm-Beschwerden und Fieber. Wie langweilig.

Im Juni wurde erneut das Insektizid Fipronil auf Eiern festgestellt, obwohl doch 2017 nach dem großen Fipronil-Skandal versichert wurde, dass so etwas nicht mehr vorkommen wird. Woanders wurden Eier wegen Salmonellen zurückgerufen, das sei aber nur pro forma erwähnt, denn eigentlich ist das ja für dieses „Lebensmittel“ normal. Die Listerien im Corned Beef aus dem gleichen Monat waren da schon origineller. Im Juli herrschte wieder eine Atempause und im August ging es nur mit den Standard-Salmonellen auf Eiern weiter. Wer möchte die Dinger auch ohne diese inzwischen liebgewonnene Leckereien essen? Und weil die Dinger beim Deutschen inzwischen so beliebt sind, hatte der September sie gleich zweimal auf der Karte, einmal im Schnittkäse, einmal in der Mettwurst.

Im Oktober wurden Listerien in Rohmilchkäse dokumentiert, außerdem machte das Streber-Bakterium Escherichia coli wieder von sich reden, weil es diesmal Rohmilchkäse zusätzlich mit Verotoxin, quasi den kleinen Brüdern von Shigatoxin, verfeinert hatte. Und das so erfolgreich, dass im November gleich zwei andere Käsesorten mit diesen Symptomen deutschlandweit zurückgerufen wurden. Der Dezember schloss eher langweilig mit Salmonellen auf Eiern aus Bodenhaltung und Schweinefleisch. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass im November/Dezember auch der Skandal um die an offener, also hochansteckender Tuberkulose erkrankten Schlachthofmitarbeiter von sich reden gemacht hat.

Und das neue Jahr startet also nach gut 10 Tagen mit Campylobacter-Erregern auf Hühnerfleisch. Da kann man wirklich nur guten Appetit wünschen. Vor allem den Leuten, die sich zu keinem veganen Leben trauen, da sie Angst vor Gesundheitsschäden haben. Diese Überlegung ist für Freunde des schwarzen Humors sicher ein Fest.


Happy Muhday, Fiete!

von Admin | 10. Januar 2019 | 8 Kommentare

Auf unserer heutigen Geburtstagsfeier muss für keine Extramusik gesorgt werden, denn mit Fiete wird der musikalischte Ochse auf ganz Butenland 7 Jahre alt. Sicher erinnert ihr euch alle an seine hochprofessionellen Schnurreinlagen, die er auf jedem Kuschelvideo performt. Da würde es uns schon sehr wundern, wenn er nicht auch heute seine Gäste selber unterhält. Die warten bestimmt alle sowieso nur darauf, dass der Meister zum Abschluß der Feier eine Accapella-Version von „I did it MUH-Way“ gen Menge schnurrt.

Sein Start ins Leben war leider nicht so entspannt, denn die ersten 7 Monate musste er ausschließlich in einer dunklen Stallecke verbringen, die zusätzlich durch eine ewig schräg stehende Tür räumlich eingeschränkt wurde. Am Ende des Videos haben wir einen Eindruck von dieser schlimmen Zeit angehängt. Zum Glück konnte er aber im Sommer 2012 zusammen mit der bereits verstorbenen Banana nach Butenland vermittelt werden. Aber wie das so ist, wenn man nichts anderes als Leid kennt, zog sich Fiete auch hier in die dunkelsten Ecken zurück, die er finden konnte. Wir mussten ihn deshalb in den ersten Wochen geduldig immer wieder auf die Weide begleiten, so dass er lernen konnte, dass ihm von Wind, Sonne und Artgenossen keine Gefahr droht, und was für eine leckere Sache dieses grüne Zeug ist, das im Freien so inflationär wächst.

Mittlerweile ist er aber längst in der Herde angekommen und hat auch seine menschliche Familie voll im Griff. Denn die hat er sehr zuverlässig auf seine Signale abgerichtet, mit denen er regelmäßig seine Kuschelrunden einfordert. Mit Indira und Marliessa wurden natürlich auch gleich zwei dieser Profi-Kraulerinnen zur rauschenden Feier eingeladen. Gans Amanda kommt dagegen nur kurz vorbei, um sich die halbe Torte zu klauen, obwohl Fiete das Ding sowieso schon von sich aus gleich zu Anfang des Beitrags großzügig in die Menge geschmissen hat. Über so viel Frechheit kann dann selbst Puschek nur staunen, weswegen er etwas zeitverzögert die arme Anna anmeckert. Friedlicher geben sich Pippilotta und Greta, wahrscheinlich hoffen die beiden aber auch nur auf ein Schnurrsolo des Geburtstagsrinds.


Mattis als Bleistiftzeichnung

von Admin | 10. Januar 2019 | 5 Kommentare
Diese fantastische Zeichnung von unserem Riesenbaby hat die Instagram-Userin la_paddixoxo angefertigt. Nicht nur wir finden sie genial, auch Mattis sollten wir das Kunstwerk ausdrucken, damit er es am nächsten Geburtstag seiner Supermuddi als selbstgemalt schenken kann. Aber das haben wir natürlich abgelehnt, Lügen haben schließlich auch bei 1.200 kg-Babys kurze Beine. Es bleibt also im nächsten August bei einem mit viel Liebe gepflückten Strauß Blumen frisch von der Weide. 😉

Hottehü

von Admin | 9. Januar 2019 | 10 Kommentare

Im heutigen Tagesvideo haben unsere Pferde die Hauptrolle. Da es auf Butenland keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt, haben wir zur Dokumentation auf unsere Drohne zurückgegriffen und beobachten den High-Speed-Club von oben. Leider trotzdem vergeblich, denn auch so haben wir kaum eine Chance gegen diese natürlichen PS-Motoren, so dass die Protagonisten noch immer ständig aus dem Bild rasen. Vielleicht sollten wir mal Puschek mit seinem Hundeporsche zum Knöllchen verteilen rausschicken. Schon allein weil sein Geschoss mit Blaulicht sicher noch imposanter wirkt, und wir unbedingt sehen wollen, wie er mit eigener Kelle die Temposünder herauswinkt. Leicht trotzig beenden wir den Beitrag betont gemütlich, indem wir nochmal einen langen Schwenk über die Weiden bis hin zum Hof einlegen.


Trulla und Tilly

von Admin | 9. Januar 2019 | 7 Kommentare

Auf Butenland wächst gerade wieder zusammen, was zusammen gehört. Im aktuellen Fall trifft das auf Trulla und Tilly zu. Trulla ist ein Hybridhuhn, das von den anderen Hühnern etwas gemobbt wird, die weiße Tilly ist ein ehemaliges Masthuhn, das aufgrund seines Gewichts keine Stange mehr benutzen kann und deshalb in einem kleinen Häuschen schläft. Dort besucht sie Trulla am Abend, legt sich neben sie und die beiden verbringen die Nacht eng aneinander gekuschelt, um die Wärme der besten Freundin zu geniessen.
 
Trulla kommt aus einer Bodenhaltung. Diese Haltungsform dominiert mit fast 65 % diesen Industriezweig. Die Betriebsgrößen reichen inzwischen bis zu 200.000 Tieren, bis zu 6.000 Tiere werden in einer Gruppe und bis zu 9 Hennen auf einem Quadratmeter gehalten. Aus Kostengründen wird meist mit Einstreu gespart, der Gesetzgeber schreibt nur vor, dass lediglich in einem Drittel des Stalls darauf gesetzt werden muss. So wird in vielen Stallbereichen auf Holz- und Plastikgitter zurückgegriffen. Über diesen Gittern befinden sich Sitzstangen und Nester aus Gummi. An dieser Stelle zitieren wir die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnungen vom Bundesjustizministerium wortwörtlich, weil sonst wohl niemand die Zahlen glaubt: „Im Falle von Gruppennestern muss für jeweils höchstens 120 Legehennen eine Nestfläche von mindestens einem Quadratmeter vorhanden sein.“ Die Tiere können in einer Bodenhaltung sogar gestapelt werden, dafür wurden die Volieren erfunden. Bis zu vier dieser Ebenen erlaubt der Gesetzgeber übereinander, wenn irgendwo im Reststall das gesetzliche Drittel eingestreut wurde, kann bei diesen Vorrichtungen komplett auf Draht- und Plastikböden zurückgegriffen werden.
 
Trulla hat von uns einen Hormonchip erhalten, der das Eierlegen unterdrückt. So kann sie ihre gesamte Energie auf ein neues Federkleid konzentrieren, das jetzt auch immer stärker und schöner zurückkommt.
 
Tilly wiegt mittlerweile 5,5 kg, Trulla im Vergleich 1,8 kg. Als Masthuhn wurde ihr das Sättigungsgefühl weggezüchtet, so haben auch wir keine Möglichkeit, dieses immer hungrige Huhn auf eine Diät zu setzen. Die knallharte Auswahl lautet da: Entweder hungert Tilly in Gefangenschaft oder sie führt ein freies und selbstbestimmtes Leben, in dem sie ohne Sättigungsgefühl ständig isst. Wir haben uns für die zweite Möglichkeit entschieden und fast wie durch ein Wunder ist Tilly mittlerweile fast 1 1/2 Jahre alt geworden. Das ist ein sehr hohes Alter für ein Masthuhn, in der Industrie werden diese Tiere höchstens 42 Tage alt, befreite VertreterInnen erreichen selten ihren ersten Geburtstag.
 
Das ist auch logisch, denn durch das absurd erhöhte Gewicht kommt es natürlich zu Herz-Kreislauf-Problemen. Die zwei Haupttodesursachen bei diesen Lebewesen sind dementsprechend auch der plötzliche Herztod und die Bauchwassersucht. Letztere entsteht, weil das Huhn durch das enorm erhöhte Wachstum einen größeren Sauerstoffbedarf hat. Dadurch wird mehr Blut in die Muskulatur gepumpt, was zu einer Überlastung des Herzens und im weiteren Verlauf zu Leberstauungen und Ansammlung von Wasser in der Bauchhöhle führt.
 
Das gesamte Skelett des Opfers ist natürlich auch irgendwann nicht mehr in der Lage, die Muskelmassen zu tragen. So kommt es auch immer wieder zu Schäden an der Wirbelsäule und an den Beinen. Die meisten Tiere können sich am Ende der Mast gar nicht mehr fortbewegen, und auch wir werden Tilly sehr genau im Auge behalten,damit sie niemals unnötig leidet. Momentan verfolgt sie das Geschehen noch absolut aufmerksam und bewegt sich selbstständig, wenn auch öfter etwas unkoordiniert und längst nicht mehr mit der Geschwindigkeit ihrer Anfangszeit auf Butenland.

Stallrunde bei Sturm

von Admin | 8. Januar 2019 | 4 Kommentare

Heute gibt es eine sehr kuschelige Runde durch den Offenstall, denn durch den Sturm sind praktisch alle Plätze ausverkauft und die Rinderfamilie verteilt sich geschlossen über die drei Wohnzimmer. Puschek führt wie immer Regie, während Karin das Ganze moderiert und euch die ProtaMUHnisten vorstellt. Wir wünschen viel Spaß. 🙂


Die Ruhe vor dem Sturm

von Admin | 8. Januar 2019 | 13 Kommentare


Puschek hat heute keine Zeit, umständlich ein Taschentuch aus dem Handschuhfach seines Hundeporsches zu kramen, deshalb wird die Nase mit der körperinternen Alternative geputzt. Der Wetterbericht hat uns Sturmböen bis zu 100 km/h angekündigt, außerdem wurde eine Sturmflutwarnung ausgegeben. Gerade hätte der Graf auch fast schon überprüft, ob über den Wolken die Freiheit wirklich grenzenlos ist, als ihn eine Windboe traf und beinahe Richtung Deich getrieben hätte. Zu allem Unglück fanden die Menschen das Ganze auch noch niedlich, weil dadurch sein Fell aufgeplustert wurde und er so endgültig die „Oh, wie süß!!!“-Skala gesprengt hat. So etwas kann ein eher autoritärer Hofleiter wie unser Pekinese natürlich nicht gebrauchen, da geht sämtlicher Respekt der Angestellten flöten. Also macht er jetzt schnell seine Rinderzähl-Runde und koordiniert alles weitere vom windstillen Zuhause aus. Je eher er da ist, umso besser, also werden Dinge wie Näschen putzen während des Dauerlaufs absolviert.


Stalking Gans

von Admin | 7. Januar 2019 | 6 Kommentare

Janne hatte heute einen harten Tag. Erst gab es den üblichen Streß mit Amanda, denn diese Gans lebt nicht nur ihre Liebe zu Lillja sehr deutlich aus, auch aus ihrer leichten Antipathie gegenüber der jüngsten Kuh auf dem Hof macht sie keinen Hehl. Und darüberhinaus nutzt die gefiederte Aggressorin auch noch geschickt die Umgebung aus und wird deshalb gerne mal quasi unsichtbar in raffinierten Verstecken hinter einem Stallpfosten. Gegen so einen Gänse-Ninja kann man praktisch nur verlieren, also fordert Janne lieber spontan Trude zu einem kurzen Fechtduell heraus. Aber auch das ging mit wehenden Fahnen verloren. An manchen Tagen sollte man wahrscheinlich gar nicht erst aus dem Heubett steigen.


Das Traurige und das Schöne

von Admin | 7. Januar 2019 | 10 Kommentare


„Es gibt viel Trauriges in der Welt und viel Schönes. Manchmal scheint das Traurige mehr Gewalt zu haben, als man ertragen kann, dann stärkt sich indessen leise das Schöne und berührt wieder unsere Seele.“

Hugo von Hofmannsthal

Foto: Mattis, der ausnutzt, dass Dina gerade mit den KUHlen Tanten den neuesten Hofklatsch austauscht und deshalb abgelenkt ist. Da kann man dann auch mal schnell Karin drücken, ohne dass die Erde bebt, weil Supermuddi im gestreckten Galopp angerauscht kommt.


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