Tango & Frederik
von Admin | 10. April 2026 | noch kein KommentarDie Behauptung, dass auf diesem Foto Tangos Schutzengel zu sehen ist, dürfte etwas zu hoch anmuten. Aber Frederik zeigt durchaus Interesse am Treiben jenseits seines Reviers und es gibt auch durchaus regen Schnüffelkontakt zwischen Minischweinwald und Maxischweinweide. Eigentlich ist es ja auch selbstverständlich, dass eine gute Nacharschaft existiert, wenn diese ausschließlich mit sympathischen Charakteren besiedelt ist.
Manuela
von Admin | 9. April 2026 | ein KommentarHeute hatte unsere älteste Rinderdame Manuela einen Termin beim Tierarzt. Sie ist in letzter Zeit nicht so gut drauf, steht viel alleine und baut auch körperlich etwas ab. Das ist mit 20 Jahren nicht ungewöhnlich, doch zusätzlich haben wir vor wenigen Tagen eine Verdickung an ihrer Flanke bemerkt, die vorher nicht da war. Unsere Oma hat einige Fettgeschwulste an ihrem Körper, die alle harmlos sind, sowieso ist ihr Körperbau durch ihre Vergangenheit als Versuchskuh etwas anders als bei anderen Rindern. Ihr wurde ein großes Loch in den Bauch geschnitten, damit per Hand täglich Panseninhalt entnommen werden kann, dementsprechend groß ist die Narbe, die bei Schließen dieser Öffnung entstanden ist. An der Stelle haben sich Verwachsungen gebildet, die sich nachteilig auf verschiedene Körperfunktionen auswirken können.
Heute wurde ihr Blut entnommen, nun warten wir auf die Ergebnisse. Die Verdickung haben wir natürlich weiterhin im Blick. Ihr Herz und die Lunge sind zum Glück unauffällig und auch die Pansenfunktion ist normal. Sie isst mit gutem Appetit und hat definitiv noch einiges vor im Leben. Jetzt steht sie erstmal bei Tom und Eira, wovon sie nicht allzu begeistert ist, da sie in die große Herde möchte. Wir wollen aber sicher gehen, dass sie genug isst und trinkt. Das kann nur unter Beobachtung funktionieren, da sie mittlerweile leider zu den schwächeren und rangniederen Tieren in der Hierarchie gehört.
Hope & Quaki
von Admin | 9. April 2026 | ein KommentarAch du Schreck, Quaki hat vergessen, das Badewasser von Hope auf angenehme Temperaturen einzupinkeln. Das war jetzt aber mal ein eiskalter Schock für den Butenländer Polizeipräsidenten. Und das auch noch, wo er im Moment doch krankgeschrieben ist. Mannomann, Quaki, wie konnte das denn passieren? Jetzt aber ganz schnell mit in die Wanne, Bürzel tief eingetaucht und die Antarktissuppe mit Eigenurin auf mindestens 2 Grad wärmer stellen. Was Hope jetzt gar nicht gebrauchen kann, ist zusätzlich eine Daunenunterkühlung am Allerwertesten.
Moritz
von Admin | 8. April 2026 | 2 KommentareMoritz wird heute 3 Jahre alt. Auf dem Hof ist das Arbeitspensum noch immer bei Unterkante Oberlippe, trotzdem muss diesmal niemand auf einen Text von Jacky, die menschliche Ziehmama vom Jubilar, verzichten. Wir wiederholen einfach den Text, den sie zum ersten Geburtstag verfasst hat, denn der ist noch immer topaktuell:
„Mo,
dein Start ins Leben war wirklich nicht sehr einfach. Dein Glück war einfach nur, dass du im selben Zeitraum wie Max geboren wurdest und seine Mama Wilma zu viel Milch gegeben hat für ein Kalb. Sie war jahrelang eine Hochleistungskuh, durfte letztes Jahr aber zur sogenannten „Mutterkuh“ werden und ihr Kalb für eine Weile behalten.
Also wurdest du aus einem anderen Milchbetrieb frisch geboren hergeholt und einer fremden Mama untergejubelt. Wilma fand das gar nicht lustig, hat dich weggestoßen und wollte sich nur um ihr eigenes Kalb kümmern. Zusätzlich warst du durch den ganzen Stress nicht sehr fit, wirktest teilweise apathisch.
Du wurdest deiner leiblichen Mama weggenommen und dann auch noch von Wilma abgelehnt. Trotzdem hattest du von Anfang an großen Lebenswillen und hast das Beste aus der Situation gemacht. Später auf der Weide hast du dann eine andere Mutterkuh gefunden, die sich gerne um dich gekümmert hat.
Nach ca. 6 Monaten wäre deine Reise zusammen mit Max normalerweise in die Mastanlage gegangen, um dann spätestens ein Jahr später getötet zu werden. Niemals hätte ich das ertragen. Du bist so ein freundlicher kleiner Ochse, der gerne alles abschleckt und auch zerkauen will, von Reißverschlüssen bis Handschuhe war schon einiges dabei.
Dein Anfang auf dieser Welt war schwer, doch jetzt bist du im Rinderparadies angekommen. Bleib so freundlich und lebensfroh wie du bist, die menschlichen Butenländer haben dich ganz ganz fest ins Herz geschlossen.
Männlich geborene Kälber sind sogenannte Abfallprodukte, weil sie für die Milchindustrie keinen Nutzen haben. Deswegen kommen die Kleinen unfassbare zwei Wochen nach ihrer Geburt in Anlagen, in denen sie einfach nur gemästet werden und viele dann im Alter von nur acht Monaten geschlachtet werden. Spätestens aber mit eineinhalb Jahren ist die Reise für die kleinen wundervollen Wesen auf dieser Erde vorbei.
Wir brauchen keine Tiere essen, die Nährstoffe in ihren Körpern kommen aus den Pflanzen, die sie essen.
Also lasst uns doch dafür entscheiden, direkt pflanzlich zu essen, und Lebewesen mit dem selben Herzschlag wie wir einfach in Ruhe zu lassen.“
Berta
von Admin | 8. April 2026 | noch kein KommentarBerta macht es richtig und nutzt die noch recht zaghafte Frühlingssonne aus. Der fehlt nämlich noch die Kraft, sodass man noch mit dem Schlamm auf der Haut sparen kann. Sobald die Temperaturen sommerlich werden, ist Berta natürlich super vernünftig, da wird grundsätzlich nichts unter Sonnenschutzlehmfaktor 150 gewählt. Viele Körperstellen werden von Frederik sogar doppelt eingesaut. Aber im Moment kann man sich noch ganz sorglos darauf vorbereiten, dass die Haut zur anstehenden Suhlensaison ein kräftigeres Altrosa bekommt, die perfekte PIGini-Figur hat Berta ja sowieso nie verloren.
Clara
von Admin | 7. April 2026 | 3 KommentareClara wird heute 4 Jahre alt. Sie gehört zu den vier Rindern, die unsere Jacky gerettet hat. Als sie ihrem Nachbarbauern erfolgreich Wolke abschwatzen konnte, gehörte zu diesem Deal auch die erste Kuh, die nach Wolke geboren wird, damit niemand alleine stehen muss. So blieb auch Clara von weiterer Ausbeutung verschont und durfte mit ihrer besten Freundin Wolke zusammenziehen. Natürlich galt das ebenfalls für die Übernahme durch Butenland, so trifft man die beiden auch auf unserem Hof fast nur im Doppelpack an. Im Gegensatz zu Wolke ist Clara sehr verträumt, introvertiert und ganz in ihrer eigenen Welt vertieft. Und seit dem Winter 2023 fest auf Butenland und in einem sorgenfreien Leben verankert. Happy, happy Birthday, Clara, wir haben dich genauso lieb, wie Wolke es tut, sprich da gibt es keinerlei Steigerung mehr.
Zur heutigen Geburtstagsfeier gibt es nur ein Bild, deshalb braucht der Autor mal die Hilfe aus der KUHmmunity. Jacky hat nämlich ein schlechtes Gewissen, weil sie für Clara und auch morgen für Moritz keinen Text verfassen kann, da sie momentan in Arbeit ertrinkt. Das macht sie für ihr Quartett sonst immer. An dieser Stelle wäre es deshalb sehr nett, wenn Leute von außerhalb ihr und auch dem restlichen Hofteam kurz mitteilen, was sie für einen Bombenjob auf dem Hof machen. Und dass es sehr viel wichtiger ist, die Tiere perfekt zu versorgen, als irgendwelche Wasserstandsmeldungen für die Öffentlichkeit vorzubereiten. Es ist echt unglaublich, was das Team vor Ort in dieser ewig langen und mit Ausfällen gespickten Stallsaison für ein Pensum abgerissen hat, man könnte thematisch angebracht sagen, dass diese Arbeitsansprüche eigentlich auf keine Kuhhaut gehen. Dem Zeilenschmied im Sauerländer Home-Office glaubt das irgendwie niemand, also hängt ihr bitte mal entsprechende Notizen an eure Glückwünsche für Clara dran.
Wie geht es Hope?
von Admin | 7. April 2026 | noch kein KommentarVorgestern war es wieder wund und Saskia konnte das sehr gut im Wasserbad behandeln, natürlich unter strengem Blick von Quaki, der seinem Freund nicht von der Seite weicht. Das gleiche Prozedere gab es gestern nochmal und aufgrund der Reizung wird der Polizeiganter auch mit einer Salbe behandelt. Das Wasserbad fand Hopi super und hat es direkt für seine Gefiederpflege genutzt. Heute darf er wahrscheinlich im Laufe des Tages auch endlich wieder raus, je nachdem, wie die Reizung aussieht. Allerdings erstmal in einen abgetrennten Bereich, was ihm aber egal sein wird, solange nur Quaki mitreist.
Leo
von Admin | 6. April 2026 | 2 KommentareMan muss es einfach zugeben, dass Leo ein echt hübscher Kerl ist. Zusätzlich verschärft wird das Ganze, weil er nichts dafür tun muss, außer sich zu zeigen. Okay, hin und wieder ein Staubbad ist auch nicht verkehrt. Aber spätestens danach kommt jeder zu dieser Erkenntnis. Trotzdem sollte da niemand neidisch werden, wieso auch, wenn man stattdessen einfach bewundern kann? #hofbutenland #lebenshof #pfau #schönheit #farbenpracht
Führungen
von Admin | 6. April 2026 | noch kein KommentarEs kommen verstärkt Fragen in der Leserschaft auf, wann denn endlich die Weidesaison losgeht. Wie in jedem Jahr wird diese Eröffnung auch 2026 wieder ein paar Wochen nach hinten verlegt, intern rechnen wir gerade mit Mitte Mai. Als der Autor 2017 auf Butenland angefangen hat, durfte er ab Anfang März Besuchergruppen einladen, weil in der Zeit bereits der Startschuss für die große Freiheit gefallen war. Der hat sich dann immer weiter nach hinten verzögert, sodass es dieses Jahr wohl tatsächlich über 2 Monate später losgeht.
Das lässt sich leider nicht verhindern oder ändern, denn wenn wir die Weiden im durchgeregneten Zustand oder sogar direkt nach Frost freigeben, könnten die nachhaltig zerstört werden, wenn über 40 Rinder darüber toben. Eines der Hauptthemen auf dem Hof ist aktuell sogar, ob wir Weiden absperren und nur noch teilweise freigeben. Das würde die freie Wahl der Rinder zwar einschränken, gleichzeitig hätten die Wiesen aber das ganze Jahr über Erholung, wenn die Flächen abwechselnd alle paar Wochen mal eine Trampelpause bekommen.
Die Führungen, die von Mitte April bis Mitte Mai schon gebucht sind, werden wir natürlich trotzdem vornehmen. Sehr wahrscheinlich werden sie aber sehr viel kürzer als normal ausfallen, da wir einfach keine Gruppen durch die Ställe schleusen möchten, wenn diese noch mit den Rindern voll belegt sind. Das ist zum einen unbehaglich für unsere Tiere, da diese in den Ställen bei Bedarf nicht so gut ausweichen können. Zum anderen ist es aber auch gefährlich für die Menschen, weil wir uns gar nicht vorstellen möchten, was passiert, wenn eines dieser Herden- und Fluchttiere brünstig ist oder mit einem fremden Geruch nicht zurechtkommt.
Wer eine Führung in dem genannten Zeitfenster schon bestätigt bekommen hat, der oder die könnte uns auch einen großen Gefallen tun und den Termin auf einen Samstag ab Juli legen. Was durchaus auch Vorteile für die Besucher:innen hätte, weil dort dann garantiert die gewohnte XXL-Führung über 90+ Minuten anstehen würde. Die Leute, die nicht wechseln können, sind uns aber natürlich auch herzlich willkommen, nur wird das dann wohl ein kürzerer Rundgang mit Schwerpunkt auf den Schweinen, den Pferden und dem Stallvorplatz sein. Da hoffen wir auf entsprechendes Verständnis. Unsere Priorität haben eben immer die Tiere, wir gehen davon aus, dass das auch im Sinne aller Unterstützer:innen ist.
Ostern
von Admin | 5. April 2026 | ein KommentarEgal, wo das Ei herkommt, egal unter welchen Haltungsbedingungen – für den kleinen Hühnerkörper ist das ständige Eierlegen eine Qual. Ursprünglich legen Hühner 20 – 30 Eier pro Jahr, in der industriellen Tierhaltung sind es jährlich über 300, bedingt durch die grausame Züchtung.
Hühner können über 10 Jahre alt werden, unsere Lilly ist sogar erst mit 12 Jahren von uns gegangen. In den Ausbeutungsstätten leben diese intelligenten Tiere dagegen höchstens 1 1/2 Jahre, ein Sinken der Legeleistung bedeutet immer ein Todesurteil, weil sie dann als wirtschaftlich nicht mehr rentabel gelten. Auch unsere geretteten Hühner sterben häufig schon mit 2 – 4 Jahren, da ihr Körper einfach viel zu stark gefordert wurde und keine andere Möglichkeit hat als aufzugeben. Unvergessen ist auch unsere Tilly, der wir nur noch über Monate beim Sterben zusehen konnten, da man ihr das Sättigungsgefühl weggezüchtet hat und sie ständig Appetit verspürte.
Bei all dieser Folter übersehen wir das Grundlegende: Es handelt sich hier um fühlende, wundervolle, neugierige, lebensfrohe Lebewesen. Keine Maschinen und keine Produkte. Jeder weiß das, aber die meisten Menschen verdrängen es. Tut das bitte nicht und ernährt euch tierfreundlich. Das ist heutzutage überhaupt nicht mehr schwer. Seid mitfühlend. Seid respektvoll. Seid Menschen, eins der wenigen Säugetiere, das über seine Taten reflektieren kann und nicht nur nach Instinkt handelt. Wir wünschen alle Leuten frohe Ostern, hoffentlich unter der Erkenntnis, dass man solche Feiertage und überhaupt das eigene Leben nicht durch das Leid von Anderen aufbauen muss.
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