Denn Tiere sind keine Maschinen

Herzlich Willkommen

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

wir begrüßen Sie auf der Seite der Tierschutzstiftung Hof Butenland und des Pilotprojekts Kuhaltersheim. Sollten Sie uns noch nicht kennen, fragen Sie sich jetzt vielleicht: „Ein Kuhaltersheim, was soll das denn sein?“ Die Antwort ist, dass es heute mehr denn je von Bedeutung ist, den Tieren Beachtung zu schenken, deren Leiden von der Gesellschaft nicht gesehen, deren Schreie nicht gehört und deren physische und psychische Bedürfnisse ignoriert werden. Kühe sind Individuen wie wir Menschen auch, sie besitzen ein breites Spektrum an Emotionen und Verhaltensweisen, die wir, wenn wir sie in Freiheit erleben und aufmerksam beobachten, durchaus deuten und nachvollziehen können. Denn sie sind uns, von der körperlichen Größe und der Anzahl der Mägen abgesehen, gar nicht so unähnlich: Kühe bilden in der Herde feste soziale Strukturen, Kühe lieben ihre Kinder, Kühe pflegen Freundschaften, Kühe helfen einander, Kühe sind einfühlsame, intelligente, liebevolle Wesen. Manche von ihnen sind zurückhaltend, andere frech, forsch und neugierig, manche schätzen das Zusammensein mit vielen Artgenossen, andere bleiben lieber etwas für sich. Keine ist wie die andere, auch wenn wir das bisweilen vergessen oder verdrängen angesichts der über vier Millionen Milchkühe, die allein in Deutschland gehalten und ausgebeutet werden.

Mit dem Kuhaltersheim Hof Butenland haben wir einen Ort geschaffen, an dem die Kategorien Milchkuh, Mastkalb oder auch Versuchskuh durchbrochen werden und den Tieren das zurückgegeben wird, was ihr kostbarstes Gut ist: ihr Leben und ihre Freiheit. Denn die Orte, von denen sie stammen, haben kaum etwas mit Leben geschweige denn mit Freiheit und Frei-Sein zu tun.

Hof Butenland steht für die Neue Kuhltur und damit für eine neue Mensch-Tier-Beziehung, für ein Verhältnis zum nichtmenschlichen Tier auf Augenhöhe, das von Respekt und Empathie geprägt ist. Freilich müssen wir nicht jedes Tier lieben, um sein Leben wertzuschätzen, aber wir müssen sein Recht auf Leben respektieren und dürfen uns nicht von egoistischen Motiven leiten lassen. Das fängt bei der Nahrungsmittelproduktion und -konsumption an, führt über qualvolle und unsinnige Tierversuche bis hin zu Bekleidung, Unterhaltung (Zoo, Zirkus) und falsch verstandener Liebe, wenn Tiere als Kind- oder Partnerersatz missbraucht werden.

Tiere sind keine Maschinen, sie sind nicht für die Befriedigung unserer Bedürfnisse auf dieser Welt, und sie gehören uns nicht. Wir treten daher für einen Lebensstil ein, der sich ethischer Veganismus nennt. Er geht über die Ernährung hinaus und umfasst alle Aspekte des Lebens und des menschlichen und tierlichen Miteinanders. Nur wenn wir andere Tiere als Individuen betrachten und respektieren, können wir wirklich erfahren, wer sie sind. Auf Hof Butenland leben inzwischen rund hundert Tiere unterschiedlicher Spezies, die meisten davon ehemalige Nutztiere, die dem Schlachter, dem Hunger- oder Kältetod oder der Verwahrlosung entkommen sind und nun bei uns ein so weit möglich freies und selbstbestimmtes Leben führen können. Auf den folgenden Seiten können Sie unsere Tiere, das Team von Hof Butenland und unsere Arbeit näher kennenlernen. Sollten Sie Fragen haben, werfen Sie einen Blick in unser FAQ oder, sollten Sie dort keine passende Antwort finden, schreiben Sie uns eine Nachricht. Da die Stiftungsarbeit – sprich: der Unterhalt für die Tiere – jeden Monat Geld kostet, freuen wir uns über Patenschaften und Spenden. Sollten Sie hierzu Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an.

Get some information in English about Hof Butenland – the retirement home for cows – here.

von Mira