Denn Tiere sind keine Maschinen
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Kleine Tag- und Nachtmusik

von Admin | 22. Mai 2019 | 2 Kommentare

Da wir immer um das Wohlergehen der Leser besorgt sind, bieten wir euch nach dem sehr diskussionslastigen Tagesfoto als Video eine wahre Entspannungsoase an. Dabei bitten wir die Bildprobleme ab Minute 0:32 zu entschuldigen. Die Nachtschicht der hochbegabten Künstler hat echt scharfe Anwälte, da sind wir auf Nummer Sicher gegangen und haben das Konzert geschickt anonymisiert. Dem Chill-Out-Effekt sollte das aber keinen Abbruch tun.

Damit der Butenländer Bildungsauftrag aber nicht buchstäblich ins Wasser fällt, gibt es auch noch ein paar Informationen zu den Ausnahmekünstlern: Die feuchten Bühnen werden besonders während der Paarungszeit gerne gewechselt. Dort betätigen sich nur die Männchen als Musiker und bilden dabei riesige Orchester in einem Gewässer oder an größeren Weihern, die offiziell als Rufgemeinschaften bezeichnet werden. Das laute Quaken lockt derweil weitere Männchen an. Sobald ein Weibchen auftaucht, wird es belästungstechnisch etwas kritisch, denn die Dame wird sofort vom Herren gepackt. Als Verteidigung kann man allerdings einräumen, dass nur paarungsbereite Fröschinnen von den Rufen angelockt werden. Sollten zu wenig Frosch-Chicas Lust auf einen One-Night-Platsch haben, brechen regelrechte Tümpelschlägereien zwischen den Herren aus. Direkt nach der Paarung entfernt sich das Weibchen wieder von dem Männchen, hinterlässt nicht mal Nachrichten auf seinem Handy und egalisiert somit die etwas plumpe Beischlafeinladung. Um den liebeslustigen Männchen aus dem Weg zu gehen, wandern die nicht paarungsbereiten Weibchen in ein ruhigeres Gewässer ab oder verhalten sich still in einer versteckten Ecke des Rufgewässers. Das klappt so super, dass in Froschgesellschaften Anwälte des Belästigungsstrafrechts nicht mal bekannt sind.

Bei den ersten Temperaturen über 20°C beginnen die Quakkonzert. Erst noch verhalten und nur selten, bei längerer oder grösserer Wärme wird das Gequake lauter und häufiger, und der eine oder andere Hasennachbar klopft schon mal mit dem Besen an seine Höhlendecke. Bei grösseren Rufgemeinschaften kann das Quakkonzert den ganzen Tag über ununterbrochen andauern, hierzu können Zusatzinformationen aus der Menschenwelt unter den Suchbegriffen „Wacken Open Air“, „Rock am Ring“ oder „Rock im Park“ ergoogelt werden. Die typischen sommerlichen Froschkonzerte stammen vorwiegend von den Grünfroscharten. Die Stimme erzeugen die Grünfrösche, indem sie Luft in ihre zwei seitlichen Schallblasen einpressen. Diese dienen als Resonanzkörper und verstärken so ihre Stimme. Das Quaken des Teichfroschs ist ein Stück lauter als das des kleinen Wasserfroschs.

Bald nachdem das Froschkonzert begonnen hat, beginnt die Paarungszeit. Sie erstreckt sich von Ende April bis in den Juni hinein. Dabei legen die Grünfrösche mehrere kleine Ballen (je rund 500 Eier), die sie an Wasserpflanzen anheften. Die Kaulquappen entwickeln sich binnen 2 – 3 Monaten zu Jungfröschen heran. Die Entwicklungszeit ist stark von der Witterung abhängig und wird mit tieferen Temperaturen verlängert. Einzelne Kaulquappen können auch im Wasser überwintern und verwandeln sich erst im folgenden Frühjahr zu landlebenden Tieren.

Trefft die Opfer

von Admin | 22. Mai 2019 | 5 Kommentare
In den Niederlanden besetzten neulich Aktivisten der Tierrechtsgruppe „Meat the victims“ eine Schweinezuchtanlage, indem sie direkt die Gänge mit ihren Körpern blockierten. Und das mit beachtlichem Erfolg, denn selbst in Nachbarländern wie hier in Deutschland überschlugen sich die Medien mit Berichterstattungen. Natürlich liessen es sich auch die Bauern nicht nehmen, ihren katastrophalen Ruf in der Gesellschaft zu unterstreichen, indem sie einen Extra-Grillevent direkt vor der Anlage veranstalteten und die Autos der Aktivisten durch Randale zerstörten. Und selbst heute, Tage nach diesem Vorfall, wird dieser Menschenschlag nicht müde, die Bevölkerung gegen sich aufzubringen, das ist schon echt faszinierend. Wir wollen stellvertretend nur dieses Video hier https://www.facebook.com/watch/?v=2700740823270717 kommentieren, denn das fasst die kläglichen Versuche dieser Tierquäler sehr schön zusammen.
 
Da sitzt also ein Bauer in seiner Schweinezuchtanlage und hat sich so gut vorbereitet, dass er nicht mal mehr den Namen der Tierrechtsgruppe weiß, über die er sich lustig machen will. Da helfen wir gerne, denn diese Leute haben sich nicht wie von ihm vermutet nach „Irgendwas mit Veganismus“ benannt, sondern heißen „Meat the victims“, also ein Wortspiel aus „Trefft euer Fleisch“ und „Trefft die Opfer“. Vielleicht hat die Rechercheschwäche des Typen auch etwas damit zu tun, dass der Name erstens sehr schön zusammenfasst, um was es bei solchen Aktionen geht, und zweitens darin auch noch das Wort „Opfer“ vorkommt, ein Begriff, den jeder industrielle Tierquäler meidet wie der Teufel das Weihwasser.
 
Dann wagt es der Kerl tatsächlich darüber zu schwadronieren, dass die Aktivisten die Tiere angeblich in massive Gefahr gebracht haben, weil sie keine Schutzkleidung getragen haben. Das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen: Der Täter, der regelmäßig seine Opfer abschlachtet, faselt etwas von Gefahr, nur weil er die Todeskandidaten womöglich 10 Tage vor ihrem geplanten Hinrichtungstermin vergasen muss. Das Ganze wegen einer Schutzverordnung, die für diese sterilen Höllen mal ausgegeben wurde, weil die Betreiber die Tiere dort stapeln und jeder Erreger sich deshalb schnell verbreiten kann. Natürlich wird sich auch darüber ausgeschwiegen, dass bei solchen Keulungsaktionen überwiegend kerngesunde Tiere getötet werden, weil Einzeluntersuchungen echt ins Geld gehen und beim Thema Zaster jede „Tierliebe“ dieser Menschen endet. Perverser geht es wohl kaum.
 
Danach labert er etwas davon, dass die Tiere es angeblich überhaupt nicht gerne haben, wenn man sie besucht, weil sie das nicht kennen und so Unruhe entsteht. Weil er anscheinend so sehr um seine Gefangenen besorgt ist, können wir ihm hier versichern, dass es die Tiere bestimmt ebenfalls nicht schätzen, dass man sie umbringt, weil jemand ihren toten Körper lecker findet. Vielleicht sollte man dort mal ansetzen, wenn es einem wirklich ums Tierwohl geht. Garantiert werden die Tiere bei einer eigenen Auswahlmöglichkeit auch jeden Besuch dem Tod im Kindesalter vorziehen.
 
Dass der Mann nichts begriffen hat, sieht man auch sehr deutlich daran, dass er immer wieder stolz durch seine Anlage zoomt und die als „Schöner Wohnen“-Luxusmodell verkaufen will. So etwas geht dann sogar bei Fleischessern in die Hose, denn es hat schon seinen Grund, warum Bauern jahrzehntelang im Anonymen gearbeitet haben und jedes Bild aus einem Tierbetrieb verpönt war. Da kann die Anlage noch so sauber sein, einen Sauenstand kann trotzdem niemand als Wohlfühloase vermitteln. Das funktioniert auch nicht, wenn man ihn öffnet, der Sau jede Fluchtmöglichkeit verstellt und dann darüber referiert, dass die Person überhaupt nicht fliehen möchte. Es will auch niemand hören, dass man demnächst vielleicht womöglich mal gucken kann schon sein etwas verbessern möchte, wenn man vorher in einem Nebensatz selber zugibt, dass die arme Mutter 4 Wochen in ein und derselben Position fixiert wurde.
 
Alles in allem wird aber klar, wie wichtig solche Solidaritätsaktionen mit den Tieren sind. Nicht zuletzt, weil danach Bauern an die Öffentlichkeit gehen und Bilder aus ihrem Stall präsentieren. Da kann man dann verbindlich davon ausgehen, dass diese Selfmade-Reportagen immer nur den Tierrechtlern helfen, einfach weil Bauern gegenüber Tieren komplett abgestumpft sind und deshalb auch das größte Horrorszenario sehr stolz als sauber, profitabel und traditionell darstellen und es so verteidigen werden. Und das kommt halt beim Hauptteil der Bevölkerung eher schlecht an und ist somit die beste Aufklärung, die wir uns wünschen können.
 
Ein renommierter holländischer Rechtsanwalt hat übrigens mittlerweile die von „Meat the victims“ veröffentlichten Bilder gesehen und spontan seinen Rechtsbeistand zugesagt. Das hat er mit einem sehr schönen Satz, denn wir als Schlußfazit setzen wollen, erklärt: „Die Sklaverei war auch mal legal, das hat sie deshalb moralisch nicht gerechtfertigt.“ Mehr gibt es zum Thema eigentlich auch nicht zu sagen.

 



Abschied von Lola

von Admin | 21. Mai 2019 | 21 Kommentare

„Die Erinnerungen und die Liebe, die ich zurücklasse,
sind für euch zum Behalten.
Ich habe Ruhe gefunden,
mein Gesicht der Sonne zugedreht und schlafe jetzt.“
Alan Curtis

Gestern abend wurde Lola mit unserem Einverständnis in der Rinderklinik der Uni Hannover erlöst. Dorthin mussten wir sie am Sonntag bringen, nachdem sie sich von der Herde absonderte und am Sonntag Morgen eine große Schwellung im Bauchbereich zeigte. Die erste Diagnose von unserer Tierärztin vor Ort waren Pansenprobleme, verbunden mit weiteren ernsthaften Beschwerden, die vor Ort auf Butenland nicht behandelbar waren. Die Ärzte in der Uni diagnostizierten eine Bauchfellentzündung und stellten dabei 60 Liter Fremdflüssigkeit in ihrem Bauchraum fest. Ursächlich hierfür kann eine Leberzirrhose, aber auch eine Thrombose sein. Beide Erkrankungen sind beim Rind nicht therapierbar. Die Ärzte vor Ort haben immer in Absprache mit uns alles Menschenmögliche versucht, leider stand aber irgendwann nur noch die Erlösung im Raum, der wir schweren Herzens zustimmten, um Lola weiteres Leid zu ersparen.

Die 11jährige Lola war seit dem Januar 2015 eine Butenländerin. Davor wurden ihr in einem Milchbetrieb drei Kinder geraubt, die letzten beiden Kälber waren Totgeburten, so dass für sie der Weg zum Schlachter vorprogrammiert war. Hier auf dem Hof hat sich Lola in Rekordgeschwindigkeit eingelebt und lief schon nach wenigen Tagen ganz selbstverständlich in der großen Herde mit. Wir kannten sie als bescheidene, freundliche Kuh, die sich nie in den Vordergrund gedrängt hat und einfach das Leben auf Butenland im Stillen genossen hat.

Jeder Abschied von einem der bei uns lebenden Tiere ist schwer. Aber in einem Altersheim muss man leider immer damit rechnen. Und gerade die Aufnahme von älteren Tieren, die woanders keine Chance hätten, ist ein Schwerpunkt, zu dem wir uns bewusst entschieden haben und der uns sehr am Herzen liegt. Dadurch erreichen die Butenländer Tiere ein Alter, das in der Nutztierindustrie nie für sie vorgesehen war. Viele unserer Rinder sind dreimal so alt und älter, was kein Kunststück ist, wenn man bedenkt, dass das Durchschnittsalter einer Kuh in dieser Industrie bei 5 Jahren liegt. Hinzu kommt die Tatsache, dass fast jeder tierische Butenländer eine tragische Vorgeschichte besitzt. So kommt es oft durch frühere Haltungsbedingungen zu Schädigungen wie Klauen- und Gelenkserkrankungen, Arthrose ist auch ein ständiges Thema, die meisten dieser Krankheiten treten sogar bei Rindern unter 10 Jahren auf, also in einem Alter, in dem sie auf natürliche Weise gar nicht oder höchst selten vorkommen würden. Deshalb sind wir auf die nur noch kurze Lebenszeit einiger Rinder vorbereitet und haben stets ein wachsames Auge auf sie. Jeden Tag aufs neue, denn jeder Tag ist für die Tiere in unserer Familie ein Tag mehr, ein Tag mehr Liebe, Selbstbestimmung, Fürsorge, Respekt, Sonne, Wind und Freiheit.

Wenn Familienmitglieder wie Lola, die stets gesund und fit in der Herde zu beobachten waren, so plötzlich und unerwartet, so endgültig und mit so einer niederschmetternden, überraschenden Diagnose von uns gehen, dann verdunkelt sich aber auch der Butenlandhimmel ziemlich. Mehr konnten wir jedoch für sie nicht tun. Immerhin hatten wir 4 1/2 gemeinsame Jahre, von denen wir nur hoffen können, dass sie für Lola genug waren. Wir versuchen uns jedenfalls damit zu trösten, dass sie diese Zeit hatte und wir nichts unversucht gelassen haben, ihr ein bißchen Würde zurückzugeben. Gute Reise, Lola.

Für Lola:
https://www.youtube.com/watch?v=UoVaK2NXmJA

„Leg ihn hin deinen süßen und müden Kopf,
die Nacht bricht herein, du bist am Ende der Reise angelangt,
Schlaf jetzt, und träum von denen, die vorher gegangen sind,
sie rufen von jenseits des fernen Ufers.
Warum weinst du?
Was sind das für Tränen auf deinem Gesicht?
Bald wirst du sehen, dass all deine Ängste vergehen,
sicher in meinen Armen schläfst du nur.“

Nachtrag: Da Lolas Krankheitsverlauf für alle Ärzte so mysteriös war, haben wir einer Obduktion zugestimmt. Gerade eben wurden uns die Ergebnisse mitgeteilt: Lola litt an einer Mesotheliose, das ist eine tumoröse Erkrankung der Lymphdrüsen. http://www.rinderskript.net/skripten/b11-10.html?fbclid= Leider ist diese Krankheit bei Rindern nicht erforscht, so kann man nur von den Erkenntnissen beim Menschen übertragen, dass sie durch Asbest ausgelöst wird. Auf Butenland gibt es aber kein Asbest, deshalb gehen wir davon aus, dass Lola in ihrem Vorleben in einem entsprechend belasteten Stall gestanden haben muss.


Lola in der Uniklinik

von Admin | 20. Mai 2019 | 13 Kommentare


Natürlich bringen wir euch auch durch das heutige Tagesbild bei Lola auf den neuesten Stand. Die Uniklinik Hannover hat bereits einige Untersuchungen durchgezogen, einige sind auch noch nicht abgeschlossen. Die vorläufige Diagnose ist, dass es sich nicht wie im Vorfeld vermutet um eine Pansenproblematik handelt, sondern eine Peritonitis, also eine Bauchfellentzündung, vorliegt. In Lolas Bauchraum wurden 60 Liter freie Flüssigkeit festgestellt, durch eine Punktion soll nun herausgefunden werden, ob es sich dabei um Harn aus der Blase handelt und was überhaupt die Ursache ist. Die vorsichtige Prognose ist leider nachwievor kritisch. Es hängt jetzt alles davon ab, ob erstens Lolas Nieren das alles mitmachen, und was zweitens die noch ausstehenden Untersuchungsergebnisse aussagen. Sie hat seit gestern Abend eine Dauerinfusion, um ein Dehydrieren zu verhindern und den Kreislauf zu stabilisieren.

Bitte seid nicht böse, dass wir heute vermutlich kein Tagesvideo bringen werden. Wir waren erst gegen 3 Uhr im Bett und mussten aber natürlich um 7 Uhr wieder aufstehen, da die anderen Tiere selbstverständlich nicht auf ihr Frühstück verzichten sollten. Da wir aber auch heute den letzten Kontrollgang gegen 1 Uhr absolvieren werden, investieren wir die Online-Zeit lieber in das eine oder andere Zwischendurch-Nickerchen. Morgen geht es dann in gewohnter Frische mit Tagesbild und -video weiter, versprochen.


Wie geht es Lola?

von Admin | 19. Mai 2019 | 14 Kommentare

Heute gibt es mal kein Tagesvideo, denn wir sind euch noch ein Update zu Lola schuldig und haben aus verständlichen Gründen in dem ganzen Streß keine Zeit für das Filmen gehabt.
 
Die Süße hat sich schon die letzten Tage mehr als sonst isoliert und wir hatten deshalb ein verstärktes Auge auf sie. Gestern Abend meinte Jan bereits, dass sie vielleicht auch Probleme mit dem Pansen haben könnte, was sich direkt heute Morgen in Form einer trommelartigen Schwellung bestätigte. Der erste Tierarzt, den wir kontaktierten, zeigte sich etwas unsicher mit einer endgültigen Diagnose, also holten wir uns eine zweite Meinung in Bremerhaven ein.
 
Am Nachmittag kam von dort die Tierärztin, die auch schon um Pauls Leben gekämpft hat, auf den Hof und war nach ihrer Untersuchung deutlich besorgter. Vor allem der gelbliche Durchfall machte ihr ziemliche Sorgen, so dass sie uns empfahl, die Uniklinik in Hannover einzuschalten, da dort die Bedingungen für die sehr wahrscheinlich notwendige OP deutlich besser sind als auf Butenland. So etwas ist zwar immer leichter gesagt als getan, da diese Klinik verständlicherweise einiges an Papieren und Untersuchungsnachweisen sehen möchte, bis ein Rind angenommen wird, aber nach gut einer Stunde hatten wir dann doch alles vorgelegt und konnten Lola auf den Transporter verladen.
 
Momentan sind Jan und Indira auf der dreistündigen Fahrt nach Hannover, dort wurde uns versichert, dass noch heute alle wichtigen Untersuchungen wie zum Beispiel eine Endoskopie gemacht werden, auch die fast garantierte OP wird so zeitnah wie möglich vorgenommen. Leider geht unsere Tierärztin von einer Darmschlingung, der bereits heute mittag thematisierten Pansenproblematik oder einer ähnlich ernsthaften Diagnose aus, deshalb können wir leider keine Entwarnung geben und müssen selber abwarten.
 
Das sind eben die Schattenseiten eines Altersheims, in dem fast nur BewohnerInnen mit schlimmer Vorgeschichte leben, da muss man täglich mit solchen herben Überraschungen rechnen. Jedenfalls kann Lola auch weiterhin jeden guten Gedanken sehr gebrauchen. Natürlich halten wir euch auch morgen auf dem Laufenden.

Sorgen um Lola

von Admin | 19. Mai 2019 | 9 Kommentare


Der heutige Sonntag fängt nicht gut an, denn die schöne Lola macht uns leider Sorgen. Der erste Tierarzt ist schon hier, ein zweiter befindet sich auf dem Weg, denn es steht der Verdacht auf eine Labmagenverdrehung im Raum. Was man sich darunter vorzustellen hat, könnt ihr hier http://www.rinderskript.net/skripten/b5-16.html?fbclid= nachlesen. Lolas Symptome sind ein aufgeblähter Pansen, den wir heute morgen direkt gesehen haben, dazu konnten wir mit dem Stethoskop nur sehr geringe Pansengeräusche feststellen. Sie hat gelben, wässrigen Durchfall und verweigert jede Nahrungsaufnahme und das Trinken. Auf jeden Fall könnte Lola jetzt das eine oder andere Daumendrücken gebrauchen.


Chaya feiert Geburtstag und wir fahren in großem Stil auf

von Admin | 18. Mai 2019 | 7 Kommentare

Heute feiert mit Chaya eine der sensibelsten Butenländerinnen ihren 9. Muhday. Und das ist gar nicht sarkastisch gemeint, denn obwohl wir sie in unseren Videos immer als Ramboline darstellen und sie diese Rolle auch perfekt ausfüllt, kann sie gerade im Umgang mit Jan sehr behutsam sein. Und wenn sie mal einem anderen Rind ein bißchen weh tut, liegt das auch ausschließlich an ihrer Hornlosigkeit. Die hat sie sich nicht ausgesucht und nur dieser Umstand zwingt sie zu unkontrollierten Rammstößen bei Hierarchiekämpfen, was dann schon mal für blaue Flecken beim Kontrahenten sorgen kann. Ansonsten ist das Geburtstagskind trotz der Zweitidentität als Grizzlybär eine Seele von einer Kuh und dazu ein echtes Butenland-Original, das den Hof wie alle Familienmitglieder nur bereichert.

Inzwischen ist es schon fast 6 Jahre her, dass sie im August 2013 bei der Ankunft auf einem Schlachthof um Hilfe geschrien hat. Und das so eindringlich und mit dem typischen Chaya-Organ, dass tatsächlich eine Tierfreudin auf sie aufmerksam wurde, erst eine Gnadenfrist und dann sogar ein Ticket nach Butenland für sie ausgehandelt hat. Nebenbei hat sich die Jubilarin damals auch noch als echte Lebensretterin betätigt, denn weil sie die anstehende Quarantänezeit nicht allein absitzen sollte, konnte auch ihre beste Freundin Dani vor dem Schlachtermesser bewahrt werden und ins Kuhparadies einziehen.

Selbstverständlich fällt der Geburtstag auch etwas pompöser aus, wenn man so eine Hof-Legende ist. Die Geschenkeliste ufert natürlich ebenfalls an solchen hohen Feiertagen aus, heute dürfen wir uns bei Wolfgang für den Boxsack und außerdem bei Jan, Yvonne und Mario, Eva, Steffi und Damaris für Patenpäckchen bedanken. Das Ganze haben wir per Hoftrac direkt zur Weide transportiert. Bei Chaya müssen wir auch nicht darauf achten, sie einzeln zu erwischen, denn Madame setzt sich gegen Gäste immer sehr gekonnt durch und ein fremdes Wegfuttern ist deshalb absolut ausgeschlossen.

So wurden wir auch stilecht mit einem Selfmade-Sandsturm empfangen, dann musste erstmal der Boxsack bearbeitet werden. Beachtet bitte dabei auch Antons amouröse Eskapaden im Hintergrund, wir hoffen, das Video läuft trotzdem weiter im jugendfreien Bereich. Nach diesem wie eine Bombe eingeschlagenen Supergeschenk war weitere Bescherung angesagt, für die Jan die Schaufel nach unten fahren liess. Hier durfte sich Emma zwar ein Stückchen Apfeltorte klauen, aber als sie in Augen der Gastgeberin zu unverschämt wurde, gab es selbstverständlich direkt einen Platzverweis. Auch Julchen wurde sehr gekonnt klargemacht, wer hier Geburtstag hat und die Geschenke öffnet.

Irgendwann hatte Chaya keinen Bock mehr und gab das Signal zum Reste essen. Also durfte auch Lillemor kurz die neue Boxsack-Attraktion ausprobieren, danach sorgten zusätzlich Anton, Leevke, Colorida und Fine dafür, dass auch morgen die Sonne scheint, weil kein Krümel auf der Geburtstagstafel übrig gelassen wurde. Was für ein gelunger MUHga-Event!


Der schlachtreife Puschek

von Admin | 18. Mai 2019 | 2 Kommentare

Mit unserem heutigen Puschek-Tagesbild möchten wir ein Geständnis verbinden: Die Zähne wurden ihm gar nicht vom Tierarzt gezogen, das hat Jan selber gemacht, als Bauer wird man dafür ausgebildet. Entfernt wurden die Dinger auch nicht aus Gesundheitsgründen, sondern weil wir Angst vor Bissen hatten, war also rein vorbeugend. Er schläft auch nicht mehr bei Karin im Bett, wir halten ihn jetzt nonstop in einer Hundetransportbox, damit er Fleisch ansetzt. Schließlich hatte er hier ein gutes Leben und kann deshalb demnächst bedenkenlos geschlachtet werden, immerhin ist so eine Tötung ja voll in Ordnung, wenn die Existenz davor Hotelstandard hatte. Schade, dass wir seine Mutter nicht kannten, die hätte sicher auch noch einige Male künstlich geschwängert werden können. Dann hätten wir endlich Hundemilch probieren und zusätzlich jede Menge Welpen produzieren können, deren Fleisch besonders zart sein soll.
 
Und, geschockt? Oder gar nicht, weil uns das niemand zutraut? Die Vermutung ist natürlich richtig und selbstverständlich haben wir die ersten Zeilen nur erfunden. Trotzdem verstehen wir nicht, wieso jeder an die Decke springt, wenn man so mit dem Tier Hund verfahren würde, es aber im Gegenzug als normal durchgeht, wenn man die gleichen Schreckensszenarien bei dem Tier Rind durchzieht. Wo ist der Unterschied?
 
Zu dem Statement hat uns dieser Beitrag gebracht: https://www.facebook.com/watch/?v=799640610398261 Wieso man Rinder nicht enthornen darf, haben wir hier https://www.stiftung-fuer-tierschutz.de/2019/05/wozu-sind-hoerner-da/ erklärt, dabei ist aber ein gruseliger Fakt total unter den Tisch gefallen. Nämlich der, dass jeder Bauer seine Tiere selber verstümmeln darf, egal ob es sich dabei um das Ausbrennen von Hörnern, Kupieren von Schnäbeln oder Abkneifen von Schwänzen handelt. Das kann der letzte Dorftrottel sein, wenn er es in seiner Ausbildung mal kurz auf dem Stundenplan stehen hatte, dann darf er losziehen und Tierarzt spielen. Was das für katastrophale Folgen hat, sehen wir unter anderem an unserer Lillja, die viel zu früh geschwängert wurde, weswegen ihr Kind nicht durch das Becken passte. Der daraufhin vorgenommene Kaiserschnitt kostete nicht nur ihrem Kalb das Leben, er wurde auch dermaßen stümperhaft versorgt, dass diese Kuh nun mit einer Gebärmutter leben muss, die mit dem Darm verwachsen ist.
 
Als normaler Hunde- und Katzenfreund bekommt man mittlerweile nicht mal mehr Wurmkuren in der Apotheke und muss sich diese nach Termin beim Tierarzt organisieren. Auf dem Gebiet wird also sogar etwas übertrieben, während man auf Nutztiere Leute loslässt, die Tiermedizin wenn überhaupt nur kurz in ihrer Ausbildung gestreift haben und trotzdem angeblich prädestiniert dafür sind, gleich unterschiedliche Berufe wie Hebammen und diverse Arztbranchen zu ersetzen.
 
Und wer sich nach einer richtigen Übelkeit sehnt, der sollte sich unbedingt dieses Video angucken. https://www.facebook.com/watch/?v=2171607542928709 Das zeigt sehr anschaulich, dass Bauern nicht mal davor zurückschrecken, Kleinkinder in ihre Verrohungsmaschine einzuspannen, um schon so früh wie möglich den natürlichen Bezug zu Tieren zu zerstören. Haarsträubenderweise finden diese Empathie-Allergiker die dabei entstandenen Bilder wahrscheinlich sogar niedlich. Mal abwarten, wann die eigene Brut das erste Ferkel kastrieren darf und wir mit so einem Video belästigt werden.
 
Es ist unglaublich, dass bei der industriellen Tierhaltung nicht nur das sehr laue Tierschutzgesetz ständig unterlaufen wird, sondern dass auch keine Beschwerden aus Reihen der Tierärzte kommen. Deren Berufsstand scheint so pillepalle zu sein, dass er jederzeit durch einen Bauern ersetzt werden kann. Es sei denn, es geht um Hunde, Katzen und andere Haustiere. Da ist der Aufschrei riesig, wenn man stolz Bilder von der eigenständig durchgeführten Krallenentfernung auf Facebook postet. Aber wenn man als Landwirt Dr. Frankenstein spielt, dann läuft das ausschließlich unter interessant und still ruht der öffentliche See.

Beautytipps einer Diva

von Admin | 17. Mai 2019 | 4 Kommentare

Im heutigen Tagesvideo wird endgültig geklärt, warum sich alle Zauberspiegel im bekannten Universum darüber einig sind, dass Rosa Mariechen die Schönste im ganzen Land ist, selbstverständlich auch ohne Ausnahme hinter irgendwelchen Bergen in Siedlungen von Kleinwüchsigen. Denn während sich die Menschen geschlossen über Temperaturstürze und Februarwetter im Mai beklagen, kann die Diva selbst von einer durch Regenabstinenz fast ausgetrockneten Suhle nicht davon abgehalten werden, ihre tägliche Schlammmaske aufzutragen. Und dabei wird auch nicht geschummelt und das kalte Zeug wird sehr gründlich verteilt, immerhin findet das Ganze unter den strengen Augen ihres Personal-Trainers Puschek statt. Also wird die kleinste Wasserpfütze ausgenutzt, damit der Teint auch morgen gewohnt jugendhaft strahlt. Natürlich haben aber selbst knallharte Motivations-Koryphäen wie unser Pekinese irgendwann ein Einsehen, und so geht es am Ende des Videos über die Schweinebrücke zurück nach Hause, wo als Belohnung schon ein leckeres Abendessen auf das Dream-Team wartet.


Die offizielle Butenland-Adresse

von Admin | 17. Mai 2019 | ein Kommentar


Unsere Besuchersamstage sind gerade im Sommer so beliebt, dass der nächste freie Platz in einer der achtköpfigen Gruppen erst Anfang August wieder zu ergattern ist. Klar, dass bei den Reisevorbereitungen unserer Gäste auch immer wieder Fragen aufkommen, wo Butenland eigentlich genau liegt. Deshalb verdeutlichen wir das heute gerne nochmal mit unserem Tagesbild: Der Hof ist dort, wo Emil und Hasen sich gute Nacht sagen. 😉


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