Denn Tiere sind keine Maschinen

Pigwatch

von Admin, am 27.05.2017.

Im Kino läuft nächste Woche die Neuverfilmung von „Baywatch“ an, obwohl das Wetter in Deutschland mittlerweile viel zu schön ist, um stundenlang in einem düsteren Saal zu hocken. Da trifft es sich gut, dass Erna und Else heute selbstlos die Badesaison in ihrer brandneuen Suhle eröffnet haben, und sich so alle Butenland-Freunde bequem via Laptop und PC die ersten Eindrücke der aktuellen Pigwatch-Staffel anschauen können. Leider konnten wir weder Eberhard Hasselhoff noch Mariechen Anderson für den Job des Bademeisters begeistern, beide grunzten auf unsere Anfrage nur etwas von Bikinifiguren, die angeblich noch nicht erreicht wurden. Also haben wir sicherheitshalber noch ein knallblaues Gummiboot als Rettungsboje spendiert, um ein Schwein in Seenot von vorneherein auszuschliessen.

Das Suhlen selbst erfüllt übrigens einen wichtigen Zweck bei der Regulation der Körpertemperatur. Schweine können nicht schwitzen und so kommt es bei Temperaturen oberhalb von 20°C zu einem Hitzestau, den sie lediglich durch das Abkühlen in Wasser- oder Schlammbädern regulieren können. Auch dient das Suhlen der Reinlichkeit, denn durch den Vorgang werden Insekten und Parasiten entfernt, da diese Plagegeister keine Chance im getrockneten Schlamm haben.

Nach jedem Schlammbad wird auch klar, wie unpassend der Volksmund vom dreckigen Schwein faselt, denn die trockene und juckende Schlammschicht wird mitsamt den Parasiten direkt entfernt. Da sich Schweine die fehlende Gelenkigkeit mit dem Autoren dieser Zeilen teilen, greift man dafür raffiniert auf feste, raue Gegenstände zurück. Im Video hat sich Erna für einen Baum entschieden, an dem sie sich solange scheuert, bis der bekannt makellose Erna-Look wieder hergestellt wurde.


Kategorie: Allgemein

9 Antworten zu “Pigwatch”

  1. Ute sagt:

    Wie wenig es doch braucht, um Schweine zufrieden zu stellen – Wasser, Erde, einen Baum, die Abwesenheit von Angst und – der Gipfel an Schweineluxus: ein bisschen vom Butler servierte Melone….

  2. F. sagt:

    Pamela Anderson würde vor Neid erblassen!

  3. Rielle sagt:

    Was für eine wundervolle Suhle, auch noch im Schatten von Bäumen, die man schön zum Schubbern verwenden kann und als Krönung noch ein Boot mit Melone. Ein Schweineparadies!

  4. Inga sagt:

    Was für ein Leben! Freiheit, Suhlen und Melonen für alle Schweine!

    Und dem Autoren wünsche ich ein paar standfeste Bäume gleich neben dem Badezimmer ;-).

  5. Susanne sagt:

    @Ute, auch wir Menschen brauchen nicht viel, haben viele nur vergessen. Wir wären alle glücklicher mit WENIGER und mit mehr Einfachheit. Fällt mir bei deinem Post ein. 🙂

  6. Ute sagt:

    Susanne – totale Uebereinstimmung! Ist nur manchmal schwer, das im Bewusstsein zu halten, denn unsere „Melonen“ sind gar zu erfreulich! Meine „Melonen“ sind Buecher, CDs usw und da lasse ich mich, wenn’s um Bescheidenheit geht, oefter selbst im Stich….
    Euch allen einen wunderschoenen Sonntag!!

  7. Ute sagt:

    Entschuldigung, habe vergessen, nach „unsere Melonen“ die Worte „wenn auch unnoetig“ zu uebersetzen. Wird vielleicht der Klarheit wegen aber doch gebraucht…

  8. margitta sagt:

    zum glück kann ich ein wenig englisch, sonst hätte ich probleme bei der überschrift

  9. Dagmar sagt:

    Der Film weckt Kindheitserinnerungen. Wir hatten in der Nähe ein Natur-Moorbad mit See neben dran. Was war das eine Freude! Ich kann die beiden gut verstehen und würde mich auch gerne mal wieder suhlen.
    Heute ist dieses ein Schicki-Micki-Bad mit Duschen und Umkleiden und Fressbuden in denen Übles verkauft wird. Der Spaß ist vorbei.
    Ich schau mir den Film nochmal an und träume von der Kruste auf der Haut.

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