Denn Tiere sind keine Maschinen

Paulinchen im Glück

von Admin | 18. Juli 2019 | ein Kommentar

Eigentlich wollten wir euch im heutigen Tagesvideo unsere neue Bewohnerin Paulinchen vorstellen, doch leider ist die Dame noch sehr scheu und am ersten Tag vielleicht auch noch etwas überfordert von der großen, ungewohnten Freiheit. Deshalb übernimmt Pavarotti in den ersten Minuten die Hauptrolle im Beitrag. Schließlich ist er es ja auch, der sich in den nächsten Tagen als Betriebsratsvorpickender der Hühnerbelegschaft als ihr kompetenter Ansprechpartner anbieten wird.

Paulinchen stammt auf jeden Fall von einem mobilen Hühnerhof. Dort hat sie die Serie „Prison Break“ nachgespielt, ist dementsprechend mehrmals tollkühn aus diesem Hochsicherheitsgefängnis entkommen und immer wieder in den Garten einer Nachbarin geflüchtet. Als diese die gefiederte Antwort auf Michael Scofield heute morgen erneut zurückbringen wollte, stand ein Transporter auf dem Hof, der die Hühner zum nächsten Schlachthaus bringen sollte. Also hat die Frau kurzentschlossen gewendet und Paulinchen lieber bei uns vorbeigebracht.

Im Finale des Videos machen wir uns nochmal auf die Suche nach der Neu-Butenländerin, das nutzen wir gleich für einen Abstecher in den Hühnerstall. Wir können den Beitrag schließlich auch erfolgreich mit ein paar Bildern der Ausbrecherkönigin beenden. Dabei sind wir uns sicher, dass sie in dieser Karriere jetzt ihre wohlverdiente Pension antritt und zukünftig nur noch „Pavarottis Eleven“ glücklich bereichern wird. Willkommen auf Butenland, liebes Paulinchen. <3


Muhpedia: Die Rinderzunge

von Admin | 18. Juli 2019 | noch kein Kommentar

Wie das Horn ist auch die Zunge des Rindes ein wahres Multitalent und hat deshalb gleich mehrere Aufgaben. Sie ist ein Tastinstrument, wird zum Nahrungstransport verwendet, dient der eigenen und fremden Körperpflege, ist für die Lautäußerungen zuständig und regelt nicht zuletzt auch den Geschmackssinn. Dabei kann ein Rind 4 Geschmacksrichtungen unterscheiden: süß, salzig, sauer und bitter. Jeder Bereich der Zunge ist für eine andere Wahrnehmung zuständig, so wird zum Beispiel alles Salzige von der Zungenspitze wahrgenommen, während das Süße am Zungengrund eingeordnet wird.
Aber auch auf viele Krankheiten reagiert die Zunge meist am schnellsten, Infektionen können ebenfalls über sie diagnostiziert werden. Bei der Maul- und Klauenseuche bilden sich auf ihr Bläschen, die Blauzungenkrankheit geht, wie der Name schon sagt, immer einher mit einer Verfärbung. Leider reagiert dieses Organ aber oft unspezifisch. So muss immer genau kontrolliert werden, was für ein Befund vorliegt, wenn die Zunge krank erscheint.
Sie ist außerdem eine der empfindlichsten Stellen am Rinderkörper, da sie viele Schmerzrezeptoren besitzt. Zusammen mit den Lippen, dem Flotzmaul (der Verschmelzung von Oberlippe und Naseneingang), dem Euter und den Geschlechtsteilen ist sie ein Ort, an dem diese Rezeptoren am dichtesten verteilt sind.“
Der Text stammt aus unserem Buch „Paul – Botschafter der Rinder“, das ihr euch hier https://onlineshop.stiftung-fuer-tierschutz.de/ zusammen mit unseren 2 anderen Veröffentlichungen sichern könnt. Alle Erlöse aus unserem Shop kommen unserer tierischen Familie zugute. Das KUHle Fotomodell ist heute Ellie.

Mit dem Lastenfahrrad auf zum Meer

von Admin | 17. Juli 2019 | 4 Kommentare

Heute Abend gibt es mal ein Kontrastprogramm zu den üblichen Videos und Karin, Jan, Pippilotta und Puschek nehmen euch mit auf eine Runde zum Deich. Dabei gibt es jede Menge Schafe zu bewundern, die Stelle, an der die Seehund-Karin aus dem Meer gefunden wurde, wird nochmal inspiziert, und selbstverständlich gibt es jede Menge Impressionen von der Nordsee. Da bleibt textlich eigentlich nur, euch viel Spaß bei diesem ungewöhnlichen Ausflug zu wünschen.


Lillja muht Hallo

von Admin | 17. Juli 2019 | 4 Kommentare


Wir haben in den letzten Tagen ein paar Nachfragen zu Lillja bekommen. Deshalb übernimmt die Süße heute unser Tagesbild, verbunden mit der Nachricht, dass es ihr prima geht, sie sich auch ohne Hunde mit Fönfrisur pudelwohl in der Herde fühlt, und sie deshalb keinen Grund zum Klagen hat.

Gründe dazu hatte sie aber auch reichlich in ihrer Vergangenheit vor Butenland, so dass sie sich dieses Ende der Hiobsbotschaften mehr als verdient hat. Damals wurde sie viel zu früh besamt. Für diese Abartigkeit gibt es zwar sowieso keinen guten Zeitpunkt, aber bei Lillja wurde es dermaßen früh vorgenommen, dass ihr Becken noch zu schmal für ihr Kalb war und ihr deshalb erst die Zerfix zerschnitten wurde, um danach sogar noch einen Kaiserschnitt durchzuführen. Ihr Kind hat die Prozedur nicht überlebt, und da Lillja stark aus ihrem Anus und ihrer Vagina blutete, sollte sie auch als Schlachtvieh enden.

Zum Glück wurde sie aber in letzter Minute auf unseren Hof vermittelt. Hier war ihre Tortur aber noch nicht beendet, denn unser Tierarzt fand heraus, dass nach dem Kaiserschnitt die Folgebehandlung komplett an die Wand gefahren wurde und Lillja diese Unfähigkeit nun ihr Leben lang bezahlen muss, da ihre Gebärmutter mittlerweile mit ihrem Darm verwachsen ist und sie zeitweise durch die Reibung beider Organe unter Ausfluß leidet. Den haben wir aber so gut wie eben möglich im Griff, so dass Lillja auch kein Fall für unsere Krankenweide ist und sicher in der großen Herde mitläuft.

Wir hoffen so sehr, dass wir durch jede Minute Butenland-Wohlfühloase wenigstens ein bißchen gutmachen können, was gerade dieser Kuh an unfassbaren Schrecken angetan wurde. Ob das gelingt, steht in den Sternen, aber zumindest zeigt uns Lillja tagtäglich, dass sie ihr aktuelles Leben geniesst und mit ihren KUHlen Freundinnen zelebriert. Und das reicht uns dann völlig als Bestätigung und Antrieb, jeden Morgen dafür aufzustehen.


Ein Paket und Krankenpflege für Frederik

von Admin | 16. Juli 2019 | 4 Kommentare

Frederik hat heute Fanpost von seiner Patenfamilie Pflügler erhalten, sogar direkt im ausufernden Paketformat. Achtet bitte darauf, wie heldenhaft unser Stuntferkel seinen Plüsch-Artgenossen befreit, um sich erst danach auf die Leckereien zu stürzen. Da hat jemand bereits im jungen Alter seine Prioritäten richtig gesetzt und präsentiert sich als vorbildliches Gutschwein.

Das wird auch direkt fortgesetzt, indem der Proviant mehr oder weniger großzügig mit Pippilotta und Kuddel geteilt wird. Ok, das liegt hauptsächlich daran, dass der Nachschub gewährleistet ist und reichlich von Mama Marliessa ausgeliefert wird. Aber trotzdem ist es ja auf keinen Fall selbstverständlich, dass nicht ein in fremder Kehle für immer verschollener Keks mit einem empörten Quieken kommentiert wird. Und dass, obwohl die Besitzverhältnisse klar schon in der Adressierung festgelegt wurden. Ganz toll, Frederik, der Diplomatenkarriere sollte nun wirklich nichts mehr im Weg stehen.

Zum Abschluß zeigen wir euch auch noch, wie wir seine Wunde ausspülen. Diese hat er als Andenken an seine erste OP davongetragen, die nötig war, da sein entzündetes Knie immer wieder Probleme machte. Der Heilprozess verläuft aber optimal, und solange das kulinarische Bestechungsangebot stimmt, lässt der kleine Eber auch alles klaglos über sich ergehen. Zusammengefasst zeigt sich Frederiks Leben wieder nur noch von der Sonnenseite und die OP-bedingten Wolken vom letzten Donnerstag sind nahezu komplett vorbeigezogen. Darauf direkt noch eine Extrarunde Kekse!


Ein Äpfelchen passt noch rein …

von Admin | 16. Juli 2019 | 5 Kommentare

Eines der Bilder mit den meisten Interaktionen auf unseren Internet-Auftritten ist unser Schnappschuss, auf dem Maret und Marte ihren Blick demonstrieren, mit dem sie höchst erfolgreich um einen Nachschlag Äpfel bitten https://www.stiftung-fuer-tierschutz.de/2019/02/eines-unserer-lieblingsfotos/ Im März dieses Jahres ist Marte für immer eingeschlafen und passt seitdem von einem anderen Ort auf ihre beste Freundin auf. Deshalb möchten wir mit dem heutigen Tagesfoto mal zeigen, dass Maret auch im Solo diesen Blick noch drauf hat und damit immer wieder ganze Apfellawinen erobern kann.
 
Sie ist mit ihren 22 Jahren die älteste Kuh auf dem Hof und gerade für ihr Alter topfit. Es würde uns überhaupt nicht wundern, wenn sie den Rekord von Milla einstellen würde, die auf Butenland fast 26 Jahre alt geworden ist. Zuzutrauen wäre das unserer rüstigen Oma auf jeden Fall. Und immerhin hat ja auch schon MUHdo Jürgens im Rinder-Remix einer seiner Klassiker festgestellt, dass mit 22 Jahren das Leben erst anfängt.

Wie läuft´s in Entenhausen?

von Admin | 15. Juli 2019 | 4 Kommentare

Mit dem heutigen Tagesvideo bringen wir euch bei unseren Enten-Neuzugängen auf den aktuellen Stand. Die 8 Damen und Herren stammen aus einer Wildtierstation, die wegen akuter Überfüllung SOS gefunkt hat, so dass wir gleich mehrere Lebensplätze in unseren Stockentenunterkünften vergeben haben. Den Anfang machen die 6 älteren Teenie-Enten, die sich pudelwohl in ihrem Gehege fühlen und dementsprechend täglich Gewicht zulegen. Die Anfangsszene zeigt auch gleich, wie überlegen Enten dem Menschen sind, denn diese Tiere spielen Twister ganz ohne den dazugehörigen Teppich mit den Farbsymbolen, trotzdem kommt es nie zu Regelstreitereien. Total faszinierend.

Es folgt eine kurze Szene aus dem Gehege von Pittiplatsch und Rackete, den zwei kleineren Entenbabys, die wegem ihrem Alter noch getrennt von den anderen gehalten werden. Sie übernachten auch noch bei Indira, die sie deshalb pünktlich zum Start der Vorabendserie „Sturm der Liebe“ in ihr Appartment holt. Ob dieser Termin so abgestimmt wurde, weil die Serie nichts für schwache Nerven ist und deshalb besser in Gesellschaft geguckt wird, oder ob es einfach daran liegt, dass die eher schlichten Drehbücher auch von Kindern verfolgt werden können und somit total babygerecht sind, wissen wir nicht. Allerdings glauben wir die beiden jetzt schon öfter beim Tschirpen der Titelmelodie beobachtet zu haben, dieser feste Tagestermin scheint also sehr gut bei ihnen anzukommen.

Danach schwenken wir wieder zu den älteren Brüdern und Schwestern, bei denen wir euch die Ausstattung des Außengeheges auch nicht vorenthalten wollen. Die Bettlaken dienen übrigens als Sichtschutz, denn Graf Puschek bellt die Nachbarschaft zusammen, sobald er die Schar irgendwo erblickt, und auch unsere Katzen sind schwer fasziniert von dem Treiben in diesem Live-Kino und sollen deshalb gar nicht erst auf dumme Gedanken gebracht werden.

Den Abschluß des Videos bildet die nächste Runde „Twister“. Dieses Spiel wird von Enten übrigens sehr viel taktischer als beim Menschen angegangen. Wundert euch deshalb nicht, wenn ihr gar keine Bewegung in der Formation feststellen könnt, jeder Zug nimmt da mehr Zeit in Anspruch als ein Manöver bei einer Schach-WM. Aber Hauptsache ist ja sowieso, dass es allen Beteiligten Spaß macht.


Mit Martin in die Arbeitswoche

von Admin | 15. Juli 2019 | 5 Kommentare


Schon wieder beginnt eine neue Woche, damit dieser Start nicht ganz so schwer ausfällt, schickt euch der 13jährige Martin in das Arbeitsleben. Obwohl es sich bei dem stattlichen Kerl um einen Ochsen handelt, der auf unserem Hof und somit in Freiheit geboren wurde, hat er es nicht immer leicht gehabt im Leben.

Das fing damit an, dass seine Mama Martina ihre Alt-68er-Gene entdeckte und deshalb überhaupt keine Lust auf ein Erziehungsmodell hatte, das sie zu sehr einschränkte. Die wilde Affäre mit einem ausgebüxten Nachbarbullen in ihrer persönlichen Sommernacht der Liebe wurde zwar sehr genossen, aber die Konsequenz Martin war dann eher nicht geplant. So beschloss sie kurzerhand bereits nach einem knappen Jahr, ihren Sproß als erwachsen zu deklarieren. Das ist die Mindest-Elternzeit bei Rindern, ab dem Zeitpunkt kann man seine Kinder auf die eigenen Klauen stellen, ohne Tuscheleien in der Herde zu riskieren. Folgerichtig verrammelte sie also die eigene Milchbar, überliess ihren Nachwuchs den zahlreichen Tanten auf der Weide und checkte lieber (glücklicherweise vergeblich), ob die mittlerweile geschlossene Lücke im Zaun zum Nachbarbullen nicht doch irgendwie wieder für zukünftige Schäferstündchen herzustellen war.

Das war aber längst nicht der einzige Streich, den das Schicksal Martin gespielt hat. Mutter Natur konnte auch nicht widerstehen und liess einfach seine Hörner nach innen wachsen. So entwickeln sich die imposanten Teile nicht etwa wie bei Rindern üblich stolz gen Himmel, sondern wandern langsam Richtung Stirn und müssen von uns beobachtet werden. Denn wenn sie irgendwann anfangen sollten, auf den Kopf zu drücken, müssen wir sie zum ersten Mal bei einem Butenländer Rind kürzen. Ansonsten könnte es gefährlich für Martin werden. Zum Glück ist das aber noch Zukunftsmusik, denn momentan berühren diese wichtigen Werkzeuge noch nicht Martins Denkerstirn.

Aber damit nicht genug; zu guter Letzt war er eigentlich als ältester Ochse auf Butenland prädestiniert dafür, die Chefstelle in der Herde vom 2011 verstorbenen Willem zu übernehmen, aber diese Karrieremöglichkeit verbauten ihm zum einen seine Softie-Gene, zum anderen aber auch seine Tolpatschigkeit. So blieben alle Geschäftsführervollmachten beim bewährten Stab unserer Altdamen-Riege, während Martin weiter im Angestelltenstamm der Herde vor sich hin lebte. Das allerdings trotz aller Schicksalswendungen glücklich, zufrieden und absolut anerkannt, so dass seine Geschichte trotzdem eine der glücklichsten auf unserem Hof ist.


Durch den Garten

von Admin | 14. Juli 2019 | 4 Kommentare

Karin ist noch immer so vernünftig, ihren Zeh zu schonen, deshalb fallen die Vorstellungsrunden auf den Weiden weiterhin aus. Als Ersatz nimmt euch Puscheks Kamerafrau aber heute mit auf eine Reise durch den Garten.

Auch dort gibt es viel zu entdecken, egal ob es sich dabei um Bienenstreifen, Insektenhotels oder Vogelhäuschen handelt. Natürlich laufen auch viele Bewohner durch das Bild, angefangen mit Eberhard, Puschek als Regisseur ist sowieso dabei, da ohne seine Anweisungen aus dem Off so ein Film gar nicht möglich wäre, Pippilotta als die Muse des Meisters hat selbstverständlich wieder die Hauptrolle abgeräumt, und sogar Frederik lässt sich kurz per Kamera einfangen, was bei einem Ferkel, das sich meistens mit gefühlten 300 km/h durch seinen Alltag bewegt, gar nicht so einfach ist.

Und da jeder gute Blockbuster ein Liebespaar benötigt, kann Puschek im großen Finale auch noch Marie und Horst zu einem Cameo überreden. Danach wird er sogar von der etwas vorwitzigen Kameraführung dabei überrascht, wie er Frederik persönliche Tips für die dramatische Verfolgungsjagd gibt, mit der schließlich auch dieser heiße Oscar-Favorit schon wieder endet.


Gans entspannt

von Admin | 14. Juli 2019 | 2 Kommentare


Viele tierische Butenländer haben sich Tagesroutinen eingerichtet. Da macht auch Amanda keine Ausnahme, die ihren Mittagsschlaf grundsätzlich direkt vor unserer Haustür abhält. Aber natürlich sehen nur die Menschen das als Pause an. In Wirklichkeit ist es selbstverständlich ein Teil von Amandas Schicht, den sie verantwortungsbewusst an diesem strategisch wichtigen Punkt wahrnimmt. Schließlich stellt sich die Einbruchsstatistik auf Hof Butenland nur so makellos ohne jeden Eintrag dar, weil unser Gänsewachdienst dermaßen auf Zack ist, dass selbst die anscheinenden Verschnaufeinlagen direkt in den 24-Stunden-Rundum-Sorglos-Service eingepflegt werden. Was wären wir bloß ohne unsere tierischen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen?


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