Denn Tiere sind keine Maschinen

Leevke wird 6 Jahre alt

von Admin | 22. Oktober 2021 | noch kein Kommentar

Heute feiern wir den 6. MUHday von Leevke Rübergemacht. Zu dieser Familie gehört die junge Dame, weil sie damals mit noch nicht mal 10 Monaten all ihren Mut zusammengenommem hat, Sicherheitszäune und Wassergräben hinter sich liess und so im August 2016 plötzlich von der Weide des Nachbarn nach Butenland wechselte. So eine Heldentat belohnen wir grundsätzlich, indem wir alle Hebel in Bewegung setzen, damit die Ausreißer im Kuhaltersheim bleiben dürfen und dort glücklich werden können. Zum Glück stießen wir da bei unseren Nachbarn auch noch nie auf taube Ohren. An die Geburtagsfeier haben wir noch ein paar Bilder von ihrem damaligen Fundort angehängt.

Inzwischen umfasst unsere Familie Rübergemacht mit Dina, damals hochtragend mit Mattis, Fine, Elsa, Janne, Carlotta und eben Leevke schon 7 Mitglieder. Im letzten Jahr waren es sogar für kurze Zeit mal 9, aber leider waren die Belastungen des Vorlebens für Lina und ihr Kalb Mia zu groß, so dass sie Butenland nur für wenige Wochen, im Fall von Mia sogar nur einen Tag geniessen durften. Der Rest der Familie Rübergemacht läuft aber super in der großen Herde mit und hat sich ausnahmslos ruckzuck auf dem Hof eingelebt.

Da macht das Geburtagskind keine Ausnahme und feiert deshalb eine ausgelassene Party mit ihren Gästen Lillemor, Chaya und Ole, bei der sogar das Geschirr vom Gabentisch fliegt und der fast selber Richtung Stalldecke befördet wird. So eine Stimmung ohne jede Luft nach oben spricht natürlich grundsätzlich für die hohe Fetenqualität. Die menschlichen Butenländer gratulieren natürlich auch ganz herzlich und sind mehr als froh, dass die Jubilarin damals so mutig ihr Glück in die eigenen Klauen genommen hat und deshalb nun schon über 5 Jahre unsere Familie charmant bereichert.


Legalize it!

von Admin | 22. Oktober 2021 | 2 Kommentare


Butenland ist sehr stolz darauf, immer so transparent wie möglich zu sein. Deshalb verschweigen wir auch nicht dramatische Entwicklungen, heute müssen wir deshalb auf Karlssons Verhalten der letzten Tage eingehen. Gestern hat ihn Mama Tilda mit mehreren Gramm Gras erwischt, nur um gerade eben festzustellen, dass er in Annas Haarstudio war und nun mit einem Afro durch den Stall läuft. Damit nicht genug wurden unter seiner Strohmatratze mehrere CDs von Bob MUHley gefunden, deren Texte er ständig vor sich hin summt. Hach ja, die KUHbertät ist schon eine kniffelige Phase in der Erziehung, aber da muss Tilda jetzt durch. In Sachen Entspannung kann sie sich dabei ja glücklicherweise total an ihrem voll relaxten Sohn orientieren.


Die Vögel – Butenland-Edition

von Admin | 21. Oktober 2021 | 2 Kommentare

Man hat es nicht leicht als Rind auf Butenland, weil dieser Hof auch fest in geflügelter Hand ist. In der ersten Szene wird ein Mitglied von Pavarottis Backgackerchor übergriffig und flirtet sehr aufdringlich mit Karlsson. Obwohl der noch immer ausschließlich in seine Mama Tilda verliebt ist und deshalb mit dem anderen Geschlecht noch gar nichts anfangen kann, schon gar nicht artübergreifend.

Die nächsten bewegten Bilder sind dann ganz Amanda gewidmet, die ein echter Fan der Stallsaison ist, denn dann taucht endlich wieder ihre große Liebe Janne in ihrer Reichweite auf. Der Weg bis zu den Weiden ist doch zu lang, auch für die stärkste Gänseliebe, aber aktuell ist Amandas Herz erneut voll entbrannt und wie schon im letzten Frühjahr konzentriert sie ihre amourösen Versprechen noch immer ganz auf ihre Janne. Es scheint also was Ernstes zu sein, zumindest von der Gänseseite aus. Janne ist nur ernsthaft genervt und denkt über spontanes Wintercamping nach.

Der leider vom Autoren nicht zu identifizierende (sachdienliche Hinweise ruhig in die Kommentare) Karlsson-Groupie schleicht sich danach an Lillja ran, während Hanni ihre tägliche Extraportion Kraftfutter wie in der Stallsaison üblich vor atemberaubender Kulisse einnimmt. Da kann man sich dann auch mal doppelt soviel Zeit bei dem Imbiss lassen, wenn man gleichzeitig seine mathematischen Fähigkeiten mit Entenzählen (für Fortgeschrittene) schärfen kann. Alles in allem herrscht also wieder Harmonie auf Butenland, zumindest wenn man Janne nicht danach fragt.


Butenland im Kino

von Admin | 21. Oktober 2021 | noch kein Kommentar
Zum Weltvegantag haben wir eine kleine Überraschung für euch!
In ausgewählten Städten wird Butenland am 1. November nochmal auf der großen Leinwand zu sehen sein. Und das beste daran: der Eintritt ist FREI!
Präsentiert wird die Aktion in Kooperation mit der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt und mindjazz pictures.

Arbeitskampf in der Gärtnerei

von Admin | 20. Oktober 2021 | 5 Kommentare

Wer demnächst an Butenland vorbeifährt und dort vor lauter Wildwuchs keinen Hof mehr sieht, der muss sich nicht weiter wundern. Denn unser Gärtnerteam Eberhard und Sohn Winfried hat sich den aktuellen Wetterbericht angehört und nach diversen Sturm- und Regenwarnungen beschlossen, die nächsten Tage das Bett nicht zu verlassen. So etwas kann sich dann schnell auf Wochen oder gleich den kompletten Herbst/Winter verlängern, Ausnahmetalente wie diese beiden haben eben sehr sensible grüne Klauen und setzen die selbstverständlich nicht leichtfertig aufs Spiel. Als Warnung sei noch unbedingt angemerkt, dass hinter der demnächst zu bestaunenden Pflanzenwand ala Dornröschen keine Prinzessin zum Wachküssen wartet, sondern nur eine Chaya mit akuter Allergie gegen unangemeldete Besucherströme. Am besten warten wir also alle einfach ab, bis unsere Gärtnerei nicht mehr aufgrund von Schmuddelwetter streikt. Zum Glück haben wir genug Vorräte, um das auszusitzen.


Schatzi, schenk mir ein Foto

von Admin | 20. Oktober 2021 | 3 Kommentare

Wir wissen nicht genau, wen Chaya heute auf dem Tagesfoto so verzückt begrüßt. Entweder ist jemand mit einem Apfeleimer gesichtet worden und die Herdenchefin kommt deshalb dem Lieferdienst mit ihrer Zunge die ersten 10 Meter entgegen. Oder aber Jan ist im Radar seines Schatzis aufgetaucht, der rangiert nämlich nur ganz knapp unter Äpfeln bei Chaya. Was für ihn ein absolutes Kompliment ist, denn eigentlich sind Rinder ihre Äpfel heilig und nur ganz enge Freunde oder Familienmitglieder haben eine reelle Chance gegen dieses Obst. Wenn es so richtig super für unsere Ramboline läuft, dann kommt ihr Jan mit einem Apfeleimer, das wäre selbstverständlich das perfekte Glück.

Nicht ohne meinen Teddy

von Admin | 19. Oktober 2021 | 10 Kommentare

Wenn es darum geht, wann man abends ins Stroh gehen muss, dann bezeichnet sich der einjährige Karlsson selber gerne als fast erwachsener Ochse, der durchaus schon länger aufbleiben sollte. Diese These kann Mama Tilda aber immer sehr schnell entkräften, wenn sie seinen Teddy ins Spiel bringt. Dieses Spielzeug ist dem Süßen noch immer heilig und nachdem er so seinen Kleinrindstatus bestätigt hat, geht es immer schon am frühen Abend zum Termin mit dem Sandöchschen. Es ist aber auch irgendwie unfair, dass Mütter ihre Kinder so dermaßen gut kennen und deshalb solche fast schon unlauteren Methoden einsetzen können.


Was guckst du?

von Admin | 19. Oktober 2021 | 5 Kommentare


Kennt ihr das auch? Ihr hört auf der Arbeit euren Chef irgendwo bellen, aber dann guckt ihr um die Ecke und niemand ist zu sehen. So ist es heute Meentje auf Butenland gegangen. Und im Gegensatz zu euch hat sie einen Pekinesenboss mit einem gebirgskettengroßen Ego, so jemanden kann man eigentlich nicht übersehen. Da bleiben also nur 2 Möglichkeiten: Entweder gab es einen Notfall und Puschek ist nach der Dienstanweisung direkt per PekDrohne zu einem anderen Einsatzort geflogen, oder Meentje hört trotz ihres jugendlichen Alters von 6 Jahren schon Stimmen. Egal, der Wutpekinese ist nirgendwo zu entdecken, also kann man sich auch nochmal hinlegen, Meentje.


Sorgen um Samuell

von Admin | 18. Oktober 2021 | 9 Kommentare

Im heutigen Video berichtet Karin über unseren aktuellen Sorgenfall. Das ist Samuell, den wir momentan verstärkt im Auge behalten müssen. Am Freitag waren die zwei menschlichen Prokuristen von Puschek eigentlich schon auf dem Weg zu dem Talkabend, der in Bremen stattfand, als sie bei der kurzen Runde davor bemerkten, dass der 11jährige Ochse festlag und nicht mehr aufstehen konnte. Also wurde schnell die Kleidung nochmal ausgetauscht, der Patient wurde aufgerichtet, und erst als sich abzeichnete, dass er von alleine stehen konnte, düsten die beiden im Eiltempo gen Bremen. Leider lag der arme Kerl am Samstag wieder fest, glücklicherweise konnte er aber auch da per Hoftrac wieder auf die Beine gebracht werden und blieb aus eigenen Kräften stehen. Sonntag und heute gab es keine Zwischenfälle, aber trotzdem müssen wir ihn natürlich verschärft beobachten.

Das ist das alljährliche Elend der Stallsaison, das leider ganz selbstverständlich in einem Altersheim mit vielen Arthrose-Patienten regelmäßig autritt. Unsere Herbstzeit hat das zum Beispiel über locker 5 Jahre so durchgemacht, in der Stallsaison richteten wir sie mehrmals auf und bereiteten uns insgeheim schon auf einen Abschied vor, aber sobald es wieder auf die Weide ging, blühte die Süße auf und hatte die 7, 8 Monate unter freiem Himmel nicht einen Rückfall. Da kann man wirklich nur die Daumen drücken, dass unsere Familie die demnächst anstehenden 4 Monate möglichst beschwerdefrei übersteht und viele alte Knochen im nächsten Frühjahr wieder zur Hochform auflaufen dürfen.


Die Mägen der Rinder

von Admin | 18. Oktober 2021 | 2 Kommentare


Wie ihr seht, haben wir Leevke für das Tagesbild beim Mittagessen gestört. Damit sich das wenigstens lohnt, erklären wir euch mal das komplizierte Magen-System der Rinder. Diese Tiere gehören zu den Wiederkäuern und haben über 20 Wiederkäuperioden am Tag. Sie können am Tag bis zu 50 Kilo Futtermasse zu sich nehmen. Diese besteht gerade im Sommer zumeist aus Gras, der Speiseplan wird aber auch gerne mit Heu aufgepeppt, und auch zu Möhren oder Äpfeln als Zwischendurch-Snack hat bisher noch kein Rind Nein gesagt. Dabei sind Rinder reine Herbivore, also Pflanzenfresser.

Wenn ein Rind Gras rupft oder Heu schlingt, wird der ganze Imbiss kaum durchgekaut, sondern fast nur geschluckt. Das liegt daran, weil Rinder Wiederkäuer sind und deshalb gleich 4 Mägen besitzen. So landet das hastig heruntergewürgte Frühstück, Mittagessen oder Abendbrot als erstes im Pansen. Dort wird es in einem Teil der gut 100 Liter Wasser, die sich ein Ochse oder eine Kuh täglich selber spendiert, eingeweicht und leicht vorverdaut.

Dann wird es etwas unappetitlich, denn diesen Essen-Wasser-Cocktail würgt das Rind wieder zurück in sein Maul (siehe auch das Verhalten des Menschen nach dem 11. Pin Jägermeister). Damit nicht genug wird das Ganze sogar nochmal durchgekaut, wobei bis zu 200 Liter Speichel in mehreren Kauvorgängen am Tag produziert werden. Danach wird die Fuhre erneut geschluckt und landet im Netzmagen. Der ist quasi das Gegenstück zu den hilfsbereiten Tauben im Märchen „Aschenputtel“, nur dass er keine schlechten Linsen ins Kröpfchen und die guten ins Töpfchen sortiert, sondern die größeren Teile anmahnt und nochmal in den Pansen schickt, während die kleineren Teile in den Blättermagen gehen.

Dort wird fleißig weiterverdaut, vor allem wird alles entwässert und es wird darauf gewartet, dass auch die letzten größeren Brocken endlich in annehmbaren Portionen ankommen, dann wandert der Brei weiter in den Labmagen. Hier wird das Konglomerat endlich mit Hilfe von Magensäure völlig zersetzt und an die Därme weitergeleitet.

Der Dünndarm sorgt genau wie bei Nicht-Wiederkäuern dafür, dass aus dem Brei die lebenswichtigen Aminosäuren entnommen werden. Außerdem werden Kohlenhydrate zu Einfachzuckern verarbeitet, der Rest wird in den Dickdarm weitergeleitet. Ist der Dünndarm noch bakterienfrei, so wurde hier ein wahres Bakterienparadies errichtet, das dafür sorgt, dass auch die letzten Nährstoffe verdaut werden. Hier ist man auch für die formvollendeten Kuhfladen zuständig und gestaltet diese natürlichen Tretminen möglichst hübsch, damit das zielsichere Hineinlatschen von unachtsamen Menschen diesen nicht ganz so ärgerlich erscheint.


nächste Seite »