Denn Tiere sind keine Maschinen

Melone zum Abendbrot

von Admin | 29. Juli 2021 | noch kein Kommentar

Beim Verspeisen von Obst haben unsere Schweine ganz unterschiedliche Taktiken. Während die Diva Rosa Mariechen eine Wassermelone im Ganzen serviert bekommt und diesen Gegner mit höchstens zwei Bissen in die Knie zwingt, schwört der Abteilungsleiter unseres Gartencenters Eberhard auf eine andere Methode: Er lässt sich das Ding geschnitten reichen, beißt herzhaft hinein und kaut dann jeden Bissen extrapenibel durch. Das dauert zwar wesentlich länger, aber dafür hat man auch entsprechend mehr vom Genuß. Es wird übrigens niemand im Hintergrund erwügt, die Geräuschkulisse neben dem Schmatzen kommt von Sohn Winfried, der bereits tief ins Traumland vorgedrungen ist und dort mit einer extra hartnäckigen Pflanze in Sandschweinchens Garten zu kämpfen hat.


Die Pekinesen-Perspektive

von Admin | 29. Juli 2021 | ein Kommentar


Wenn Regisseur Puschek seiner Kamerafrau Karin partout die gewünschte Einstellung nicht erklären kann, dann nimmt er die Kamera auch mal selbst in die Pfote und macht einen Schnappschuss. Da entstehen dann total interessante Aufnahmen aus der Pekinesenperspektive, so wie auf dem Tagesbild mit dem Riesenbaby Mattis. Schon fast unfair, dass Mitbürger wie unser Chef auf praktisch jedem Gebiet talentiert sind und alles zu Gold machen, was sie berühren. Andererseits ist diese geballte Ladung Begabung natürlich auch der Grund für den Butenländer Höhenflug. Wir wollen uns da also auf keinen Fall beschweren und sind froh, dass wir damals die Konkurrenz im monatlichen Hundeleckerchen-Gehalt überbieten konnten und uns so diesen Tausendsassa in der Geschäftsführung gesichert haben.


Kunterbunt

von Admin | 28. Juli 2021 | 5 Kommentare

Heute halten wir euch mal wieder kompakt darüber auf dem Laufenden, was auf dem Hof passiert ist. Das Video beginnt mit einem Sonnenbad von Rosa Mariechen direkt in der Suhle, während Frederik gerade von der Arbeit in seiner selbst errichteten Butenländer Ausgrabungsstätte nach Hause kommt. Er flucht dabei vor sich hin, weil er eigentlich auf dem Rückweg noch Trüffel und die aktuelle Fernsehzeitschrift besorgen sollte, das aber vergessen hat und deshalb nochmal los muss.

Nicoletta und Hope haben dagegen romantische Plätze beim heutigen Sonnenuntergang ergattert, aber unser liebestoller Ganter zieht mal wieder dermaßen seine Körperpflege in die Länge, dass seine Ehefrau vor lauter Sorge über eine Verspätung schon ganz hibbelig auf- und abwatschelt. Winfried hat die Dusche für Minischweine erfunden und sich gleich eine eigene nur aus einem Menschen und einer Gießkanne gebastelt, genial. Puschek ist an einer ganz heißen Spur dran und hat die Ermittlungen zusammen mit Hilfskommissarin Jette aufgenommen. Omic macht dagegen noch immer mit seiner Umschulung zur Warzenente ernst und hat sich deshalb mal wieder inkognito an Daisy und Horst drangehängt.

Weder bei der gefiederten Belegschaft noch bei Ole gibt es etwas Neues, die einen leben ihren Freibad-, der andere seinen Streicheltraum aus. Auch unsere Pferdetruppe bestehend aus Loriot, Runi, Cello und Pferdinand ist wie immer rasant bis gemächlich, ganz nach eignen Geschmack, unterwegs. Frederik sucht noch immer die Trüffel und die Fernsehzeitschrift, macht aber einen Abstecher zu einem gesunden-Zwischensnack. Carlotta grübelt über neue Yoga-Übungen nach, während Pavarotti konzentriert neue Choreografien einstudiert. Denn natürlich kann man als Rockröhre sein Publikum nicht nur mit Superhits, sondern auch mit den dazugehörigen Bewegungsabläufen verzaubern.

La Colorida nimmt sich derweil Ole zur Brust, denn wegen den ganzen Schmuserunden mit Menschen darf natürlich nicht das äußere gepflegte Erscheinungsbild leiden. Tom bandelt dagegen mit Lillemor an, die nicht uninteressiert wirkt. Währenddessen geht das hündische Dreigestirn in den wohlverdienten Feierabend, den Palau, der vierte Herr in diesem Bund, schon eingeläutet hat, weil man das Hoftor natürlich auch ganz privat im Auge behalten kann. Eberhard konnte sich ebenfalls von der Arbeit in den Außenanlagen losreißen und so endet das Video auch schon wieder mit ein paar nächtlichen Impressionen von der Umgebung.


Die kuschlig warme Einzelhaft des Bauernverbands

von Admin | 28. Juli 2021 | 4 Kommentare

Der Bauernverband Schleswig Holstein hat gestern total erschrocken festgestellt, dass er noch gar nicht die Geschmacklosigkeit der Woche veröffentlicht hat. Das konnte er seinen Fans natürlich nicht antun und hat deshalb gleich einen besonders widerwärtigen Beitrag veröffentlicht. Da geht es um „kuschlig warme, frisch eingestreute Einzel-Appartments“, die mit „voller Aufmerksamkeit“ und unter „Full Service“ betreut werden. Menschen, die noch nicht komplett den Boden der Realität verlassen haben, sehen dagegen ein Bild von einem Kälberiglu.

Es ist schon bezeichnend, wie eine ganze Branche verzweifelt versucht, ihr tägliches Geschäft mit Not und Leid so zu verdrehen und zu verniedlichen, dass etwas scheinbar Gutes dabei rauskommt. Das Positive ist daran allerdings, dass wir eigentlich gar keine Gegendarstellung posten müssten, denn immer mehr Leute wissen, was die Milch eines Säugetiers ist und wann sie produziert wird. Dafür muss ein weibliches Wesen schwanger sein und ein Kind gebären, dann entsteht automatisch Muttermilch, egal ob beim Menschen oder bei der Kuh. Und da der Mensch die Muttermilch der Kuh für sich haben will, wird der tierischen Mutter das Kind weggenommen und in ein Kälberiglu gesteckt. Wer sich das vor Augen hält, der entwickelt einen spontanen Brechreiz, wenn dieses moralische Verbrechen dann mit Wörtern wie „kuschlig“ oder „Full Service“ beschrieben wird.

Da hilft dann auch keine Infostrecke über die Biestmilch mehr, die dem Kind großzügig für ein paar Tage angeboten wird. Natürlich nicht mehr im Kontakt mit der Mutter, sondern schäbigerweise im Hinterzimmer bei ihr abgepumpt. Auf Butenland sind keine Kälberiglus in Betrieb, trotzdem wurden und werden hier Kälber von ihren Müttern erfolgreich großgezogen. Weil ein Kind eben kein Kälberiglu, Fleece-Decken und menschliche „volle Aufmerksamkeit“ benötigt, um sich vor Kälte und anderen Unbillen zu schützen, sondern nur seine liebende Mutter 24 Stunden an der Seite oder in Rufweite.

Interessant ist auch, dass in dieser zynischen Berichtsparodie menschliche Babys mit Kälbern verglichen werden. Wenn das jemand tut, um das Verbrechen an diesen Wesen zu beschreiben, dann ist er fanatischer Tierrechtler, gerne direkt vom Bauernverband zum Abschuß freigegeben. Aber um den Verlust des eigenen Gewissens zu verarbeiten, werden diese Vergleiche natürlich vom gleichen Bauernverband genutzt. Die Aufzucht von Kälbern bis zur tödlichen Tat kann man dagegen gar nicht genug mit Kitsch verkleistern und dort sind natürlich Vergleiche zum Menschen gerne inflationär zu setzen.

Das Gute an der Sache ist, dass die Tierhalter kaum mehr mit ihrer Stephen-King-Poesie durchkommen. Der ganze Kommentarstrang ist auch in diesem Beispiel aufgespalten in zwei Diskussionsgruppen. Zum einen Menschen, die sich über diese herzenskalte Beschreibung echauffieren, zum anderen verhärtete Bauern, die alle als Veganer beschimpfen und nicht ein Gegenargument bringen können. Stattdessen stehen sie demnächst wohl wieder auf der Straße und kippen heulend in einem Demonstrationszug ihre Milch weg. Und kriegen ihre Preise trotzdem nicht so angepasst, dass sie davon leben können, weil ihr eigener Verband samt Landwirtschaftsministerium sich nur noch um Großbauern kümmert und selbst die nicht mehr wissen, wohin mit dem Milchberg, da die Nachfrage aufgrund immer aufgeklärteren Verbrauchern nur in eine Richtung geht. Es läuft also auf ein Happy End hinaus, auch wenn das noch Jahrzehnte dauern wird. Aber wer weiß, wie erfolgreich der Bauernverband das mit solchen Beiträgen beschleunigen kann.


Heuballenmassaker von oben

von Admin | 27. Juli 2021 | 6 Kommentare

Im Tagesvideo beobachten wir mal ein Heuballenmassaker aus der Vogelperspektive, denn Jan hat das Spektakel mit seiner Drohne eingefangen. So bekommen wir hochinteressante und auch fast überraschende Einblicke in diesen KUHlen Event.

Der Start ist dabei noch völlig wie erwartet, denn Chaya stürzt sich wie gewohnt als Erste ins Vergnügen, unterstützt von Fine, die immer in der vorderen Reihe steht, wenn es irgendwie ums Essen geht. Dann übernimmt aber plötzlich Supermuddi Dina die Regie, hängt die Ramboline ab und muht sogar ihr Riesenbaby Mattis zur Verstärkung. Als der ankommt, verdient sich Carlotta eine besondere Erwähnung in Sachen Tapferkeit, denn sicher gehört schon Mut dazu, sich das Essen abzuholen, während ein Riesenbaby sich recht ungestüm als Mixer auslebt.

Interessant sind auch die Randepisoden, die zum Beispiel von Colorida handeln, die sich alles in Ruhe anguckt und abwartet, bis etwas Heu irgendwo für sie liegenbleibt. Oder auch von Ole, der manchmal recht entgeistert guckt, kein Wunder bei diesen Tischmanieren seiner neuen Familie. Alles in allem ein sehr gelungener Sichtwechsel, den wir vielleicht öfter ausprobieren.


Teambesprechung

von Admin | 27. Juli 2021 | 4 Kommentare


Teamwork wird auf Butenland ganz groß geschrieben, deshalb ist es auch kein Wunder, dass Hofleiter Puschek regelmäßig zu öffentlichen Versammlungen bittet, wo jeder seine Meinung vorgackern, -grunzen oder anders vortragen kann. Auf dem Bild seht ihr unseren Chef direkt nach so einer Besprechung mit dem sauguten Abteilungsleiter des Gartencenters Eberhard und der Butenländer Betriebsratsvorpickenden Ida. Zwar geht es auf diesen Gesprächsrunden oft hoch her, aber trotzdem gehen immer alle zufrieden nach Hause, nachdem sie sich auf Puscheks Meinung geeinigt haben. Was manchmal gar nicht so leicht ist, wie es klingt, aber zum Glück hat unser Pekinesengeschäftsführer genug natürliche Autorität, um jedes Mal das Beste für Butenland durchzusetzen, das eben nur er vollständig überblickt und deshalb realistisch beurteilen kann.


Bremen 4 auf Hof Butenland

von Admin | 26. Juli 2021 | 6 Kommentare


Karin und ihre beste Freundin Anna lächeln auf dem Foto nicht ganz grundlos um die Wette, denn unser Abendbeitrag kommt zugegeben etwas umständlich daher. Wir hatten vor ein paar Tagen Besuch von Bremen 4, dazu hat der Sender jetzt eine kleine Reportage auf seiner Instagram-Seite hochgeladen. Wenn ihr also dem Link https://www.instagram.com/bremenvier/ folgt und oben links auf den Reiter „Hof Butenland“ klickt, dann solltet ihr zu einer Serie von 20-Sekunden-Filmschnipseln über Butenland gelangen. Ehrlich gesagt schwören wir mehr auf Facebook, schon allein weil es dort keine Zeichenbeschränkung für die Texte gibt, aber wir wollten euch das Ganze natürlich auch nicht vorenthalten.


Die weiße Greta

von Admin | 26. Juli 2021 | 4 Kommentare


Vielleicht ist euch bereits aufgefallen, dass unsere Greta in letzter Zeit die Farbe wechselt und zur Albino-Kuh umschult. Zuerst dachten wir, dass Anna sich in ihrem Beauty-Salon auf eine Klage gefasst machen muss, weil irgendeine neue Leckmethode Allergien bei Greta ausgelöst hat. Aber unsere Hoffriseuse kann ganz beruhigt sein und muss bei ihren Mahlzeiten nicht auf Heu-Schadenersatz sparen, denn der Tierarzt hat nun ganz normale Pigmentsstörungen diagnostiziert. Die sind vollkommen harmlos, allerdings weiß niemand, ob wir weiter täglich neue Flecken bestaunen dürfen oder das Ganze nicht doch irgendwann wieder aufhört. Aber im Ernstfall hat so eine vornehme Blässe ja noch niemanden geschadet, sondern gibt unserer Rennkuh ganz im Gegenteil sogar einen leicht aristokratischen Touch. Und das ein helles Fell ein echter Hingucker ist, beweist ja unter anderem unsere Lillja jeden Tag aufs Neue.


Ole macht es sich gemütlich

von Admin | 25. Juli 2021 | 7 Kommentare

Ole hat sich auf Butenland wirklich ideal eingelebt. Er war sehr menschenbezogen und hat auch gleich auf dem Hof seine täglichen Streicheleinheiten eingefordert. Gleichzeitig kannte er keine Artgenossen und hat sich trotzdem mutig immer mehr der großen Herde angenähert, wo er inzwischen viele Freunde wie zum Beispiel Anton und Carlotta gefunden hat. Auch mit Chaya versteht er sich hervorragend, was sicher auch daran liegt, dass er das einzige Rind ist, was auf ihre Brummeleien reagiert und immer sofort schaut, ob alles in Ordnung ist. Inzwischen kann man gar nicht mehr glauben, dass der kleine Ochse erst wenige Wochen auf dem Hof ist und nicht schon sein ganzes Leben hier verbracht hat.


Frederiks Morgenlektüre

von Admin | 25. Juli 2021 | ein Kommentar


Mittlerweile besitzen wir auch endlich die Printausgabe der New York Times, in der über Butenland berichtet wird. https://www.nytimes.com/2021/07/10/world/europe/germany-cow-retirement-home.html Natürlich haben wir die auch direkt an die nicht-menschlichen Butenländer weitergegeben und Frederik hat sich gleich eine Ausgabe gesichert. Darüber freut sich dann auch Rosa Mariechen, denn die ist doch ziemlich genervt, dass ihr am Frühstückstisch immer nur eine Zeitung gegenübersitzt, hinter der ab und zu eine Klaue hervorkommt und zum Morgenwasser greift. Wenn ihr Schatz aber so tolle Berichte vorgrunzen kann, dann ist das natürlich nur noch halb so wild und das Stuntferkel ihres Herzens darf sich danach zur Belohnung sogar extralange die Sportberichte durchlesen.

Auch hier nochmal der Hinweis: Den Artikel geschrieben hat Melissa Eddy, die Berlin-Korrespondentin der New York Times, die Bilder kommen von der Fotografin Lena Mucha, die sich über Besuche auf ihrem Instagram-Account freut: https://www.instagram.com/lena_mucha/?hl=de&fbclid=IwA


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