Denn Tiere sind keine Maschinen

KUHle Momente

von Admin | 16. Januar 2019 | ein Kommentar

Immer wieder erreichen uns „Beschwerden“ darüber, dass Lieblingsrind XY lange nicht mehr in den Beiträgen vorgekommen ist. Deshalb veröffentlichen wir heute mal einfach diverse Alltagsschnipsel aus dem KUHlen Leben unserer Herde und wechseln dabei sehr zügig die ProtaMUHnisten. Natürlich werden dadurch noch immer nicht alle Damen und Herren vorgestellt, und vor allem machen sich mal wieder besonders die kamerascheuen VertreterInnen ziemlich rar, aber das hat ja auch seine Gründe. Wer von unserer Kamera eher genervt ist, dessen Privatsphäre wird nicht weiter gefilmt, fertig. Das geht auch gar nicht anders, schließlich wollen wir keinen Ärger mit dem Rinder-Betriebsrat oder der Herdenleitung riskieren. 😉


Ach, wie schön ist Milchbetrieb …

von Admin | 16. Januar 2019 | 5 Kommentare
Vor ein paar Tagen haben wir darüber berichtet, dass die Milchindustrie inzwischen verzweifelt versucht, sich transparent darzustellen, um so in der Öffentlichkeit zu punkten und ein „Alles halb so schlimm“-Gefühl zu erzeugen. Schon damals haben wir uns gewundert, dass diese Transparenz über 90 % der Dinge verheimlicht. Es ging um die Trennung einer Mutter von ihrem Kind, die ausschließlich aus Sicht der Kuh geschildert wurde, selbst da wurden ziemlich offensichtliche Lügen verbreitet, und das Schicksal des Kalbs, das sich nur zwischen dem männlichen Tod oder der weiblichen Karriere als ausgenutzte Milchkuh entscheiden darf, wurde komplett verheimlicht. Wer sich über diese Transparenz, die man sonst nur von Stahlbetonmauern kennt, gewundert hat, der kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, wenn er diese Reaktion https://www.facebook.com/hofhueske/photos/a.435587363521271/598734780539861/?type=3&theater des gleichen Milchbetriebs sieht, mit dem jetzt auf Kritik auf dieses Transparenz-Waterloo reagiert wird.
 
Da wird gleich als Einleitung die Parole „Erst vollständig lesen, dann sachlich antworten. Fairness first!“ ausgegeben und der ganze Absatz handelt davon, wie sehr man an einer sachlichen Diskussion interessiert ist. Die ist aber angeblich wegen bösen Veganern nicht möglich, deshalb wird zugegeben, dass man viele beleidigende Kommentare gelöscht hat. Verschwiegen wird dabei, dass schon der Hinweis, was mit männlichen Kälbern in der Milchindustrie geschieht, als Beleidigung empfunden wurde. Dass beim Thema „Tötung im Neugeborenenalter“ nicht jeder sachlich und ruhig bleibt, ist zumindest für uns auch verständlich. Leser von uns berichteten, dass sie schon gesperrt wurden, weil sie den Bericht mit unserem Kommentar oder anderen kritischen Anmerkungen geteilt haben. Man muss also nicht mal aktiv an der Diskussion teilnehmen, um von ihr ausgeschlossen zu werden, da werden sehr aufmerksam selbst die Verteilungen nach kritischen Stimmen abgesucht und sofort gesperrt. Inzwischen tummeln sich nur noch positive Anmerkungen, Dankesbekundungen und Jubelarien im Kommentarbereich des Beitrags, den alle Kritiker nur noch lesen können, weil sie komplett gesperrt wurden. Das ist echt ein interessantes Konzept von „Fairness first!“, für das sich bestimmt auch Donald Trump erwärmen könnte.
 
Es folgt eine Passage über das Leiden einer Bauernfamilie, die jeden Tag hart arbeiten muss und vor lauter Tierliebe fast erstickt. Keine Ahnung, was mit diesem Hinweis ausgedrückt werden soll, für uns ist Tierausnutzung jedenfalls auch nicht gerechtfertigt, wenn der Aggressor dabei richtig dolle schwitzt und seinem Opfer mehrmals am Tag eine „Ich hab dich lieb“-Säuselei ins Ohr flüstert. Es soll in diesem Beitrag doch angeblich darum gehen, ob es in Ordnung ist, dass Familien auseinandergerissen und die Mitglieder entweder getötet oder als lebenslanges Nutztier ausgebeutet werden. Wen interessiert da, wie anstrengend das für die Verursacher ist? Es ist bei diesem Thema auch nicht von Belang, wie groß die Ställe sind und ob Kuhbürsten existieren. Außerdem bleibt schleierhaft, was die Nennung des Melkroboters beim ach so hohen Kuhkomfort zu suchen hat. Der dient eindeutig der Bequemlichkeit des Landwirtes, in Kuhkreisen wird das Ding bestimmt nicht euphorisch als Must-Have abgefeiert.
 
Dann folgt endlich der Absatz, in dem es um die Trennung geht. Dort muss man sich erstmal durch viele Standardphrasen kämpfen, denn natürlich werden ominöse Studien erwähnt, die herausgefunden haben sollen, dass die Kuh gar nichts davon mitbekommt, wenn man ihr das Kind wegnimmt. Und da diese Untersuchungen von echten Rinderflüsterern, die telepathisch Kuhpsychen lesen können, erstellt wurden, ist auch sicher, dass so eine Trennung der Mutter gar nichts ausmacht. Wahrscheinlich bedankt sich die Kuh auch nur tagelang beim Bauern, und die Geräusche, die sie dabei verursacht, sind gar keine Schreie nach ihrem Kind. Die Alternative dazu ist, dass man für neutrale Objektivität keine Studien bemühen sollte, die vom Bauernverband und anderen Lobbyvertretern bezahlt wurden.
 
Danach wird es richtig klebrig, denn die Trennung wird jetzt sogar als etwas hingestellt, das dem Kalb hilft. Nur so kann angeblich gewährleistet werden, dass das Kind auch ausreichend Biestmilch zu sich nimmt. Schon komisch, dass auf Butenland gleich mehrere Familie lebten und leben, die das ohne Eingriff des Menschen tadellos hinbekommen haben. Egal ob Jette mit ihrer Jule, Dina mit ihrem Mattis, Christine mit ihrer Trine (übrigens unser Tagesbild, Trine wurde 2006 in Freiheit geboren) oder Martina mit ihrem Martin, in allen Fällen haben die Kälber einfach so viel Milch getrunken, bis sie satt waren und wie es von der Natur vorgesehen war. Wieso hat das bloß geklappt, ohne dass ein Milchbetrieb sich als Gott aufgespielt hat? Den ganzen Stunt sollte man übrigens nicht an unserer Spezies durchziehen, wenn man an Harmonie interessiert ist. „Frau Müller, das ist ihr erstes Baby, Sie wissen doch gar nicht, wie man so etwas versorgt. Deshalb nehmen wir es ihnen jetzt weg, zapfen Ihre Muttermilch ab und versorgen Ihr Kind dann mit der idealen Menge. Sie sollten sich jetzt sowieso darauf konzentrieren, nochmal schwanger zu werden.“ Die Taktik könnte vielleicht doch hier und da auf Unverständnis stoßen.
 
Und das ganze unbeholfene Gehampel nur, weil niemand zugeben möchte, dass die Familie einfach nur aus schnödem wirtschaftlichen Interesse so schnell wie eben möglich getrennt werden muss. Das Fleisch des männlichen Kalbes ist nur wenige Wochen so zart wie vom Konsumenten gewünscht, eine Tochter ist direkt eine Investition in den eigenen Betrieb, und die Mutter hat man nunmal ausschließlich dafür künstlich geschwängert, um an die Milch heranzukommen. Aber das klingt natürlich nicht so romantisch, also kann man auch über Tierliebe, Kuhkomfort und Mütter, die unbedingt ihre Kinder loswerden wollen, schwadronieren, das kommt einfach besser beim Verbraucher an.
 
Geschlossen wird der Beitrag mit der erneuten Bitte nach einer fairen Diskussion. Die hat man ja auch erreicht, immerhin scrollt man sich an der eigenen Sperrliste inzwischen tot und im Kommentarbereich gibt es nur noch Glückwünsche, Begeisterungsstürme und total beeindruckte Bauern, die sich endlich verstanden fühlen. Und Gegendarstellungen wie diese gibt es nur noch auf anderen, nicht so vorbildlich transparent zensierten Seiten. Trotzdem werden wir natürlich den großen „Wir lieben unsere Opfer“-Feldzug der Tierindustrie weiter begleiten und kommentieren. Schließlich klappt es sonst nicht mit der Fairness.


Die tägliche Pause mit Erna

von Admin | 15. Januar 2019 | 4 Kommentare

Indira und Erna sind so gute Freundinnen, dass sie praktisch jede Mittagspause zusammen verbringen. Zum Glück lässt sich das auch gut mit ihren jeweiligen Jobs verbinden. Denn immer, wenn Indira mit der ersten Tagesrunde Misten fertig ist und alle Tiere ihr Mittagessen bekommen haben, macht auch Erna Pause in der nicht minder anstrengenden Ausbildung zur Sachensucherin. Hier muss auch mal unsere Hofdiva Rosa Mariechen lobend erwähnt werden, die diese Freundschaft sehr wohlwollend beobachtet und deshalb ihrer Azubine immer sowohl rechtzeitig als auch großzügig frei gibt. Zusätzlich ist Indira momentan der einzige Mensch auf dem Hof, der weder unter Grippe leidet noch gerade erst eine hinter sich hat, so liegt auch die Ansteckungsgefahr während des Schmusens bei Null. Unter diesen günstigen Zeichen kann man das Kuschelpäuschen dann auch mal ruhig eine Viertelstunde verlängern, da wird kein Chef etwas gegen sagen, egal ob Jan oder Mariechen.


Akte D – Die Macht der Bauernlobby

von Admin | 15. Januar 2019 | 4 Kommentare
Wir haben gestern kurz überlegt, ob wir diesen Programmtipp veröffentlichen sollen. Dann haben wir aber darauf verzichtet, da dieser reale Krimi erst gegen Mitternacht gesendet wurde, ein Schelm, wer Böses denkt. Also verweisen wir lieber heute auf den Mediathek-Beitrag, der hier abgerufen werden kann: https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/akte-d-folge-1-video-100.html?fbclid=IwAR0tOTozqaMDuxcpHW-iBSBlAo8l2E4-nrEKpdytZQ_6elRc8jk4w1P_EwM
 
Die 45 Minuten sollte sich wirklich jeder gönnen, gerade wenn er auch in Zukunft an gewissen Diskussionen teilnehmen will. Denn es ist schier unglaublich, mit was für Mitteln der Bauernverband seit seiner Gründung kurz nach dem 2. Weltkrieg arbeitet. Da wird immer wieder offen angedroht, den eigenen Mitgliedern rechtsradikale Parteien wie die NPD vor der nächsten Wahl schmackhaft zu machen, wenn die aktuelle Regierung nicht spurt. Interessant auch die Passage, in der beschrieben wird, wie dieser Verband eine Heerschar von Bauern bewusst als Privatleute auf das Internet loslässt, um Stimmungen zu erzeugen. Mit der Atemluft kämpft man, wenn dokumentiert wird, dass ganze Absätze zur Tierhaltung auf Wunsch dieser Organisation aus dem Klima-Abkommen herausgestrichen wurden.
 
Sehr auffällig ist, dass immer wieder CDU-Regierungen dabei thematisiert werden. Zum Ende des Beitrags kommt selbstverständlich auch kurz unsere aktuelle Landwirtschaftsministerin vor, der direkt auf dem Bauerntag eine so angepasste Rede geschrieben wurde, dass sie danach im wohlwollenden Applaus ertrinkt und kritische Journalistenfragen sofort als Unterstellung abbügelt. Gerne würden wir das auf ihrer Facebookseite https://www.facebook.com/juliakloeckner/ diskutieren, aber leider sind wir als Mitkommentierende dort schon lange gesperrt.
 
Diesen Beitrag sollten sich ironischerweise nicht nur die normalen Verbraucher anschauen. Denn der Bauernverband steht längst nicht für alle Bauern ein, interessant und schützenswert wird man prinzipiell erst, wenn man einen Großbetrieb vorweisen kann. Was immer weniger Bauern betrifft, was zu immer mehr Hofaufgaben führt, und was eigentlich Grund genug sein sollte, als kleiner Familienbetrieb endlich mit der Verteidigung dieses Verbands aufzuhören.
 
Zum Schluß wartet die Dokumentation dann auch mit der üblichen Lösung auf. Die liegt nicht in der Politik, sondern in der Gesellschaft und somit an jedem einzelnen von uns. Denn sie lautet: „Weniger Fleisch, weniger Gülle, weniger Pestizide“ oder übersetzt „Weniger Tierprodukte, weniger Tierhaltungen, weniger Macht für die Bauernlobby, weniger staatlich gedeckte Umweltverschmutzung und Gift im Essen“. Und das ist weitaus einfacher, als es sich anhört, und mittlerweile vor allem auch absolut alternativlos.

Stallrunde mit Taschentuch

von Admin | 14. Januar 2019 | 5 Kommentare

Kommt ihr mit auf eine Runde durch den Offen- und Krankenstall? Wenn nicht, verpasst ihr mit Karin eine Moderatorin, deren Stimme durch die Grippe in fast jugendgefährdende Dimensionen abgleitet. Verkneift euch aber trotzdem die üblichen Forderungen nach Hörbüchern, denn die stoßen auf taube Ohren, was nicht nur an der Erkältung liegt. 😉


Neues aus dem Butenland-Kochstudio

von Admin | 14. Januar 2019 | 7 Kommentare


Wir haben lange nicht mehr unsere Spitzenköchin Frau Prillan gelobt. Das wollen wir heute nachholen, immerhin sind solche Topkräfte auf dem Arbeitsmarkt sehr begehrt und orientieren sich schnell um, wenn sie ihr Talent nicht ausreichend gewürdigt sehen. Zumal unsere Maitre de Cuisine gerade erst ein weiteres Fernstudium auf der „Smörrebröd-Smörrebröd-Römtömtömtöm“-Universität zu Muppethausen erfolgreich abgeschlossen hat und nun neben der bereits in Vollendung beherrschten Pfanne zusätzlich mit einem Topf arbeiten kann. Klar, dass so ein Stereo-Kochen auch von einem Ausnahmetalent wie Prillan nochmal eine gehörige Portion Zusatzkonzentration erfordert. Deshalb stören wir sie auch gar nicht weiter und sind gespannt, was für körnige Gaumenfreuden heute für uns gezaubert wurden.


Wie geht es Trude und Bo?

von Admin | 13. Januar 2019 | 8 Kommentare

Mit dem heutigen Video bringen wir euch mal in Sachen Trude und Bo auf den neuesten Stand. Es beginnt mit der Ankunft der beiden Ende Oktober. Sie stammen von dem Hof eines Freundes, der letztes Jahr verstorben ist.

Die 14jährige Zebu-Kuh Trude war von Anfang an dominant und hat das auch bis heute nicht abgelegt. Es gibt hier kaum eine Meinungsverschiedenheit, in die sie sich nicht einmischt. Dazu ist sie auch noch unglaublich schnell und verfügt über eine sehr einschüchternde Akustik. Kein Wunder also, dass sie die meisten Duelle gewinnt. Diese Taktik ist natürlich gut für ihren Aufstieg in der Herdenhierarchie, der sehr kometenhaft verläuft, auch wenn sie von der Herdenleitung vorerst nur träumen kann.

Der 4jährige Dexter-Ochse Bo ist dagegen ein sehr gemütlicher Vertreter seiner Art. Gerne lässt er sich von uns kraulen und geniesst das auch sichtlich. Am Anfang seiner Butenland-Zeit hat er noch ständig Trudes Nähe gesucht, war sie doch das einzige Rind, das er in der neuen Umgebung kannte. Inzwischen haben sich die beiden aber voneinander abgenabelt. Während Trude mit ihrem Kampfhusten über den Hof fegt und alles herausfordert, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist, sucht Bo mittlerweile die Nähe zu Anton und anderen eher tiefenentspannten Rinderkollegen und stößt damit auf sehr wohlwollende Resonanz.

Als Fazit können wir festhalten, dass beide Rinder gut auf Butenland angekommen sind und sich hervorragend auf ihre unterschiedliche Art und Weise in die Familie eingefügt haben.


Die tägliche Arbeit

von Admin | 13. Januar 2019 | 10 Kommentare


Eigentlich würden wir heute den Kopf auch lieber in die Federn stecken, denn auf Hof Butenland grassiert eine Grippewelle, die bisher nur Indira verschont hat. Aber natürlich muss die Arbeit trotzdem weitergehen, auch an einem Sonntag und eben auch mit Fieber, Schnupfen und Heiserkeit. Jetzt in der Stallsaison, wenn zusätzlich das Wetter auf regnerisch schaltet, kommen die Damen und Herren Rinder kaum mehr aus ihren Wohnzimmern heraus, dementsprechend oft müssen wir die Ställe misten. Bis zu 20 Schubkarren täglich schieben wir momentan zum Misthaufen, und dabei sind nicht mal die Fuhren für die Pferde miteingerechnet. Selbstverständlich wollen auch die übrigen Bewohner versorgt werden und nehmen dabei ebenfalls keine Rücksicht auf menschliche Befindlichkeiten.

Dieser Nonstop-Betrieb, bei dem man von längerem Urlaub oder Genesungsauszeiten nur träumen kann, ist auch der Grund, wieso sich Hof Butenland so schwer bei der Mitarbeitersuche tut. Auf so einem Lebenshof geht es eben nicht primär um das Bekuscheln von Tieren, sondern es dreht sich hauptsächlich um harte Arbeit, die auch an Wochenenden und gesundheitlich raueren Zeiten erledigt werden muss. Das ist wirklich mehr Berufung als normaler Job.

Aber das soll gar kein Mimimi-Beitrag werden, dafür bekommen wir viel zu viel positive Energie von den Tieren zurück. Und es ist gerade in der heutigen Berufswelt auch unbezahlbar, wenn man gerne morgens aufsteht, weil man weiß, wofür man arbeitet und voll hinter diesem Projekt steht. Daraus kann man eine enorme Zufriedenheit ableiten. Trotzdem wäre es schön, in einem größeren Team zu arbeiten, so dass man sich gegenseitig besser auffangen kann. Aber auch daran arbeiten wir weiter.


Aktenzeichen XY ungemuht

von Admin | 12. Januar 2019 | 5 Kommentare

Das folgende Überwachungsvideo veröffentlichen wir nicht, um die Bevölkerung zur Mithilfe aufzurufen. Da die beiden Protagonistinnen Anna und Chaya davon abgesehen haben, sich zu verMUHmmen, sind sie schließlich klar zu identifizieren. Vielmehr zeigen wir diese Bilder, um den Gerüchten entgegenzutreten, die gerade in allen Medien die Runde machen.

Die Angreiferin Chaya benutzt eindeutig als Waffe nur ihren Dickschädel und setzt ansonsten auf reine Körperkraft, das vom Zeugen Puschek ins Spiel gebrachte Kantholz entpuppt sich also als reine Erfindung. Auch die vom ihm genannten ausmistenden menschlichen Handwerker, die durch ihren Eingriff angeblich Anna gerettet haben, sind weit und breit nicht zu sehen. Wir haben diesen etwas zwielichtig erscheinenden Augenzeugen bereits zur Rede gestellt, wurden von ihm aber so dermaßen zusammengebellt, dass wir die Untersuchungen in diese Richtung ab sofort eingeschüchtert ruhen lassen werden.

Nicht so leicht davon kommt die Aggressorin Chaya. Bei ihr haben wir sogar vorläufig die ImMUHnität aufgehoben, da gegen sie auch schon mehrere Anzeigen wegen Sachbeschädigung an und Hinterziehung von Heuballen vorliegen, mehr als eindeutige Überwachungsvideos existieren auch zu diesen Beschuldigungen. Das kann für Frau Chaya jetzt richtig teuer werden, in der Vergangenheit gab es da schon Urteile über die Zahlung von bis zu drei Äpfeln. Allerdings hat die Angeklagte schon reagiert und mit Prof. Dr. Amanda von Gans eine Strafverteidigerin engagiert, die sich auf Rinderrecht spezialisiert hat und durch ihre jahrelange Beschäftigung im Sicherheitsdienstes eines Lebenshofs auch schon breite einschlägige Erfahrungen mit Tierverstössen aller Art gesammelt hat. Durch diese Anwalts-Koryphäe hat Chaya gute Chancen, trotz Videobeweisen glimpflich aus der Sache herauszukommen. Das ist aber halb so schlimm, denn tief unter der harten Ramboschale hat sie ein sehr großes und weiches Herz. Mit diesem Hinweis wollen wir aber natürlich nicht die Ermittlungen beeinflussen.


Über die Profi-Sachensuche

von Admin | 12. Januar 2019 | 6 Kommentare

„Die ganze Welt ist voll von Sachen, und es ist wirklich nötig, dass jemand sie findet. Und das gerade, das tun die Sachensucher.“
 
Aus „Pippi Langstrumpf“ von Astrid Lindgren
 
Foto: Rosa Mariechen, berühmteste Sachensucherin im bekannten Universum, bei der täglichen Arbeit

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