Denn Tiere sind keine Maschinen

Zum 5’ten Kuhday bekam Chaya ein Geburtstagspaket von ihrer Patin…

von Admin, am 18.05.2015.

… eine etwas mißlungene Weidenparty

Chaya wurde am 18. Mai 2010 geboren. Von einem Mäster war sie bereits für die Schlachtung vorgesehen, da war sie gerade einmal drei Jahre alt. Die Veterinärin des Schlachthofs bemerkte die damals noch namenlose Kuh auf dem Transporter, denn sie schrie unaufhörlich und unüberhörbar. Die Tierärztin vermutete eine Schwangerschaft und bat den Bauern um einen Aufschub. Dieser wurde gewährt und der Landwirt nahm die Kuh vorerst wieder mit zurück auf seinen Betrieb.

Das Schlachten schwangerer Kühe ist nicht ungewöhnlich. Schätzungen der Bundestierärztekammer gehen davon aus, dass allein in Deutschland jährlich 180.000 Kälber im Mutterleib elendig ersticken, während ihre getöteten Mütter am Schlachterhaken hängen und ausbluten.

Eine Schwangerschaft konnte bei Chaya schließlich ausgeschlossen werden, sie war nur etwas korpulent. Da Rinder nur mit aktuellem negativem BHV-Nachweis den Stall wechseln dürfen, war für Chaya eine Quarantänezeit von vier Wochen vorgeschrieben, bevor sie ins Kuhaltersheim einziehen konnte. Damit sie diese Zeit nicht isoliert in Einzelhaltung verbringen musste, sagten wir noch einer zweiten Kuh aus demselben Betrieb die Rettung zu. Diese zweite Kuh war Dani, benannt nach einer der Retterinnen, die online mit einer Spendenaktion für den Freikauf und die weitere Versorgung der beiden aufgerufen hatten.

Chayas Name stammt aus dem Hebräischen und bedeutet ‚Mutter des Lebens‘ oder ‚die Lebendige‘. Von all unseren Rindern ist sie die untypischste Kuh. Sie schätzt zwar menschliche Aufmerksamkeit in Form von Streicheleinheiten, kennt aber keine Distanz und verhält sich oft rinder-untypisch. Es wird wohl seinen Grund gehabt haben, warum sie sich auf dem Schlachthof die Seele aus dem Leib geschrien hat, aber wir kennen ihn nicht. Chaya ist in der Herde meist eine Einzelgängerin und bleibt oft für sich. Sie sind eben Individuen, keine Maschinen.

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Kategorie: Tier-Videos

10 Antworten zu “Zum 5’ten Kuhday bekam Chaya ein Geburtstagspaket von ihrer Patin…”

  1. Dagmar sagt:

    Ach Mattis!
    Er ist einfach zu arg verwoehnt worden und meint jetzt, dass alles ihm gehoert.
    Chaya, ich wuensch Dir alles Liebe und noch viele Jahre auf Hof Butenland.
    Ich hoffe, Ihr hattet noch eine kleine Ueberraschung fuer das Maedel, die ihr der freche Mattis nicht wegnehmen konnte.
    Was heiszt, sie verhaelt sich rinder-untypisch und wie aeuszert sich ihre Distanzlosigkeit?

    Hab einen Bericht gefunden:

    SCHLIMME BILDER!!!
    Ueber das Schlachten schwangerer Kuehe.
    Ich kann es nicht bis zum Ende schauen! Grein!!!

    http://www.youtube.com/watch?v=Y4QOhN8BFNU

  2. Liebe Dagmar,

    untypisch heißt in Chayas Fall: Andere Rinder weichen aus, wenn man auf sieh zugeht oder bleiben stehen. Chaya läuft hingegen auf einen zu. Anfangs hat sie auch versucht, Menschen zu besteigen, was bei rund 600 Kilo Lebendgewicht nicht ohne ist.

  3. Luna sagt:

    Alles Liebe, schönes Kind.

  4. Dagmar sagt:

    Danke, liebe Mira,
    das ist heftig! Ganz schoen gefaehrlich. Jetzt seh ich sie ganz anders. Werd mir nochmal ein paar Filme mit ihr ansehen.

  5. Inga sagt:

    Alles Gute, Chaya, mit all Deinen Eigenarten.

  6. Doris sagt:

    Alles Kuhte zu deinem Geburtstag liebe Chaya!

    Auch wenn viele denken, dass du ein bisschen spinnst, bleibst du doch eine gute Seele. Niemand weiß, was in deinen Leben schon vorgefallen ist. Die Perversitäten der Menschen sind ja grenzenlos.
    Dem Mattis hättest du „eine boxen“ sollen. Der verzogenen Silberlocke muss mal jemand Respekt vor anderer Leute Geburtstag-Geschenke beibringen.

  7. wolfgang sagt:

    Whouw, Chayas Ungewöhnlichkeit hat auch Dani das Leben gerettet und das ist ganz wunderbar!
    Chaya ist eine ganz außerordentliche und ungewöhnliche
    Persönlichkeit!
    Ich liebe Euch dafür das ihr Chaya und Dani gerettet habt!
    Welch wunderbare Lebewesen Chaya und Dani sind und wie schön das Sie ihre Individualität leben dürfen in Freiheit!

    Ein fünffaches Muh, muh, muh, muh, muh und viel Gesundheit noch dazuh der außergewöhnlichen Chaya!

  8. Gabriele sagt:

    Wunderschöne Chaya, das schmeckt sicher fein.
    Da schaut jedoch der freche Mattis drein.
    Dieses Kerlchen so selbstbewußt und dreist.
    Das alle Kuhdamen weichen meist.

    Schade, liebe Chaya, ich hätte Dir das Päckchen so gegönnt.
    Aber, der große Mattis ist natürlich zu imposant. Trotzdem, liebe Chaya von Herzen alles Liebe und Gute zum Geburtstag.

  9. Gabriele sagt:

    Liebe Dagmar, tue Dir solchen Bilder vom Schlachten dieser armen Tiere nicht an. Alleine, wenn ich das lese „Schlachten von schwangeren Kühen“ erzeugt in mir einen Brechreiz. Es ist mir immer wieder unbegreiflich, was das für „Menschen“ sind, die zu solchen perversen Taten fähig sind. Wir können nur immer wieder hoffen und beten, dass immer mehr Menschen endlich aufwachen und sich entscheiden vegan zu leben. Es ist einfach entsetzlich wie sinnlos die Tiere auf dem ganzen Planeten unter der Anwesenheit der Menschen leiden müssen. Hoffentlich hört das bald auf!!!!!!

  10. Dagmar sagt:

    Liebe Gabriele,
    ich lese die Ueberschriften, mach den Film auf, hab den Finger aber schon auf dem „X“. Mir langt eine Sekunde des Filmes um fuer lange, lange Zeit dran zu denken.
    Es war fuer mich unvorstellbar, dass schwangere Kuehe geschlachtet werden. Welche Verschwendung von Leben!
    Wie stumpf und krank muessen diese Leute, ich schreib absichtlich nicht Menschen, an ihrer Seele sein. Wie koennen sie nachts schlafen.
    Jeder, der ein Stueck Fleisch will, sollte sich das Tier selber toeten muessen!!! Und danach muss er es ganz alleine aufessen!!!

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