Denn Tiere sind keine Maschinen

Schalldicht durch die Nacht

von Admin, am 31.12.2019.

Wenn Eberhard die Betten macht, dann kann diese Prozedur locker bis zu einer Stunde dauern. Heute gibt es natürlich einen zusätzlichen Aufschlag, damit das Schlafgemach auch wirklich schalldicht ist. Denn wer wird nicht sauböse, wenn er mitten in der Nacht von Böllern aufgeschreckt wird und dann auch noch wachbleiben muss, weil sich der Lärm über Stunden hinzieht?

Und ganz ohne jeden Humor bitten wir die Leserschaft nochmal darum, Silvester ohne jeden Sprengkörper zu feiern. Mit Grauen erinnern wir uns an die Nacht vor einigen Jahren, in der wir bis in die frühen Morgenstunden Rinder eingesammelt haben, weil die panisch zu den Weiden durchgebrochen sind, da Touristen in der Nachbarschaft unbedingt Raketen in den Himmel feuern mussten. Unser Kater T4 zeigte sich Silvester 2017 von der Böllerei schwer verstört, Neujahr fanden wir ihn tot in seinem Körbchen, weil das kleine Herz einfach im Nachhinein versagt hat. Für jedes Wildtier stellt das monströse Spektakel sowieso den reinen Horror dar. Und dabei ist es so unnötig. Wer muss Sprengsätze zünden, wenn er auch mit seinen Lieben feiern, sich einen Rausch gönnen oder auf andere Art das neue Jahr begrüßen kann? Bitte verhaltet euch anständig gegenüber euren Mitlebewesen und feiert den Jahreswechsel friedlich. Damit alle gut ins neue Jahr kommen. Wir wünschen allen LeserInnen einen guten Rutsch.


Kategorie: Allgemein

3 Antworten zu “Schalldicht durch die Nacht”

  1. Antonia sagt:

    Das macht er aber schön, der Ebi 🙂

    Ich wünsche allen Butenländern und allen Kommentar-Schreibern ebenfalls einen guten Rutsch und alles Gute für das neue Jahr.

    Selbstverständlich bin auch ich gegen das Geböller; in erster Linie wegen den Tieren, außerdem wegen den Massen von Müll, und last but not least könnte man mit dem Geld so viel Gutes tun. Ich hoffe, es wird verboten werden; erste Regungen in diese Richtung gibt es ja schon.

  2. iski sagt:

    Die enorme Umweltbelastung wäre ein weiterer Grund, diese Unsitte einzustellen. Heute steht jedoch in unserer Tageszeitung unter der Überschrift „Fast schon ausverkauft – Stadt im Feuerwerk-Rausch“ – dass der Verkauf von Böllern höher war als je zuvor („die Leute haben uns überrannt“) und dass der einschlägige Handel hochzufrieden ist. Im Schnitt blättere jeder Kunde 50-100 € hin, einer habe für 1400 € eingekauft – privat, versteht sich. Die Diskussion um ein mögliches Verbot verstehe man nicht, die Knallerei gehöre schließlich zum Fest dazu.
    Was fällt einem dazu noch ein? Etwa ein Appell an die Vernunft?? An die Empathie, an das Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein?? Wo all dies offensichtlich bei einem beträchtlichen Teil unserer Mitmenschen nicht vorhanden ist, könnte wahrlich nur ein Verbot helfen – und das nicht nur bei der Silvesterknallerei.

  3. Christine sagt:

    Ganz vorbildlich macht das der Papa Ebi!
    Zuerst wird das süße Winnie-Kind warm eingebettet – einfach lieb!

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