Denn Tiere sind keine Maschinen

Bauarbeiten mit Rambo-Kuh Chaya

von Admin, am 27.04.2019.


Erneut müssen wir heute über einen Skandal auf Butenland berichten, das sind wir der auf dieser Seite sehr wichtigen Transparenz einfach schuldig. Obwohl das schon ein starkes Stück war, das sich Jan und der freiwillige Helfer in der Not Hauke geleistet haben. Da verlegen sie doch am Ende des Kuhdamms einfach an der Wasserstelle Paddock-Matten, damit es an der Heuraufe nicht zu matschig wird, ohne das Ganze im Vorfeld mit Chaya zu besprechen. Sicher, die Aktion war gut gemeint, aber hätten die beiden das auch auf einem anderen Hof durchgezogen, ohne die Besitzerin (bzw. in Chayas Fall die Person, die sich selber dafür hält, aber mit dieser Meinung leider sehr allein dasteht) zu fragen? Natürlich nicht.

Dementsprechend empört war unsere Ramboline dann auch und fing direkt an zu röhren, sobald die Kamera betriebsbereit war und der ungeheuerliche Vorgang endlich dokumentiert werden konnte. Am eigentlichen Tatort angekommen, wurde erstmal der im akuten Halteverbot parkende Hundeporsche untersucht und dessen Nummernschild für Folgeermittlungen geistig abgespeichert.

Als nächstes wollte Kommissarin Chaya das potentielle Fluchtauto „Hoftrac“ der beiden Täter konfiszieren, fand aber leider nicht die Schlüssel, die bei so einer Aktion unverzichtbar sind. Endlich konnten dann auch Jan und Hauke in flagranti gestellt werden, allerdings ging da das Schuldbewusstsein gegen Null, die beiden fingen sogar total frech an, die Platten mit Erde zu bedecken, natürlich wieder ohne sich das unerlässliche Ok der Herdenchefin (zumindest in einer gerechteren Welt) abzuholen. Also stellte die zurecht empörte Chaya nun das ganze Material sicher, schleuderte kurzerhand die Erde wieder dahin, wo sie ihrer Meinung nach hingehört, und löste damit akute Lawinengefahr in einer ansässigen mobilen Pekinesenwelt aus.

Trotzdem gab es doch noch ein Happy-End, denn Jan zeigte sich sehr einsichtig und lobte die KUHle Vollstreckerin sogar für ihre natürlich auch mehr als berechtigten Aktionen. Das stimmte schließlich auch Chaya milde und sie sah von weiteren Boykottmaßnahmen ab, natürlich nicht, ohne am Ende des Videos nochmal einen klaren Verweis zu formulieren. Jetzt kann man nur hoffen, dass das Ganze den Menschen eine Lehre war und sie zukünftig das immens wichtige Vier-Augen-Gespräch mit der ProKUHristin von Butenland suchen, bevor sie Veränderungen an der Hofstruktur vornehmen. Wozu gibt es sonst eine von Chaya eigenklauig klar strukturierte Befehlshierarchie mit ihr an der Spitze, wenn sich nicht jeder daran orientiert?


Kategorie: Allgemein

6 Antworten zu “Bauarbeiten mit Rambo-Kuh Chaya”

  1. Ute sagt:

    So ein interessantes, aktives Leben, das die Tiere geniessen duerfen!
    Das ist wieder so ein Film, der mir den Vergleich mit der „normalen Welt“ der Nutztiere aufdraengt. Furchtbar, dass diese intelligenten Tiere meist einfach hinter Mauern und so oft im Dunkeln und angekettet ihr Dasein fristen muessen… 🙁

  2. Marita sagt:

    Ja – Ute Du hast wirklich recht, aber dazu kommt noch die Sanftheit mit der die Menschen auf solche „Unterstützungsaktionen“, wie sie Chaya gezeigt hat, reagieren. Es lässt den Tiere jede Form der Kreativität zu. Sie dürfen sich eben ausleben. Butenland ein Paradies mit lauter Lottogewinner/innen.

  3. ElkeS sagt:

    Madame Chaya mag es gern beständig. Veränderungen sind nicht so ihr Ding, schon gar nicht ohne vorherige Rücksprache. Eigentlich auch ein bisschen frech von den Menschen, sich da immer wieder über Madame Chayas Wünsche hinwegzusetzen, auch wenn es die Menschen an sich nur gut meinen. Da kann Kuh schon mal mit Recht gewaltig ins Muhen kommen!

  4. Antonia sagt:

    Chaya ist so eine aufgeweckte, tolle Persönlichkeit, und es ist immer unterhaltsam ihr zuzuschauen. Sie scheint durchaus auch Spaß an den verschiedenen Arbeiten zu haben, seien es handwerkliche Dinge, wenn sie bei den Baumaßnahmen hilft, oder verwalterische Tätigkeiten, z.B. beim Kontrollieren der geparkten Fahrzeuge. Hoffentlich kriegt Puschek jetzt keine Punkte in Flensburg;-)

  5. V. Arken sagt:

    Und der Preis für den Text der Woche in den Rubriken „Originalität“, „Tier-Liebe“, „Humor“ und „Absurditäten vom Lande“ geht auch dieses Mal wieder an ****Trommelwirbel*** Jens Grot!

  6. Christine sagt:

    So eine tatkräftige, energische Helferin – Jan kennt sein ungestümes, muhiges Mädel + lässt Chaya gern mitbuddeln.

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