Denn Tiere sind keine Maschinen
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Die fleißige Diva bei der Apfelernte

von Admin | 15. August 2018 | ein Kommentar


Heute haben wir ganz lieben Besuch von zwei ehemaligen Mitarbeiterinnen mit ihren Rollstuhlhunden bekommen. Da blieb dann vor lauter Erinnerungenaustausch und Tagesschnack leider keine Zeit für ein aktuelles Video.

 
Das ist aber kein Problem, denn Rosa Mariechen hat zu dieser Jahreszeit eigentlich immer die gleichen Tagesroutinen. Und die drehen sich hauptsächlich um Äpfel, Äpfel, manchmal auch um Äpfel und wenn dann noch Zeit bleibt, beschäftigt sie sich mit Äpfeln. Also zeigen wir euch einfach ein Video aus dem letzten Jahr und versichern euch, dass sich die Bilder absolut gleichen. Der Unterschied ist nur, dass sich die Diva dieses Jahr bei der Ernte beeilen muss, da auch Erna durch die Vergesellschaftung Zugriff auf die Bäume hat. Guckt euch das Video also einfach im Fast-Forward-Modus an und die Illusion ist perfekt. 😉

Ein Panorama-Beitrag über Milchkühe

von Admin | 15. August 2018 | noch kein Kommentar

Ein sehr interessanter Beitrag, vor allem in der Hinsicht, dass Milchbauern dort angeben, keine zusätzlichen Hilfszuschüsse haben zu wollen und auch ihre Agrarsubventionen als Almosen zu empfinden. Wenn dem so ist, dann könnte man doch diese Gelder tatsächlich nicht mehr zahlen und die Milchbauern schauen halt, wieviel ihre Ware dem Verbraucher wert ist. Und sollte man von dem Ertrag nicht leben können, dann muss man eben etwas anderes verkaufen, für das eine bessere Nachfrage besteht. So wie es in jeder Branche außerhalb der Tierhaltungsindustrie üblich ist. Wahrscheinlich wissen die Akteure in dem Video gar nicht, was das im Endeffekt für pro-vegane Ideen sind. Denn ohne ausufernde Staatshilfen und nur über den aktuellen Milchpreis finanziert sieht es wohl eher zappenduster aus für diesen Industriezweig.
https://www.facebook.com/panorama.de/videos/2177871468952064/


Auf geht´s zum Rinderzählen

von Admin | 14. August 2018 | 4 Kommentare

Wir laufen jeden Tag mindestens dreimal die 6 Weiden ab, um zu kontrollieren, ob bei den Rindern alles in Ordnung ist. Das sind jeweils Spaziergänge über gut 20 Hektar Fläche, den letzten nehmen wir immer gegen 1 Uhr in Angriff. Aber was tut man nicht alles, um von den Bewohnern keine Klaue nach unten zu bekommen?


Die brünstige Diva

von Admin | 14. August 2018 | 6 Kommentare


Rosa Mariechen ist momentan rauschig und würde uns deshalb gerne vernaschen. Diesen sehr verharmlosenden Begriff müssen wir in der Öffentlichkeit auf Anweisung ihrer Hollywood-Agenten benutzen. Zum Glück trennt uns gerade ein Wassergraben, so werden das wohl die Bäume und der eine oder andere Wasserfloh ausbaden müssen. Die Rausche (Brunst) kommt bei Schweinen nur alle 3 Wochen auf, dauert dafür aber immer 1 bis 3 Tage. Da heisst es für uns, sich verstärkt hinter Puschek, Pippilotta und anderen natürlichen Respektpersonen zu verstecken und ansonsten den Gänsewachdienst und Security-Chef Pino zu bitten, ein verstärktes Auge auf die Randalekandidatinnen zu werfen.


Muddi Dina feiert ihren 10. Kuhday

von Admin | 13. August 2018 | 6 Kommentare


Das heutige Geburtstagsvideo kommt einen Tag verspätet, da unsere Fotografin Karin gestern auf dem veganen Sommerfest in Bremen einen Vortrag über den Hof gehalten hat. Da blieb keine Zeit für eine angemessene Feier, also holen wir die heute nach. Zum Glück wurde Supermuddi Dina 10 Jahre alt, da sind unsere Geschenke eh immer nur fast uninteressantes Beiwerk. Hauptsache Riesenbaby Mattis hatte einen schönen Strauß Klee am Horn hängen und muhte ein auswendig gelerntes „Happy Birthday“ vor der versammelten Herde. Da hatte das stolze Mutterherz dann natürlich sowieso nur Augen für den kleinen Wonneproppen und musste sicherlich auch das eine oder andere Mal gerührt auf die Weide schneuzen.

Aber was hat sich die Mutti diese Zuwendungen auch verdient. Am 18.8.2011 stand sie plötzlich auf unserer Weide, weil sie sich hochschwanger vom Nachbarn durch Sicherheitszäune und Wassergräben gekämpft hat. Solche Strapazen sind für eine Mama wohl kein Problem, wenn sie instinktiv spürt, dass ihr Kind nach der Überwindung in Sicherheit ist. Nur 3 Tage später hat sie dann Mattis auf die Welt und direkt in eine artgerechte Zukunft gebracht.

Der dankt es ihr, indem er nicht mehr von ihrer Seite weicht, so wird auch die Heutorte gemeinsam angeschnitten. Natürlich ist Mattis so gut erzogen (böse Zungen behaupten, er steht so sehr unter Muttis Pantoffeln, was aber unhaltbar ist, da Rinder gar keine Pantoffeln tragen), dass er nicht einen Bissen anrührt und alle Kalorien deshalb Hüftgold bei Mutti werden können.

Wir übermitteln nicht nur unsere Glückwünsche, wir bedanken uns auch bei den Beiden. Immerhin sind sie das perfekte Gegenbeispiel, wenn andere Bauern behaupten, dass Rinder keinen Familiensinn haben und ihre entrissenen Kälber nicht vermissen würden. Über solche makaber-absurden Scherze können Dina und ihr Mattis nicht mal kurz lachen.


Liebe ist alles

von Admin | 13. August 2018 | 4 Kommentare

Die Beziehung zwischen Janne und Anton hat einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Inzwischen KnUHtschen sie mit Zunge, allerdings noch nicht im Mundbereich. Rinder sind uns Menschen einfach auch in Sachen Balzrituale weit voraus. Wieviele menschliche Ehen hätten wohl gerettet werden können, wenn sich die Liebenden bei den ersten 10 Rendezvous erstmal gründlich abgeleckt und so richtig kennengelernt hätten? Tja, leider bleibt uns Homo sapiens deswegen auch so eine KUHle Romanze wie bei „Janton“ (interner Spitzname in der Herdenklatschrunde) verwehrt. https://www.youtube.com/watch?v=zhBKdEODzrM

Hof Butenland sucht …

von Admin | 12. August 2018 | ein Kommentar
Die Stiftung Hof Butenland sucht zur Verstärkung unseres Teams zeitnah eine/n qualifizierte/n Mitarbeiter/in in Vollzeit.
 
Da wir ein Kuhaltersheim und Lebenshof für viele Tiere sind, wünschen wir uns, dass unsere Mitarbeiter Respekt und Aufmerksamkeit für jedes tierische Individuum mitbringen. Außerdem benötigt wird zur tatkräftigen Mitarbeit auf dem Hof auch körperlicher Einsatzwille und praktische Fähigkeiten.
 
Wir erwarten:
 
– Identifikation mit den Zielen der Stiftung Hof Butenland – Bereitschaft, jedem Bewohner respektvoll und freundschaftlich auf Augenhöhe zu begegnen
– ebenso: Teamfähigkeit und Kommunikationsbereitschaft gegenüber allen Butenländern, nicht nur den menschlichen
– Führerschein (von Vorteil) und Wetterfestigkeit
– die Bereitschaft zum Erlernen landwirtschaftlicher Fähigkeiten (u.a. Maschinenbedienung/-pflege, Heuernte, etc.)
 
Für die Arbeit auf einem Lebenshof mußt Du, abgesehen von Deiner fachlichen Qualifikation, bestimmte Voraussetzungen mitbringen:
 
Dein Idealismus, die Tiere betreffend, ist nicht an die Stechuhr gebunden, auch nicht an Wochenenden und Feitertagen.
Dir ist bewußt, dass es sich auf dem Lebenshof um harte Arbeit handelt.
Du kannst gut mit Dir alleine sein, ohne Dich einsam zu fühlen.
Du bist bereit, selbstständig zu denken und Dich im Handeln mit dem Team abzusprechen.
 
Wir bieten:
– Möglichkeiten zur Weiterbildung im landwirtschaftlichen Bereich
– Gehalt nach Absprache und Qualifikation
– Wohnmöglichkeit kann gestellt werden
 
Da wir mit der Arbeit auf dem Hof immer am Kapazitätslimit arbeiten, müssen wir leider darauf bestehen, dass Tiere nur nach Absprache mitgebracht werden können. Dabei scheiden Hunde mit aktivem Jagdtrieb verständlicherweise direkt aus.
 
Aussagekräftige Bewerbungsunterlagen mit Eintrittstermin bitte ausschließlich per Email an:
Jan Gerdes (jangerdes@stiftung-fuer-tierschutz.de)

Fiete früher und heute

von Admin | 11. August 2018 | 2 Kommentare

Fight for your right to party

von Admin | 11. August 2018 | 3 Kommentare


Puschek plant heute sehr intensiv mit Winfried das Wochenende durch. Vor allem am morgigen Sonntag herrscht hier fast sturmfreie Bude, da die Butenländer Chefetage am 5. veganen Sommerfest in Bremen teilnimmt. https://www.facebook.com/events/601516423558381/ So etwas muss man natürlich ausnutzen.

Leider ist aber noch immer niemand unter den tierischen Bewohnern hinter das fiese Klinkensystem gekommen, das den Futterraum absperrt. Bei der Handhabung kann man die Menschen noch so oft unauffällig beobachten, trotzdem sind entscheidende Details bisher selbst an Spionageausnahmetalenten wie unserem Vampirpekinesen vorbeigegangen. So bleibt dieser Tresor wohl verschlossen und man muss gar nicht erst Einladungen für die saukuhlste Sause in ganz Butjadingen über Facebook verschicken. Egal, zum Glück ist auf diesem Hof ja jeder Tag eine tierische Party, da braucht man eh keine Zusatztermine.


Lady Welles Stereo-Bürsten

von Admin | 10. August 2018 | 12 Kommentare

Weiterführend zum geteilten Link von gestern, in dem die Produktionskette der Milch dokumentiert wurde, möchten wir euch heute mit Lady Welle eine dieser Turbokühe vorstellen. Sie musste 16 Jahre ihres Lebens in dieser Industrie leiden, dabei wurden ihr 12 Kinder genommen und sie hat über 140.000 Liter produziert. Sogar als Ausstellungskuh wurde sie auf unzähligen Züchtertreffen präsentiert, man kann deshalb mit Fug und Recht behaupten, dass unsere Lady für Bauern als absolutes Paradebeispiel durchgehen und niemand in diesen Kreisen ihre frühere Haltung bemängeln würde.

Trotzdem ist diese Vorzeigekuh im Winter 2015 auf unserem Hof eingetroffen und bestand nur noch aus Haut und Knochen. Wir füttern sie zweimal täglich mit Kraftfutter und sind unglaublich stolz auf ihren Kämpferwillen. Ganz ehrlich hätten wir bei ihrer Ankunft auch nicht damit gerechnet, dass wir noch 3 Geburtstage von und mit ihr feiern können und der 4. Butenland-Geburtstag im nächsten April definitiv kein Wunder darstellen würde.

Aber dennoch muss man attestieren, dass diese Kuh den hohen Preis von Turbokühen zahlen muss und man ihr das jederzeit ansieht. Und das nicht als misshandeltes Rind aus irgendeinem Horrorstall, sondern als Vorzeigekuh aus einem Top-Betrieb, die in ihrem Leben auf Messen bestaunt wurde. Wie soll es da erst den Exemplaren gehen, die niemand auf Ausstellungen zeigt und die einfach nur dauerschwanger in irgendeinem Stall vor sich hinvegetieren, bis ihr Körper nicht mehr mitmacht und sie Jahrzehnte vor ihrer natürlichen Lebenserwartung die letzte Reise zum Schlachter antreten müssen? Es bleibt einfach eine Tatsache, dass selbst der schönste Biobetrieb auf Erden kein Recht hat, intelligente Lebewesen bis auf kurze Trockenstehwochen ihre ganze Existenz lang dauerschwanger zu halten, um ihnen die Muttermilch zu rauben. Denn diese Tortur geht immer auf das Gemüt und den Körper, egal in welcher Haltung.

Damit es aber nicht ganz so düster wird, zeigen wir euch im Video, dass bei unserer Lady auch voll die Altersweisheit eingesetzt hat. Denn wenn man sich nicht mehr so gut bewegen kann, liegt es ja nahe, einfach zwei Kuhbürsten gleichzeitig zu benutzen und so jedes Pendeln zu vermeiden. Und wer unsere Kuh-Oma kennt, der weiß, wie gekonnt sie das drauf hat und wie gepflegt sie jederzeit über den Kuhdamm schreitet.


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