Denn Tiere sind keine Maschinen
suche - search.php

16 Jahre Security-Eisbär

von Admin | 27. Mai 2018 | noch kein Kommentar


Die heutige Geburtstagsfeier erfüllt die höchsten Sicherheitsstandards, denn unser Security-Chef Pino wird 16 Jahre alt. Der Jubilar war zuerst unentschlossen, ob er selber zur Fete kommt. Aber als wir ihm versprochen haben, dass wir ihn dort hochleben lassen, wo er jederzeit das Hoftor im Auge behalten kann, hat er sich doch erweichen lassen und sogar bewiesen, dass er sich an besonderen Anlässen richtig in Schale werfen kann. Allerdings müssen wir das „Happy Birthday“ etwas leiser als sonst singen, schließlich dürfen dem Geburtstagskind keine verdächtigen Geräusche in der Umgebung entgehen.

Unser Eisbär ist einfach durch und durch ein Herdenschutzhund, und dazu noch der beste der Welt. Inzwischen ist er schon 4 Jahre bei uns. Bevor er im Mai 2014 auf den Hof kam, musste er 12 Jahre lang in einem Tierheim in Sardinien verbringen. Eigentlich unfassbar, dass sich über so eine Ewigkeit niemand für diesen absoluten Traumhund interessiert hat. Aber für uns war das natürlich Glück. Denn Pino passt nicht nur perfekt in die Butenländer Familie, seit seinem Einzug ist es hier auch noch nie zu einem Überfall oder Einbruchsversuch gekommen. Das war zwar früher nicht anders, aber seit Pino hier lebt, wissen wir endlich, wieso das so ist.

Wir haben also allen Grund, heute zu feiern. Damit die Fete so richtig eskaliert, fügen wir auch noch das Ständchen an, das Luna für unseren Hof-Sheriff vor ein paar Jahren performt hat: https://www.youtube.com/watch?v=Vptf7MbEVQA Alles Gute, Pino-Bär, auf dass du auch die nächsten Jahre Butenland zum Fort Knox von Niedersachsen machst.


Abschied von Pumba

von Admin | 26. Mai 2018 | 9 Kommentare

Gestern abend mussten wir Pumba erlösen. Bei ihm wurde eine chronische Nierensuffizienz im Endstadium diagnostiziert, er war apathisch, zog sich immer weiter zurück und litt deutlich. Deshalb waren wir ihm diesen schwersten aller Schritte schuldig, so sehr es uns auch das Herz zerbrochen hat.

„Langsam graut der Morgen, die Nacht sie will es so,
du bist auf dem Weg ins Land der Freiheit irgendwo,
es war ein schwerer Abschied, doch war uns lang bewusst,
es kommt einmal der Tag, an dem du weiterziehen musst.

Viele gute Tage haben wir gesehen,
manche schwere Stunde mussten wir bestehen,
es bleibt nur noch zu sagen: Es war ’ne schöne Zeit,
hab Dank und gute Reise, bring dich in Sicherheit.

Auch wenn ich jetzt traurig bin, denke ich daran,
was werden wir erst feiern, wenn ich nachkomm irgendwann.

Langsam graut der Morgen, der Tag er will es so,
du bist auf dem Weg ins Land der Träume irgendwo …“

(Gunnar Schröder)

Pumba ist etwa 13 bis 14 Jahre alt geworden und war seit Mai 2015 ein Butenländer. Er wurde in Spanien schwer verletzt auf einer Straße gefunden, glücklicherweise zum Tierarzt gebracht und dort operiert. Von diesem Unfall behielt er ein leicht deformiertes Vorderbein als Erinnerung, das ihn aber im Alltag überhaupt nicht behinderte. Offensichtlich war er ein Straßenhund, denn im Tierheim in Alicante meldete sich niemand, so kam er erst für drei Monate auf eine Pflegestelle und konnte dann auf unseren Hof vermittelt werden.

Charakterlich war Pumba immer mindestens drei Meter größer als sein äußeres Erscheinungsbild. Wir haben vermutet, dass dieses Platzhirschverhalten, das er bis zu seinem Tod nie ganz abgelegt hat, an Verlustängsten gelegen hat. Trotzdem war schnell keine Hofrunde mehr ohne ihn denkbar, er suchte Kontakt zu den verschiedenen Tieren und wurde so auf regelmäßiger Basis von so manchem Rind, aber vor allem von Julchen bewundert.

Letzte Woche wollte er dann plötzlich nicht mehr den Spaziergang mitmachen, ignorierte seine Mahlzeiten und bellte noch nicht mal die anderen Hunde oder uns an, was für Pumba ein besonderes Alarmsignal war. Beim Tierarzt gab es dann die niederschmetternde Diagnose „Chronische Niereninsuffizienz“, das Ganze mit Harnstoff- und Kreatenin-Werten, die auf einen fortgeschrittenen Verlauf hindeuteten. Das Teuflische an dieser Krankheit ist, dass der Hund erst Symptome zeigt, wenn 75 % des Nierengewebes bereits zerstört sind.

Uns war auch sofort klar, dass wir ihn nicht mit Infusionen behandeln konnten, da selbst die Blutabnahme nur unter Vollnarkose möglich war. Außerdem bedeutete für Pumba jede Art von Hochheben, Anleinen, Autofahrt, Eingabe von Medikamenten oder Spritzen enormen Stress, da er sich nicht mal berühren liess und dabei schreiend um sich biss. Gestern fanden wir blutige Flocken im Urin, was zusätzlich auf einen Tumor hinweisen könnte. Als er sich dann stundenlang unter das Carport zurückgezogen und sogar den ansonsten dauernden Blickkontakt zu Karin nicht mehr gesucht hat, erinnerten wir uns daran, dass der Tierarzt uns nur Hoffnung für maximal einige Wochen machen konnte, da sämtliche Körperzeichen und Werte nur den Schluß „Endstadium“ zuliessen.

Pumba hat uns durch seinen Rückzug gezeigt, dass er selber seine Zeit für gekommen sah. Deshalb haben wir entschieden, dass wir unserem Lebenslicht (wie wir ihn immer liebevoll nannten, wenn er uns die Zähne zeigte) nicht noch tagelang Gewalt mit Spritzen und Infusionen antun und so seinen Abschied würdelos verlängern werden. Also haben wir ihm den letzten Freundschaftsdienst gewährt und ihn hier vor Ort an seiner selbst gewählten Stelle mit unserem Tierarzt erlöst. So konnte er gehen wie er war, selbstbewusst, mir seiner Würde, ohne Angst und im Kreis seiner Menschen, die ihm vertraut waren.

Für Pumba, das Lebenslicht, die Bildverschönerung, und für die tiefe, oft komplizierte Liebe zwischen Pumba und Karin:

Love of my life

https://www.youtube.com/watch?v=6esrOpgKHOY

„Du hast mein Herz gebrochen und nun hast du mich verlassen,
Liebe meines Lebens, kannst du nicht verstehen?
Bringe es zurück, bringe es zurück, nimm es nicht fort von mir,
weil du nicht weisst, was es mir bedeutet.
Zurück, eile zurück,
bitte bringe es zurück nach Hause zu mir,
weil du nicht weisst, was es mir bedeutet,
Liebe meines Lebens,
Liebe meines Lebens.“


200 Ballen Heu

von Admin | 25. Mai 2018 | 2 Kommentare

Die Heuernte ist im vollem Gange und seit einer Woche sind wir von morgens bis abends am Mähen, Kreiseln und Pressen. Mittlerweile haben wir 12 Hektar geschafft und konnten gut 200 Ballen produzieren. Beim Auspacken bekommen wir dann ja zum Glück wieder tatkräftige Unterstützung von Chaya, Mattis und den anderen Profiheuverteilern.


Enten in der Mast

von Admin | 25. Mai 2018 | ein Kommentar

Für Enten ist Wasser absolut unverzichtbar, deshalb leben sie in freier Natur grundsätzlich an Seen, Flüssen oder anderen Wasserläufen. Sogar Regen wird enthusiastisch abgefeiert und jede Dusche von oben zelebriert. Diese Tiere benötigen das Wasser sowohl für ihre Gefiederpflege als auch für ihre ausgiebigen Badesessions. Auch ihre Nahrung finden sie bevorzugt im Uferschlick oder am Grund von Gewässern.
 
Mit diesen Informationen im Hinterkopf wird es noch grausamer, was die Tierindustrie diesen Geschöpfen antut. Am häufigsten werden diese Lebewesen zur Mast gehalten. Innerhalb von wenigen Wochen, nie länger als 2 1/2 Monate, werden sie turbogemästet und setzen bis zu 5 kg Gewicht an. Der Zugang zu einer Wasserfläche, die groß genug zum Baden ist, wird ihnen dabei nicht zur Verfügung gestellt. Und selbst wenn das anders wäre, könnte sie diese nicht benutzen, da sie schon nach wenigen Wochen Mast sich nicht mehr bewegen können.
 
In den Ställen wird oft Kannibalismus oder Federrupfen beobachtet. Kein Wunder, stehen bzw. liegen die Opfer dicht gedrängt, obwohl sie territoriale Wesen sind und so noch mehr als andere unter jeder Form von Massenhaltung leiden. Obwohl das bekannt ist, wird nicht etwa auf diese Haltungsform verzichtet, man kürzt nur Schnäbel und Krallen und setzt auf verdunkelte Ställe.
 
Das ist nur möglich, da es für die Mast von Wasservögeln nicht mal bundesweite gesetzliche Regelungen gibt. Von einem Einsehen des Verbrauchers ganz zu schweigen, obwohl der es wie überall selber in der Hand hätte, durch Verzicht diese Barbarei zu beenden.

Traurige Nachrichten

von Admin | 24. Mai 2018 | 11 Kommentare


Das heutige Tagesbild ist leider wieder mit einer schlimmen Nachricht verbunden. Es gibt wohl keinen Weg, gewisse Diagnosen schonend zu überbringen, deshalb müssen wir auch hier mit der grausamen Tür ins Haus fallen: Bei Pumba wurde eine chronische Niereninsuffizienz festgestellt. Das ist die Krankheit, durch die bereits Princessa gestorben ist.

Sie ist die zweithäufigste Todesursache bei Hunden und leider sehr teuflisch, denn sie ist erst feststellbar, wenn circa 75 % des Nierengewebes nicht mehr arbeitet, vorher erscheint der Hund völlig gesund. Auch Pumba zeigte keine Symptome, bis er plötzlich nicht mehr seine Rundgänge machte, nur sehr sparsam gefressen hat und auch niemanden mehr anbellte, was gerade bei ihm sehr ungewöhnlich ist. Sofort sind wir mit ihm zum Tierarzt gegangen, heute kam die Diagnose. Seine Harnstoff- und Kreatenin-Werte sind so stark erhöht, dass man schon von einem sehr weiten Verlauf der Niereninsuffizienz ausgehen muss.

Jetzt ist er auf strenger Diät und bekommt hochwertiges Eiweiß und phosporarmes Futter. Trotzdem ist die verdammte Krankheit nicht aufzuhalten, wir müssen jetzt also im Auge behalten, wann es nicht mehr geht. Sobald der Husten einsetzt, ist das mit Schmerzen verbunden und wir müssen unserem Schatz den letzten Gefallen erweisen. Ein Tier tot auf der Weide zu finden, ist schon immer schrecklich, aber es gibt definitiv nichts Schlimmeres, als ein Familienmitglied beim Sterben zu begleiten. Das ist die größte Schattenseite, die ein Lebenshof bereithalten kann. Hoffen wir, dass uns noch einige Zeit mit der besten Bild- und vor allem Lebensverschönerung der Welt bleibt.


Eine Freirunde Schnabel-Tattoos

von Admin | 23. Mai 2018 | 5 Kommentare


Erneut bringen wir ein Video, das nichts für schwache Nerven ist. Hoffentlich verlieren wir hier nicht unsere Jugendfreigabe, wenn wir ständig diese FSK-18-Action-Einlagen posten. Dabei sind wir an der Randale auch noch selber schuld, denn wenn wir hier vergessen, die Tür zum Futterraum zu verschließen, dann sind Überfälle vorprogrammiert.

Heute bemerkten Nicoletta und Hope auf ihrer Patrouille, dass das Tor zum Essensglück weit offen stand. Also wurde kurz ein Einsatzplan durchgegackert und schon konnte die organisierte Attacke auf Karin professionell durchgezogen werden. Da kann Mensch dann auch noch so rummeckern, in solchen Fällen wird gnadenlos die Überzahl ausgenutzt, von der Geräuschkulisse her werden sehr einschüchternd die Trompeten von Jericho interpretiert und auch vor dem Einsatz von Schnabelgewalt wird nicht zurückgeschreckt. Aus solchen Situationen kommt man dann nicht unter ein, zwei Zwicktattoos heraus und vergisst danach zumindest das nächste Mal nicht mehr das Schließen der Tür.


Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt

von Admin | 23. Mai 2018 | 3 Kommentare


Wir nutzen seit Tagen das schöne Wetter aus und stecken deshalb mitten in der Heuernte. Da kommt Jan gar nicht mehr vom Trecker runter und hockt bis zu 12 Stunden auf dem Teil. Schließlich erledigen wir hier alles selbst, vom Mähen über das Kreiseln bis zum Ballen pressen. 9 Hektar haben wir schon geschafft, ein Ende ist aber noch nicht abzusehen.


In meiner Badewanne bin ich Kapitän

von Admin | 22. Mai 2018 | 3 Kommentare


Erneut hat Rosa Mariechen die Paparazzi sogar bis ins Badezimmer vorgelassen und widmet sich vor laufender Kamera ihrer Körperpflege. Von dieser Volksnähe können sich andere Prominente echt mal eine Scheibe abschneiden. Bei denen gibt es immer nur verwackelte Strandfotos aus der Distanz, während man bei unserer Hofdiva sogar die Wassertropfen fliegen sieht, sie das Ganze hin und wieder selber kommentiert und dabei so gelassen ist, dass sogar in manchen Aufzeichnungen das eine oder andere Gähnen festgehalten werden konnte. Kein Wunder, dass die Videos unserer Jennifer LoPIG auf dieser Seite ständig Klickrekorde markieren, sie ist und bleibt trotz ihres unglaublichen Erfolgs einfach das Mariechen from the block.


Mieke muht Hallo

von Admin | 22. Mai 2018 | 3 Kommentare

Die 16jährige Mieke gehört seit dem Winter 2016 zu unserer Herde. Davor lebte sie jahrelang in Anbindehaltung. Als Andenken an diese schreckliche Lebensstation wurden bei ihrer Ankunft deformierte Klauen, alte Geschwüre und eine dreifache Sohlenbildung diagnostiziert. Außerdem war ihr Binde- und Stützgewebe stark in Mitleidenschaft gezogen worden, was nicht ausbleibt, wenn man sich täglich nur wenige Schritte bewegen darf. Kein Wunder also, dass Mieke direkt auf unsere Krankenweide gezogen ist, der Ort, wo alle unsere Sorgenfellchen leben, damit wir sie besser im Blick haben und bei Bedarf schneller eingreifen können.
 
Hier hat sich Mieke aber zum Glück super erholt. Sie bekommt nun endlich eine regelmäßige Klauenpflege und das Gewebe hat sich durch tägliche Spaziergänge und anderen Seniorensport sehr gut entwickelt. Der ganze Verlauf ist so zufriedenstellend, dass Mieke eigentlich in der großen Herde mitlaufen könnte. Einziges Problem dabei: Mieke hat dazu überhaupt keine Lust.
 
Wir vermuten, dass sie eine so große Gruppe Rinder einfach nicht gewohnt ist und deshalb die kleine Runde auf der Krankenweide bevorzugt. Bestimmt möchte sie auch nicht auf die tägliche Pflege ihrer Freundschaften verzichten. Garantiert spielt auch Oma Martes bombastischer Kleekuchen, den sie ihren Freundinnen jeden Tag zur Klatsch- und Tratschrunde serviert, eine größere Rolle bei der Entscheidung.
 
Aber es ist auch egal, warum sich Mieke so entschieden hat. Sie möchte auf der Krankenweide bleiben, also darf sie das auch, ohne dabei simulieren zu müssen. Dass hier alle über ihr Schicksal selbstbestimmen, ist schließlich einer der wichtigsten Butenland-Grundsätze. Den darf und soll natürlich auch Mieke konsequent ausleben.

KUHler Anschauungskurs im sozialen Umgang

von Admin | 21. Mai 2018 | 7 Kommentare


Heute haben wir mal ein typisches Ende des Arbeitstages unserer Rinderkollegen für euch festgehalten: Die Herde kommt von der hinteren Weide und wird kurz von Karin namentlich begrüßt. Danach zieht es natürlich alle zum Feierabendbierchen, das wir hier auf Butenland den nicht-menschlichen Familienmitgliedern grundsätzlich in noch leckerer reiner Wasserform reichen.

Dabei kann man sehr schön beobachten, dass Rinder nicht drängeln oder sich übervorteilen, sondern eine Warteschlange bilden und geduldig ausharren, bis sie an der Reihe sind. Da kann sich jedes menschliche Buffet in Sachen Zivilisiert gleich mehrere Scheiben abschneiden. Nicht im Video zu sehen, aber trotzdem auch eine Erwähnung wert: Rinder können sogar literweise aus Eimern saufen, ohne nur einen Hauch Würde einzubüßen, so unglaublich sich das jetzt auch für manchen Ballermann-Touristen anhören wird.

Am Ende präsentieren wir noch eine ebenfalls sehr alltägliche Szene: Obwohl Anna gerade müde von der Schicht kommt, hilft sie uns noch schnell beim Auspacken des ehemaligen Hundeporsches und nimmt sogar spontan eine TÜV-Belastungsprobe am Lenker ab. Dankeschön, Anna, was wären wir ohne deine Unterstützung? Nun leg aber mal die Klauen hoch und entspann dich, morgen steht schließlich schon der nächste spannende Tag auf der Weide an.


nächste Seite »