Denn Tiere sind keine Maschinen
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Lady Welle – Aufgeben gilt nicht

von Admin | 20. August 2018 | 4 Kommentare

Im Tagesvideo dreht sich natürlich auch noch alles um unser momentanes Sorgenk(r)ind Lady Welle. Der Tierarzt hat sie heute zwei Stunden untersucht und wir können zumindest vorsichtig sagen, dass die Diagnose nicht so schlimm wie befürchtet ausfällt.

Der Super-GAU bei einer Kuh wäre eine Labmagenverdrehung, die konnte sofort ausgeschlossen werden. Zwar hat unsere Lady 40 Grad Fieber, aber ihre Appetitlosigkeit liegt an etwas ganz anderem, dafür ist ein nicht behandeltes Andenken aus ihrer Zeit vor Butenland verantwortlich. Dadurch hat sie Schmerzen beim Schlucken, die Details erklärt euch Karin im Video.

Dieser Text dient nur dazu, alle zu beruhigen, denn wie ihr auch im Video sehen könnt, ist unsere Kuh-Oma noch voll aktiv, beschäftigt sich auch schon wieder zumindest mit Mineralsteinen und hat längst noch nicht aufgeben. Jetzt wird sie behandelt und am Mittwoch kommt die nächste Visite, es ist also leichtes Aufatmen angesagt. Die Abschlußworte von unserem Tierarzt waren: „Diese Kuh hat noch viel vor!“ Vielen Dank für eure gedrückten Daumen & Pfoten und für die Genesungswünsche, es scheint alles angekommen zu sein.

Ich kann euch hier leider nur den Facebook-Link anbieten, da der Clip-Converter heute Probleme macht. Sorry.
https://www.facebook.com/HofButenland/videos/902055749991471/


Wie geht es Lady Welle und Cello?

von Admin | 20. August 2018 | 5 Kommentare

Wir haben heute vormittag Lady Welle von der Weide zurück auf den Hof geholt und warten nun auf den Tierarzt. Sie interessiert sich seit 2 Tagen nicht mehr für ihr Kraftfutter, das wir ihr zweimal täglich anbieten. Selbst das beste Heu, das noch richtig frisch duftet und an dem eigentlich kein Rind vorbeigehen könnte, wurde von ihr nicht angerührt. Das ist gerade bei Rindern sehr fatal, da diese Tiere Wiederkäuer sind, 4 Mägen besitzen und sich deshalb den Großteil ihres Tages mit der Verdauung beschäftigen. Der Tierarzt ist ein Spezialist, der uns auch schon bei Paulchen beigestanden hat, und kommt extra aus Bremerhaven. Wir werden es mit einer Pansenstimulanz versuchen und hoffen, dass dieses Mittel anschlägt. Man muss dabei im Hinterkopf behalten, dass Lady Welle 19 Jahre alt ist und als Turbokuh, die über 140.000 Liter Milch geben musste und dabei 12 Kinder verloren hat, ihr 16jähriges Leben vor Butenland verbracht hat.

Wenn der Arzt schon mal hier ist, kann er sich auch gleich Cello anschauen und zu ihm eine zweite Meinung äußern. Unser Wallach bekam ja vor Wochen die Diagnose „Hufrehe“, allerdings hat unserer erfahrener Hufpfleger, der vor ein paar Tagen das regelmäßige Wellness-Programm an unseren Pferden durchgeführt hat, das sehr in Frage gestellt. Er geht davon aus, dass Cello etwas Falsches gegessen hat, deshalb die Symptome zeigt und höchstens etwas Unterstützung beim Genesungsprozess braucht. Deshalb kommt in den nächsten Tagen auch ein Physiotherapeut für Pferde, trotzdem kann eine weitere Diagnose ja auf keinen Fall schaden.

Bitte haltet diesen Beitrag im Auge, denn wir werden ihn aktualisieren, sobald sich unser Tierarzt seine Meinung über die 2 Patienten gebildet hat. Daumen drücken kann natürlich auf keinen Fall schaden, gerade bei Lady Welle können wir nur hoffen, dass die Stimulanz anschlägt und sie uns ein weiteres Mal mit ihrem Kämpferwillen überrascht.


Helden wie ihr

von Admin | 19. August 2018 | 2 Kommentare

Gute Nachrichten für alle, die im letzten Januar die Sondersendung „Helden wie ihr“ über Hof Butenland verpasst haben: Der fast einstündige Beitrag wird heute um 17.45 Uhr im WDR wiederholt. Natürlich ist er auch noch immer in der Mediathek verfügbar, wer sich also mit dem kleinen Bildschirm begnügen möchte, klickt hier: https://www1.wdr.de/…/se…/helden-wie-ihr-folge-drei-100.html

„In Folge drei geht es für Simone Sombecki an die Nordsee, um hier Tierschützer Jan Gerdes in einem ganz besonderen Altersheim zu überraschen. Jan betreut keine alten Menschen, sondern Rinder. Der ehemalige Milchbauer konnte die konventionelle Tierhaltung irgendwann nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren. Gemeinsam mit Partnerin Karin Mück entwickelte er die Idee für das tierische Altersheim. Hier muss keine Kuh mehr Milch geben oder Angst vor dem Schlachter haben. Aber nicht nur Rinder, sondern auch Hühner, Enten und Gänse, Schweine, Kaninchen, Pferde, Katzen und Hunde leben auf Hof Butenland. Sie alle machen ganz schön viel Arbeit. Arbeit, die Simone nun für 48 Stunden übernehmen wird. Jan schickt sie in dieser Zeit auf den Flugplatz, denn für sein Hobby hat er sonst kaum Zeit.

Simone lernt Trecker fahren, füttert, mistet und unterstützt Karin bei der Arbeit auf dem Hof. Und sie lernt ganz viele Rinder kennen: Kuh Manuela, die viele Jahre im Versuchslabor gehalten wurde und eine Art Bullauge im Rumpf hatte und die nun gemeinsam mit Simone ihren Geburtstag in Freiheit feiern darf. Oder den jungen, zutraulichen Paul, der nur ganz knapp dem Schlachthof entkommen ist.

Außerdem entdeckt Simone ihre Liebe zu den neuen Hofbewohnern, den Schweinen Winfried und Eberhard. Vater und Sohn mussten jahrelang in einem Tierversuchslabor leiden. Und noch ein Schwein lernt Simone kennen: Die riesige und immer hungrige Sau Rosa-Mariechen, die ihr einen richtigen Schrecken einjagt!“


Chaya und das Essen auf Rädern

von Admin | 18. August 2018 | 5 Kommentare


Im heutigen Tagesvideo zeigen wir euch die täglichen Hürden, die wir bei unserem „Essen auf Rädern“-Service überwinden müssen. Die werden immer von den gleichen üblichen Verdächtigen gestellt, mit denen Jan dann so geduldig wie beharrlich den Transportweg ausfechten muss.

Schon wenn die Silhouette des Traktors am Horizont erscheint, wärmt sich Madame Chaya auf. Ist das Gefährt dann endlich in Reichweite, wird erst eine Verfolgungsjagd gestartet, um dann schließlich den Traktor zu überholen und zu stellen. Da herrscht wirklich null Verständnis, dass wir Menschen das Essen in der Raufe servieren wollen. Ginge es nach unserer Rambokuh, dann könnten wir den Ballen auch einfach auf der Weide verteilen.

Einsicht ist dabei ein Fremdwort, also wird erst das Transportfahrzeug gestoppt und selbstverständlich wird auch die Raufe mit vollem Körpereinsatz blockiert. Irgendwann stösst auch noch die Komplizin Emma dazu und Jans Engelsgeduld wird noch mehr auf die Probe gestellt. Die macht sich zum Glück aber immer bezahlt, der Ballen liegt irgendwann in der Raufe und Chaya kann endlich das Ding in seine Bestandteile zerlegen. Also quasi ein weiteres Happy End an allen Fronten, vor allem an der des täglichen Abendbrots.


Ein Geburtstagsgruß zu Coloridas 6. Kuhday

von Admin | 18. August 2018 | 6 Kommentare

Ein Geburtstagsgruß von Bernhard, der Coloridas Leben rettete:

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Colorida!

Es wäre vermutlich unaufrichtig zu behaupten, Colorida verdanke ihr Leben in Freiheit nicht vor allem ihrem besonderen Aussehen. Sicher, ich war wenige Monate zuvor Veganer geworden, und Kühe zogen seitdem vermehrt mein Augenmerk auf sich. Dennoch war ich (wie viele andere Menschen, wie ich später feststellen durfte) vom ersten Moment an geblendet von ihrer Schönheit. In einem gewissen Sinne war es also Liebe auf den ersten Blick.

Nun ist das Aussehen natürlich ein denkbar ungerechtes Kriterium, wenn es darum geht, eine nicht geringe Anstrengung zur Rettung einer Kuh zu unternehmen und ihr einen der extrem seltenen Plätze auf einem Lebenshof zu beschaffen. Andererseits: welches andere Kriterium wäre gerechter? Wenn eine Kuh besonders laut um ihr Leben schreit und deshalb gerettet wird, ist das nicht auch eine Benachteiligung all jener Kühe, die nach außen klaglos in den Tod gehen? Am Ende ist das Aussehen genauso gut wie jedes andere Entscheidungskriterium. Ungerecht ist einzig und allein, dass man überhaupt auswählen muss, weil man nicht alle retten kann.

Wie dem auch sei, da stand ich nun, als frisch verliebter kleiner Narr, und versuchte mir klar zu machen, was zu tun ich gerade beschlossen hatte. Mir war klar, dass ein steiniger Weg auf mich wartete. Dass die gesamte Rettung über acht Monate dauern würde, habe ich mir allerdings in diesem ersten Moment, der alles entschied, nicht träumen lassen. Am Anfang stand einzig und allein diese wie aus dem Nichts erschienene Zuneigung zu einem Tier, das ich nie zuvor gesehen hatte.

Am 25. April 2014 hat Colorida den Schritt aus dem Tiertransporter in die Freiheit von Hof Butenland getan.

Freilich verläuft unsere Beziehung seither etwas einseitig, Colorida ist eher dem Kuschelochsen Fiete zugeneigt als mir, dem sie in ihrem ganzen Leben vielleicht ein halbes Dutzend mal begegnet ist. Aber das ist ja auch gut und richtig so, Kühe gehören zu ihresgleichen, und ich habe keinerlei Rechte an ihr und will sie auch nicht. Auf dem Papier gehörte Colorida einmal mir, aber eigentlich gehört sie nur sich selbst. Trotzdem würde ich sie mit meinem Leben verteidigen, denn eines ist sicher: ich war ihre Stimme und ich habe ihr ihren Namen gegeben; ich werde mich für den Rest meines Lebens für sie verantwortlich fühlen.

Heute ist Colorida sechs Jahre alt geworden. In einem Milchbetrieb hätte sie bereits 2-3 Kälber geboren, die sie nie hätte erleben dürfen, und wäre bereits auf dem Schlachthof getötet worden, das durchschnittliche Schlachtalter einer Milchkuh in Deutschland beträgt 4,6 Jahre. Auf Hof Butenland kann sie aber, wenn alles gut geht, fünf bis sechs mal so alt werden, hätte also noch viele gute, freie und unbedrohte Jahre vor sich. Ich darf also zusammen mit ihr alt werden, egal wie häufig wir uns in dieser Zeit sehen werden. Sie in Sicherheit und Freiheit zu wissen, ist mir Glück genug.


Am Schweinesee

von Admin | 17. August 2018 | 4 Kommentare


Heute wechseln wir mal die Perspektive und haben mit der Drohne eine typische Butenland-Fete am Schweinesee eingefangen. Das müsst ihr euch wie einen herkömmlichen Tupperwaren-Event vorstellen, allerdings dreht sich bei uns alles nur um Schlamm. Da werden die Tragetrends der Saison vorgestellt, die Schweinegastgeberinnen graben besonders tief im hofeigenen Pool, um die Vorteile von nassem Schlamm deutlich zu machen (lässt sich gleichmäßiger auftragen, kühlt und man erkennt einfach leichter die modebewusste It-Sau), Karin werden absolut professionell ihre menschlichen Bedenken gegenüber diesem saukuhlen Schminkgrundstoff genommen, und sogar Puschek als männlicher Vertreter ist total beeindruckt von der Präsentation. Als Höhepunkt demonstriert dann Erna sogar die von ihr selbst ausgetüfelte Schüttel-Methode, durch die das gesamte Umfeld im 3 Meter Radius eine Schlammpackung erhält, die auch noch so lückenlos wirkt, dass Kursteilnehmer jederzeit von der Gesichtsbräune her einen Karibikurlaub vortäuschen können. Schon toll, wie schnell unsere Schweinegenies die Technik auf diesem Gebiet vorantreiben.


Piggypedia

von Admin | 17. August 2018 | 2 Kommentare

Schweine schlafen bis zu 16 Stunden am Tag. Und das aus einem guten Grund, denn es handelt sich bei ihnen um äußerst aktive Tiere, die in ihren Wachphasen ständig unterwegs sind. Dabei dreht sich längst nicht alles um die Nahrungsaufnahme, auch satte Schweine laufen ständig ihr Revier ab, entdecken neue Badetempel zum Suhlen oder befriedigen einfach ihre ungeheure Neugier mit der Erkundung neuer Begebenheiten im Gelände. Dieses ständige Herumgerenne fordert dann natürlich seinen Krafttribut, so dass die Ausflüge in Morpheus Arme entsprechend lang zelebriert werden. Wie viele Säugetiere teilen sie sich ihr Schlafbedürfnis in eine längere Phase und kurze Zwischensiestas ein.
 
Schweine bevorzugen für ihre Auszeiten ein festes Schlafzimmer und ruhen an von ihnen sehr sorgfältig festgelegten Orten. Je nach Art richten sie sich dort Erdhöhlen ein, bauen sich mit der Vegetation regelrechte Nester oder türmen wie die Butenländer Beispiele Stroh zu ausufernden Palästen auf. Es gibt aber auch Wildschweine, die auf dem nackten Boden nächtigen, wenn die Temperaturen es zulassen, oder sogar verlassene Höhlen zu ihrem neuen Traumreich erklären.
 
Auch das Prinzip der Toilette ist diesen Tieren geläufig. So würden sie nie in ihren Wohnbereich koten oder urinieren, sondern bevorzugen dafür ebenfalls feste Orte außer Geruchsreichweite. Mit diesem Wissen im Hinterkopf kann man sich noch detaillierter ausmalen, was diese hochintelligenten Tieren in der Massentierhaltung und auch bei Tiertransporten für einen persönlichen Horror durchmachen müssen.
 
Unser Tagesbild zeigt Winfried in seiner wohlverdienten Mittagspause.

Gans großer Melonen-Skandal

von Admin | 16. August 2018 | ein Kommentar


Heute braucht man für die Tagesdokumentation starke Nerven, denn unser kompletter Gänsewachdienst ist in einen Bestechungsskandal verwickelt worden. Wenn man so etwas in der Zeitung liest, denkt man ja immer, dass das im eigenen Betrieb nicht passieren kann und gerade die hofinterne Security absolut integer ist. Um so ernüchternder ist es dann, wenn man auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wird.

Alles, was es gebraucht hat, war eine Melone. Schon präsentierten sich sämtliche Sicherheitsschleusen unbeganst und die gesamte Truppe hat stattdessen ein Picknick auf der Weide mit dem Eindringling veranstaltet.

Zum Glück handelte es sich dabei um die gute Butenland-Freundin Tini, die uns immer wieder bei der Arbeit unterstützt und unter die Arme greift. Außerdem hat auch Puschek bewiesen, dass er jederzeit solche Gefahrensituationen erkennt und dann direkt an das Pflichtbewusstsein der Ertappten aBELLiert, wenn auch wie in diesem Fall erfolglos.

Trotzdem stehen für heute abend noch einige Vier-Augen-Gespräche zwischen Pino, dem Abteilungsleiter unseres Sicherheitsdienstes, und seinen drei gefiederten Angestellten auf dem Programm. Dabei können wir nicht garantieren, dass es keinen mahnenden Hundepfotenabdruck in das eine oder andere Führungszeugnis gibt. Bei solchen ungeheuerlichen Vorgängen läuft einfach alles unter dem Motto „Wehret den Anfängen“.


Willkommen im Hufpflegestudio

von Admin | 16. August 2018 | 7 Kommentare
Auf den heutigen Tagesbildern bekommt ihr einen Eindruck von dem Hufpflegestudio, das wir den Pferden alle 6 Wochen spendieren. Die Tour reicht vom Wartezimmer, in dem skandalöserweise noch immer keine „Wendy“-Illustrierten ausliegen, bis in die Behandlungslounge.
 
Außerdem seht ihr, wie Kaspar seinen Namen alle Ehre macht. Kaum ist unser Wildfang nämlich mit der Behandlung fertig, hat er nur noch Flausen im Kopf, zwickt Indira in den Popo oder schaut eine Runde Puschek-Live-TV.
 
Dort wurde der Hauptdarsteller in seinen Hundeporsche verfrachtet, denn moralische Unterstützung ist zwar immer gerne gesehen, aber sie muss nicht vorgetragen werden, indem ein Vampirgraf während den Behandlungen um die Beine der Wellness-Teilnehmer herumspukt. Jede Art von Motivation oder Verbesserungsvorschlägen kann schließlich auch sitzend gebellt werden.

Die fleißige Diva bei der Apfelernte

von Admin | 15. August 2018 | 4 Kommentare


Heute haben wir ganz lieben Besuch von zwei ehemaligen Mitarbeiterinnen mit ihren Rollstuhlhunden bekommen. Da blieb dann vor lauter Erinnerungenaustausch und Tagesschnack leider keine Zeit für ein aktuelles Video.

 
Das ist aber kein Problem, denn Rosa Mariechen hat zu dieser Jahreszeit eigentlich immer die gleichen Tagesroutinen. Und die drehen sich hauptsächlich um Äpfel, Äpfel, manchmal auch um Äpfel und wenn dann noch Zeit bleibt, beschäftigt sie sich mit Äpfeln. Also zeigen wir euch einfach ein Video aus dem letzten Jahr und versichern euch, dass sich die Bilder absolut gleichen. Der Unterschied ist nur, dass sich die Diva dieses Jahr bei der Ernte beeilen muss, da auch Erna durch die Vergesellschaftung Zugriff auf die Bäume hat. Guckt euch das Video also einfach im Fast-Forward-Modus an und die Illusion ist perfekt. 😉

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