Denn Tiere sind keine Maschinen

Die Rinder

Die Tierschutzstiftung Hof Butenland beherbergt momentan 45 Rinder.

Wenn Sie eine Patenschaft für eine unserer Kühe, für einen unserer Ochsen oder für die Gruppe der Rinder übernehmen möchten, klicken Sie bitte hier.

Maret

Geboren: 10.11.1996

Butenländerin seit: 14.03.2016

Nur selten passiert es, dass Veterinärämter tätig werden. In diesem Fall jedoch danken wir einer engagierten Amtsveterinärin, die nicht die Augen verschloss, sondern handelte, die Tiere beschlagnahmte, und nicht wie sonst üblich der Tötung überließ (Akte zu), sondern ihnen auch ein würdevolles Leben ermöglichen wollte. Die Kühe Milla, Marte und Maret sind bereits sehr betagt und ihnen bleibt, auch aufgrund ihres schlechten Allgemeinzustands nur noch eine kurze Lebenszeit. Ob sie jemals in ihrem Leben Weidegang hatten ist ungewiss.

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Marte

Geboren: 06.11.1996

Butenländerin seit: 14.03.2016

Nur selten passiert es, dass Veterinärämter tätig werden. In diesem Fall jedoch danken wir einer engagierten Amtsveterinärin, die nicht die Augen verschloss, sondern handelte, die Tiere beschlagnahmte, und nicht wie sonst üblich der Tötung überließ (Akte zu), sondern ihnen auch ein würdevolles Leben ermöglichen wollte. Die Kühe Milla, Marte und Maret sind bereits sehr betagt und ihnen bleibt, auch aufgrund ihres schlechten Allgemeinzustands nur noch eine kurze Lebenszeit. Ob sie jemals in ihrem Leben Weidegang hatten ist ungewiss.

Eine Patenschaft für Marte übernehmen

Milla

Geboren: 01.05. 1991

Butenländerin seit: 14.03.2016

Nur selten passiert es, dass Veterinärämter tätig werden. In diesem Fall jedoch danken wir einer engagierten Amtsveterinärin, die nicht die Augen verschloss, sondern handelte, die Tiere beschlagnahmte, und nicht wie sonst üblich der Tötung überließ (Akte zu), sondern ihnen auch ein würdevolles Leben ermöglichen wollte. Die Kühe Milla, Marte und Maret sind bereits sehr betagt und ihnen bleibt, auch aufgrund ihres schlechten Allgemeinzustands nur noch eine kurze Lebenszeit. Ob sie jemals in ihrem Leben Weidegang hatten ist ungewiss.

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Anton

Geboren: 11.11.2015

Butenländer seit 24.03.2016

Der Kleine wurde am 11.11.2015 geboren und war für ein kurzes Leben in einem Mastbetrieb bestimmt. Nach überaus zähen und nervenaufreibenden Verhandlungen gelang es uns, dass Anton einen langen Weg von 800 Kilometern in die Freiheit fahren konnte.

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Jule

Jette, geb.13.05.2012 und Jule, geb. 20.12.2015 kamen am 29.12.2015 nach Hof Butenland.
Bei dieser Rettung blieb nicht viel Zeit. Das Veterinäramt hatte dem Landwirt des Betriebes ein Tierhalteverbot ab dem 31.12. ausgesprochen. Jule wurde eine Woche vorher geboren, nachdem kurz vorher der Kauf der Herde über einen Händler abgeschlossen war. Die Tötung von Mutter und Kind war geplant.

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Jette

Jette, geb.13.05.2012 und Jule, geb. 20.12.2015 kamen am 29.12.2015 nach Hof Butenland.
Bei dieser Rettung blieb nicht viel Zeit. Das Veterinäramt hatte dem Landwirt des Betriebes ein Tierhalteverbot ab dem 31.12. ausgesprochen. Jule wurde eine Woche vorher geboren, nachdem kurz vorher der Kauf der Herde über einen Händler abgeschlossen war. Die Tötung von Mutter und Kind war geplant.

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Lady Welle

Geboren: 17.04.1999

Butenländerin seit: 13.12.2015

Lady Welle hat 12 Kälber geboren und 140.000 Liter Milch „erbracht“.
Es war das Anliegen des Landwirtes, seiner ältesten Kuh noch einen schönen Lebensabend zu ermöglichen.

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Ellie: Freundschaft rettet Leben

ellie

Geboren: 4.4.2008

Butenländerin seit: 13.6.2015

Ellie war/ist die Lieblingskuh der Tochter eines Landwirts. Kristina, so heißt das Mädchen, wuchs quasi zusammen mit Ellie auf seit diese ein Kälbchen war, und die beiden verbindet seither eine enge Freundschaft. Kristinas Vater sah nun nach mehreren Jahren der Milchproduktion die Zeit für Ellie gekommen, sie gab nicht mehr genug Milch – gleichbedeutend mit einem Todesurteil für eine Milchkuh. Doch da kannte der Bauer seine Tochter schlecht: Kristina bat ihn um Aufschub und machte sich auf die Suche nach einem der wenigen Lebenshofplätze. Eine Mitarbeiterin des Betriebs gab ihr dann den Tipp, es bei Hof Butenland zu versuchen und wir konnten Kristinas Bitte nicht abschlagen. Also zog Mitte Juni 2015 Ellie bei uns ein, begleitet von Kristina, die sie auch in Zukunft in ihrem neuen Zuhause besuchen will.

Ellie ist eine erfahrene Kuhdame, bescheiden und eher als Einzelgängerin unterwegs, gleichzeitig aber auch zugänglich und uns Menschen gegenüber offen.

Marc Pierschel, Regisseur von Live and let live, hat für uns einen kleinen Film über die Ankunft von Ellie gedreht und dafür auch Kristina interviewt. Den Film kann man sich hier anschauen.

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Lenchen: Lebensabend in Freiheit

lenchen

Geboren: 27.9.1999

Butenländerin seit: 26.4.2015

Lenchen lebte bis zu ihrer Rettung in einem Boxenlaufstall; Weidegang kannte sie schon seit über acht Jahren nicht mehr und durfte zuvor auch nur während der kurzen Trockenstehphase auf die Weide. Lenchen hat elf Kälber zur Welt gebracht, darunter zwei Totgeburten bzw. früh verstorbene Kälber. Keins ihrer Kinder durfte Lenchen erleben, sie wurden ihr direkt nach der Geburt entrissen. Nach Aufgabe des Betriebes wollte die Tierärztin, die bisher den Hof betreut hat, zumindest die älteste Kuh vor der Schlachtung retten. Lenchen ist ausgelaugt und körperlich in schlechtem Allgemeinzustand. Zehn Tage nach Lenchens Ankunft konnten wir die dringend notwendige Klauenpflege bei ihr durchführen. Sie hatte typische Stallklauen, die nicht richtig gepflegt worden waren und gesundheitliche Probleme verursachten.

Auf verschlungenen Wegen konnten wir Lenchens letztes Kind, einen kleinen Jungen, den wir jetzt Emil rufen, retten. Beide haben sich wiedererkannt und verbringen oft Zeit miteinander, aber Wunder können auch wir nicht bewirken. Das Verhältnis der beiden wird nie so innig werden wie bei den Müttern, die bei uns in Freiheit ihre Kälber zur Welt bringen konnten und nie von ihnen getrennt wurden, und ihren Kindern.

Lenchen und Emil leben vorerst auf unserer Krankenweide. Falls sich Lenchen stabilisiert werden sie und Emil später eventuell in die große Herde wechseln können.

Am Tag ihrer Ankunft wurde Lenchen von den Kälbern Emma und Paul aufs Kuhlste begrüßt.

Lenchen, in ihrem alten Stall: hier klicken.

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Emil: Endlich bei Mama

emil

Geboren: 27.2.2015

Butenländer seit: 19.5.2015

Emil ist Lenchens letztgeborenes Kalb. Lenchen hat elf Kälber geboren, die sie alle nie erleben durfte. Nachdem Lenchen durch den Einsatz einer Tierärztin zu uns kommen konnte, versprach uns der Bauer auch Lenchens Sohn, inzwischen zweieinhalb Monate alt, zu überlassen. Dann erfuhren wir, dass er das Kalb bereits am 14.3. an einen Händler verkauft hatte. Es begann ein Wettlauf mit der Zeit, denn der Händler verkaufte das Kalb nur zwei Tage später an den nächsten Händler, und wiederum nur zwei Tage später wurde das Kalb mehrere hundert Kilometer zu einem Mäster verfrachtet. Am 19.5. war es dann endlich so weit: Wir konnten Lenchen wenigstens eines ihrer Kinder zurückgeben. Sein Name ist Emil, denn unsere zähe Detektivarbeit war erfolgreich.

Emil lebt mit seiner Mutter bei uns auf der Krankenweide, wo er von ihr und den „Tanten“ umsorgt wird und in Paul einen großen Bruder gefunden hat.

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Minna: Letzte Rettung Kuhaltersheim

minna

Geboren: 15.5.1999

Butenländerin seit: 14.2.2015

Minna und ihre Tochter Stine stammen von einem verwahrlosten Hof, wo sie in einem baufälligen Stall in Anbindehaltung ausharren mussten. Minna lebte seit ihrer Geburt dort und hatte etliche Kälber. Ihr letztes Kalb war im Jahr 2008 Stine. Die jahrelange Anbindehaltung hat schwere körperliche Probleme zur Folge: Minnas Gangbild ist schlecht, sie konnte zuvor ja nur wenige kleine Schritte nach vorn und zur Seite machen. Man hört die Knochen und Gelenke knacken… Minna muss sich langsam an das Leben in Freiheit gewöhnen – sie kennt weder Weidegang noch den Umgang mit Artgenossen. Zu ihrer Tochter hatte sie vorher lediglich Blickkontakt. Am ersten Tag in Freiheit haben die beiden ausgiebig, über eine Stunde lang, Körperkontakt gepflegt.

Wir rechnen mit einer längeren Eingewöhnungszeit, da beide Kühe die vielen neuen Eindrücke verarbeiten müssen. Noch sind sie sehr scheu und ängstlich.

Aufgrund chronischer Klauenprobleme und fehlendem Muskelgewebe bleiben Minna und ihre Tochter im kleinen Kreis auf der Krankenweide, da sie die weiten Wege mit der großen Herde nicht schaffen würden.

Minna, vor ihrer Rettung: hier klicken.

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Stine: Befreit von Ketten

stine

Geboren: 18.3.2008

Butenländerin seit: 14.2.2015

Stine konnte gemeinsam mit ihrer Mutter Minna gerettet werden. Seit ihrer Geburt musste sie in Dunkelheit und ständiger Anbindung ihr Dasein fristen, in einem Stall, der inzwischen als einsturzgefährdet eingestuft wird. Bei uns hatten die beiden zum ersten Mal die Gelegenheit, sich zu beschnuppern und zu belecken, beides wichtige soziale Bindungsmechanismen für diese sensiblen Tiere. Ob Stine Kälber hatte, wissen wir nicht.

Stine lebt mit ihrer Mutter Minna auf der Krankenweide, von der aus sie Sichtkontakt zur großen Herde haben. Stine hat wie ihre Mutter aufgrund der miserablen vorherigen Haltungsbedingungen chronische Klauenprobleme und ein schlecht ausgebildetes Muskel- und Bindegewebe. Größere Strecken könnte sie daher nicht bewältigen.

Wir haben die ersten Augenblicke der beiden in Freiheit dokumentiert.

Stine, noch in Ketten: hier klicken.

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Paul: Nimmt’s gelassen

paul

Geboren: 6.10.2014

Butenländer seit: 31.1.2015

Paul landete im Alter von zwei Monaten auf einem Schlachthof in Bayern. Winzig klein kam er mit einer Fuhre „Ausschuss-Ferkel“ (alle krank oder verletzt), am 19.12.2014 mit einem Viehhändler dort an. Schnell fand Tierärztin Nicole heraus, dass auch Paul als „überflüssig“ eingestuft wurde: „Den verhacken wir halt und frieren ihn ein, für Konserven irgendwann“, lautete der Kommentar.

Nicole und einige Helferinnen holten das kleine Bullenkalb umgehend dort weg. Ihrem Einsatz ist bereits die Rettung der auf Hof Butenland lebenden Kühe Chaya und Dani zu verdanken.

Da nun schon Pauls Leben gerettet war, boten wir Nicole an, die Mutter zu suchen und mit dem Bauern zu sprechen. Leider war dieser trotz mehrfacher freundlicher Bemühungen nicht bereit Pauls Mutter freizulassen. Paul scheint dennoch ein sonniges Gemüt zu haben und ist bisher gut in der Herde angekommen. Bei Minna und Stine scheint er sich sehr wohl zu fühlen und verbringt bei den beiden Damen auch die Nächte.

Paul lebt weiterhin auf unserer Krankenweide nahe am Hof, denn wir mussten feststellen, dass er aufgrund einer unbehandelten Kälbergrippe chronische Herz-Lungen-Probleme hat. Im kleinen Emil hat er einen Spielkameraden gefunden und alle „Tanten“ kümmern sich rührend um die Kleinen.

Hier sieht man Paul bei seiner Lieblingsbeschäftigung.

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Greta: Eine kleine Japanerin auf Hof Butenland

greta

Geboren: 22.11.2012

Butenländerin seit: 31.1.2015

Greta wurde bereits im Alter von acht (!) Monaten gedeckt, und hat im Sommer 2014 per Kaiserschnitt ihr Kalb bekommen. Ihr Leben hat sie bis zu ihrer Rettung in einem bayrischen Mastbetrieb verbracht, der Kobe-Rinder in die Türkei exportiert. Greta war bereits zur Mast und anschließender Schlachtung vorgesehen, was wir zusammen mit der engagierten Tierärztin Nicole glücklicherweise verhindern konnten. Die vierwöchige Quarantänezeit verbrachte sie zusammen mit dem kleinen Paul und gemeinsam fuhren sie Ende Januar 2015 in die Freiheit.

Auf Hof Butenland erwartet Greta ein selbstbestimmtes Leben. An die neue Freiheit musste sie sich nicht lange gewöhnen, sie hat schon Freundschaften geknüpft und wird von der Herde gut aufgenommen.

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Lola: Endlich frei

lola

Geboren: 8.2.2008

Butenländerin seit: 19.1.2015

Lola wurde in einem Milchbetrieb geboren und hat drei Kälber zur Welt gebracht. Die letzten beiden Kälber waren Totgeburten und Lola war bereits für den Schlachter bestimmt. Rechtzeitig konnten wir sie retten und am 19. Januar 2015 zog Lola ins Kuhaltersheim ein. Begleitet wurde ihre Ankunft von einem Kamerateam, das derzeit eine TV-Reportage über Hof Butenland dreht.

Lola hat sich schnell und sehr gut eingelebt, sie ist sehr lieb gegenüber allen Herdenmitgliedern, stets freundlich und entspannt – eine Traumkuh.

Lola vor ihrer Rettung: hier klicken.

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Emma: Aus der Dunkelheit ins Licht

emma

Geboren: 7.6.2014

Butenländerin seit: 31.10.2014

Emma konnte sehr kurzfristig vor dem festgesetzten Tötungstermin am 31.10.14 gerettet werden. Zum Zeitpunkt ihrer Rettung war sie erst vier Monate alt, davon hat sie einige Zeit in einem Versuchslabor verbringen müssen und hatte bereits mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen: Zu ihrer Krankengeschichte gehören ein Leberabszess und eine Lungenentzündung sowie eine Operation im Bauchraum. Emma wäre für die Milchproduktion nutzlos gewesen und aufgrund der notwendigen medikamentösen Behandlung wäre sie entweder zu Ende Oktober getötet worden oder drei Monate später geschlachtet worden, da nach Medikamentengabe bestimmte Fristen eingehalten werden müssen, bis das sogenannte „essbare Gewebe“ für den menschlichen Verzehr freigegeben wird.

Nach Emmas Ankunft stellten wir weitere Auffälligkeiten in ihrer Physiognomie fest: Die Ohren hängen untypisch herunter, was auf eine Hirnhautentzündung in der Vorgeschichte hindeutet. Auch ihr Schwanz ist meist steif nach vorne zum Bauchraum gerichtet. Unsere Tierärztin untersuchte auch eine im Halsbereich aufgetretene harte Wölbung. Es handelt sich um eine Callusbildung am Halswirbel. Die Prognose ist vorsichtig: Emma kann damit alt werden, solange es keine Ausfallerscheinungen gibt.

Emma kannte keinen Weidegang, kein Gras, keine Stromzäune… Wir begleiten sie täglich auf die Weide und vertrauen auf die soziale Kompetenz vor allem unserer erfahrenen Kühe, die Emma helfen werden, ins Leben zu finden. In Fine, Colorida und Elsa wird Emma sicherlich bald gute Spielgefährtinnen finden. Bis es so weit ist, kümmern sich die erfahrenen Kuhladys Katinka, Jenny und Angelika liebevoll in ihrer Kleinherde auf der Krankenweide und im gemeinsamen Offenstall um Klein-Emma. Sie beweisen uns jeden Tag aufs Neue, wie sozial Kühe sind und wie gut sie sich umeinander kümmern, besonders um die Kleinsten.

Wir danken allen, die spontan für die Rettung von Emma gespendet haben.

Emma, vor ihrer Rettung: hier klicken.

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Elsa: Mach rüber!

elsa

Geboren: 19.2.2013

Butenländerin seit: 20.8.2014

Wir wundern uns ja kaum noch… Ende August 2014 stand nach Dina und Fine Kuhlady Nummer drei unerwartet auf unserer Weide. Also hieß es für uns einmal mehr: Same procedure – den Bauern ausfindig machen, die Kuh abkaufen, ihr einen Namen geben und sie zur Butenländerin machen, fertig. Denn getreu unserem Motto, dass, wer es aus eigener Kraft nach Hof Butenland schafft, auch bleiben darf, durfte diese junge Kuh selbstverständlich auch bei uns bleiben. Vielleicht hat ihr Fine ja zugemuht, wie kuhl es auf Butenland ist und dass sie schnell zu uns rübermachen soll…

Anfangs scheu und unnahbar, wird Elsa immer mutiger und neugieriger. Sie nimmt aktiv am Herdenleben teil und hat in Fine eine beste Freundin gefunden, mit der sie allerlei Schabernack treibt.

Elsa wäre in Kürze mit etwa anderthalb Jahren das erste Mal künstlich besamt worden, hätte dann jedes Jahr ein Kalb bekommen und wäre mit fünf oder sechs Jahren wegen nachlassender Milchleistung geschlachtet worden. Dieses Schicksal einer Milchkuh bleibt ihr nun erspart. Elsa hat noch ein ganzes Leben vor sich – und das gönnen wir ihr von Herzen!

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La Colorida: Alles so schön bunt hier

colorida

Geboren: 18.8.2012

Butenländerin seit: 25.4.2014

Die dreifarbige Glückskuh stammt aus einem Milchviehbetrieb mit Spaltenboden und hätte bald zum ersten Mal künstlich befruchtet werden sollen. Dieses Leben bleibt ihr nun erspart.

Wir möchten noch einmal allen danken, die an die Freiheit geglaubt haben, gespendet und geholfen haben, damit wieder ein Tier statt in das Schlachthaus in ein sicheres Leben gehen kann. Ein ganz besonderer Dank geht außerdem an Bernhard, La Coloridas Retter, der fast neun Monate unermüdlich um ihr Leben kämpfte und trotz vieler Hindernisse nie aufgab.

Dank vieler kleiner Leute an vielen kleinen Orten konnte ein Leben gerettet werden. Und Coloridas Leben wird nun bunt und wunderbar. Sie hat sich schon in den ersten Tagen gut in der Herde zurechtgefunden, wurde von der erfahrenen Kuhdame und Herdenchefin Frieda unter ihre Fittiche genommen und kennt nun alle wichtigen Wege und Stege. Willkommen auf der bunten Seite des Lebens, Colorida!

Einen guten Freund hat La Colorida inzwischen in Fiete gefunden, mit dem wir sie oft zusammen beim Grasen und Wiederkäuen sehen.

La Colorida, in ihrem früheren Stall: hier klicken.

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Fine: Manchmal sieht Hoffnung aus wie ein kleines schlaues Rindermädchen

fine

Geboren: 20.11.2012

Butenländerin seit: 12.4.2014

Willkommen auf Hof Butenland, kleine schlaue Kuhldame: Sie hat alles richtig gemacht und sich in Sicherheit gebracht.

Beim täglichen Rinderzählen an einem Samstag Mitte April zählten wir statt 34 wiederholt 35 Rinder und zweifelten schon an unseren Rechenfähigkeiten. Schließlich fanden wir neben Luise laufend dieses kleine, scheue Rind. Wo kam sie her? Sie ist über den Wassergraben durch den Zaun, der heruntergerissen war, zu uns geflüchtet. Luise ließ uns nicht an die Kleine heran, beschützte sie und kam uns mit einer deutlichen Drohgebärde entgegen.

Wer es nach Hof Butenland schafft, zumal aus eigener Kraft, der darf bleiben. Laut Rinderpass ist Fine mit ihren anderthalb Jahren bei Ankunft deutlich im Wachstum zurückgeblieben. Nur drei Tage zuvor wurde sie von einem Bauern bei einem Mäster gekauft und hat bis dahin nie eine Weide kennengelernt.

Finchen war anfangs sehr scheu, versteckte sich, wenn sie uns sah, hinter den anderen Rindern. Bald kannte sie aber schon die Wege und kam nachts zum Ruhen mit der Herde in den Offenstall. In der Herde fühlt sie sich sicher, wir sehen sie oft zwischen zwei der anderen Rinder liegen und ihre Umgebung studieren. Inzwischen ist sie auch mutiger und neugieriger geworden, unternimmt kleine Rangeleien mit den älteren Kühen und hat gelernt, dass Gänse ganz schön dreist sein können. Ein knappes Jahr nach ihrer Ankunft lässt Fine sich kraulen und zeigt uns, dass sie auch ganz schön frech sein kann. Sie kommt jetzt wohl in die Pubertät…

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Chaya schrie um ihr Leben und darf nun bei uns leben

chaya

Geboren: 18.5.2010

Butenländerin seit: 24.8.2013

Am 8. Juli 2013 wurde eine Kuh zum Schlachthof gebracht. Dort angekommen, schrie sie sich vor lauter Panik die Seele aus dem Leib, was das Herz der dort anwesenden Tierärztin berührte. Sie bat den Landwirt um eine Gnadenfrist, um die Kuh vor dem Tod zu bewahren. Der Landwirt erklärte sich einverstanden und nahm seine Kuh wieder mit. Nachdem wir für sie einen Platz bei uns im Kuhaltersheim zugesagt hatten, musste sie aber noch eine Quarantänezeit von vier Wochen überstehen, da ein Bestandswechsel für Rinder nur mit negativem BHV-Nachweis erlaubt ist. Damit sie diese Zeit nicht allein verbringen musste, sagten wir einer weiteren Kuh desselben Landwirts die Aufnahme zu. Durch eine Spendensammelaktion auf Facebook konnten nicht nur beide Kühe freigekauft werden, sondern auch die Kosten für die Zeit der Quarantäne, für den Transport und die Versorgung für die nächsten Monate gedeckt werden. An dieser Stelle noch mal ein kuhler Dank an alle, die mitgeholfen haben, die beiden hübschen Mädels zu retten!

Keine der beiden Kühe hatte bis dahin einen Namen, sie trugen betriebsinterne Nummern. Viele Tierbauern sind zu dieser Praxis übergegangen, da ein Name auch ein Individuum bedeutet. Nummern sind austauschbar. Auf der Suche nach einem passenden Namen stieß eine der Retterinnen auf den hebräischen Frauennamen Chaya, der ‚Mutter des Lebens‘ oder ‚die Lebendige‘ bedeutet. Zusammen mit ihrer Freundin, die nun nach einer der Retterinnen Dani heißt, erkundet Chaya neugierig und interessiert ihre neue Umgebung. Das wirkliche Ankommen dauerte eine Weile, die beiden Kühe waren am Anfang durch das Platzangebot überfordert, suchten, liefen hin und her und konnten die anderen Herdenmitglieder noch nicht einordnen. Chaya ist bis heute eine Einzelgängerin und nimmt eher beobachtend am Geschehen in der Herde teil.

So sah Chaya noch einige Wochen vor ihrer Rettung aus: hier klicken.

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Dani: Eine starke Freundin

dani

Geboren: 20.2.2009

Butenländerin seit: 24.8.2013

Dani hatte das Glück, eine sehr lautstarke Freundin zu haben. Chayas herzzerreißendes Schreien war es, das unbeabsichtigt auch Dani die Freiheit beschert hat, denn für die vierwöchige Quarantänezeit wurde jemand gesucht, der Chaya Gesellschaft leisten und danach gemeinsam mit ihr nach Hof Butenland kommen sollte. Dani und Chaya stammen aus einem Mastbetrieb mit Anbindehaltung und konnten mit Hilfe einer Spendenaktion vor der Schlachtung bewahrt werden. Im Gegensatz zu den meisten Mastrindern waren die beiden schon relativ alt, als wir sie aufgenommen haben. (Mastrinder werden üblicherweise im Kindes- bzw. Jugendalter mit ca. neun Monaten, maximal zwei Jahren geschlachtet. Allerdings sind Chaya mit ihren drei und Dani mit ihren vier Jahren gerade mal ausgewachsen und werden hoffentlich noch viele schöne Jahre bei uns verbringen können.) Chaya hat mehrmals den Besitzer gewechselt und hatte vermutlich auch Kälber. Dani wäre in ihrem ersten Stall fast verhungert und ist dort konfisziert worden. Auch sie hat wahrscheinlich bereits ein Kalb geboren. Zum Schnäppchenpreis ist sie dann an einen Mäster verkauft worden und im selben Stall wie Chaya gelandet. Beide Kühe stammen ursprünglich aus Österreich.

Richtig angefreundet haben sich die beiden Damen in der gemeinsamen Quarantänezeit. Sie sind ein bisschen wie Feuer und Wasser: Dani ist sehr selbstbewusst, zutraulich und optimistisch. Chaya war anfangs sehr ängstlich und zurückhaltend. Dani hat Chaya geholfen, sich in der neuen Situation zurechtzufinden und ihr abends im gemeinsamen Übergangsstall zugemuht, dass jetzt alles gut werden wird. Und Chaya wurde tatsächlich mit jedem Tag sicherer und selbstbewusster. Am 24. August 2013 um zwei Uhr morgens war es endlich soweit: Chaya und Dani hatten den langen Weg aus Bayern zu uns in den hohen Norden geschafft und verbrachten die erste Nacht in Freiheit gemeinsam in unserem geräumigen Offenstall auf Stroh und mit jeder Menge frischer Luft. Anfangs waren die beiden bei uns unzertrennlich, erforschten ihre neue Welt und staunten sichtlich, wie groß sie ist. Erste Annäherungsversuche an die Herde gab es aber auch schon. Dani hat sich inzwischen zu einer verschmusten Kuh entwickelt, die Streicheleinheiten schätzt. Mit Chaya verbringt sie immer noch sehr viel Zeit, läuft aber auch gut im Rest der Herde mit.

Dani, vor ihrer Rettung: hier klicken.

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Uschi: Sensibles Dickköpfchen

uschi

Geboren: 1.1.2008

Butenländerin seit: 15.6.2013

Uschi kam gerade fünfeinhalbjährig Mitte Juni 2013 auf Hof Butenland an. Das Alter ist bezeichnend, denn normalerweise werden Milchkühe durchschnittlich mit 5,5 Jahren geschlachtet. Uschi ist vierfache Mutter, durfte aber keins ihrer Kinder kennenlernen und aufwachsen sehen. Nach der vierten Geburt ließ ihre Milchleistung nach und sie wurde unrentabel für den Bauern. Dank einer menschlichen Pflegerin und Freundin, die für ihre Freiheit gekämpft hat, kann Uschi den Rest ihres Lebens nun auf Hof Butenland verbringen.

Wir danken besonders den Marathonläufern von Laufen gegen Leiden, die für die Rettung von Uschi bei der Staffel B12 im Mai 2013 für die Freiheit gelaufen sind. Allein durch diese Spendenaktion konnten wir Uschis Freikauf, den Transport und die ersten Tierarztkosten sichern. Es ist wunderbar zu wissen, dass wir gemeinsam etwas erreichen können.

Die Zeit im Boxenlaufstall mit Spaltenboden scheint Uschi schnell hinter sich zu lassen: Gleich am ersten Tag ist sie umgehend in die Herde geschritten und hat dabei sofort signalisiert, dass sie eine erfahrene Kuhlady ist. Wer das nicht glauben wollte, und sich ihr entgegenstellte, dem hat sie mit einem Kopfstoß gezeigt, wo es lang geht. Mittags lag sie bereits inmitten der Herde, hatte schon mehrfach die Weiden gewechselt und die Trinkquelle entdeckt.

Uschi kommt gut in der Herde klar, doch auch wenn die Umstellung und Eingewöhnung bei ihr unproblematischer verlief als bei manch anderen Neuzugängen, waren die ersten Tage in ihrem neuen Zuhause verwirrend und wohl auch etwas stressig für sie. Sie wusste nicht genau wohin, hat geweint und gesucht, kam allein auf den Hof, schaute sich um und rannte wieder zur Herde. Trotz allem hat sie ihre Familie verloren. Sie muss erst mit der neuen Welt, in der sie sich frei bewegen kann, fertig werden. Aber schon früh wurde sie von den älteren Kühen ausgiebig beleckt, was ein sehr gutes Zeichen ist.

Uschi ist zwar manchmal etwas draufgängerisch-dickköpfig, aber auch sensibel. Dass Klara sehr schüchtern ist, hat sie gleich gemerkt und sich ihr sehr vorsichtig und freundlich genähert. Eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen neben dem Kopfnuss-Verteilen ist es, alles, was aus Gummi ist, abzulecken.

Und wer sich über den warum-auch-immer in Misskredit geratenen Namen Uschi wundert: Zum einen behalten die Tiere, die zu uns kommen, ihre Namen (sofern wir sie kennen), da sie zu ihrer Lebensgeschichte gehören. Zum anderen ist Uschi ein ziemlich kuhler Name für eine Kuh, denn er ist die Koseform von Ursula und bedeutet ‚kleine Bärin‘ – also wenn das nicht passt für eine, die zwar mal eine Kopfnuss gibt, aber auch ganz schön mitfühlend reagiert, wenn es anderen nicht gut geht. Bärenstark, unsere Uschi!

So sah Uschi noch einige Wochen vor ihrer Ankunft auf Hof Butenland aus: hier klicken.

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Fiete: Liebenswerter Kuhschelochse

fiete

Geboren: 10.1.2012

Butenländer seit: 26.7.2012

Aus dem gleichen Stall wie die inzwischen leider verstorbene Banana kommt ein junger Knabe, der auf den Namen Fiete hört. Im Januar 2012 kam er zur Welt und musste von da an in einer dunklen Ecke leben. Seine Bewegungsfreiheit war durch eine vor die Stallecke diagonal gestellte Tür sehr eingeschränkt.

Wie Banana ist Fiete durch eine Spendensammelaktion vor der Schlachtung bewahrt worden.

Seinen ersten Sommer konnte Fiete noch gar nicht richtig genießen, denn er war von den vielen neuen Eindrücken überfordert und verbrachte seine Zeit zunächst vorzugsweise im Stall. Er legte sich in die Ecke, in die am wenigsten Licht drang. Sonne, Wiese, Artgenossen waren ihm fremd und irgendwie auch unheimlich.

Mit menschlicher Begleitung ging es dann täglich auf die Weide, auf der Fiete lernte Gras zu fressen. Ja, ein Rind, das noch nie auf der Weide war, kann das noch gar nicht. So fand er schnell heraus, dass Erde weniger gut schmeckt als das Grüne, das oben drauf wächst.

Fiete hat trotz anfänglicher Schwierigkeiten Anschluss in der Herde gefunden. Neugierig, frech und bei menschlichem Besuch verschmust, entdeckt er nun eine neue Welt. Freundschaften hat er auch geschlossen: Neben seinem Kumpel Mattis sucht er besonders die Nähe zu Kuhdame Herbstzeit, die ihn offensichtlich gern unter ihre Fittiche genommen hat und seine Spielattacken gelassen pariert.

Fietes früheres „Zuhause“: hier klicken.

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Hanni: Dass der Himmel so blau und so endlos sein kann…

hanni

Geboren: 22.1.2003

Butenländerin seit: 30.4.2012

Hanni war bei ihrer Ankunft im Kuhaltersheim zehn Jahre alt und hatte acht Kälber geboren – seit ihrem zweiten Lebensjahr jedes Jahr eines, damit ihr die Milch abgepumpt werden konnte. Da sie jedoch nicht mehr genug Milch brachte und auch nicht mehr schwanger wurde, war für sie schon der Schlachttermin festgelegt. Wir konnten dies verhindern und sie kam gerade noch rechtzeitig zu uns. Hier erholt sie sich nun von den psychischen und physischen Wunden, die ihr zugefügt worden sind. Wir haben Hannis erste Schritte auf Hof Butenland festgehalten – eine unruhige, ihre Freundinnen suchende Kuh. Knapp zwei Wochen später sieht man schon eine deutlich entspanntere Hanni gemütlich wiederkäuen und vorsichtig neue Freundschaften schließen. Wir freuen uns, sie heute selbstbewusst im Herdenverband zu erleben.

So hat Hanni bis zu ihrer Rettung leben müssen: hier klicken.

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Samuell: Der Sanfte

samuell

Geboren: 31.7.2010

Butenländer seit: 17.9.2011

Samuells Geschichte ist fast zu unglaublich um wahr zu sein. Ganze 13 Monate musste er als kleiner Stier in einer Garage leben und sich von Futter ernähren, welches alles andere als geeignet für ein junges Rind ist. Wer zieht ein Kalb in einer Garage groß und warum?, fragt man sich da. Die Antwort ist traurig: Es war ein Restaurantbetreiber, der auf die glorreiche Idee kam, Rindfleisch selbst zu erzeugen.

Zum Glück wurde Samuell von Tierschützern entdeckt, die ihn aus seinem Gefängnis befreien wollten. Doch das war leichter gesagt als getan. Der Restaurantbesitzer fand die Idee, den kleinen Stier schlachten zu lassen, viel attraktiver als ihn in die Hände von Tierschützern zu geben. Also mussten sie ihm Geld bieten. Für welchen Betrag Samuell schließlich freigekauft wurde, wird hier besser nicht erwähnt, aber soviel sei gesagt: der Schlachtpreis wäre nur ein Bruchteil davon gewesen.

Auf Hof Butenland angekommen, konnte Samuell seine Freiheit gar nicht begreifen. Er wollte nicht auf die Weide und die Sonne genießen. Er verkroch sich lieber alleine in der dunkelsten Ecke im Stall. Sein Blick war traurig und mitleiderregend. Wir führten ihn mehrere Male auf die Weide, doch immer wieder wanderte er zurück in den Stall.

Auch seine erste Erfahrung mit dem Weidezaun war sehr untypisch. Immer wieder stieß er mit der Nase dagegen, zuckte zurück und berührte den Draht erneut. Was andere Rinder einmal machen und nie wieder, ließ ihn völlig unbeeindruckt.

Erst langsam taute Samuell auf und begann zu erkennen, was für ein Lebewesen er eigentlich ist. In Dina, Mattis und Oma Gisela fand er endlich den Familienrückhalt, den er brauchte, um sich selbst zu finden. Als noch das Einhorn Alma zu der kleinen Patchwork-Familie stieß, war das Glück perfekt: Alma und Samuell sind schnell gute Freunde geworden, die sich allerlei Geheimnisse anvertrauten. Von seiner neuen Familie bekam er die Liebe und den Rückhalt, die er braucht und so lange vermisst hat. Samuells Freundin Alma verstarb leider im August 2014. Samuell selbst zeigt inzwischen ein schlechtes Gangbild, seine Beine sind aufgrund der früheren Haltung nicht gut entwickelt und weisen eine Fehlstellung auf (X-Beine). Gegen die Gelenkschmerzen erhält Samuell Traumeel, aber es ist umstritten, ob es hier hilft, schadet aber nicht. Medikamente in oraler Gabe sind bei Rindern schwierig wegen der Pansenaufnahme und auf Injektionen verzichten wir soweit möglich, da das Rind dann immer aus der Herde getrieben und in den Klauenstand verbracht werden muss. Samuell ist im Frühjahr 2015 auf die Krankenweide umgezogen, da sein Gangbild sich weiter verschlechtert hat und er nicht mehr auf Betonboden laufen kann.

Samuell bei seiner Ankunft: hier klicken.

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Dina: Die Ausreißerin

dina

Geboren: 12.8.2008

Butenländerin seit: 18.8.2011

Dina gehört zu den wenigen Tieren, die es aus eigener Kraft nach Hof Butenland geschafft haben. Sie ist nämlich nachts von der Weide eines Bauern in der Nachbarschaft ausgebrochen und hat sich frech auf eine unserer Wiesen gestellt. Wenn Dina schreiben könnte, dann hätte sie sich bestimmt ein Schild um den Hals gehängt, auf dem gestanden hätte: „Hier will ich bleiben!“

Das Auffälligste an Dina war damals ihr kugelrunder Bauch. Sie war hochschwanger und die Geburt stand kurz bevor.

Dina durfte bleiben und schon wenige Tage nach ihrer Ankunft setzten die Wehen ein. Die Geburt war anstrengend, denn das Kalb war ein echter Brocken. Jedoch verlief der Vorgang ohne Komplikationen und Mattis erblickte erschöpft aber gesund das Licht der Welt.

Eigentlich war Dina damals selbst noch ein Kind. Ab und an schaute sie nach, ob Gisela noch etwas Milch für sie im Euter hätte. Doch Oma Gisela hatte die Milchbar schon lange geschlossen. Auch schien Dina anfangs etwas überfordert zu sein mit ihrem kleinen Mattis. Oft hat sie ihn aus den Augen verloren und gar nicht wirklich vermisst. Das ist heute anders. Wenn Mattis außer Sichtweise ist, dann trabt sie elegant wie ein Reh über die Weide, bis sie ihr Riesenbaby wiederfindet. Oft kommt es allerdings nicht vor, dass sich Dina auf die Suche machen muss. Meistens sind sie zusammen beim Grasen oder Wiederkäuen.

Dina hat wirklich alles richtig gemacht. Sie hat nicht nur sich in Sicherheit gebracht, sie hat auch dafür gesorgt, dass ihr Kind in Frieden aufwachsen und vor allem bei ihr bleiben darf.

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Mattis: Die verwöhnte Silberlocke

mattis

Geboren: 21.8.2011

Butenländer seit: 21.8.2011

Mit seiner Geburt auf Hof Butenland hat er eine Welle der Begeisterung ausgelöst. In ganz Deutschland haben sich Menschen gefreut endlich Bilder und Videos von einem Kalb zu sehen, das so lange es möchte Milch bei der Mama trinken darf, ohne befürchten zu müssen von ihr getrennt zu werden. Und diese Freiheit, die ihm vom ersten Tag an gegeben war, merkt man ihm bis heute an. So unbeschwert und zutraulich wie Mattis ist sonst kein Rind auf Hof Butenland.

In seiner Sturm-und-Drang-Zeit ist Mattis begeistert mit Samuell um die Wette gelaufen oder hat sich Drück-Duelle mit ihm geliefert. Eine sehr enge Beziehung hatte Mattis auch zu seiner Wahl-Oma Gisela. Er verbrachte lieber Zeit mit ihr auf einer kleinen Weide, anstatt mit der großen Herde die große Butenland-Welt zu erkunden. Denn Gisela hatte immer ein offenes Ohr für ihn. Ja, bei Oma ist es am schönsten! Bei ihr durfte er alles und das wusste er auch. Mit Oma Gisela wurde gekuschelt und wie es sich für eine richtige Oma gehört, gab es bei ihr auch immer etwas zu naschen für ihn. Und wenn er mal beim Kräftemessen mit Samuell den Kürzeren zog, spendete Gisela ihrem kleinen Liebling gerne Trost. Dass Rinder trauern, haben wir nach Giselas Tod intensiv erlebt. Mattis und auch die anderen Mitglieder der kleinen Patchwork-Familie waren sichtlich traurig und verstört, dass ihre Oma und Tante nicht mehr bei ihnen war.

Mattis und Mama Dina sind inzwischen in der großen Herde angekommen. Manchmal scheint es als würde Mattis die Aufmerksamkeit, die er von allen Seiten bekommt, richtig genießen. Stolz streckt er den Kopf in die Luft und präsentiert seine Silberlocke. Er ist eben schon ein wenig verzogen, aber da er sich sonst nie in den Vordergrund drängt, sehen wir ihm das nach.

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Manuela: Endlich rund und gesund

manuela

Geboren: 25.6.2005

Butenländerin seit: 29.3.2011

Manuela kam am 29.3.2011 zu uns. Zuvor befand sie sich vier Jahre lang als Versuchskuh in einem Labor (ähnlich wie hier ab Minute 5:00 stand sie dort in reizarmer Umgebung und in ständiger Anbindehaltung). Aus dem geöffneten Bauchraum wurde per Hand täglich Panseninhalt entnommen, um die Wirkung von leistungssteigerndem Futtermittel zu testen. Die erste operative Schließung des Bauchraumes gelang nicht, es traten weiterhin Pansensaft und -gase aus, die einen ständigen Juckreiz verursachten und die Gefahr von Entzündungen bargen. Die zweite OP im Sommer 2012 glückte und Manuela kann nun ihre Freiheit ohne diese Belastung genießen.

Die erste Zeit auf Hof Butenland war Manuela noch völlig reizüberflutet, hektisch und ruhelos – sie kannte ja weder Artgenossen noch frische Luft oder Sonnenlicht.

Aus dem schüchternen und stark abgemagerten Versuchstier ist inzwischen eine stolze Kuhlady geworden, die mit wachem Blick ihre Umgebung studiert und interessiert an den Vorgängen des Herdenalltags ist.

Auf ihr menschliches Pflegepersonal war sie nach der zweiten Operation zunächst nicht mehr besonders gut zu sprechen: Wir mussten die Wunde zur Wundheilung und Desinfektion täglich mit Silberspray einsprühen, das unangenehm kalt auf der Haut ist und fiese Zischlaute von sich gibt. Der positive Nebeneffekt war allerdings, dass Manuela ihre unnatürlich starke Prägung auf menschliche Wesen etwas abgelegt und sich kuhlen Freundschaften zugewandt hat. Inzwischen schätzt sie sowohl die Zuwendungen ihrer Artgenossen wie auch eine kleine Kuscheleinheit von uns.

Manuela bei ihrer Ankunft 2011: hier klicken.

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Anna und Lara: Die Zwillinge von Butenland

anna und lara

Geboren:
Anna (rechts): 20.11.2008
Lara: 22.2.2009

Butenländerinnen seit: 27.10.2010

Dürfen wir vorstellen? Die Zwillinge! Eigentlich sind die beiden biologisch nicht verwandt, aber gefühlt sind sie es allemal. Die eine kann ohne die andere nicht. Es ist aber auch verdammt praktisch, sich gegenseitig den Platz an der Futterraufe freizuhalten.

Anna und Lara haben seit den ersten Lebenstagen ein Jahr lang in Anbindehaltung verbracht. Bevor sie zu uns kamen, standen sie den Sommer über ohne weitere Artgenossen auf der Weide.

Inzwischen haben sie einige kuhle Freundschaften geschlossen und muhen auch mal mit den andern Herdenmitgliedern um die Wette. Ein Dreamteam sind sie aber immer noch – sie liegen oft nebeneinander auf der Wiese, zählen Grashalme und Gänseblümchen und freuen sich, zusammen zu sein. Rinder sind ja allgemein sehr neugierig, aber diese beiden beschnuppern wirklich alles, was ihnen vor die hübsche Schnute kommt. Ob das nun der rote Hundeporsche ist oder die Kamera, mit der man gerade versucht, ein gelungenes Portraitfoto zu schießen. Und obwohl sie ziemlich gut im Futter stehen, sind sie doch sehr verspielt, hoppeln manchmal wie die Ponys über die Weide und fordern andere zum Mitspielen auf.

Die beiden können aber auch anders. Erinnern Sie sich noch an die Muppet Show, vor allem an die zwei älteren Herren Statler und Waldorf in der Loge? Wir wissen ja auch nicht warum, aber irgendwie kamen die beiden uns in den Sinn, als wir diese Szene filmten…

Anna und Lara bei ihrer Ankunft auf Hof Butenland: hier klicken.

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Klara: Kuscheln mit kuhlen Freundinnen ist das Größte!

klara

Geboren: 7.4.2002

Butenländerin seit: 9.10.2010

Laut Rinderpass hat Klara bundesweit in sechs verschiedenen Ställen zugebracht. Sie hat mindestens vier Kälber geboren, die sie nie kennenlernen durfte, wurde ausgemolken und ging dann per Tiertransport in den nächsten Stall.

Im Sommer fiel sie abgemagert und kraftlos auf einem Viehmarkt vom Hänger. Danach verbrachte sie noch drei Monate in Einzelhaltung in einer Verladestation. Dann kam das große Glück: Sie durfte zu uns nach Hof Butenland kommen und hier das richtige Leben entdecken.

Klara hat sich mit der Zeit mit Katinka und den beiden Zwillingen Anna und Lara angefreundet und genießt das Zusammensein mit den kuhlen Ladys sichtlich. Hier kann sie entspannen und sich fallen lassen. Sie beteiligt sich inzwischen mit Hingabe am gegenseitigen Wohlfühl- und Pflegeprogramm. Menschen gegenüber ist sie ausgesprochen scheu und zurückhaltend. Zu uns, die wir täglich auf der Weide vorbeischauen, hat sie zwar Vertrauen aufbauen können, doch auch wir müssen uns ihr sehr vorsichtig und behutsam nähern, sonst sehen wir sie nur noch von hinten.

Klara vor ihrer Ankunft auf Hof Butenland: hier klicken.

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Marie: Unser kuhles Fotomodell

marie

Geboren: 14.9.2006

Butenländerin seit: 20.12.2008

Beim Ausrutschen auf dem Spaltenboden brach Marie sich als Kälbchen das Becken. Ihr rechtes Hinterbein war mindestens einmal gebrochen. Sie konnte nicht mehr aufstehen und hatte sehr schlechte Chancen. Sie wollte aber nicht sterben, das hat sie jedem vermittelt, der sie kennengelernt hat. Wochenlang wurde sie gelagert, mobilisiert, ihr das in dieser Zeit so beschwerliche Leben mit vielen Kleinigkeiten versüßt, so wie es üblich ist an einem Krankenbett. Marie hatte viel Kraft und Mut, sie hat es geschafft, allen medizinischen Prognosen zu trotzen. Als Überbleibsel ihrer Frakturen hat sie ein steifes Bein sowie ein verschobenes Becken. Es kam in den ersten Jahren wiederholt zum Festliegen, aber seit drei Jahren weiß Marie, dass sie nur auf der linken Seite liegen kann. Sie steht dennoch weiterhin unter Beobachtung, damit wir schnell helfen können, falls es nötig sein sollte. Trotz der Einschränkungen ist Marie aber dominant, eigensinnig und hat einen sicheren Stand in der Herde. Hier sehen wir sie selbstbewusst beim Grashalme-Kürzen.

Im Winter 2014 haben wir Marie in die kleine Herde auf der Krankenweide geholt, da wir uns Sorgen machen, dass sie auf den weitläufigeren Weiden, die wir nicht durchgehend im Blick haben können, ausrutscht und wir nicht rechtzeitig zur Stelle sind.

Marie wurde bereits als Fotomodell gebucht und ziert das Cover einer Sammlung mit Sprachglossen der Feministin Luise F. Pusch.

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Luise: Geboren in Freiheit

luise

Geboren: 14.5.2007

Butenländerin seit: 2008

Luise wurde auf einem Schutzhof von der inzwischen verstorbenen Mama Muh geboren und siedelte 2008 nach Hof Butenland über. Gemeinsam mit den frechen Zwillingen Anna und Lara hält sie seit deren Ankunft uns und die älteren Damen in Schwung. Anfänglich extrem ängstlich, ist Luise inzwischen sicherer und fest in die Herde einbezogen. Sie wird immer zutraulicher gegenüber Menschen.

Und hier noch etwas Kuhles, das Menschen niemals können werden…

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Katinka: Ein geschenktes Leben

katinka

Geboren: 25.1.2004

Butenländerin seit: Anfang 2008

Katinka wurde Anfang 2008 im Kuhaltersheim aufgenommen. Im Alter von vier Jahren hatte sie bereits drei Kälbchen zur Welt gebracht: Zwillinge und ein totes Kalb. Nun sollte sie den Betrieb verlassen, da sie sich während der Geburt ihres Kälbchens verletzt hatte. Der Landwirt hatte zwei Möglichkeiten: den Schlachter oder das Kuhaltersheim, von dem er schon öfter gehört hatte. Er meldete sich bei uns, schilderte sein Anliegen, schenkte uns Katinka und ihr das Leben. Aufgrund einer chronischen Klauenentzündung erhält Katinka häufig Medikamente und einen orthopädischen Holzklotz, der die Klaue entlastet. Katinka ist selbstbewusst und freundschaftlich im Umgang mit allen Artgenossen.

Im Herbst 2014 haben wir Katinka aus der großen Herde geholt und in die kleine Pflegefellchenherde mit Jenny und Angelika gebracht. Zum einen haben die Kühe, die alle mehr oder weniger schwere Gelenkprobleme haben, hier mehr Ruhe. Zum anderen haben wir sie hier besser im Blick, da sie näher am Hof sind und wir sie leichter beobachten können.

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Amy: Vom Sorgenfellchen zum Mittelpunkt der Herde

amy

Geboren: 29.2.2000

Butenländerin seit: 2008

Amy, die drei Kälber hatte, verdankt ihr Leben dem professionellen Engagement zweier junger Frauen, die einen Betrieb mit Anbindehaltung nahe ihres Wohnsitzes genau im Blick hatten und schon mehrere Kühe erfolgreich vermittelt und auch selbst vier Tieren ein neues Zuhause gegeben haben. Sehr kuhl! Amy hatte als Milchkuh keinen Wert mehr, sie sollte geschlachtet werden. Amys körperlicher Zustand war katastrophal: Abgemagert und mir schleppendem Gang wurde sie aufgenommen. Nun ist sie stabil, wirkt fit und gesund. Anfänglich zurückhaltend und abwartend, hat sie sich nun zu einer sehr zutraulichen Kuh entwickelt, die im Mittelpunkt der Herde steht. Sie fordert und genießt die täglichen Streicheleinheiten. Eine echt kuhle Freundin zum Anlehnen.

Amy konnte damals zusammen mit ihrer Tochter Agathe gerettet werden. Agathe lebte in enger Bindung an ihre Mutter bis zum Mai 2015 mit uns. Nach einem akuten Herz-Kreislauf-Zusammenbruch mussten wir Agathe erlösen.

Amy in ihrem früheren Stall: hier klicken.

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Herbstzeit: In der Ruhe liegt die Kraft

herbstzeit

Geboren: 30.8.2001

Butenländerin seit: 2007

Herbstzeit wurde 2007 aufgenommen. Sie litt an Euterentzündungen und produzierte nicht mehr genug Milch. Häufig erhält sie aufgrund ihrer Spreizklauen eine Klauenbehandlung, ist aber sonst topfit. Lange Zeit war Herbstzeit eine zurückhaltende Einzelgängerin, die aber gut in die Herde integriert war. Als im Sommer 2012 dann der kleine Fiete zu uns kam, fand Herbstzeit ihre Bestimmung: Die beiden verbringen viel Zeit miteinander, rangeln spielerisch, grasen zusammen und liegen oft nah beieinander. In Fiete hat Herbstzeit jemanden gefunden, um den sie sich kümmern und mit dem sie selbst wieder wie ein junges Kalb herumalbern kann. In der Herde hat sie einen festen Stand, geht Streitigkeiten aus dem Weg und nimmt alles mit Ruhe und Gemütlichkeit. Wenn man sie so beim Wiederkäuen beobachtet, wird man selbst ganz ruhig und gelassen. Herbstzeit bleibt einfach immer kuhl!

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Jenny: Schwarzbuntes Glück auf vier Beinen

jenny

Geboren: 15.12.2001

Butenländerin seit: 2006

Jennys Milchleistung war schon einige Zeit unrentabel. Normalerweise ist das gleichbedeutend mit einem Todesurteil für eine Kuh in einem Milchbetrieb. Aber Jenny hatte doppeltes Glück, denn trotz der schlechten Milchleistung war sie nicht sofort auf den nächsten Schlachttransport geschickt worden, denn sie war die Lieblingskuh der Tochter des Landwirts. So konnte Jenny 2006 ins Kuhaltersheim einziehen. Im Dezember 2010 lahmte sie aufgrund einer Kniegelenksentzündung stark. Mit Hilfe von Osteopathie-Behandlung und entzündungshemmenden Umschlägen wurde sie wieder schmerzfrei und fit.

Jenny ist eine unscheinbare, aber zutrauliche Kuhdame und teilt sich jetzt mit einigen anderen älteren Kühen die Krankenweide, da sie nicht mehr mit der großen Herde mitlaufen können und mehr Ruhe benötigen. Zur Unterstützung erhalten sie abends einen Leckerli-Eimer mit Quetschhafer und Äpfeln oder Möhren, die sie sich genussvoll schmecken lassen.

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Frieda: Die freundliche Seniorin

frieda

Geboren: 19.11.1999

Butenländerin seit: 2005

Die friedliche Frieda lebt seit 2005 auf Hof Butenland. Sie musste sechs Jahre in einem Milchviehbetrieb Milch geben. Ihre Milchleistung von ca. 5000 Litern pro Jahr fiel jedoch zu gering aus, so dass Frieda fortan als Gebärmaschine missbraucht wurde. Doch nach dem dritten Kalb, das sie wie ihre anderen Kinder nie sehen und kennenlernen durfte, wurde sie sehr krank von der Dauerschwangerschaft. Sie konnte aufgrund einer Beckenbänderdehnung lange Zeit vor Schmerzen und Erschöpfung weder stehen noch laufen. Bevor sie geschlachtet werden sollte, konnte sie gerettet und ins Kuhaltersheim gebracht werden.

Frieda war nicht nur körperlich total verbraucht und erheblich vorgealtert, sondern vor allem auch seelisch vollkommen ausgelaugt. Dennoch ist Frieda unglaublich freundlich und zutraulich. Mittlerweile ist sie sogar zu einer festen Größe gewachsen und von der Herdenspitze nicht mehr wegzudenken.

Obwohl Menschen ihr verhasst sein müssten, erstaunt sie mit ihrer Liebenswürdigkeit. Frieda ist eine der wenigen, die es genießen, am ganzen Körper massiert und gestreichelt zu werden. Für Rinder ist das wirklich ungewöhnlich und wir gönnen ihr dieses Verwöhnprogramm wann immer es geht.

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Martina: Ein stilles, aber ganz schön tiefes Wasser!

martina

Geboren: 15.4.2002

Butenländerin seit: 2002

Martina ist wie Christine eine Kuhmutter, die von einem fremden Nachbarbullen verführt wurde, ohne uns davon zu erzählen… Wir wissen noch nicht mal, ob es immer der gleiche Bulle ist, der sich da in unbeobachteten Momenten an unsere kuhlen Ladys heranschmeißt und ihnen zärtliches Liebesgeflüster in die Ohren muht, bis sie willig ihre Hufe strecken.

Was wir aber sagen können, ist, dass die Erziehungsmethoden von Martina und Christine extrem unterschiedlich sind. Denn während Mama Christine ihre Tochter Trine von vorne bis hinten verhätschelte (und es nach wie vor tut), drückte Mama Martina ihrem Sohn Martin schon recht früh die Stallschlüssel in die Klaue. Von da an musste er dann ohne die Ratschläge und Fürsorge seiner Frau Mama zurechtkommen.

Denn Martina ist eine ziemliche Einzelgängerin. Sie hält zwar gerne ihr tägliches Schwätzchen mit ihren Busenfreundinnen aus der Herde und kommt auch sonst mit allen gut zurecht, schätzt aber vor allem die stillen Momente abseits der Herde, die sie sich immer wieder gönnt. Nicht umsonst sagt man ja „stille Wasser sind tief“, oder wie sonst ließe sich die Tatsache erklären, dass die sehr zurückhaltende und eher unscheinbare Martina sich Hals über Kopf in ein wildes Liebesabenteuer mit einem fremden Bullen gestürzt hat?

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Martin: Ein echter Softie dank der Tanten

martin

Geboren: 3.9.2005

Butenländer seit: 3.9.2005

Martin ist das Resultat einer kurzen Liaison zwischen Martina und dem geheimnisvollen Johnny Depp der Bullen, dem keine Kuh widerstehen kann.

Martin hatte es trotz seiner Jugend, die er auf Butenland verbrachte, nicht immer leicht. Denn weil seine Mutter sich kaum für ihn interessierte, wurde er in der Herde von seinen Tanten großgezogen. Da er das einzige Kalb war, hatte er keinerlei Kontakt zu Gleichaltrigen, sondern nur seine alten Tanten um sich herum und wurde zu allem Unglück mit sechs Monaten auch noch kastriert. Männlichen Lesern, die jetzt vielleicht empört zusammenzucken und an einer gewissen Stelle ein solidarisches, aber unangenehmes Prickeln verspüren, sei gesagt, dass diese Maßnahme leider unumgänglich war. Bullen sind sehr frühreif und unseren Kühen gehen schon mal die Hormone durch. Christine und Martina sind die Beweise.

Heute ist Martin der größte Ochse in der Butenland-Herde und er weiß diesen Größenvorteil zu nutzen. Leider ist er aber auch ein kleiner Trampel und wäre mit der Führung der Herde überfordert. Das überlässt er daher lieber jemandem, der – pardon: die – sich damit auskennt: Frieda leitet seit Jahren erfolgreich die Herde. Überhaupt ist Martin eher der Softie-Typ, ein treuer und lieber Schluffi, der fast immer macht, was ihm die Herde vorlebt. Nur ab und zu, da hat er seine wilden fünf Minuten! Da gehen selbst mit ihm die Stier-Gene durch! Danach hat er sich aber schnell wieder im Griff und trabt brav in den untern Rang der Herdenhierarchie zurück.

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Alwine: Kuhle Vorzeigekuh, die nichts aus der Ruhe bringt!

alwine

Geboren: 9.4.2002

Butenländerin seit: 2002

Lust auf einen Kaffeeklatsch mit Tante Alwine? Kein Problem, denn Alwine ist immer gerne für ein kleines Pläuschchen zu haben. Alwine, die nette Kuh von nebenan, hat für jedes Herdenmitglied allzeit ein offenes Ohr.

Wenn es mal irgendwo Stress gibt, geht ihr das ganz locker am Rinderpopo vorbei. Solche Bagatellen tangieren sie nicht, da steht sie einfach drüber und weicht gelassen jedem Stolperstein des Lebens aus. Ausgeglichen wie Alwine nun mal ist, wäre sie die Idealbesetzung für jeden Heimatfilm, weil sie sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt, weder durch Gejodel, noch andere, ähnlich gelagerte akustische Foltermethoden.

Apropos aus der Ruhe bringen: Auch die Herren unserer Rinderherde schaffen das nicht. Sie können sich noch so ins Zeug legen und auf Teufel komm raus mit ihr flirten, Alwine bleibt cool! Sollten Sie irgendwo in der Nähe von Hof Butenland einen Bullen sehen, der ein blaues Auge in Hufform hat, dann können Sie davon ausgehen, dass er es war, der Christine und Martina verführt und dafür von Tante Alwine die Ohrfeige seines Lebens kassiert hat!

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Magda steht auf Oldies, Schlager und Klassik!

magda

Geboren: 1.4.2002

Butenländerin seit: 2002

Für Magda ist es einfach das Höchste, mit ihren Freundinnen Isolde, Käthe und Alwine im Stall zu stehen und Radio zu hören. Wahrscheinlich träumt sie dabei von einer Gesangskarriere als bewunderter Musical Star. Der Gesichtsausdruck unserer Dancing Queen verklärt sich besonders dann, wenn wir am Stallradio einen Oldie- oder Schlager-Schnulzen-Sender eingestellt haben. Aber auch zu Klassik sagt Magda nicht Nein.

Wir wissen nicht, ob es an ihren Starallüren liegt, aber manchmal ist die eigensinnige Magda etwas launisch. Für ihren großen Auftritt kommt sie meist als Letzte auf die Weide. Und mit den Männern der Herde springt sie um, wie es ihr passt, mal werden sie gnadenlos angebaggert, dann wieder links liegengelassen. Na ja – das gehört ja anscheinend zu einer richtigen Diva der Musikgeschichte, dieses Herumgezicke, wieso sollte es bei Kühen anders sein?

Wir sind ja schon froh, dass Magda nicht wie andere exzentrische Diven von uns verlangt, dass wir ihr diverse Extrawünsche erfüllen. Stellen Sie sich nur vor, sie würde von uns spezielles, bei Vollmond geschnittenes Heu oder Luxus-Lifestyle-Quellwasser für 90,- Euro die Flasche fordern, nicht auszudenken! Obwohl – wenn wir sie manchmal so erleben, dann bekommen wir Angst, dass genau das geschehen könnte…

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Christine: Stolze Mutter und treusorgende Glucke

christine

Geboren: 17.3.2002

Butenländerin seit: 2002

Christine erblickte auf Hof Butenland das Licht der Welt, ist die Mama von Trine und war bis zu ihrer Mutterschaft mehr als scheu. Aber als wir sie nach der Geburt ihres Kälbchens in den Stall holten und sie spürte, dass niemand ihr Kind wegnehmen wollte, wurde sie schnell immer zutraulicher.

Christine blühte förmlich auf in ihrer neuen Rolle als treusorgende Mutter. Sie genoss die Zuwendungen der Menschen, die Aufmerksamkeit der Herde und vor allem ihr Mutterglück in vollen Zügen. Alles drehte sich um sie, ihr Kalb war das schönste von allen. Da die Sozialkompetenz von Kühen der von Menschen weit überlegen ist, gab es auch beruflich überhaupt keine Probleme. Im Gegenteil! Als junge Mutter genoss Christine einen kometenhaften Aufstieg im Herdenverband und nahm mehrere Stufen auf der Karriereleiter im Eiltempo.

Den Erzeuger ihres Kälbchens Trine kennen wir bis heute nicht. Es kann der Bullen-Johnny-Depp des Nachbarbauern ebenso gewesen sein wie ein bulliger Butenländer. Leider ist auch nicht davon auszugehen, dass wir Klarheit bekommen. Denn Christine wird wohl niemals in einer der üblichen Nachmittagstalkshows auf dem Sofa sitzen und einen Vaterschaftstest einfordern! Dafür geht es ihr hier einfach viel zu gut und sie ist viel zu glücklich mit ihrer menschlichen und tierischen Herde. Übrigens wacht Christine auch heute noch über ihre Tochter und passt auf, mit wem diese sich abgibt. Christine ist halt eine richtige Glucke, die nicht loslassen kann. Aber warum auch?

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Trine bringt auch an trüben Tagen Sonne ins Leben!

trine

Geboren: 10.6.2006

Butenländerin seit: 10.6.2006

Kommen wir zu unserer Pfingstüberraschung 2006: Trine, das Kälbchen von Mama Christine, das hier auf dem Hof geboren wurde und deshalb als eine der wenigen Butenländer*innen von Anfang an das große Los gezogen hat.

Die Horrorgeschichten über Rinder, die als Milchmaschinen oder Fleischlieferanten herhalten müssen, kennt Trine nur aus Erzählungen. Keine Funktion zu erfüllen und frei zu sein ist für sie ganz selbstverständlich. Und das ist es ja auch – oder sollte es zumindest sein.

Trine bestach von Anfang an durch ihre Lebensfreude, ihren Charme und ihre Unbekümmertheit. Sie hatte als Kälbchen ihren Spaß mit den banalsten Dingen. Menschen, die Schubkarren voller Kuhfäkalien vor sich herschieben beispielsweise, sind ja an und für sich ziemlich langweilig. Aber wenn man ihnen von hinten das T-Shirt aus der Hose zupft und sie solange anstupst, bis sie sich endlich den wichtigen Dingen des Lebens, sprich: Trine, zuwenden – hui – das ist lustig! Wissbegierig verfolgt sie alle menschlichen Aktivitäten auf dem Hof und gesellt sich neugierig immer dazu. Trinchen ist einfach der Sonnenschein von Hof Butenland, auch an trüben Tagen.

Inzwischen ist sie stattlicher als ihre Mutter, was zu einem Gutteil daran liegen dürfte, dass sie bei Mama Christine über drei Jahre lang Muttermilch trinken durfte. Welchem Kalb ist das vergönnt? Wir erleben hier auch eine Mutter-Tochter-Bindung, die über Jahre, und wie es aussieht: ein Leben lang besteht. Wir freuen uns für die beiden, dass sie ihr Leben gemeinsam verbringen können.

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Isolde: In Stylingfragen die absolute Queen

isolde

Geboren: 2.3.2002

Butenländerin seit: 2002

Isolde gehört zu den zehn Rindern, die damals der Auslöser für das Ende von Hof Butenland als Demeter-Milchbetrieb waren. Denn egal ob Bio- oder konventionelle Tierhaltung, wenn ein Nutztier keine Leistung erbringt, geht es zum Schlachter. Wir danken Isolde und allen beteiligten Kuhdamen und -herren, die nicht nur unser Bewusstsein und Mitgefühl verändert haben, sondern uns täglich zeigten und zeigen, wie ein respektvoller Umgang mit Mitlebewesen nötig und möglich ist.

Isolde ist eine ruhige, besonnene und bescheidene Kuh, die prima mit jedem aus der Gruppe klarkommt und von kaum etwas aus der Ruhe zu bringen ist.

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