Denn Tiere sind keine Maschinen

Wir trauern um Findus

von Admin | 23. November 2014 | 18 Kommentare

findus

Gestern morgen haben wir noch gemeinsam mit Findus gefrühstückt, eine Stunde später fanden wir ihn leblos auf der Straße, überfahren.

Findus war ein Findekater – jemand hatte ihn letztes Jahr bei uns ausgesetzt. Er war unser jüngster Kater, ungestüm, immer und überall dabei, verkuschelt, neugierig, frech, verspielt…

Wir werden deine unbekümmerte Art durchs Leben zu gehen vermissen, kleiner Findus.

Wenn ihr mich sucht, sucht mich in euren Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, lebe ich in euch weiter.

(Rainer Maria Rilke)

Für Findus:

Du bist das Geschenk aller Geschenke,
Seit ich dich kenne, trag‘ ich Glück im Blick.
Oh, du bist das Geschenk aller Geschenke,
Seit ich dich kenne, kenne, trag‘ ich Glück im Blick.


Danke Julya – Wir haben unser Versprechen an Banana und für Fiete gehalten:

von Admin | 13. November 2014 | 8 Kommentare

banana

2 Jahre lang haben wir durch mehrere Instanzen auf Akteneinsicht des zuständigen Veterinäramtes geklagt und haben diese per Gerichtsentscheid ( Oberverwaltungsgericht Hannover) inzwischen erhalten. Jahrelang war das Vet.amt untätig, obwohl zahlreiche Anzeigen und Hinweise auf die katastrophalen Zustände in dem Betrieb bekannt waren. Weitere juristische Schritte sind eingeleitet.
Für Banana, für Fiete und für die Rinder, die in einer Nacht- und Nebelaktion getötet wurden.
Geliebte Banana,

heute ist es genau zwei Jahre her, seit ich neben Dir im Stroh saß und Abschied nehmen musste. Du wirst immer jemand ganz Besonderes für mich bleiben.
Meine erste gerettete Kuh.
Fünf Jahre musstest du angekettet in einem dunklen Stall ausharren. Keines deiner drei Kälber durftest du aufziehen.
Dennoch war deine Ausstrahlung voller Liebe und Sanftmut. Wir haben all unsere Energie aufgewendet, um dich in die Freiheit zu holen. Damit du in deinem Leben noch etwas anderes siehst, als immer die gleiche dunkle Wand, vor der du fest gekettet warst. Du solltest warme Sonnenstrahlen, sanften Wind und kühlen Regen auf dem Fell spüren dürfen.
Wie groß war die Freude, als du tatsächlich auf Hof Butenland einziehen durftest.
Ich weiß noch, wie unheimlich dir alles war. Du kanntest ja nichts außer deine kurze Kette. Du hast zunächst nur gegen die Wand gestarrt. Das hast du jahrelang gemacht, das war dir vertraut.
Drei Monate in Freiheit waren Dir nur vergönnt. Gerade hattest Du begonnen dich weiter über die Butenland-Weiden zu wagen, Freundschaften geknüpft und immer wieder in die Weite geschaut, völlig fasziniert davon, wie viel diese Welt zu bieten hat.
Drei Monate und dann brach dein Becken. Die jahrelange schlechte Haltung und falsche Fütterung hatten deine Knochen brüchig werden lassen.
Keine Chance auf Heilung.

Ich saß neben Dir im Stroh, habe über dein weiches Fell gestreichelt und geweint.
Drei Monate in Freiheit. Mehr als so viele andere Kühe jemals haben. Und doch hätten wir Dir noch so viel mehr gewünscht.
Du hast deinen Kopf auf meinen Schoß gelegt und meine Hand abgeschleckt. Als wolltest du mich trösten. Dabei war ich doch gekommen, um dir beizustehen. Ich habe dir gesagt, dass wir dich alle sehr, sehr lieb haben, du wunderbare Banana. Wir werden dich auch weiter lieben, das verspreche ich dir. Ich habe so sehr geweint, als dein Kopf zu Boden sank und du ganz sanft für immer eingeschlafen bist. Trotz allem bin ich froh, dass du dabei im weichen Stroh lagst, umgeben von lieben Menschen und lieben Tieren.

Danke an alle Helfer, der RinderRettung Syke, ohne die Banana niemals die Sonne gesehen hätte.
Danke an die Butenländer, bei denen sie die schönste Zeit ihres Lebens verbringen durfte.
Danke Banana, dass du so viele Herzen geöffnet hast.

Mögest du nun für immer frei sein, von allen Ketten dieser Welt.

Wenn du auf mich wartest, dann werde ich zu dir kommen
Obwohl ich so weit gereist bin
Ich habe für dich immer einen Platz in meinem Herzen
Wenn du an mich denkst, Wenn du mich einmal in all der Zeit vermisst
Dann werde ich zu dir zurück kommen
Ich werde zurück kommen und den Platz in deinem Herzen füllen…
Wenn du von mir träumst,wie ich von dir träume
An einem Ort an dem es warm und dunkel ist
An einem Ort,an dem ich das Klopfen deines Herzens spüren kann


Wir nehmen Abschied von Alma

von Admin | 26. August 2014 | 16 Kommentare

alma

Sie ist nun frei
und unsere Tränen
wünschen ihr Glück.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Für Alma:

Here is my heart and I give it to you
Take me with you across this land
These are my dreams, so simple and few
Dreams we hold in the palm of our hands

Hier ist mein Herz, ich schenke es dir
Nimm mich mit dir über dieses Land
Dies sind meine Träume, so einfach, so wenige
Träume, die wir in unseren Händen halten

Im Sommer 2012 war Alma bei uns eingezogen. Sie stammte aus einem Betrieb, in dem die noch wenig erforschte Krankheit Chronischer Botulismus aufgetreten war. Alma war die einzige überlebende Kuh aus dem Bestand von 180 Tieren. Im Anschluss verbrachte sie knapp zwei Jahre an der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig, wo Frau Prof. Dr. Krüger sie im Rahmen ihrer Forschungen zu den Auswirkungen des aggressiven Pflanzenschutzmittels Glyphosat untersuchte und betreute. Mit Glyphosat verseuchtes Futter war mit großer Wahrscheinlichkeit der Auslöser für die schwerwiegenden gesundheitlichen Probleme bei Alma. Regelmäßige Mineralstoffgaben und tierärztliche Untersuchungen, die Frau Krüger selbst weiterhin bei uns durchführte, waren notwendig. Alma hatte ein schweres Leben. Sie erlitt eine Mastitis in der Hochträchtigkeit, eine Gebärmutterdrehung und ihr totes Kalb musste per Kaiserschnitt geholt werden.Danach erlitt sie eine Labmagendrehung, die operativ behoben wurde.

Wir fanden Alma heute morgen auf der Weide und vermuten, dass sie einen plötzlichen Hirnschlag hatte, möglicherweise verursacht durch einen Gehirntumor. Eine Obduktion wird die genaue Todesursache klären.

Wir schenkten Alma unsere Herzen.

Wir danken Frau Prof. Dr. Krüger für ihren Einsatz und ihre Anteilnahme, sowie allen Paten und Patinnen, die mit Alma einen kleinen Weg gegangen sind.

Alle Butenländer und Almas bester Freund Ochse Samuell

Almas Ankunft im Sommer 2012 auf Hof Butenland


Wir trauern um Lulu

von Admin | 19. August 2014 | 28 Kommentare

lulu lui

Einschlafen dürfen, wenn man müde ist,
eine Last fallen lassen dürfen,die man lange getragen hat,ist eine gute Sache.

Hermann Hesse

Für Lulu, die heute morgen eingeschlafen ist:

Ich habe für dich immer einen Platz in meinem Herzen
Wenn du an mich denkst, Wenn du mich einmal in all der Zeit vermisst
Dann werde ich zu dir zurück kommen
Ich werde zurück kommen und den Platz in deinem Herzen füllen…
Wenn du von mir träumst,wie ich von dir träume
An einem Ort an dem es warm und dunkel ist
An einem Ort,an dem ich das Klopfen deines Herzens spüren kann

Danke für die gemeinsamen Wege, die wir jahrelang mit Dir gegangen sind.

Gestern morgen fanden wir die 17 Jahre alte Lulu bewegungslos und völlig verschmutzt im Heu und brachten sie in die Tierklinik. Nach vorläufigem Befund hat sie sich schwere Prellungen und Verletzungen zugezogen. Frakturen wurden im Röntgenbild ausgeschlossen. Der Tierarzt vermutet, dass Lulu von den freilaufenden Nachbarshunden verletzt wurde und bei der Flucht gegen ein Auto lief. Erst im Frühjahr wurde Lulu ein bösartiger Tumor im Schulterbereich entfernt. Sie hat sich von der Operation und der Tumorbehandlung wieder gut erholt, jedoch sind seither ihre Bewegungsabläufe (durch Muskeltrennung) verlangsamt.


Kylie ist eingeschlafen

von Admin | 5. Mai 2014 | 12 Kommentare

kylie abschied

Kylie lebte über 13 Jahre mit uns. Heute ist sie eingeschlafen.

Ich ließ meinen Engel lange nicht los, / Und er verarmte mir in den Armen / Und wurde klein und ich wurde groß / Und auf einmal war ich das Erbarmen, / Und er eine zitternde Bitte bloß. – Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, – / Und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand, / Er lernte das Schweben, ich lernte das Leben, / Und wir haben langsam einander erkannt.

Rainer Maria Rilke

Von Jan für Kylie.


Herr Höcker ist gegangen

von Admin | 18. Februar 2014 | ein Kommentar

Herr Höcker

Die Blätter fallen. Fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
Sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

(Rainer Maria Rilke)

Franz, genannt Herr Höcker, ist heute nacht friedlich eingeschlafen. Wir fanden ihn morgens leblos im Stall.

Franz kam zusammen mit der Höckerdame Franziska von einem Hof zu uns, auf den das Veterinäramt aufmerksam geworden war. Da die beiden nicht mehr die jüngsten waren und Herr Höcker seit einiger Zeit an Arthrose litt, bekam das alte Ehepaar eine separate kleine Weide nebst eigenem Stall im Schweden-Stil. Wir müssen nun sehen, wie Frau Höcker den Verlust ihres Gatten verarbeitet und uns gegebenenfalls auf die Suche nach einem neuen Partner für sie machen.


Ein Schneewalzer…

von Admin | 23. Januar 2014 | 3 Kommentare

In Erinnerung an Frau Lotti und weil es morgen schneien soll:

Frau Lotti wurde 16 Jahre alt und verstarb im April 2013. Schon in jungen Jahren zog sie sich eine Beckenfraktur zu, die eine komplette Beckenschieflage zur Folge hatte. Monatelang lag sie, erholte sich langsam wieder, aber ihr Gangbild blieb schleppend und schwerfällig. Trotz der Einschränkung hat Frau Lotti unerwartet lange ihr Leben bei uns genießen können.


Danke, liebe Nusha, dass wir eine zeitlang zusammen gehen konnten

von Admin | 11. Dezember 2013 | 8 Kommentare

Einschlafen dürfen,
wenn man müde ist,
eine Last fallen lassen dürfen,
die man lange getragen hat,
ist eine gute Sache. (Hermann Hesse)

Vor einer Woche wurde bei einer Routineuntersuchung bei der bis dahin symptomatisch nicht auffälligen Nusha ein unheilbares Lungenkarzinom mit schlechter Prognose diagnostiziert. Heute nacht hustete Nusha mehrfach stark. Ihre Atmung wurde kürzer und flacher. Morgens hatten wir einen Termin bei einem Onkologen, um uns einen 2. Rat zu holen. Nach eingehender Untersuchung und Sicht der Röntgenaufnahmen, riet er dazu, Nusha gehen zu lassen, da die Gefahr einer Erstickung drohe. Ihr Freund Mastercard war bis zuletzt an ihrer Seite.

Für Nusha: http://www.youtube.com/watch?v=git6DCXSqjE

Für jemanden, der so klein ist,
Wirkst du so stark.
Meine Arme werden dich halten.
beschützen dich und halten dich warm
Diese Verbindung zwischen uns
kann nicht zerbrechen
Ich werde hier sein, weine nicht

Weil du in meinem Herzen sein wirst
ja, du wirst in meinem Herzen sein.
Von diesem Tag an
Jetzt und für immer
Du wirst in meinem Herzen sein
Unwichtig was sie sagen.
Du wirst hier in meinem Herzen sein,
immer.


„Dies geht an die Verrückten…“

von Admin | 23. November 2013 | 4 Kommentare

„Dies geht an die Verrückten, die Unangepassten, die Rebellen, die Unruhestifter, die runden Stifte in den quadratischen Löchern … diejenigen, die Dinge anders sehen – sie mögen keine Regeln…. Du kannst sie zitieren, eine andere Meinung haben als sie, sie glorifizieren oder verdammen. Aber das einzige was du nicht machen kannst, ist sie zu ignorieren. Denn sie verändern die Dinge… sie bringen die Menschheit voran und während einige sie als die Verrückten sehen mögen, sehen wir ihr Genie. Denn diejenigen die verrückt genug sind zu denken, dass sie die Welt verändern könnten, sind diejenigen, die es tun.“

Steve Jobs

In Erinnerung an Willem, unseren „Boss“ und Mitbegründer von Hof Butenland. Ochse Willem verstarb im Juni 2011.


Heute wäre Luna ein Jahr in Freiheit gewesen

von Admin | 17. November 2013 | 4 Kommentare

Vor einem Jahr wurde Luna gemeinsam mit zwei weiteren „Masthühnern“ aus einer Mastanlage gerettet.
Ein Huhn verstarb schon nach Stunden, ein weiteres wurde in der Tierklinik erlöst, da das Röntgenbild zeigte, dass die Gelenke so stark deformiert waren und es sich nicht auf den Beinen halten konnte. Luna erlebte fast ein Jahr lang Wind, Sonne, Sandbäder, Gras, die Freundschaft zu Artgenossen und uns Menschen.
Am 5. 11. starb Luna an den Folgen der Überzüchtung. Die Organe versagten unter einem unnatürlichen Gewicht von 5,8 kg als Folge der genetischen Veränderungen, die dazu führen, dass sog. Masthühner rasant an Gewicht zunehmen und kein Sättigungsgefühl haben.
Luna hat ewas bewirkt: Sie hat vielen Menschen das Herz und die Augen geöffnet.

Hier noch einmal Lunas Geschichte und ein Nachruf:
http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/andenken-an-luna

Wir danken der Albert Schweitzer Stiftung für die gute Zusammenarbeit.


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