Denn Tiere sind keine Maschinen
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Kuddel-Daddel-Du

von Admin | 10. März 2020 | 5 Kommentare


Bevor Kuddel nach Butenland vermittelt wurde, saß er in der rumänischen Stadt Cluj tagelang vor einem Laden, ohne dass ihn jemand abgeholt oder sich überhaupt für ihn interessiert hat. Also ging es für ihn in das städtische Shelter, aus dem er von dem Verein „Homeless Dogs Romania e. V.“ übernommen wurde. Auf dessen Internetseite wurden wir dann schließlich auf den Hundeopa aufmerksam und beschlossen, ihm hier noch einen schönen Ruhestand zu ermöglichen.

Es deutet vieles darauf hin, dass Kuddel ein Zwingerhund war. Er hat eine massiv ausgeprägte Arthrose in den Vorderbeinen, die ihn stark in seinen Bewegungsabläufen limitiert. Um das Treppensteigen zur Tür des Haupthauses zu erleichtern, haben wir ihm eine Rampe gebaut, die er inzwischen ganz selbstverständlich benutzt. Zweimal in der Woche bekommt er Besuch von einer Physiotherapeutin, die Übungen macht er begeistert mit und hat sich so sehr mit der Dame angefreundet, dass er sie jedes Mal beim Abschied bis zum Hoftor bringt. Obwohl Kuddel sowieso ein sehr charmanter Hund ist, bietet er diesen Service ganz exklusiv nur ihr an.

Darüberhinaus erhält er knochenstabilisierende Medikamente und dauerhaft unterstützende Schmerzmittel. Leider müssen wir auch ganz realistisch zu Protokoll geben, dass sich dieser Zustand in seinem Alter nicht mehr verbessern wird. Aber das ist Kuddel ziemlich egal, er geniesst sein Leben in vollen Zügen und ist für seine Verhältnisse sehr aktiv. Im Januar hat er seinen 11. und gleichzeitig ersten Geburtstag auf Butenland gefeiert und bereichert nun schon seit 15 Monaten unseren Hof. Und auch wenn ihm das Haupttor ziemlich egal ist und er seine Herdenschutzhundfähigkeiten voll auf den Leckerchenschrank konzentriert, ist er auf Butenland längst nicht mehr wegzudenken. Denn egal ob als Trampolinersatz für Tomte Herrmann Tummetott oder warmes XXL-Kuschelkissen für Pippilotta, Kuddel hat mit seiner ruhigen und liebenswerten Art unzählige Freundschaften geschlossen und ist deshalb längst in der Familie absolut unersetzlich.


Das Öffnen des 2. Törchens ist Chefsache

von Admin | 2. Dezember 2019 | 3 Kommentare


Somit wurde wie üblich bereits in der Überschrift verraten, wer sich in unserem Butenland-Adventskalender die 2. Leckerei gesichert hat, denn den Chefposten hat selbstverständlich Hofleiter Puschek inne. Überhaupt darf er schon aus fotogenen Gründen in dieser Reihe nicht fehlen, denn unser Wutpekinese ist nicht nur echtes Eye-Candy, darüberhinaus ist auch nur sein Ego riesig und das Säckchen kommt entsprechend groß auf dem Tagesbild rüber.

Inzwischen hat Karins Herzenslicht schon seit 1 1/2 Jahren die Geschäftsführung auf Butenland übernommen. Damals haben wir ihn aus dem Tierheim geholt, in das ihn sein Vorbesitzer geben musste, da er selber die Versorgung nicht mehr gewährleisten konnte. Was übrigens kein Grund ist, diesen Menschen zu verurteilen, im Gegenteil finden wir den Schritt sehr bemerkenswert. Denn wie sehr muss es schmerzen, seinen treuen Begleiter aus Vernunftsgründen abzugeben, damit er nicht leidet? Gerne hätten wir Puscheks obdachlosen Lebensgefährten auch nach Butenland eingeladen oder ihm zumindest eine Nachricht zukommen lassen, damit er weiß, wie gut es seinem besten Freund nun geht. Doch leider hat weder die Obdachlosenhilfe noch die Diakonie auf unsere Anfragen reagiert.

Puschek selber ist auf jeden Fall in seinem persönlichen Himmel angekommen, auch wenn er das nie wirklich zeigt. Als Chef muss man einfach in jeder Lage seine Seriösität bewahren, da bleibt keine Zeit für irgendwelche dankbaren Sentimentalitäten. Also stellt sich unser 13jähriger Hundeopa täglich geradezu heroisch allen Gefahren auf dem Hof, egal ob es sich dabei um Meinungsverschiedenheiten mit den anderen Hunden oder mit dem menschlichen Personal handelt, das störrisch seine besonnenen, immer durchdachten Entscheidungen nicht 1:1 umsetzt. Selbst gefährliche Predatoren wie Hühner, die nicht umsonst direkt von den Dinosauriern abstammen, werden souverän konfrontiert und zur Räson gebellt. Natürlich ist auch keine Rinderrunde mehr ohne unseren Vampirgrafen denkbar, bei der er ganz selbstverständlich selbst dem größten Ochsen furchtlos um die Beine herumtänzelt.

Nicht vergessen darf man in dem Zusammenhang das große Herz, das Puschek besitzt, was er ganz besonders zeigt, wenn neue Bewohner auf seiner Augenhöhe einziehen. Egal ob wir über unser Stuntferkel Frederik oder unseren Katzenhausgeist Tomte Herrmann Tummetott reden, beide Babys hat Puschek großgezogen (laut eigenen gewohnt etwas größenwahnsinnigen Angaben sogar im Alleingang) und in manchem Männergespräch auf dem Kuhdamm oder im Haupthaus an seiner Altersweisheit teilhaben lassen und so ideal auf das Leben vorbereitet. Zusammengefasst können wir im Fazit nur Loriot frei zitieren: Ein Leben ohne Pekinese ist möglich, aber sinnlos.


Der Herdenschutzhund und der Hausgeist

von Admin | 6. November 2019 | 7 Kommentare

Unserem Hausgeist Tomte Tummetott wurde erst kürzlich bei einer OP der Schwanz entfernt, da sich bei seinem Sturz (vermutlich aus einem Auto) eine Fraktur gebildet hatte, die unglücklicherweise sehr dicht an der Schwanzwurzel lag. Den Eingriff hat er aber super weggesteckt und tobte schon am gleichen Tag wieder über halb Butenland.

Zum Genesungsprozess trägt auch sicher Hundeopa Kuddel bei, der mit seinem adoptierten Katzen-Enkelkind durch dick und dünn geht. Da kommt dann immer ganz der Herdenschutzhund bei unserem Eisbären hervor. Diese Hunde haben keinen Jagdtrieb, dafür aber eine Engelsgeduld und eine fast unerschütterliche Toleranzschwelle. Sicher ist bei ihnen auch der Spieltrieb nicht sehr ausgeprägt, aber den Part kann man sowieso voll Tomte überlassen. Solange sich die hündische Kletterwand bzw. das tierische Trampolin nicht beklagt und jede neue Exkursion stoisch gelassen hinnimmt, steht der Wahl zum Kumpel des Jahres nichts im Weg. Und wer einmal in Kuddels Herde aufgenommen wurde, der kann auch gerne einen Jogging-Parcours auf seinem Körper absolvieren. Ideale Bedingungen für eine sehr tiefe Freundschaft zwischen Hausgeist und Haushüter.



Wo ist der Unterschied?

von Admin | 21. September 2019 | 7 Kommentare


Frederik kann noch so schnell wachsen, wenn Kuddel eine spannende Geschichte aus seinem Leben erzählt, dann werden trotzdem noch die Öhrchen gespitzt und unser Stuntferkel hängt förmlich an den Lippen seines Hundeopas.

Kein Wunder, gibt es doch in der Auffassungsgabe, den Emotionen und dem puren Lebenswillen keinerlei Unterschiede zwischen Hund und Schwein. Und da Frederik aufgrund seines Freundeskreises sowieso ein Wutpekinesenpinschereisbär werden will, wenn er groß ist, geniesst er die Abenteuer seines Artgenossen im Geiste noch mehr.

Sicher würde er auch davon träumen, dass der Mensch seine echten Artgenossen und überhaupt alle Tiere wie Hunde in der westlichen Welt behandelt, wenn er wüsste, was da für grausame Unterschiede gemacht werden, und wie knapp er selber als geplantes Spanferkel dem Drehspiess entkommen ist. Aber so etwas kommt in Kuddels Erzählungen natürlich nicht vor, das ist schließlich schweinebabyungeeignet.

Was allerdings keinen Menschen davon abhalten sollte, sich diese mittlerweile bekannten Fakten durch den Kopf gehen zu lassen und deshalb zukünftig Personen auf dem eigenen Speisezettel zu verschonen. Es hat ja seinen Grund, warum man diese süß findet, sobald sie einen Namen bekommen und nicht mehr anonym irgendwo abgeschlachtet werden. Und zum Glück ist eine Umstellung auf tierleidfrei heutzutage auch wirklich kein Problem mehr. Worauf also noch warten? Eine Antwort auf diese Frage würde auch Frederik brennend interessieren, aber natürlich erst, wenn Kuddel sein spannendes Abenteuer zuende gebellt hat.


Neues von Kuddel-Daddel-Du

von Admin | 6. September 2019 | 4 Kommentare


Heute ist einer der zwei wöchentlichen Feiertage für Kuddel, denn er wartet auf seine Physiotherapeutin. Die ist aus dem Stand zu seiner besten Freundin avanciert, denn er liebt geradezu ihre Massagen und leichten Bewegungsübungen. Das zeigt er unter anderem dadurch, dass er die Dame jedesmal beim Verabschieden bis zum Tor bringt, was einen sehr exklusiven Service von ihm darstellt.

Inzwischen geht unser Eisbär schon auf seinen 11. Geburtstag zu. Bevor er nach Butenland vermittelt wurde, saß er in der rumänischen Stadt Cluj tagelang vor einem Laden, ohne dass ihn jemand abgeholt oder sich überhaupt für ihn interessiert hat. Also kam er erst in das städtische Shelter, und bevor er dort getötet worden wäre, konnte er von dem Verein „Homeless Dogs Romania e. V.“ übernommen werden. Auf deren Internetseite wurden wir dann auf den Hundeopa aufmerksam und beschlossen, ihm hier noch einen schönen Ruhestand zu ermöglichen.

Es deutet vieles darauf hin, dass Kuddel ein Zwingerhund war. Er hat eine massiv ausgeprägte Arthrose in den Vorderbeinen, die ihn stark in seinen Bewegungsabläufen limitiert. Um das Treppensteigen zur Tür des Haupthauses, also neben dem Leckerchenschrank einer seiner Arbeitsplätze, zu erleichtern, haben wir ihm eine Rampe gebaut, die er inzwischen ganz selbstverständlich benutzt.

Außerdem erhält er knochenstabilsierende Medikamente und auch dauerhaft unterstützende Schmerzmittel. Leider müssen wir das auch ganz realistisch sehen und deshalb zu Protokoll geben, dass sich dieser Zustand in seinem Alter nicht mehr verbessern wird. Aber solange Kuddel noch Lebensqualität hat, seine Therapiebesuche und auch überhaupt die Butenländer Dolce Vita geniessen kann, ist alles bestens. Und dass er das tut, zeigt er uns jeden Tag. Also nochmal willkommen im Leben, willkommen in der Freiheit und willkommen in einer Familie, Kuddel. Wir hoffen, dass wir dir all das noch möglichst lange anbieten können, auch aus egoistischen Gründen, denn mittlerweile können wir uns das Hofleben ohne dich großen und gutmütigen Schatz gar nicht mehr vorstellen.


Kein Wetter für Eisbären

von Admin | 26. Juli 2019 | 6 Kommentare

Die momentane Hitze würde Kuddel auf seinem Facebook-Profil nie als Freundin annehmen. Da hat dieses Wetter ganz schön Glück gehabt, dass sich unser Eisbär für Online-Aktivitäten nicht interessiert. Da unser Hundeopa aber auch bei vernünftigen Temperaturen nur kürzere Wege in seinem kleinen, aber feinen Revier macht, fällt es allerdings kaum ins Gewicht, dass er jetzt noch mehr döst und bei jedem Schritt gründlich abwägt, ob er nötig ist oder das Ziel der Begierde doch eher ein Transportfall für das menschliche Personal darstellt.
 
Denkt bei diesen Temperaturen bitte nicht nur an eure Lieblinge, sondern stellt jetzt auch rund um die Uhr Wasserstellen für Wildtiere auf. Ebenerdig freuen sich da Igel, Mäuse und andere Besucher drüber, an Stellen, die Katzen nicht erreichen können, seid ihr nach dem Einrichten für Vögel der Held oder die Heldin, und wenn ihr noch ein paar Steine als Inseln hineinlegt, können auch Bienen, Hummeln und andere Insekten ihre wohlverdiente Pause dort einlegen. Das ist kaum ein Aufwand, hat aber so eine enorme Wirkung in den Welten unserer Mitbewohner auf diesem Planeten.

Unterwegs …

von Admin | 18. Januar 2019 | 11 Kommentare

Fast drei Wochen waren wir hier auf Butenland mehr als nervös, denn als Pinocervo, der beste Herdenschutzhund in der bekannten Menschheitsgeschichte, Ende Dezember von uns gegangen ist, hat er natürlich nicht nur als geliebtes Familienmitglied, sondern auch als Sicherheitschef des Hofs eine riesige Lücke hinterlassen. Außer den Gänsen hatte danach niemand mehr unser Haupttor im Auge, gleichzeitig wurde die Himmelspforte zwar zur sichersten Tür in der Schöpfung, aber durch die Sterblichkeitsrate hier auf Erden gibt es da auch jede Menge Arbeit für unseren Eisbären, so dass er nicht mehr rund um die Uhr von oben ein Auge auf Butenland halten kann. Es musste also unbedingt ein Nachfolger her, der sich bereits auf die lange Reise zu uns gemacht hat.
 
Geschätzt wird er auf circa 10 Jahre. Genau kann man das nicht sagen, denn er saß tagelang vor einem Laden der rumänischen Stadt Cluj, ohne dass sich jemand für ihn interessiert hat. So kam er erst in das städtische Shelter, bevor er dort getötet worden wäre, konnte er aber von dem Verein „Homeless Dogs Romania e. V.“ https://www.facebook.com/homlessdogsromania/posts/2241888586098824 übernommen werden. Bei seiner Übernahme hatte er Probleme mit den Hinterläufen, war völlig verfloht und Besitzer eines eigenen Zecken-Vergnügungsparks. Zum Glück geht es ihm aber seit seinem ersten Tierarztbesuch schon wieder blendend. Der Arzt hat auch festgestellt, dass seine Beinprobleme an keiner Verletzung liegen, sondern einfach seinem Alter geschuldet sind, womöglich hat er sogar Arthrose. Trotzdem läuft er so normal, wie man das von einem zehnjährigen Hundeopa erwarten kann. Sein komplett verfilztes Fell wurde einmal komplett geschoren, und so haben wir ihn dann auch im Internet entdeckt.
 
Er wird als sehr menschenbezogener Hund beschrieben, der sogar gerne noch spielt, es aber auch einfach geniesst, in der Sonne zu liegen. Über seinen Wachtrieb wurde nichts berichtet, aber er wäre der erste Herdenschutzhund, der die Verantwortung für ein Tor nicht zu schätzen wüsste. Kurzum erwartet ihn hier auf Butenland ein Traumruhestand, um dann endlich ein Leben in selbstbestimmter Freiheit zu genießen. <3
 
Übrigens: Falls jemand ein Schema ausmacht, weil nur ältere Hunde auf unseren Hof kommen, der/die hat sich nicht getäuscht. Wir sind nunmal nicht nur ein Kuhaltersheim, sondern sehen uns da auch bei anderen Tierarten in der Pflicht. Gerade in Tierheimen sind die älteren Hunde sehr schwer zu vermitteln, weil die meisten Interessenten sich lieber einen Welpen holen. Dabei haben wir nur gute Erfahrungen mit unseren Hundeomas und -opas gemacht. Wir haben sogar das Gefühl, als würde diese gemeinsame Zeit von beiden Seiten sehr viel intensiver gelebt. Keine Ahnung, ob das daran liegt, dass es von Anfang an klar ist, keine 10, 15 Jahre mehr zusammenleben zu können. Fest steht nur, dass wir jederzeit einen Hunderentner empfehlen würden, da diese Tiere eine Menge Lebenserfahrung mitbringen, und deshalb (von Pekinesen vielleicht abgesehen 😉 ) nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen sind und sogar auf einem Lebenshof spannende neue Tierbegegnungen wesentlich gelassener als jüngere Hüpfer angehen.