Denn Tiere sind keine Maschinen
suche - search.php

Manchmal muss man in den sauren Apfel beißen

von Admin | 11. Dezember 2018 | ein Kommentar

Man weiß spontan gar nicht, was beim Abendessen wichtiger ist. Die Konzentration auf vitaminreiches Obst wie Granatäpfel, gerade jetzt zur kalten Jahreszeit? Das gründliche Durchkauen jedes Bissens, wider der an vielen Essenstischen normal gewordenen Hektik- und Schlingkultur? Das betonte Schmatzen, um so der Küche zu signalisieren, wie gut das Gericht schmeckt (jedenfalls sobald man zum süßen Kern des Granatapfels vorgedrungen ist und die saure Schale hinter sich hat)? Oder doch vielleicht das konsequente Leeren des Tellers und die damit einhergehende Sicherung des schönen Wetters für morgen? Egal, was auch die Lösung sein mag, Erna beherrscht all diese Dinge aus dem Effeff und könnte jederzeit Seminare dazu abhalten.


Das 11. Tor

von Admin | 11. Dezember 2018 | 2 Kommentare


Zum Öffnen des 11. Törchens in unserem Adventskalender mussten wir etwas den McGyver in uns herauskitzeln und eine Hängevorrichtung basteln. Denn Vollblutsportler wie Kaspar sind auch in der kalten Jahreszeit ständig in Action, da muss die Säckchen-Aufhängung als mobil sein. Gut, dass wir Besen auf dem Hof haben.

Eigentlich hatte das Schicksal es vorgesehen, dass der 12jährige Kaspar niemals seinen unglaublichen Bewegungsdrang ausleben kann. Denn auf seiner ersten Lebensstation war er dazu verdammt, in einer engen Box zu wachsen, um dann irgendwann kreischende Kinder beim Ponyreiten im ewig gleichen Kreis zu transportieren. Zum Glück konnte er durch eine Vermittlung nach Butenland davor bewahrt werden.

An den Folgen dieser Behandlung hatte er auch noch hier auf dem Hof in seiner Anfangszeit zu leiden. Es dauerte fast ein Jahr, bis wir ihn berühren durften und einige Therapiebesuche einer erfahrenen Pferdefachfrau waren nötig, bis er sich striegeln und führen liess. Zum Glück hatte Kaspar aber von Anfang einen erfahrenen Freund und Mentor in unserem fast 30jährigen Wallach Loriot. So ist er inzwischen absolut auf Butenland angekommen und geniesst sowohl seine täglichen Bewegungsübungen mit Indira als auch seine Entdeckungsreisen im Kreis der Familie.


Fleisch ist billig, Fleisch ist Müll

von Admin | 11. Dezember 2018 | 3 Kommentare
„Wir sorgen uns um Bienenvölker, die unter Viren leiden. Wir möchten, dass Wölfe sich bei uns heimisch fühlen. Wir richten Lebensräume für Fledermäuse ein, wir untertunneln Straßen für Kröten. Wir wissen, welche Vitamine unsere Katzen brauchen, im Winter ziehen wir unseren Hunden Pullover an. Aber bei den Schmerzensschreien, den abgetrennten Hoden, dem Blut gibt es von Mensch zu Kreatur kein Mitleid. Nur eine Kostenberechnung.“
 
Und was noch makaberer wirkt, in diesem Kommentar aber gar nicht thematisiert wird, ist noch eine ganz andere Heuchelei. Nämlich die, dass sich Abermillionen Menschen über die betäubungslose Kastration beschweren, weil sie erkannt haben, dass Schweine Schmerzen fühlen, ihre Umwelt wahrnehmen, Qual vermeiden wollen, ein Selbstbewusstsein haben und an einem anständigen Leben interessiert sind. Trotzdem sind diese empörten Menschen zufrieden mit der Hinrichtung dieser intelligenten Wesen, solange diese möglichst human vonstatten geht.
 
Natürlich ist jedes Schwein daran interessiert, nicht unnötig zu leiden, und deshalb ist es selbstverständlich auch gut, gegen unnötiges Leiden zu protestieren. Aber Achtung Newsflash: Für ein selbstbewusstes, intelligentes Lebewesen mit Schmerzempfinden, das sich Familien und Freundeskreise einrichtet, ist nicht nur die Kastration grausam. Das Beenden der gesamten Existenz, egal wie schön, schnell oder schmerzfrei, ist garantiert sogar das Grausamste, was man diesen Wesen antun kann. Woraus sich auch noch ein praktischer Automatismus entwickelt: Wer Tierkadaver in jeglicher Form von seinem Speisezettel verbannt und auf die unzähligen, tierleidsfreien Alternativen zurückgreift, für den wird auch kein einziges Ferkel betäubungslos kastriert.
 

Ein Snack für alle Federn und Felle

von Admin | 10. Dezember 2018 | 9 Kommentare

Natürlich ist klar, dass man eigentlich zwei Zusatzarme benötigt, wenn man so lange wie Emily den Hof nicht besucht hat und dann auch noch Leckereien unter das Volk bringt. Da stehen dann halt sowohl die alten als auch ganz neue Freunde Schlange beim Verteilen der Aufmerksamkeiten. Während Tilly und Zora sehr gesittet ihren Anteil wegpicken, kann sich Emil gar nicht entscheiden, ob er die bewährten Äpfel oder nicht doch eher seine Fast-Namensvetterin Emily selber als Süßigkeit ansehen soll, also wird vorsichtshalber mal beides intensiv abgeschleckt. Das wirkt auf Beobachter anscheinend so ungestüm, dass sich Jette das Geschehen lieber mit Sicherheitsabstand anguckt. Auch Chaya geht geradezu zaghaft aufgrund Emils ungewohnt hohen Actionlevel zu Werke. Aber natürlich konnte nie wirklich etwas passieren, denn sowohl Pippilotta als auch Puschek hatten das ganze Spektakel fest im Blick und wären jederzeit dazwischen gegangen, falls es jemand vor lauter Wiedersehensfreude übertrieben hätte.


Das 10. Törchen

von Admin | 10. Dezember 2018 | 4 Kommentare


Eigentlich haben Eberhard und Winfried schon am Nikolaustag ihre Säckchen bekommen. Allerdings wurden wir von den beiden darauf aufmerksam gemacht, dass die Leckereien damals in einem Video von ihnen verspachtelt wurden, diese Übergabe aber nur offiziell zählt, wenn sie durch ein Tagesbild dokumentiert wird. Das wurde alles sehr streng in der Adventskalender-Leckereien-Verordnung festgehalten, die uns von den beiden gerade vorgelegt wurde. Erstellt wurde dieser verbindliche Gesetzentwurf von einem gewissen Prof. E. Berhard in Zusammenarbeit mit Dr. W. Infried. Die Namen sagen uns zwar nichts, aber mit Professoren und Doktoren legen wir uns mal lieber nicht an, deshalb öffnet unsere kleine Schweinefamilie heute zusätzlich zur Nikolausbescherung auch das 10. Törchen. Sicher ist sicher.


Endlich wieder da

von Admin | 9. Dezember 2018 | 6 Kommentare

Obwohl Weihnachten erst in 2 Wochen ansteht, gab es heute auf Butenland die erste Bescherung. Emily ist nämlich zurück und verbringt ihren Urlaub bis zu den Feiertagen bei uns. Klar, dass ihr erster Weg zu Erna führte, dieses Dream-Team war ja auch viel zu lange getrennt. Und obwohl beste Freundinnen naturgemäß nach so einer Zeitspanne einiges zu besprechen und zu begrunzen haben, zeigt Emily, dass sie nichts verlernt hat und gerade im Kraulbereich noch immer Vollprofi genug ist, um im Stereo-Modus auch noch simultan Pippilotta zu verwöhnen.

Aber ehrlich gesagt stand heute auch nur Erna zur Kuschelauswahl, denn unsere drei anderen Schweine Rosa Mariechen, Eberhard und Winfried veranstalteten heute einen Familientag und hatten deshalb nur Augen für sich. Gerade bei einer Diva und zwei Ausnahmegärtnern, die voll in ihren jeweiligen Berufsfeldern aufgehen und darüber auch schon mal den Feierabend samt sozialer Komponente vergessen, sind solche Auszeiten mit Tunnelblick aufeinander enorm wichtig. So wurde uns ausdrücklich aufgetragen, heute alle anderen Termine zu streichen und die Stalltür nur für Essenslieferungen zu öffnen. Da richten wir uns dann natürlich auch nach.


Das 9. Tor

von Admin | 9. Dezember 2018 | 5 Kommentare


Der Inhalt des neunten Törchens in unserem Adventskalender ist mengenmäßig etwas ausgeartet. Was aber allein unsere Schuld ist. Wir waren heute leicht im Streß, deshalb haben wir Frau Prillan aufgetragen, doch bitte ein Säckchen vor die Stalltür zu stellen. Das war natürlich eine sehr diffuse Arbeitsanweisung, dementsprechend hat unsere Küchenhilfe nicht auf die üblichen Varianten zurückgegriffen, sondern kurzerhand einen ganzen Sack Äpfel geschultert und ausgeliefert. Seitdem sie in unserer Hühner-AeroPICK-Gruppe mitmacht, die Pavarotti allabendlich in seiner saisonal bedingten Tourpause anbietet, ist das kräftemäßig kein Problem mehr für sie. Egal, die Törchenöffnerinnen La Colorida und Elsa freuen sich ja deutlich über die XXL-Leckereien.


Der 2019er Butenland-Kalender und das Paulchen-Buch

von Admin | 9. Dezember 2018 | 3 Kommentare

Willkommen im Butenländer Werbebreak. Bitte stellt euch Mattis, Rosa Mariechen und Puschek als Mainzelmännchen-Ersatz vor, die vor dem Beitrag einen „Guten Abend“ wünschen. Wir möchten euch jedenfalls nochmal auf unseren Kalender für 2019 sowie das brandneue Paulchen-Buch aufmerksam machen. Gerade für Leute, die noch Geschenke für den Gabentisch suchen, ist das sicher ein guter Tipp. Und dass nicht nur, wenn es tierliebe Menschen im Verwandtenkreis gibt, gerade das Buch bietet auch viele interessante Infos über Rinder, bei denen selbst Menschen staunen werden, die (bisher?) nicht so eine große Affinität zu diesen Tieren gezeigt haben.

Außerdem liegt als Bonus jedem Buch seit letzter Woche eine CD bei. Auf diesem Tonträger setzt Germaid den im Buch enthaltenen Paul-Song gleich in 2 Versionen um, außerdem könnt ihr dort auch endlich das Butenland-Lied in einer fetzigen Country-Version finden, ebenfalls musikalisch von Germaid realisiert. Die drei Aufnahmen wurden in einem professionellen Studio mit vier Gastmusikern (u.a. Geige und Klavier) eingespielt. Wir sind wirklich etwas stolz auf das Ergebnis, denn das muss sich hinter keiner CD-Produktion aus den Charts verstecken.

Gerne hätten wir dieses Paket gleich zum Verkaufsstart des Buches geschnürt, aber leider war das ganze Projekt doch zeitaufwändiger als gedacht. Trotzdem muss niemand traurig sein, weil er das Buch schon erworben hat. Alle Käufer, die an der CD interessiert sind, können uns einen mit 1,45 € frankierten und an sich selbst adressierten DIN A5-Umschlag schicken, und schon macht sich die CD zu euch auf den Weg.

Mehr über Germaid findet ihr hier: https://www.facebook.com/germaid.musik

Unseren Shop erreicht ihr unter diesem Link: https://onlineshop.stiftung-fuer-tierschutz.de/

Fertig, Puschek, Mattis, Mariechen, zieht bitte nochmal die Mützen auf, ihr müsst „Auf Wiedersehen“ sagen.


Lisbeth – Jeder Tag wie Weihnachten

von Admin | 8. Dezember 2018 | 8 Kommentare

An dieser Stelle möchten wir uns mal outen: Wir haben das Konzept „Weihnachten“ nie verstanden. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Bei uns Butenländern wird einfach an jedem Tag Nächstenliebe, Rücksicht, für andere da sein, Familie und gegenseitiger Respekt groß geschrieben. Und zwar so sehr, dass diese Dinge mittlerweile eine Selbstverständlichkeit im Umgang untereinander darstellen. Wieso andere Menschen drei spezielle Tage im Jahr brauchen, an denen sie diese Dinge extra in den Vordergrund setzen, nur um sie im Restjahr oft sogar als lästig wahrzunehmen, wird uns deshalb immer schleierhaft bleiben.

So handelt auch unser Tagesvideo mal wieder von einer ganz normalen Kuschel- und Verwöhnrunde unter Freundinnen, diesmal dargeboten von Lisbeth und Indira. Und am Ende profitieren alle von diesen gegenseitigen Aufmerksamkeiten, egal ob durch das Abräumen von Leckereien, den Streicheleinheiten oder einfach der Anwesenheit einer lieben Seelenverwandten. Davon tut einfach alles gut, und das auch artübergreifend.


Tor Nummer 8

von Admin | 8. Dezember 2018 | 5 Kommentare

Auch das Öffnen des 8. Törchens ist eine Gemeinschaftsproduktion, diesmal haben Uschi und Anton das Rennen gemacht. Wieso Anton der beliebteste Partner beim Teilen von Leckereien ist, sieht man auch an diesem Foto. Denn während er der Kamera noch seinen schicken Plüschpullover präsentiert, der ihm gerade wie in jeder Wintersaison wächst, kann Uschi sich schon aus dem Säckchen bedienen.
 
Aber gerade die 10jährige Uschi hat sich diese Leckerei auch so verdient, denn in ihrer Zeit vor Butenland wurde ihr mehr als übel mitgespielt. 5 Jahre musste sie in einem Boxenlaufstall verbringen, freiwillig wollte sie dort nie in den Melkstand gehen. Also griff ihr Bauer zu einer in diesen Kreisen recht verbreiteten Methode: Er drehte der Kuh solange den Schwanz mit Gewalt herum, bis sie gehorchte. Wie in vielen dieser Fälle wurde auch der empfindliche Schwanz von Uschi dadurch gebrochen. Damit nicht genug erlitt sie bei der Geburt ihres letzten Kalbes eine Blasen- und Enddarmlähmung und hat seitdem keine Kontrolle mehr über ihren Schließmuskel. Deshalb müssen wir sie täglich säubern. Uschis sicheren Stand in der großen Herde hat das alles aber nie geschadet, dafür ist das soziale Gefüge von Rindern einfach zu stabil und fortschrittlich.
 
Anton kommt aus einem Mastbetrieb und sollte eigentlich nur wenige Monate alt werden. Zum Glück konnte er auf unseren Hof vermittelt werden und durfte deshalb im letzten November bereits seinen dritten Geburtstag feiern.

nächste Seite »