Denn Tiere sind keine Maschinen

An Wolke von Ziehmama Jacky

von Admin, am 11.09.2026.

Du hast deinen eigenen Kopf, den du immer durchsetzen willst. Schon als Kalb konnte man dich keine Sekunde aus den Augen lassen. Du bist ein Freigeist und mit Langeweile kannst du nichts anfangen.
Auslastung brauchst du fast genauso, wie die Luft zum Atmen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass du nun normalerweise ein Teil der Milchindustrie wärst. Deine Persönlichkeit, die du hier auslebst, hätte in dem System der Tierindustrie keinen Platz gehabt. Entweder du würdest dich wehren, während dir Maschinen an deinen Körper gehangen werden, nachdem dir dein Neugeborenes weggenommen wurde, du würdest viel Unsinn machen oder du würdest dich deinem Schicksal fügen, einfach weil du keine Wahl hast.

Ich habe selber miterlebt, wie „Problemrinder“ aussortiert wurden, wenn sie nicht aufhörten, sich zu wehren, viel brüllten oder allgemein unerwünschte Verhaltensweisen zeigten. Viele Kühe habe ich beobachten können, die während des Melkvorgangs ständig die Melkmaschine abgetreten haben, weil es unangenehm, schmerzhaft und unnatürlich war und ist. Sie wollen das einfach nicht, weil ihr Körper ihnen gehört und nicht uns Menschen.

Leben dürfen die, die sich ihrem Schicksal fügen, zumindest so lange sie einen Nutzen bringen und bequem für uns Menschen sind. Getötet werden die, die all das nicht mit sich machen lassen oder körperliche Einschränkungen haben. Ich weiß nicht, was davon nun besser ist. Sie werden in dieser Welt wie Maschinen behandelt, obwohl sie fühlende Individuen sind, die einfach frei leben und von uns in Ruhe gelassen werden wollen.

Manchmal wünsche ich mir, dass die Rollen getauscht werden. Einfach nur, damit Menschen sich für einen Augenblick in das Leid hineinversetzen können und anfangen zu verstehen, was wir ihnen antun. Nur würden Tiere niemals auf die Idee kommen, uns Menschen so eine Grausamkeit zuzufügen.


Kategorie: Allgemein

2 Antworten zu “An Wolke von Ziehmama Jacky”

  1. Tine sagt:

    Liebe Jacky, ganz, ganz berührende Zeilen, von denen ich mir wünschen würde, jede*r könnte sie lesen. Mit etwas Fantasie sollte sich jede*r in diese Lage hineinempfinden können und sie folgerichtig ablehnen wollen. Wir können nur zusammenhalten, mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, wie einfach vegan sein lebbar ist in 2026. <3

  2. Varken sagt:

    Danke, liebe Jacky, dass Du uns diesen Liebesbrief zu lesen gibst.

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