Abschied von Lily
von Admin, am 07.02.2026.Wir mussten heute Nachmittag Lily erlösen lassen. Erst gestern wurden bei ihr eine Herzentzündung und Kolikbeschwerden diagnostiziert, über Nacht hat sich dann die Pansentätigkeit eingestellt, eine Katastrophe bei einem Rind. So konnte uns dann auch nicht mehr die Tierärztin mit einem Wunder dienen und es blieb uns nur noch, unseren Schatz friedlich einschlafen zu lassen. Ihre Retterinnen sind die halbe Nacht durchgefahren und haben Lily in ihren letzten Stunden begleitet, was garantiert Seelenbalsam für diese fantastische Kuh war.
Lily lebte seit dem Sommer 2021 auf Butenland. In ihrem vorherigen Betrieb verbrachte sie über 13 Jahre und musste in der Zeit 6 Kälber austragen. Schlussendlich ist sie 17 Jahre alt geworden, Kühe haben wie Menschen eine Schwangerschaft von 9 Monate, was im Ergebnis bedeutet, dass Lily ein Drittel ihres Lebens schwanger war. Die ungeheure Strapaze wurde ihr zusätzlich dadurch erschwert, dass sie ihre Kinder nie länger als ein paar Momente sehen durfte, ein Erleben und Großziehen wurde ihr sowieso versagt. Das darf jetzt gerne auf einen Menschen umgerechnet werden inklusive des Aufschreis, den so eine Folter bei einem Artgenossen von uns in der Gesellschaft auslösen würde.
Lily hatte das Glück, dass die Kinder des Bauern für sie gekämpft haben, so stand sie erst länger trocken und durfte dann sogar ins Butenland reisen. Ein Schicksal, das für die Rinder dieser Erde ein tausendfacher Lotteriegewinn sein muss, zu groß ist die Zahl der täglich auf gleiche Weise gequälten Mitgeschöpfe. Hier lebte sie sich schnell in die große Herde ein, stand aber dann auch irgendwann auf unserer Krankenweide. Unter anderem wegen immer wiederkehrenden Euterentzündungen, die entstanden, obwohl sie seit Jahren keine Milch mehr geben musste. Aber der eiskalte Arm der skrupellosen Herzen der Verantwortlichen in der industriellen Tierindustrie ist lang, Lily war längst nicht das einzige Opfer, dass die Misshandlungen mit lebenslangen Beschwerden bezahlen musste.
Jetzt konnten wir unserer Oma nur noch einen schmerzlosen Abschied gewähren und dafür sorgen, dass sie im Kreis ihrer Lieben den letzten Weg gehen durfte. Natürlich bleibt auch die Gewissheit, dass die Süße nochmal 4 1/2 Jahre am anständigen Leben zumindest schnuppern durfte. Trotzdem ist das viel zu kurz gewesen. Und auch der Grund für ihre Leidenszeit ist schal. Denn der lag einfach darin, dass achtlose Menschen sich nicht von dem Gedanken lösen können, dass Muttermilch von anderen Säugetieren einen leckeren Luxus darstellt, für den man andere bis aufs Blut und in den Tod hinein quälen darf. Schlaf gut, Lily, jetzt ohne Schmerzen, ohne Entzündungen und ohne Wunden, die dir das größenwahnsinnige Etwas Homo sapiens im ungezügelten Appetitrausch zugefügt hat.
Kategorie: Allgemein

Liebste Lily❤️, in der großen, schmerzhaften Trauer um Dich ist es ein Trost, dass Du Deine letzten Jahre auf Butenland verbracht hast und nun vor Deinem Abschied nicht lange gelitten und bei Deiner Abreise so viel liebe Gesellschaft hattest.
Du bist ein besonders lieber Schatz und ich habe viele tolle Erinnerungen speziell an Dich, weil wir so oft auf der Weide gekuschelt haben. Damit hast Du mir welche meiner schönsten Erlebnisse beschert, wofür ich Dir sehr dankbar bin. Du wirst für immer in meinem Herzen und in meinen Gedanken bleiben. Ich habe Dich soooo gern.❤️
Mach‘ es gut, Du wunderbares Wesen.
Ruhe in Frieden, liebe Lily ❤
Oh nein das tut mir so leid für Lily! Ich wünschte, sie hätte noch mehr schöne Jahre auf Butenland gehabt. Komme gut über die Regenbogenbrücke du wunderschönes, liebes, sanftes Wesen. Mögen dich deine Freundinnen und sehr wahrscheinlich auch deine Kinder auf den Himmelsweiden liebevoll empfangen ♡♡
Viel Kraft allen Butenländern auch diesen Verlust zu überstehen.
Danke…..
Leb wohl, schöne Lily.