Berta
von Admin, am 21.12.2025.Berta war eine Nummer in einem System, das ihr den Wert als Lebewesen abspricht. Sie und ihre Leidensgenossen werden geboren, um zu leisten und dann brutal zu sterben. Das einzige Interesse der Ausbeuter liegt im möglichst schnellen Wachstum, damit etliche Ferkel gezeugt werden können, um noch mehr Pseudo-Maschinen für eine milliardenschwere Industrie zu gebären.
Fühlende Individuen als Nutzobjekte auszubeuten, hat mit dem, was wir eigentlich sind, nämlich unserer Menschlichkeit, nichts zu tun. Wir lernen Dinge, die schon immer so gemacht wurden, aber deswegen noch lange nicht richtig sind. Wir härten ab in einer Welt, in der es normal ist, materielle Dinge über schlagende Herzen zu stellen. Dort essen wir Körper, die mal liebende Individuen gewesen sind, und reden uns ein, all das wäre in Ordnung, weil die Opfer schnell ermordet wurden oder vor ihrer unnötigen Hinrichtung ein angeblich gutes Leben hatten. Ohne zu merken, wie fadenscheinig und sogar unanständig diese Kriterien sind und vor allem für die Betroffenen sein müssen.
Wir dürfen und müssen sogar in unsere eigenen Herzen zurückkehren, die so etwas niemals akzeptieren würden. Wir sind so sehr vom Außen beeinflusst, dass wir unser Mitgefühl, unseren Sinn für Gerechtigkeit kaum noch wahrnehmen. Es sind nicht die Schlachter:innen oder die Landwirt:innen, die die Schuld an diesem mörderischen Qualsystem tragen, sondern immer nur die Verbraucher:innen, die es finanzieren und so überhaupt erst ermöglichen. Verantwortung abgeben ist immer der einfachste Weg. Trotzdem kann nur jeder selbst die Veränderung sein. Was im eigenen Einkaufswagen landet, beeinflusst die ganze Welt.
Kategorie: Allgemein

Wahre, traurige Worte.
Wie gut, dass Berta diesem System entkommen ist und nun glücklich mit Freddy verheiratet bei Euch lebt und sie selbst sein kann!
Das, was die Menschen auf ihre Teller legen, sieht nicht mehr nach einem Tier aus. Darum ist es für sie wohl auch nicht mehr im Zusammenhang zu sehen. Wenn jede/r sein Tier selbst töten und zerlegen müsste, würde es weit mehr vegan Essende geben, denke ich.
Noch immer gibt es in den meisten Bäckereien nur wenig vegane Backwaren. Ich backe selbst mein Brot und meine Brötchen und weiß, dass man dafür keine Eier braucht. Das schafft nicht jede/r neben der Arbeit und vielleicht größere Familie. Schön wäre, wenn die Ausbildung zum Koch oder Bäcker einen hohen Anteil veganer Gerichte und Backwaren beinhalten würde. Dort sollte der Fokus schon verschoben werden, damit es sich weiter durchsetzt.
Liebe Winteranfangsgrüße am Wintersonnenwendetag,
SyntaxiaSophie