Denn Tiere sind keine Maschinen

Lillemor

von Admin, am 18.09.2025.

Womöglich gibt es Leute in der Leserschaft, denen aufgefallen ist, dass der Autor gestern mal wieder Quatsch geschrieben hat. Ausnahmsweise mal beabsichtigt, weil er bereits diesen Beitrag hier in Vorplanung hatte. Tatsächlich können Rinder nämlich nicht ihr Umfeld in 3D betrachten, da ihre Augen seitlich am Kopf liegen. Deshalb verfügen sie zwar über eine 330-Grad-Sicht, was der Mensch nur in eher unappetitlichen Horrorfilmen hinbekommt. Allerdings ist die Tiefensicht in ihren Sehorganen stark eingeschränkt und ihre Sehschärfe schätzen Experten auf circa 30 % im Vergleich zum Menschen. Auch ihr Bildauflösungsvermögen ist gering.

Beim Bewegungssehen macht das Team Wiederkäuer aber erneut Punkte gut. Während der Homo sapiens sich da mit maximal 25 Bildern pro Sekunde begnügen müssen, verdoppeln Rinder diesen Wert locker und kommen auf eine Rate von bis zu 60 Bildern. Sie verfügen außerdem im Auge über eine reflektierende Schicht, die dem Menschen fehlt, so sehen sie im Dunkeln weitaus besser.

Rinder gehören zu der Gruppe der Dichromaten. Das heißt übersetzt, dass sie zwei verschiedene Arten von Zapfen in ihrer Netzhaut haben. Dichromaten können deshalb auch nur zwei Farben gut erkennen, bei Rindern sind das blau und grün, deshalb sehen sie sehr schlecht im Rot-Bereich. Der Mensch ist ein Trichromat, verfügt über einen Zapfen mehr, und kann deshalb sehr viel besser rot sehen als ein Rind. Das Wortspiel ist hier durchaus beabsichtigt.


Kategorie: Allgemein

Eine Antwort zu “Lillemor”

  1. Antonia sagt:

    Jeder hat halt seine Fähigkeiten und Spezialgebiete:-)

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