Denn Tiere sind keine Maschinen

Helvi

von Admin, am 22.08.2025.

❗️Triggerwarnung❗️: offene Wunde/ offene Schädeldecke auf dem zweiten Bild zu sehen.

Helvi ist gestern mit viel zu leichten 960 Gramm bei uns eingezogen. Sie kommt aus einem Betrieb mit Freilandhaltung und hat dort die Hölle erlebt. Eine liebe Butenland-Freundin hat sie bei sich aufgenommen, die Erstversorgung übernommen und uns kontaktiert.

Das Leben der Hühner in solchen Haltungen ist Stress pur, weil es einfach viel zu viele auf zu wenig Quadratmetern sind – auch in der Freilandvariante. Die Hühner dürfen nur leben, um möglichst viele Eier für den menschlichen Verzehr zu produzieren, was zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führt. Durch den hohen Stresspegel picken sie sich gegenseitig, wie in diesem Fall bei Helvi.

Ihr Lebenswille ist jedoch deutlich erkennbar und es gibt derzeit keinen Grund, sie zu erlösen. In Absprache mit unserer Tierärztin wird die Wunde behandelt, die leider nicht genäht werden kann. Sie bekommt Schmerzmittel und wird ständig von uns umsorgt. Ihr Schnabel war viel zu lang, sodass sie kaum essen konnte – kein Wunder, dass sie so wenig wiegt. Wir haben den Schnabel etwas gekürzt und sie hat direkt einiges an Nahrung zu sich genommen. Bisher eher breiige Nahrung, langsam fängt sie aber auch an, Körner zu picken.

Trotz dieser Verletzung ist sie verhältnismäßig gut drauf, läuft aktiv in ihrem geschützten Bereich herum und hat großen Appetit. Wir sind optimistisch, dass sie es schafft, aber das entscheidet die nächste Zeit. Was sie erlebt hat, ist körperlich und psychisch kaum auszuhalten. Von anderen Hühnern gepickt, keine Möglichkeit zu fliehen, sodass sie sich wahrscheinlich in eine Ecke gehockt hat und diese aus Angst auch nicht mehr verlassen hat.


Kategorie: Allgemein

6 Antworten zu “Helvi”

  1. Maggie sagt:

    Ich bin total erschüttert über diesen Beitrag und die Bilder Bei euch ist sie in den besten Händen und ich hoffe sehr, dass sie es schafft!! Appetit ist immer ein gutes Zeichen

  2. Antonia sagt:

    Ach Du lieber Himmel, das arme Wesen! Soviel zum Thema Freilandhaltung, von der ja so viele Verbraucher glauben (wollen), dass die total idyllisch ist.

    Wie schön, dass Helvi bei Euch sein darf!! Ich drücke ihr und auch Euch ganz fest die Daumen, dass alles wieder heilt, auch ihre Seele.♥

  3. Cornelia sagt:

    Diese arme Kreatur! Ich werde nie verstehen, wie Menschen tatenlos zusehen können, wenn ein Mitlebewesen derart zugerichtet wird…

    Helvi hat nun den einzig richtigen Platz gefunden hier auf Erden. Wenn es jemand schafft, sie am Leben zu erhalten und ihre Wunden zu heilen, dann ihr!!! Ich wünsche euch alle Kraft und Stärke dafür…

  4. Doris sagt:

    Und das alles für ein Frühstücksei.

    Wenn Tiere nur unter dem Aspekt der Profitmaximierung gehalten werden, kommt so was bei raus.
    Das gilt auch für die(AUS-) Nutzung unserer Böden, der Gewässer und und und.

  5. Ida sagt:

    Armes Geschöpf… geboren um gequält zu werden, furchtbar! Ich drücke die Daumen, dass Helvi gesund wird!

  6. Silke sagt:

    Einfach furchtbar und traurig…
    Tausend Dank, dass ihr Helvi aufgenommen habt und Euch so wundervoll um sie kümmert. Wenn sie es irgendwo schafft, wieder gesund zu werden, dann in Eurer liebevollen Obhut ❤

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