Abschied von Conny
von Admin, am 01.08.2025.Wir haben vor ein paar Stunden Conny aus einem Seitengraben gezogen. Uns ist noch nicht mal ganz klar, wie sie dort hineingekommen ist, aber Conny machte einfach Conny-Sachen. Das war schnell ein geflügelter Begriff auf dem Hof, denn selten haben wir so eine neugierige und wissensdurstige Kuh erlebt. So hat sie sich dann wohl auch in diesen Graben gequetscht und kam nicht mehr aus eigenen Kräften heraus. Bei der Morgenrunde haben wir sie noch gezählt, bei der nächsten Runde am frühen Nachmittag fehlte sie dann und wir fanden sie auf einer der äußersten Weiden ganz hinten in diesem Schlamassel. Wir konnten sie auch noch befreien, aber danach waren die Strapazen zu groß und sie starb quasi in unseren Armen. Bei jedem Rind aus der Familie Rübergemacht, also die Tiere, die aus eigenen Kräften von einem Nachbarn zu uns kommen, wundern wir uns, wie diese mutigen Lebewesen Elektrozäunen und Gräben trotzen. Nun hat mit Conny eine erste Kuh diesen Stunt rückwärts gewagt und auch bedingt durch den heftigen Starkregen in den letzten Tagen mit entsprechender Matschbildung direkt mit dem Leben bezahlt. Sie wurde leider nur 6 Jahre alt.
Nach ihrer Geburt lebte Conny zusammen mit ihrem Zwillingsbruder in einem winzigen, verdreckten Stall. Tageslicht, Einstreu und Frischluft waren Fehlanzeige. Ihre Mutter haben die beiden wie in der Industrie üblich nur kurz nach der Niederkunft gesehen, dann wurde die kleine Familie auseinandergerissen. Im ganzen Verlies gab es keine trockene Ecke, wo sich die Tiere hinlegen konnten, gefüttert wurden sie ausschließlich mit in Milchpulver gewälzten Brötchen. Dadurch konnte sich der Pansen nicht richtig ausbilden, was für ein Kalb katastrophal ist. Deshalb ist auch davon auszugehen, dass Connys Immunsystem schon immer sehr anfällig war.
Zum Glück hat sich dann der befreundete Hagel-Hof eingeschaltet und Conny übernommen. Für ihren Bruder kam jede Hilfe zu spät, er hatte drei Wochen vorher für immer kapituliert. Endlich bei anständigen Menschen angekommen, blühte Conny schnell auf und entwickelte sich zu einer selbstbewussten Kuhdame. Dann starben allerdings zwei der letzten drei Rinder auf dem Hof und Conny stand plötzlich ohne Artgenossen da. Das konnte natürlich nicht so bleiben und da Butenland und der Hagel-Hof schon lange befreundet sind, war schnell klar, dass die Süße eine Butenländerin werden muss.
Hier brauchte sie keine Anwärmphase und lief von Tag 1 sicher in der großen Herde mit. Sehr schnell übernahm sie auch die Funktion des Butenländer Willkommenskomitee, denn egal ob Mensch oder Tier, jede Neuankunft auf dem Hof wurde von Conny als erstes begrüßt und herzlich in Empfang genommen. Schon immer fiel auch auf, dass sie als Wegposten ständig die Umgebung beobachtete und wirklich alles aufmerksam untersuchte. Kein Abenteuer war ihr zu groß, kein Risiko zu gewagt, bis dann heute der elende Seitengraben kam. Wir hoffen, dein Zwillingsbruder hat dich gerade abgeholt und passt jetzt im Rinderhimmel auf, dass du von keiner Wolke fällst. Denn probieren wirst du das auf jeden Fall, denn Conny tut eben Conny-Sachen. Uns bricht das Herz, dass wir das jetzt nie mehr erleben dürfen. Misch das Paradies auf, großartigste Entdeckerkuh aller Zeiten.

Kategorie: Allgemein

Oh nein, das tut mir so unendlich leid. Machs gut, liebe, wunderbare Conny ❤ Hoffentlich hat Dein Brüderchen an der Regenbogenbrücke auf Dich gewartet und ihr richtet nun gemeinsam Euer Doppelwölkchen ein.
RIP, Süße ❤
Das Jahr 2025 stand bisher unter keinem guten Stern für Butenland. 🙁 Noch so ein tragischer Unfall. Ich trauere mit Euch um die liebe, kommunikative Conny und hoffe sehr, dass nun endlich eine bessere & glücklichere Welle auf Euch zurollt!
Lieber Hof Butenland,
Lieber Jan und Team,
auch an dieser Stelle noch einmal:Ich bin sehr traurig, dass Conny nicht mehr da ist. Sie war meine aller erste Patenschaft bei einem Lebenshof. Zusätzlich trug sie auch noch zufällig meinen Namen. Wie schön sie war mit dem schönen Fell, dem Rot, den schönen Hörnern und Augen, habe ich immer gerne gezeigt oder davon erzählt, was Conny so macht. Alles eben mit Begeisterung.
Ein Glück, dass wir es geschafft haben, Conny letztes Jahr persönlich kennenzulernen.
Auch von meiner Seite nochmal vielen Dank, dass Ihr Conny bei Euch ein liebevolles, sicheres Zuhause gegeben habt. Leider ging sie viel zu früh.
Liebe Grüße von Conny und Uwe
Was für ein Jammer! Ich trauere um diese großartige Kuh…
Leb‘ wohl liebe Conny.
Entdeckerinnen sterben selten im warmen Stall.
Schon wieder ein Abschied:-[,das ist nicht
schön. Wenigstens ist Conny jetzt
wieder mit ihrem Zwillingsbruder vereint.
Gute Reise, liebe Conny♥️, und mache bitte
im Rinderhimmel weiter deine Conny-Sachen !
Einfach nur zum Weinen!!!!
Was für eine schreckliche Überraschung für Euch! Das tut mir sehr leid, da Connys Zeit noch nicht gekommen schien. Aber sie ist in Freiheit gestorben, durfte so neugierig die Welt erkunden, das kann leider auch Gefahren bringen. Und sie hat noch Eure Hilfe erfahren dürften, ist nicht alleine dort gestorben, sondern in Euren Armen.