Denn Tiere sind keine Maschinen

Tor Nummer 7

von Admin, am 07.12.2022.


Das 7. Törchen in unserem Adventskalender öffnen Runi und Cello gemeinsam.

Der 33 Jahre alte Runi lebt sei dem Sommer 2019 auf Butenland. Er wurde von einer deutschen Reitschule aus Island importiert und musste dort 18 Jahre als Schulpferd verbringen. Als er nicht mehr geritten werden konnte, stand sein Schlachttermin fest, im letzten Moment hat ihn aber eine Dame gerettet und schließlich nach Butenland vermittelt. Hier stellte unsere Pferdetierärztin eine ganze Litanei an Beschwerden fest, angefangen von starkem Milbenbefall über eine Nebenhöhlenentzündung bis hin zu einem katastrophalen Gebisszustand. Außerdem war der arme Kerl völlig verwurmt und seine Blutwerte waren allgemein schlecht, da er zu wenig rote Blutkörperchen gebildet hatte. Die Leber- und Nierenwerte befanden sich bei seiner Ankunft ebenfalls im tiefsten Keller, dort wurde unter anderem eine Unterversorgung mit Selen und Zink diagnostiziert. Außerdem hatten sich in seinem Penis Smegmasteine angereichert. Mittlerweile ist er aber voll im guten Leben angekommen und im Vergleich zu seiner Ankunft quasi ein anderes, deutlich zufriedeneres Pferd geworden. Schon nach wenigen Tagen auf unserem Hof nahm er zu, sein Gebiss wurde saniert und die nicht mehr zu rettenden Zähne gezogen. Sein Penis wurde gereinigt, die Nebenhöhlenentzündung kuriert, auch die Milbenbehandlung schlug hervorragend an und seine Leber-, Nieren- und Blutwerte haben wir ebenfalls in den Griff bekommen.

Cello ist 27 Jahre alt und kam im Mai 2013 auf unseren Hof. 13 Jahre lang wurde er auf internationalen Springturnieren kaputt geritten, zuletzt hat man ihn gnadenlos unter Verabreichung starker Schmerzmittel durch diese Wettbewerbe gepeitscht. Schon bei seiner Ankunft litt er an einem Sommerekzem und einem chronischen Lungenemphysem. Im Sommer 2018 kam auch noch eine Cushing-Diagnose dazu. Wegen der Lungenkrankheit bieten wir ihm tägliche Inhalationen an, die dem Schatz sehr gut tun, inzwischen hat er sogar eine Privat-Sauna direkt auf dem Hof. Und auch die anderen Punkte in der Krankenakte haben wir im Griff, so dass Cello sein Leben mit seinen Pferdekumpeln Pferdinand und Runi in vollen Zügen geniessen kann. So wie heute durch die Adventsleckerei. Lasst es euch schmecken, ihr Süßen.


Kategorie: Allgemein

2 Antworten zu “Tor Nummer 7”

  1. Antonia sagt:

    Auch die beiden feschen Herren sind ein Beispiel dafür, wie die Fürsorge und Erfahrung auf Butenland seine Bewohner verjüngt und man ihnen ihr schlimmes Vorleben kaum noch ansieht.

    Runi hat faszinierende Winterwolle. 🙂

    Ein tolles Foto von den zwei Jungs am Adventstürchen.♥
    Wo war denn Pferdi? Habt Ihr den währenddessen mit anderen Leckerlies abgelenkt?;-)

  2. Gabriele sagt:

    Das ist ein so schönes Foto. Toll, wie gut es meinem Patenkind Runi bei Euch geht. Es ist kaum zu glauben, was er in den vorherigen 18 Jahren alles erdulden musste. Ich wünsche ihm weiterhin gute Gesundheit und eine schöne Zeit.

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