Denn Tiere sind keine Maschinen

Tierarzt-Update

von Admin, am 14.12.2022.


Auch heute veröffentlichen wir kein Abendvideo, das kompensieren wir aber locker mit einem winterlichen Schnappschuss von Ole. Die Zeit zum Filmen war heute mal wieder nicht vorhanden, weil der ganze Nachmittag bei einem Tierarztbesuch verstrichen ist.

Vom ersten Patienten Palau gibt es nur gute Nachrichten. Unser Eisbär hat sich in den letzten Tagen immer wieder heftig an der Schwanzwurzel gekratzt, das hat sich als Analdrüsenentzündung herausgestellt. Die wurde ausgedrückt, unser Security-Chef bekommt jetzt noch ein paar Einheiten Salbe und dann wird dieses harmlose Wehwehchen Geschichte sein. Dramatischer war da, dass er im Gegensatz zum letzten Besuch diesmal keine Lust auf Innenräume hatte und deshalb ziemlich randalierte. Aber auch das haben wir ohne jeden Kollateralschaden in den Griff bekommen und überstanden.

Noch in der Schwebe hängen wir bei unserem Kater Jacob. Der kleine Schatz leidet an Appetitlosigkeit und baut auch allgemein ab. Damit musste man zwar rechnen, denn immerhin ist er ein richtiger Katersenior. Im Mai 2006 haben wir ihn mit Mama und Geschwistern gefunden, er ist also über 16 Jahre alt. Ein stolzes Alter für eine Katze, trotzdem haben wir aber natürlich nicht auf eine Arztvisite verzichtet. Sein Herz ist altersentsprechend und auch die Zähne sind voll in Ordnung, aber auf das Ergebnis des großen Blutbilds müssen wir noch warten. Erstmal wurden ihm jetzt Injektionen gegen die Appetitlosigkeit verschrieben.

Schon vor 2 Tagen war Omic Brakelmann bei einem Augenspezialisten. Dabei stellte sich endgültig heraus, dass sein blindes Auge durch eine Gewaltanwendung in seinem Leben als rumänischer Straßenhund entstanden ist, da ist auch nichts mehr dran zu ändern. Auch auf seinem anderen Auge wurde beginnender grauer Star diagnostiziert. Seine Demenz liegt wohl ebenfalls zumindest teilweise daran, dass ihn Menschen gequält haben, logisch, denn wenn ein Hund so sehr misshandelt wird, dass er auf einem Auge erblindet, dann sind natürlich auch andere Verletzungen am Kopf nicht auszuschließen. Allerdings hat der Doktor auch sicher diagnostiziert, dass unser ProKNURRist mindestens 16, wenn nicht sogar 17, 18 Jahre alt sein muss. Für einen Hund also definitiv ein Alter, in dem man tüdelig werden kann. Wir behandeln ihn jetzt mit CPD-Öl und einmal im Monat gibt es eine Spritze mit einem ganz neuen Medikament, das hoffentlich so super helfen wird, wie sich der Fachmann das denkt.

Alles in allem wird es also weiterhin nicht langweilig auf Butenland und natürlich werden für alle Familienmitglieder immer genau die Hebel in Bewegung gesetzt, die gerade benötigt werden. Wozu hat man schließlich die Butenland-Kur inklusive menschlichem Pflegepersonal im 24/7-Service gebucht?


Kategorie: Allgemein

7 Antworten zu “Tierarzt-Update”

  1. Antonia sagt:

    Das muss anstrengend gewesen sein, – man leidet ja immer mit den Patienten mit und ist angespannt.
    Dann wünsche ich allen, inkl. Begleitpersonen, gute Erholung!

  2. Babette Hintze sagt:

    Diese „Zauberspritzen“ sind wirklich toll: Meine alte Hündin erhält sie seit September und kann wieder mit den anderen beiden mithalten, hat immer gute Laune und braucht keine anderen Schmerzmittel mehr! Alles Gute für Omic!

  3. Gabriele sagt:

    Es ist sehr traurig, zu lesen, dass der kleine Omic wahrscheinlich misshandelt wurde. Ich hoffe, dass ihm das CPD-Öl und das neue Medikament gegen Demenz helfen wird. Für Omic, Jakob und Palau wünsche ich gute Besserung!!!

  4. Silke sagt:

    Omics Vorgeschichte macht mich einfach nur unendlich traurig, wütend und fassungslos. Wie erbärmlich mussten diese Menschen sein, die einen kleinen wehrlosen Hund so brutal misshandeln, bis er einen Hirnschaden erleidet und erblindet? Hinzu kommen mittlerweile verheilte, körperliche Verletzungen und das seelische Trauma. Da ist es nicht verwunderlich, dass er sich lieber an Artgenossen hält und Menschen gegenüber auf kleinen Knurrhahn macht. Wie vielen Hunden, Katzen und anderen Spezies passiert sowas jeden Tag, ob nun auf der Straße oder eingesperrt in einer Wohnung, wo keiner das Leid sehen und womöglich stoppen kann. Wie kann man da nicht verzweifeln? Es ist einfach nur furchtbar und emotional unerträglich.

  5. Martina sagt:

    Ich sende die allerbesten Genesungswünsche an alle Patienten.
    Es ist ganz wunderbar,die ganzen Fellnasen♥️ in so guten Händen zu wissen !

  6. margitta sagt:

    Palau hat an einer Schwanzwurzel gekratzt? Ich kenne das bei meinen Hunden als „Schlittenfahren“, und habe regelmässig ihre Analdrüsen per Hand ausgedrückt.

  7. margitta sagt:

    oh je, armer Palau, habe, in Extermsituationen erfolgreich den Tellington Ttouch angewandt, auch bei kollabierten Hunden, sog. Ohrentouch.

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