Denn Tiere sind keine Maschinen

Pressemitteilung der SOKO Tierschutz

von Admin, am 29.11.2022.
Pressemitteilung

SOKO Tierschutz begrüsst gerechte Strafe im Bad Grönenbach Prozess / Historisches Urteil gegen Tierquäler.

In dem ersten großen Prozess um die von SOKO Tierschutz 2019 ins Rollen gebrachten Aufdeckungen auf Milchviehbetrieben im Allgäu ist ein wegweisendes Urteil gefallen: Zwei Jahre und 10 Monate Gefängnis für den einen Täter und zwei Jahre auf Bewährung für den zweiten Täter, sowie ein fünf Jahre langes generelles Tierhalteverbot.

Die Täter hatten zahlreiche Kühe und Kälber unter Schmerzen und Leiden zugrunde gehen lassen und auch direkt misshandelt.
„Das zeigt, dass die Justiz in Bayern Tierschutz ernst nimmt und Fälle öffentlich aufgearbeitet werden. Tierquälerei muss Gefängnis bedeuten. Hier am Landgericht Memmingen wurde Tierschutzgeschichte geschrieben“, so SOKO Tierschutz-Sprecher Mülln.

Wegweisend waren auch die Einschätzungen der Staatsanwaltschaft. Wonach ganz klargestellt wurde, dass Leid und Niedergang von Tieren aus Unterlassen gleichwertig wie aktive Taten gelten und länger anhaltende Leiden auch bei kurzen Schmerzen gegeben sind. „Leiden sind bei Tieren als erheblich zu bewerten, wenn sie über geringe Schmerzen beim Menschen hinausgehen“, erklärte der Staatsanwalt.
„Hier ging es um Leiden und Schmerzen, Niedergang und Siechtum, Alltag in vielen Milchviehbetrieben. Dass das jetzt endlich angemessen geahndet wird, ist ein großer Erfolg für den Tierschutz und schafft endlich Abschreckung“, erläutert Mülln.

Leider ist dieses Urteil noch eine Ausnahme. Im Rest der Bundesrepublik, speziell im Hort der Massentierhaltung in Niedersachsen, werden Tierschutzfälle immer noch massenhaft eingestellt, von der öffentlichen Aufarbeitung ausgeschlossen und mit lächerlichen Strafen geahndet.

Kategorie: Allgemein

6 Antworten zu “Pressemitteilung der SOKO Tierschutz”

  1. ellen sagt:

    Ein kleiner Hoffnungsschimmer und ein wenig Gerechtigkeit für die ganzen Leiden der Tiere! Dank des unermüdlichen Einsatzes des ganzen Soko-Teams.

  2. Antonia sagt:

    Na endlich, es tut sich was. Ich hätte zwar auf der emotionalen Ebene noch „bessere“ Ideen für die Täter, – aber immerhin sind fast 3 Jahre Knast ein gutes Signal! Wollen wir hoffen, dass dieses Urteil keine Ausnahme bleibt und dass der jeweils urteilende Richter zusätzlich zum Ernstnehmen des Tierschutzgesetzes auch selbst ein Herz für Tiere hat.
    Ein echt grandioser Erfolg von SOKO TS!

  3. Silke sagt:

    Sehr schön, es gibt also doch noch ein wenig Hoffnung.

  4. Gabriele sagt:

    Wenn die jeden Tag stattfindende Tierquälerei auf der ganzen Welt bestraft werden würde, würden die Gefängnisse seit hunderten Jahren aus allen Nähten platzen. Tiere werden leider seit eh und je her als rechtlose Wesen gehandhabt. Es sollte mehr Anwälte für Tiere geben.

  5. Ira sagt:

    Endlich mal ein Hoffnungsschimmer für Soko Tierschutz, die sich unermüdlich für die Rechte der Tiere einsetzen!
    Ganz herzlichen Dank für die hervorragende Arbeit!

  6. ingeborch sagt:

    Wenigstens etwas. Das gibt ein winziges bisschen Hofnung. Allerdings überwiegt der Zorn, wenn man wieder lesen muss, dass nicht wenige Teirquäler Subventionen erhalten, deren Großteil eh vorranging an die großen Agrarunternehmen geht – obwohl diese zu den Profiteuren der Inflation gehören.

    Es gibt nur eine tierverträgliche, umweltfreundliche Lösung: Hört endlich auf, Tiere zu essen!

    Quelle: https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/eu-agrarsubventionen-tierquaelerei-101.html

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