Denn Tiere sind keine Maschinen

Manuela

von Admin, am 22.08.2022.


Die 17jährige Manuela lebt schon über 11 Jahre auf Butenland. Mit zwei Jahren wurde sie an ein Versuchslabor verkauft und war dort eine sogenannte Fistelkuh. Das sind Rinder, denen man ein wiederverschließbares Loch in den Bauchraum geschnitten hat, um regelmäßig in ihren Pansen greifen zu können. Auf diese widerliche Art wurde auch bei Manuela leistungssteigerndes Futtermittel erforscht, indem täglich Tiermedizinstudenten in ihrem Magen herumfummelten und den Inhalt untersuchten.

Viele Menschen verteidigen diese Eingriffe damit, dass angehende Tierärzte so lernen, wie man diese Tiere behandelt. Wie absurd das ist, haben wir dann direkt nach Manuelas Übernahme gemerkt. Denn die endgültige Schließung ihres Bauchs gelang erst im zweiten Versuch, da der Pansen tief liegt und das Gewebe vernarbt war. Deshalb ging die erste Operation daneben und der Bauchraum platzte wieder auf. So traten weiterhin Pansensäfte aus und Manuela litt unter starkem Juckreiz. Lange Zeit traute sich danach niemand an einen erneuten Eingriff heran, erst ein Jahr später fasste sich unser bewährter Tierarzt ein Herz und verschloss die Wunde dann komplett und ohne weitere Komplikationen.

Manuelas Start in die Freiheit gestaltete sich anfänglich schwierig, denn sie kannte ja nur Kachelräume. Wind, Sonne und Regen machten ihr Angst und so dauerte es einige Wochen, bis sie in ihrem neuen Leben ankam. Aktuell ist diese rabenschwarze Episode aber glücklicherweise komplette Vergangenheit für sie. In der Herde konnte sie sich mittlerweile super einleben, läuft im großen Verbund ganz selbstverständlich mit und hat ihren festen Platz in der KUHlen Hierarchie.


Kategorie: Allgemein

4 Antworten zu “Manuela”

  1. Judith Flohé sagt:

    Es ist so unfassbar traurig, was die Menschen den armen Tieren antun. Ich werde es nie verstehen. Ich wünsche der Süssen noch gaaaaanz viele glückliche Jahre auf Butenland. ❤

  2. Gisi sagt:

    Das Herz auf ihrer Stirn sagt Alles.!..

  3. Gabriele sagt:

    Die Verbrechen, die den Tieren im Namen der Wissenschaft angetan werden, sind so abartig und grausam. Zum Glück gibt es Orte wie Hof Butenland wo sich geschundene Tiere von diesen Qualen erholen können. Manuela sieht so wunderschön aus.

  4. Tine sagt:

    Oh Manuuuuu.<3 Wie schön, dich eher scheuere Schönheit zu Gesicht zu bekommen. Und dann noch so ein gekonnter Schnappschuss. 🙂

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