Denn Tiere sind keine Maschinen

Wo ist der Unterschied?

von Admin, am 15.01.2022.


Unser heutiges Tagesbild hat zwei Hauptdarsteller, die nicht unterschiedlicher in der allgemeinen Sicht behandelt werden könnten. Sir Archie ist ein Hund und bei diesem Haustier gilt zumindest hier in europäischen Kreisen der allgemeine Konsens, dass er nicht auf den Teller gehört, und jeder, der ihm bewusst auch nur ein Haar krümmt, sich auf die Tracht Prügel seines Lebens gefasst machen muss. Regelmäßig poppen in den sozialen Medien auch Berichte über Hundeschlachtungen in Asien auf, die von einheimischen Fleischessern empört als Barbarei kommentiert werden und wo jeder ein sofortiges Verbot fordert. Ganz anders sieht es bei Kuh Emma aus. Ihre Art ist hierzulande als Nutzvieh etabliert und somit darf man all das, was man an der Herstellung von Hundefleisch in Fernost noch selber kritisiert, problemlos mit ihr anstellen. Zusätzlich ist es auch ganz normal, ihren Artgenossen die Kinder zu stehlen, weil man selber Appetit auf die artfremde Muttermilch entwickelt.

Solche Aussagen sind umso unverständlicher, wenn man wie wir tagtäglich mit Schweinen, Rindern, Hunden, Hühnern, Katzen, Gänsen, Enten, Pferden und anderen Tierarten zusammenlebt, und bei den Bewohnern kaum einen Unterschied erkennen kann, wenn es um Lebensfreude, Genußfähigkeiten, Interesse an Freundschaften und selbstbewusster Alltagsplanung geht. Wann hören wir endlich auf, den Lebenswert von Tieren in grausamen Klassen aufzuteilen? Der Spruch „Leben und leben lassen“ wurde bereits etabliert, jetzt wird es höchste Zeit, ihn konsequent bei allen intelligenten und schmerzempfindlichen Lebewesen auszuleben. So traurig, dass man überhaupt immer wieder darauf hinweisen muss und eine friedliche Co-Existenz mit diesen bezaubernden MItbürgerInnen nicht selbstverständlich ist.


Kategorie: Allgemein

3 Antworten zu “Wo ist der Unterschied?”

  1. Judith Flohé sagt:

    „Toll geschrieben!! Was heißt den vermenschlichen… So ein Blödsinn. Keiner dieser merkwürdig denkenden Leute würde etwas sagen, wenn du eine Katze oder einen Hund streichel würdest oder diesen ein Extra-Leckerchen gibst. Und da ist sie wieder die Frage… Wo ist der Unterschied?“ . Wie schon im meiner Mail von 12.1….. Genau so ist es. Die einen dürfen auf’s Sofa, die anderen…Es macht mich alles so wütend. Deshalb ist es so schön jeden Tag anhand euerer Bilder und Videos zu sehen, dass es auch anders geht wenn man nur will.

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  2. Antonia sagt:

    Genau, – es darf keinen Unterschied geben! Schlimm, wie lange sich solche falschen Traditionen halten. Da muss man doch nur mal sein Herz und sein Gehirn einschalten um zu merken, dass es für die zweierlei Maß überhaupt keinen Grund gibt und das im Gegenteil verwerflich und grausam ist. Spezizismus heißt das unter Tierrechtlern; ein treffender Begriff!

  3. Gabriele sagt:

    Für uns alle, die hier schreiben und sogar eine Patenschaft haben, gibt es keinen Unterschied. Aber, all die anderen mit ihren überflüssigen Nahrungsgewohnheiten und unsinnigen Kategorisierungen, die lassen sich nicht überzeugen, leider! Ich habe schon so absurde Argumente gehört, eine meinte sogar, Gott würde es ihr erlauben Tiere zu essen.

    @Jens: mich würde die selbstbewusste Alltagsplanung interessieren, hast Du da mal ein Beispiel?

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