Denn Tiere sind keine Maschinen

Greta

von Admin, am 27.10.2020.


Heute weht ein Hauch von Asien durch das Tagesbild, denn Greta hat sich als Model zur Verfügung gestellt. Als Kobe-Rind hat sie ihre Zuchtwurzeln in Japan. Diese Rinderart umgibt noch immer ein verklärter Freiheitsmythos, werden diese Tiere doch angeblich ausschließlich in Weidehaltung aufgezogen und erleben quasi den Himmel auf Erden, bis sie zur Delikatesse weiterverarbeitet werden.

Beschäftigt man sich intensiver mit dem Schicksal dieser Rinder, dann wird schnell klar, dass auch diese Wesen gnadenlos vom Menschen ausgebeutet werden. Egal ob Weidehaltung oder nicht, Kobe-Rinder sind Mastrinder und sterben deshalb genauso erbärmlich wie ihre Artgenossen durch ein Bolzenschussgerät, das einen künstlichen Schlaganfall auslöst. Auch können sie von der natürlichen Lebenserwartung eines Rindes nur träumen. Kein Kobe-Rind erreicht diese 30-Jahre-Marke, stattdessen werden sie mit spätestens 3 Jahren im Teenageralter umgebracht.

Dass es bei Kobe-Rindern auch Zuchtbullen gibt, davon kann unsere Greta ein trauriges Lied singen. Sie wurde mit nur 8 Monaten viel zu früh zwangsgeschwängert, weshalb sie ihr Kind auch nur als Totgeburt auf die Welt brachte. Somit war sie als Geburtsmaschine nicht mehr einsetzbar, und da sie sowieso aus einem bayrischen Mastbetrieb stammt, der Kobe-Rinder in die Türkei verschiffte, war ihr Schicksal damit besiegelt.

Spätestens bei diesen Transporten endet dann jede Romantik, auch für das angeblich ach so umsorgte Kobe-Rind. Wer gute Nerven hat, der kann sich unter diesem Link https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/37-geheimsache-tiertransporte-100.html eine Sendung zu diesem schrecklichen Thema angucken.

Zum Glück wurde Greta von einer Tierärztin gerettet und konnte im Januar 2015 nach Butenland vermittelt werden. Ihre vierwöchige Quarantänezeit verbrachte sie übrigens zusammen mit unserem geliebten und viel zu früh verstorbenen Paul Kuhney. Auf dem Hof lief sie von Anfang an in der großen Herde mit. Beziehungsweise rennt sie dort mit, denn Greta ist ein echter Wirbelwind, der erstaunliche Geschwindigkeiten erreichen kann. Da sie das auf Butenland voll ausleben kann, fühlt sie sich mehr als wohl und geniesst ihren Ruhestand in vollen Zügen.


Kategorie: Allgemein

4 Antworten zu “Greta”

  1. Avatar JulMo sagt:

    Also, dass Greta ihr Leben jetzt genießt, kann man sehen. Irgendwie sieht sie sehr glücklich aus-und dieses Lächeln auf der Schnute :).
    Ich wusste gar nicht, dass ihr auch Sprinterinnen neben Fußballmädels habt ;).

  2. Avatar Gabriele R. sagt:

    Liebe Greta, Du bist für mich auch immer mit Paulchen verbunden. Ich sehe Euch noch gemeinsam ankommen und Du und klein Paulchen, ihr habt sofort gespürt, dass sich alles gut anfühlt. Du Schöne, ich bin froh, dass dir ein schreckliches frühes Ende erspart geblieben ist und Du heute so entspannt und wunderschön in die Kamera hineinschaust.

  3. Avatar Antonia sagt:

    Oh Greta, mein liebes Patenkind, Du siehst einfach blendend aus. Kein Wunder, da Du ja so sportlich bist. 🙂

    Einer aufmerksamen Tierärztin und den Butenländern sei Dank ist Dir der grausame Weg der meisten Kobe-Rindern erspart geblieben. Ich bin sehr froh, dass es Dir auf Butenland so gut geht! Und das bleibt hoffentlich nocht laaange so.

    Die Reportage „Geheimsache Tiertransport“ ist wirklich absout heftig. Ich hatte vor fast 3 Jahren versehentlich reingeschaltet und einen Teil davon gesehen. Das war für mich der Wendepunkt vom Vegetarier zum Veganer, als mir die komplette kranke Grausamkeit der Milchindustrie bewusst wurde.

  4. Avatar Ira sagt:

    Greta ist so eine Hübsche!
    Toll, wie sie ihr Leben genießt.

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