Denn Tiere sind keine Maschinen

Thema „Schlachthöfe bei ttt

von Admin, am 29.06.2020.

„Die Bilder aus den Schlachthöfen in Coesfeld und Rheda-Wiedenbrück haben schockiert. Überrascht haben sie nicht. Die katastrophalen Bedingungen in der Fleischindustrie, die Ausbeutung der Arbeiter und das Elend der Massentierhaltung sind seit Langem bekannt. Proteste hat es immer wieder gegeben. Geändert hat sich bisher nicht viel.

Diesmal aber scheint es anders zu sein. Liegt es daran, dass Corona die Menschen sensibler gemacht hat? Ist es der eine Skandal zu viel, der die Menschen zum Handeln treibt? Wird in Zukunft das Wohl der Tiere stärker geachtet – zu unser aller Wohl? ttt hat bei Steffen Augsberg, Jurist und Mitglied des Deutschen Ethikrates, Tanja Busse, Journalistin und Autorin, und Bernd Ladwig, Philosophieprofessor an der Freien Universität Berlin, nachgefragt.“


Kategorie: Allgemein

5 Antworten zu “Thema „Schlachthöfe bei ttt”

  1. Avatar Wo aus Wu sagt:

    Ich fürchte allerdings, es wird sich nicht grundlegend viel ändern: Die – globalisierte – Fleisch-Orgie mit ihren grenzüberschreitenden Abhängigkeiten und Möglichkeiten zur politischen Einflussnahme wird in vergleichbarer Größenordnung weitergehen, nur eben anders: Infektionspräventiologisch optimiert. Es sei denn, die Marktgrundlage bricht weg, weil der heimische Verbraucher künftig weniger Fleisch konsumiert. Aber dann ist da ja noch der lukrative Export … bitte sagt mir, dass ich falsch liege!

  2. Avatar Petra sagt:

    Liebe/r Wo aus Wu: ich fürchte , Du liegst mit dem lukrativen Export nicht falsch. Auch wenn wir in Europa mittlerweile immer mehr vegetarisch und vegan werden, haben Länder wie China einen „Nachholbedarf“. Hier in Europa werden „Schweinefabriken“ gebaut, um den chinesischen Markt zu beliefern. So unmoralisch, dass mir schlecht wird. Tatsächlich müssen wir die Tiertransporte in nicht EU-Länder stoppen, aber auch die Exporte tiefgefrorenen Fleisches in asiatische Länder, die gerne auch mal Hunde, wie wir hier Schweine halten, und dann schlachten. Die industrielle Tierhaltung ist verwerflich, unmoralisch.

  3. Avatar Antonia sagt:

    Immerhin sind das erstaunlich deutliche Worte in dem Beitrag eines öffentlich rechtlichen Senders. Das macht mir einerseits Hoffnung, dass zumindest die Tierschutz-Idee sich immer weiter verbreitet und „Nutz“tiere von mehr Menschen als gleichwertige Mitgeschöpfe gesehen werden.
    Aber noch sind wir leider nicht so weit, dass auch Politiker so deutliche Worte sprechen. Und selbst wenn sie das täten, wäre ich ebenfalls (wie meine Vorredner) sehr skeptisch, dass der Tierschutz gegen die Interessen der übermächtigen Fleischindustrie durchgesetzt würde. Das kann ich mir erst dann realistisch vorstellen, wenn die Umwelt- und Klimaprobleme sich weiter so verschärfen, dass eine Alternative zu tierischen Produkten gefunden werden MUSS, mit der die Industrie dann einen vergleichbaren Reibach machen kann. Das scheint mir der einzige Ausweg zu sein; und ich hoffe sehr darauf!

  4. Avatar Ira sagt:

    Wenn ich an die Tiertransporte in nicht EU Länder denke wird mir schlecht.
    Animals Angel kämpft seit 20 Jahren für ein Stopp in diese Länder und für die Begrenzung auf 8 Std Transport, ebenso gegen ein Transport der Tiere bei dieser Hitze!
    Habe ein Brief an Frau Glöckner abgeschickt und an ihr Versprechen erinnert, dass man das ändern muss!!!!!
    Ich hoffe, dass endlich was getan wird, für diese wundervollen Geschöpfe denen soviel Leid angetan wird!
    Es tut mir so weh, wenn mir ein Tiertransport entgegen kommt und ich die Nasen der Schweine die durch die Gitter nach Luft japsen sehe!
    Ich verstehe die Menschen nicht und die Politiker, wie können sie das zulassen!

  5. Avatar Gabriele R. sagt:

    Alle Menschen, die Tiere essen, sollten mal für ein halbes Jahr das gleiche durchmachen müssen, was den Tieren wiederfahren ist, die sie essen. Sie sollten so gehalten, behandelt und dann am Tag ihres Todes auf Transportern verfrachtet und zum Schlachthof gefahren werden und dort die Schmerz- und Angstschreie ihresgleichen hören und den Blutgeruch riechen müssen. Und erst, wenn man ihnen das Bolzenschußgerät an die Stirn hält und ihnen schon die Kette um die Beine gelegt wurde, sollte man sie nochmal fragen, ob sie weiterhin Tiere essen wollen. Vielleicht werden sich dann wenigstens einige von ihnen umentscheiden und im Sommer lieber Gemüse auf ihren Grill legen…….., hoffentlich?????????

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