Denn Tiere sind keine Maschinen

Das Kleingedruckte bei einem artgerechten Leben in der Tierindustrie

von Admin, am 20.06.2020.

Heute blenden wir mal wieder in Tildas Kinderzimmer und schauen, wie prächtig sie ihren Karlsson erzieht.

Wenn unser dreimonatiges Hofnesthäkchen nicht nach Butenland vermittelt worden wäre, dann würde er jetzt bei einem Mäster stehen. Dort hätte er pro Tag circa 1,5 Kilo zugenommen und wäre nach ungefähr 400 Tagen als einjähriges Kind mit einem Mastendgewicht zwischen 700 und 750 Kilo umgebracht worden. Vor dem Schicksal hätte ihn auch keine Geburt in einem Biobetrieb bewahrt, denn auch hier wäre Karlsson unter Ausschussware gelaufen und an einen konventionellen Mäster verkauft worden.

Uns ist sowieso unerklärlich, wie man sich die Tötung eines so bezaubernden Wesens schönreden kann. Karlsson hat jetzt 3 Monate auf Butenland hinter sich, die artgerechter nicht sein könnten, würde uns diese Tatsache wirklich das Recht geben, ihn nun umzubringen und diesen Vorgang als etwas Wundervolles oder Verdientes hinzustellen? Wie kommt man bloß auf solche Gedanken?

Karlsson hat wie jedes andere Tier ein Leben in Würde, Selbstbestimmung und Freiheit bis zu seinem natürlichen Tod verdient. Und hier endet jede Diskussion. Denn diese eigentlich selbstverständlichen Dinge kann man nicht dadurch ersetzen, indem man sie ihm nur einen winzigen Bruchteil seiner Lebensspanne gewährt. Dadurch wird sein unnötiger Tod auch weder für seine Art noch irgendwie sonst gerecht. Und bestimmt rechtfertigt es nicht, sich dieses wundervolle Wesen zerstückelt auf den Grill zu legen und ihn zu essen, egal wieviel Geld man auf die Ladentheke gelegt hat. Jeder, der den gewaltsam herbeigeführten Tod eines Tieres als etwas Gutes verteidigen will, betreibt nur Augenwischerei vor dem eigenen Gewissen. Was man übrigens auch an den „Ich mache mir jetzt ein Steak“-Einheitskommentaren sieht, die wir von gewissen Leuten mit Argumentationsallergie unter solchen Beiträgen erhalten. Denn auch diese peinlich hilflosen Äußerungen zeigen nur, dass es für Tierquälerei keine wasserdicht anzuführenden Gründe gibt.


Kategorie: Allgemein

5 Antworten zu “Das Kleingedruckte bei einem artgerechten Leben in der Tierindustrie”

  1. Avatar Bettina W. sagt:

    Aber Eure Idee hat auch diese Menschen erreicht und vielleicht denken Sie eines Tages anders darüber. In meinem Umfeld kenne ich niemanden, der nicht fähig ist Mitgefühl zu entwickeln. Vielleicht ist es erst begrenzt auf die eigene Familie oder auf hilfsbedürftige Menschen. Aber es ist vorhanden und erweiterbar. Helfen wir dabei!

  2. Avatar ElkeS sagt:

    Ui, Klein Karlsson in totaler Nahaufnahme! Wie schön 🙂

    Und zur Abwechslung kommt mal nicht Draufgänger Puschi mit ins Bild, sondern das wunderbare Pippilöttchen ♥

  3. Avatar Doris sagt:

    Eure Videos sind so schön friedlich, es macht mich zufrieden, wenn ich sie frühmorgens ansehe und damit in den Tag starte.

    Es war auch wieder ein super Text, ich kann auch nicht verstehen, wie die Menschen tote Tiere essen und artfremde Milch trinken können. Mich macht es auch wütend, wenn die Leute behaupten, das wären „Nutztiere“ und dafür da, da die so verbohrt sind in ihrer Meinung, kann ich darauf auch nichts erwidern, ich ziehe mich dann von solchen Leuten zurück.

  4. Avatar Ira sagt:

    Ja, das Mitleid bezieht auf alles, aber nicht auf das“sogenannte Nutztier“, denn das wird ja dafür extra gezüchtet!!!!!
    Solchen Leuten zu erklären, dass es wunderbare fühlende Lebewesen sind, ist derart schwer, weil sie immer mit dem Argument kommen, dass es auch Menschen, die wenig Geld haben und auch Fleisch essen wollen!

  5. Avatar Gabriele R. sagt:

    Ich stimme Euch voll und ganz zu und es zerbricht jedem Tierfreund das Herz angesichts der unvorstellbaren Grausemkeiten, denen Tiere ausgesetzt sind. Ich werde leider meistens von Fleischessern belächelt und sogar bemitleidet, wenn erwähne, daß ich keine Tiere esse. Aus meiner Sicht gibt es immer noch viel zu wenige Menschen, deren Mitgefühl über die eigene Familie und vielleicht den eigenen Haustieren hinausgeht.
    Sogar das kleine Volk der Insekten wird von den Menschen grausam bekämpft und totgespritzt und vergiftet. Obwohl inzwischen jeder weiß, wie wichtig diese Lebewesen auch für uns sind.

    Umso mehr erfreuen mich die wunderschönen Bilder von der kleinen Familie und der Gewißheit, dass dieser kleiner Bulle in Frieden und Freiheit sein Leben erleben darf. Ich finde, daß Tilda schon viel entspannter wirkt.

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