Denn Tiere sind keine Maschinen

Muhpedia

von Admin, am 30.05.2020.


In Studien wurde bewiesen, dass Rinder sehr schnell Ursache-Wirkung-Zusammenhänge begreifen. Schon nach einer relativ kurzen Lernphase können diese Tiere Hebel für Tränken bedienen oder Knöpfe drücken, um an Futter zu kommen. Auch die diversen Kuhputzmaschinen auf Hof Butenland sind sehr beliebt und werden mittlerweile nicht nur im Halbschlaf bedient, sondern gezielt an bestimmten Körperteilen eingesetzt. Auch unser heutiges Tagesmodel Dani hat die Ursache „Bettelblick“ hervorragend verinnerlicht und bekommt die Wirkung „Apfelleckerchen“ direkt nach dem Foto von uns serviert.

Dabei lernen Rinder voneinander und besitzen ein Intelligenzniveau, das mit dem eines Hundes zu vergleichen ist. Weil diese Wesen sehr stark miteinander kommunizieren, können sie auf das Herdenwissen zurückgreifen. So muss zum Beispiel nur eine Kuh an einem Elektrozaun einen Schlag bekommen, um in der ganzen Gruppe einen Lerneffekt entstehen zu lassen und diese zukünftig von diesem Hindernis fernzuhalten.

Donald Bloom, ein Professor für Veterinärmedizin an der Universität Cambridge, beschreibt das Verhalten von Rindern, die ein Problem gelöst haben, folgendermaßen: „Die Gehirnströme zeigten ihre Begeisterung, ihr Puls ging rauf und einige machten sogar Luftsprünge. Wir nannten es ihren Eureka-Effekt.“


Kategorie: Allgemein

9 Antworten zu “Muhpedia”

  1. Avatar Marita sagt:

    So geht es mir immer wieder, wenn ich etwas neues über die Rinder lerne. Bevor ich das Kuhaltersheim kennen lernen durfte, zu Zeiten also, als ich sogar noch zu den LeichenesserInnen gehörte, hatte ich keine Ahnung, was für wundervolle Tiere an meinem Leben vorbei gegangen sind. Ich kann immer nur wiederholen, wie dankbar ich bin, dass diese Zeit lange vorbei ist. Jetzt weiß ich „etwas“ über Rinder und schon mit diesem bisschen Wissen und der Begleitung des Lebens auf Hof Butenland, fühle ich mich um vieles glücklicher. Danke dafür!!

  2. Avatar Bettina W. sagt:

    Ja, an dieser Stelle krankt unser Bildungssystem.
    In einer Doku über die tibetische Hochebene erklärten tibetische Lehrer, dass ihre vorrangigste Aufgabe darin besteht, ihre Schüler zu guten Menschen zu formen. Bereits die Jüngsten lernen, dass jedes Lebewesen ein Recht auf Leben hat und achtsamen Umgang verdient. Für diese Kinder ist es unvorstellbar, Tiere zu essen. Trotzdem in dieser Region der materielle Wohlstand nicht hoch ist, zählen die Menschen dort zu den glücklichsten der Welt.

  3. Avatar margitta sagt:

    ich frage mich immer wieder, warum wir wissenschaftliche erklärungen brauchen? ein strittiges thema, den gefühlsmässig wissen wir doch, wie wir alle miteinander verbunden sind,

  4. Avatar margitta sagt:

    hallo marita, ich bin eine Tierleichenesserin, weil ich containern gehe, und abgelaufene fleischprodukte kaufe, die sonst in den müll landen würden. ich würde auch meine lieben nicht so bezeichnen, ich glaube, sie wären geschockt.

  5. Avatar Gabriele R. sagt:

    @Margitta, dennoch trifft dieses Wort doch den Nagel genau auf den Kopf, dass sollte sich jeder, der Tiere ißt, mal ganz deutlich bewußt machen, was er sich da täglich zwischen die Zähne schiebt. Wenn Menschen gestorben sind oder getötet wurden, nennt man die toten Körper doch auch Leichen. Fleisch wird doch nur Fleisch genannt, um den Fleischessern nicht den Appetit zu verderben. Es wird wohl kaum jemand sagen, ich geh jetzt in die Tierleichenabteilung und kaufe mir ein Steak.

  6. Avatar Marita sagt:

    Hallo liebe Gabriele, zu dem Thema fällt mir ein Erlebnis ein, dass ich vor vielen Jahren in der „Fleischabteilung“ eines Kaufhauses hatte. In der Theke lagen Schweineklauen aus. Ein kleines Mädchen fragte ihre Mutter, was das Schwein denn jetzt ohne seine Klauen machen würde, es könne doch jetzt gar nicht mehr laufen… Da erklärte ihr die Mutter, dass das Schwein nicht mehr laufen könne, weil es tot sei. Daraufhin weint das Mädchen so herzerweichend, dass die Mutter das Kind weg zog und die Abteilung verließ. So – und das ist auch das Geheimnis. Das Tier wird schön in Teile zerschnitten, so lange bis niemand mehr erkennt, dass es mal ein lebendes Wesen war. Eben nur Fleisch, kein totes Tier, keine Leiche. Enttiert! So kann mensch es portioniert, mit gutem Gewissen, verspeisen.

  7. Avatar margitta sagt:

    hallo gabriele, zwischen die zähne schieben? war das zynisch gemeint?

  8. Avatar ElkeS sagt:

    Ach, Dani, wer könnte deinem süßen Knutschgesicht schon widerstehen?! Da kann man ja gar nicht anders, als dir ein Leckerchen zu geben … oder zwei … oder drei … 🙂

  9. Avatar margitta sagt:

    bettelblick mit belohnung
    war hoffentlich nicht ernst gemeint

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