Denn Tiere sind keine Maschinen

Wie geht es Marieke?

von Admin, am 22.04.2020.

Marieke ist eine sogenannte Hochleistungskuh, die in ihrem Leben über 100.000 Liter Milch produzieren musste. Wie in dieser Industrie üblich sollte die 12jährige eigentlich Mitte März zum Schlachter gehen, weil ihre Leistung nach einem Leben in der Ausbeutung nicht mehr profitabel genug war. Zum Glück konnte die Tötung aber verhindert werden, stattdessen wurde sie im letzten Moment nach Butenland vermittelt und durfte in unser Kuhaltersheim reisen. Hier spielte ihr das Schicksal aber nochmal übel mit, denn bei ihrer ersten Brunst in Freiheit ist sie nach drei Tagen auf dem Hof so unglücklich gestürzt, dass sie sich eine Beckenfraktur zugezogen hat.

Das Positive daran ist, dass unser Tierarzt ihr durchaus gute Chancen ausstellt, dass sie irgendwann wieder ganz normal über unsere Weiden springen kann. Es gibt in diesem Krankheitsbild tatsächlich Verläufe, bei denen man den Patienten gar nicht mehr ansieht, dass ihr Bewegungsapparat mal so beeinträchtigt war. Das Negative besteht aber leider darin, dass sich Marieke für diese Heilung mindestens 3 Monate schonen muss und deshalb nicht von uns auf die Weiden entlassen werden darf. Von dieser KUHrantäne hat sie erst einen Monat hinter sich, ein mögliches Happy End steht also erst frühestens im Juni für sie auf dem Programm. Bis dahin heißt es schonen, schonen und nochmal schonen, was leider auch einen Aufenthalt in unserer räumlich extra begrenzten Krankenabteilung bedeutet, damit sie keine Ausflüge unternehmen kann.

Allerdings sind wir sehr zufrieden mit dem Verlauf. Das Aufrichten und Ablegen klappte bei Marieke schon immer sehr gut, aktuell steht sie auch öfter und wagt immer mehr Bewegungen. Sie wird einfach allgemein aktiver, isst und trinkt sehr gut und präsentiert sich als vorbildliche Patientin. Unterstützt wird sie dabei von ihren Freundinnen Lenchen und Lisbeth. Diese beiden lieben Seelen sind vor ein paar Wochen nicht mit den anderen Rindern zur Weidesaison aufgebrochen, sondern blieben bei ihrer neuen besten Freundin, um ihr Mut zuzumuhen. Inzwischen haben die beiden zwar auch die Campingsaison begonnen, kehren aber jeden Abend zurück und verbringen die Nacht in Mariekes Nähe auf dem Hof. Bei so einer KUHlen Betreuung kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen, die Chancen sind also durchaus vorhanden, dass auch Marieke den Spätsommer und den Herbst in der großen Freiheit verbringen kann. Wir würden es unserem tapferen Schatz natürlich von Herzen wünschen.


Kategorie: Allgemein

7 Antworten zu “Wie geht es Marieke?”

  1. Avatar Wo aus Wu sagt:

    Wie gekonnt sie die Putzmaschine genießt! War das nicht die Lieblingsbürste von Paul?

  2. Avatar Gabriele R. sagt:

    Wie schön, dass es meinem neuen Patenkind schon besser geht und, das sie von Lisbeth und Lenchen Gesellschaft und Trost bekommt. Liebe Marieke, werde bald wieder ganz gesund jetzt geht es in Deinem Leben nur noch bergauf! Gute Besserung, Du Hübsche!

  3. Avatar Anne sagt:

    Das liest sich ja gut über Marieke. Und da Marieke keine Hochleistung mehr abgezwungen wird, kann sie es schaffen im Sommer auf die Weiden zu kommen. Ich kann es ihr nur wünschen.
    Ihre kuhlen Freundinnen haben sie ja wohl mit im Blick und sorgen auf ihre Art für kuhsoziale Kontakte.
    Ihr Butenländer bedient ein wunderbares Programm… auf Butenläder Art…

    Ob es das Gehen, das Kommen oder das Aushalten ist … es ist einfach
    Lebens-pflegend … etwas Rares in unserer Gesellschaft. Ihr macht es EINFACH!
    Ich lese sehr gerne eure Nachrichten.

  4. Avatar Ira sagt:

    Marieke sieht so gut aus, man merkt, dass sie sich wohl fühlt. Ich wünsche ihr von ganzen Herzen, dass sie bald die Wiesensaison genießen kann!
    Wie schön, dass sie auf ihre Freundinnen zählen kann.

  5. Avatar Hilke sagt:

    Liebste Marieke,
    ich freue mich, daß es dir besser geht! Bei solch treuen Freunden wie Lenchen und Lisbeth und der gesamten Butenländerschaft in KUHr und im Leben angekommen, wie schön.

  6. Avatar Martina sagt:

    Ich bin sehr begeistert zu
    hören,dass Lisbeth und Lenchen sich auch weiterhin so gut um Marieke kümmern.
    Bei so guter Betreuung durch die beiden Kuhladies wird Marieke bestimmt ganz schnell gesund und kann schon im Sommer mit ihnen zusammen auf Butenlands Weiden campen.
    Ich wünsche es Marieke auf jeden Fall !

  7. Avatar Kerstin sagt:

    Wahrscheinlich wird sich niemand mehr freuen als Lisbeth und Lenchen, wenn sie ihrer Freundin dann endlich die große, weite Butenland-Freiheit zeigen können.
    Das wünsche ich dem beeindruckenden Trio ganz, ganz herzlich!

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