Denn Tiere sind keine Maschinen

Die Wurzeln von Butenland

von Admin, am 13.02.2020.

Was für ein schönes Wiedersehen auf der Kinotour. Cecile ist nicht ganz unschuldig daran, dass aus Butenland ein Lebenshof wurde. „Cecile wollte eine Ausbildung bei uns machen“, erinnert sich Jan. „Aber sie konnte es überhaupt nicht verstehen, dass Kühe geschlachtet werden, wenn sie nicht mehr genug Milch geben.“

Einer Kuh, der dieses brutale Schicksal bevorstand, spielte Cecile am Abend mit ihrer Blockflöte vor. Und als das Tier am nächsten Tag zum Schlachter kam, begleitete Cecile es – und spielte dabei wieder Blockflöte.

Jan ist heute noch beeindruckt von Ceciles Empathie. Und es war einer dieser Impulse, die es braucht, um über das eigene Tun nachzudenken.
Hier erzählt Jan die Geschichte noch mal im Video: https://bit.ly/2OQalPw
💚🐄


Kategorie: Allgemein

Eine Antwort zu “Die Wurzeln von Butenland”

  1. Avatar Kerstin sagt:

    Liebe unbekannte Cecile,

    was für eine wunderschöne Geste.

    Meine eigene kleine Geschichte ist, dass ich Anfang der 1980 Jahre, als Jugendliche, das Glück hatte, die Freundschaft eines Mastbullen zu erfahren. Ich war bei seiner Geburt dabei, habe ihn begleitet, mit ihm gespielt, geschmust, mich unterhalten. Es waren stets wunderbare Urlaubstage auf der Insel Föhr. Nach Erreichen seiner „Schlachtreife“ mit etwas über zwei Jahren habe ich Abschied nehmen müssen – ich musste aus dem Urlaub nach Hause zurückkehren, für ihn stand wenige Tage später der Termin beim Schlachter an. Ich habe viel versucht, aber es hat nicht gereicht, ich habe ihm dieses Schicksal nicht ersparen können. Wenigstens eine solche Begleitung, wie Du sie schaffen konntest, hätte ich für ihn so gerne geleistet, aber da ich zu diesem Zeitpunkt über 400 km entfernt war, konnte ich auch das nicht tun.
    Noch heute, nach über 30 Jahren, denke ich oft an meinen Freund, und trotz all meiner Bemühungen ist das Gefühl zurückgeblieben, nicht genug gekämpft zu haben.
    Sicherlich auch ein Grund, warum Butenland mich sofort „mitten ins Herz“ getroffen hat und ich mich dem Hof zutiefst verbunden fühle.
    Ich finde es großartig, was Du getan hast, und auch, was dies offenbar in Bewegung gebracht hat.

    Mit herzlichen Grüßen aus Schleswig-Holstein,
    Kerstin

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