Denn Tiere sind keine Maschinen

Mama Jette macht ihr Julchen ausgehfein

von Admin, am 29.10.2019.

Unser heutiges Tagesvideo zeigt euch, wie die stolze Mama Jette ihren Sonnenschein Jule auf Hochglanz leckt. Inzwischen ist das Kind zwar einen guten Kopf größer als die Mutter und die muss sich für manche Stellen deshalb ganz schön recken, aber das stört keinen aus der kleinen Familie. Vor fast vier Jahren sind die beiden als verspätetes Weihnachtsgeschenk auf unseren Hof gezogen. Sie stammen aus einem Betrieb, gegen den das Veterinäramt ein Tierhaltungsverbot erlassen hat. Man kann sich deshalb zumindest grob vorstellen, in was für kastrophalen Bedingungen vor allem Jette ihre ersten Lebensjahre verbracht hat. Julchen musste das ganze Elend nur 9 Tage ertragen, dann stand zum Glück schon die Reise nach Butenland an.

Da Julchen sich auch immer noch ab und zu eine Portion Milch an Mamas Haustheke gönnt, gibt es auch noch ein paar Infos zu diesem Vorgang: In der ersten Lebenswoche trinkt ein Kalb 6 – 8 Mal täglich bei der Mutter, immer über mehrere Minuten, und nimmt dabei pro Trinkvorgang mehrere Liter Muttermilch auf. Dabei bleiben die Kälber noch an abgeschirmten Orten liegen und werden von der Mutter dort regelmäßig aufgesucht. Ab der 2. Woche führt die Kuh ihr Kind zur Herde. Wenn es dort mehrere Kälber gibt, wird ein Kindergarten innerhalb der Herdenhierarchie gegründet, der von erfahrenen Rindern beaufsichtigt wird. Die Mutter sucht ihren Nachwuchs nur noch circa viermal täglich auf, um ihn zu säugen und zu belecken, während das Kalb selber immer mehr pflanzliche Nahrung zu sich nimmt. Ab dem 2. Monat begibt sich das Kalb immer eigenständiger in die Herde, um dort zu spielen, zieht sich aber auch noch regelmäßig zu den Freunden in den Kindergarten zurück. Ab dem 5. Monat beginnt das Rind immer mehr in der Herde zu weiden und das Leben immer durchgehender im Verband zu verbringen.

Weibliche Rinder werden von den Müttern nach circa 8 bis 9 Monaten auf die eigenen Füße gesetzt, während die männlichen Kälber etwas länger für ihre Eigenständigkeit brauchen, da wurden 11 bis 12 Monate oder der völlig außer der Reihe laufende Mattis-Riesenbaby-Zeitraum beobachtet. Überhaupt sind das nur lose Richtwerte. Die Butenland-Live-Erfahrung ist, dass Martin bei Martina ein Jahr ans Euter durfte und danach jeder Versuch verweigert wurde, während Mattis von Dina 3 Jahre gesäugt wurde und noch heute hin und wieder Milchschaum abstaubt, während Jule noch immer richtige Portionen bei Jette trinkt. Die Bindung innerhalb der Familie bleibt aber in den meisten Fällen von der Absetzung sowieso unberührt. Oft weiden verwandte Rinder noch zusammen und einen der üblichen Pflegevorgänge könnt ihr ja direkt hier im Video bewundern.


Kategorie: Allgemein

5 Antworten zu “Mama Jette macht ihr Julchen ausgehfein”

  1. Christine sagt:

    Ganz energisch putzt Mama Jette ihrem Julchen das Brustfell – und Jule streckt gleich das Kragerl hoch und macht so eine süße Schnute. Ja, Jette, da hast Du eine wunderbare Tochter – klug, sportlich, verspielt, kontaktfreudig und noch dazu bildschön!

  2. Ute sagt:

    Taeusche ich mich oder ist der Groessenunterschied zwischen Jette und Julchen noch beeindruckender, als der zwischen Mattis und Dina?

    Diese Verbundenheit von Mutter und Kind, deren Intensitaet so offensichtlich ist, betont wieder einmal, wie ungeheuer grausam die Milchindustrie ist!

  3. Varken sagt:

    Ja, wo soll’s denn hingehen, fesche Jule? Hast Du gar ein Date?

  4. gisi sagt:

    Ja!!!Bilder können sprechen!!!!

  5. Gabriele sagt:

    Diese beiden herrlichen Schönheiten könnten auch Schwestern sein. Jette ist, im Gegensatz zu ihrer Ankunft, inzwischen so kräftig geworden. Dank Euch Hof Butenländern sind Mutter und ihr Kind nie getrennt worden. Dieser Schmerz und viel Leid wurden ihnen erspart.

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