Denn Tiere sind keine Maschinen

Das Gesicht des Fleischkonsums

von Admin, am 11.08.2019.


Frederik ist ein Ferkel, das Anfang Juni von einem Tiertransporter gesprungen ist. Niemand weiß, wie er dort eine Lücke finden konnte, es geht auch als kleines Wunder durch, dass er den Sprung von der Spitze des Transporters auf die Autobahn überlebt hat, das Ganze bei circa 90 km/h. Jedenfalls wurde er glücklicherweise bei seinem Stunt von einer Tierfreundin beobachtet, die ihn dann auch am Randstreifen gefunden hat. Für die kontaktierte Firma war eine Rückfahrt zu teuer, so wurde Frederik der Dame überlassen, die ihn dann nach Butenland weitervermittelte.

Frederik sollte als Spanferkel umgebracht werden, deshalb wurde er schon im Babyalter kastriert. Der Sprung hat ihm zusätzlich eine Entzündung im Knie eingebracht, die wir aber Anfang Juli durch eine OP ad acta legen konnten. Inzwischen ist das kleine Stuntferkel blessurenfrei und kann sein Leben auf Butenland geniessen.

Durch seine Fotos und Videos gibt er nun dem Fleischkonsum ein Gesicht. Denn völlig egal, ob man regelmäßig Tiere isst oder auch nur ganz selten, für jeden dieser unnötigen Bissen muss ein Frederik sein Leben lassen. Diese Opfer kann man nicht damit trösten, dass man sie ganz bewusst, nachhaltig, selten oder nach einem guten Leben umbringen lässt. Wer Tiere wie Frederik wirklich liebt oder auch nur süß findet, der kommt an einem veganen Weg nicht vorbei. Aber zum Glück ist diese Entscheidung heutzutage kinderleicht umzusetzen. Also lasst uns aufhören, Tiertötungen auf krude Art vor dem eigenen Gewissen schönzureden. Zeigen wir stattdessen diesen Wesen den Respekt, den sie verdienen, indem wir uns nicht mehr an ihrer Ausbeutung und Quälerei beteiligen.


Kategorie: Allgemein

9 Antworten zu “Das Gesicht des Fleischkonsums”

  1. Gisi sagt:

    Auch wenn Euch folgendes Video inhaltlich hinreichend bewußt,bekannt ist:es ist sehr eindrücklich…:auf you tube:“Früher Schlächter,heute vegan.3 ehemalige Fleischer packen aus“. Herzliche Grüße!

  2. Maria sagt:

    Keine Frage, vegan ist heutzutage kinderleicht zu leben.

  3. Ute sagt:

    Wie harmlos diese Worte klingen:“Deshalb wurde er schon im Babyalter kastriert.“ Und sein Schwanz wurde sichtlich auch verkuerzt. Welche Hoellenqualen der kleine Strolch schon erlitten hat – als ein paar Tage altes Baby! Wer heute noch der Fleischindustrie etwas Positives abgewinnen kann, muss herzlos und blind sein. Freiwillig!

    Maria – ich finde es heute um Einiges schwieriger, mich schuldfrei zu ernaehren. So viele vegane Lebensmittel enthalten heutzutage Palmoel und diese Industrie kann ich wirklich nicht unterstuetzen. Das war vor ein paar Jahren doch noch einfacher. Und seit ich um die (moeglichen) Grausamkeiten der Kokosnussernte weiss und um die der Olivenernte wird die Auswahl an veganen Lebensmitteln schon etwas beschraenkter. 🙁

  4. Antonia sagt:

    Das wäre toll, wenn Frederik, der liebe Knopf, der nun sichtlich sein Leben genießt, so wie es alle seine Artgenossen gerne machen würden, eine Signalwirkung hat, die aus möglichst vielen Mischköstlern Veganer macht!

  5. Tine sagt:

    Schön geschrieben. Seit elf Jahren vegan und mein Mann mittlerweile auch. Hoffentlich lassen ganz bald immer mehr Menschen all die schlimmen Bilder und Videos an ihr Herz heran und entscheiden sich dagegen, ein Teil dieses Systems zu sein.

  6. Gabriele sagt:

    Es gab mal einen Bericht, da wollte ein Schlachter nicht mehr schlachten und die Ärzte wollten ihn mit Antidepressiva vollstopfen, damit er wieder schlachten kann. Er sagte, dass jeden Tag Kühe und Schweine vor ihm stehen und ihn ansehen und mit mit ihren Augen fragen, warum tust Du das. Er hat sich dann umschulen lassen und hat keine Antidepressiva nehmen müssen.

  7. Maria sagt:

    Ute – danke für den Hinweis mit der Kokosnuss- und Oliven-„ernte“.

  8. Ute sagt:

    Maria – dass es moeglich ist, dass Kokosnuesse von misshandelten Affen und auch von Kindern geerntet worden sind, wusste ich seit Jahren. Die Information ueber den Vogeltod bei der Olivenernte erfuhr ich erst vor kurzer Zeit. Tut weh zu wissen, dass ich mit Sicherheit zu ihrem Sterben beigetragen habe…

  9. Gabriele sagt:

    @Ute: In Gesprächen erfahre ich leider immer wieder, dass die Menschen sich nicht schuldig fühlen, denn die Tiere sind ja dafür da. Sie begründen es sogar damit, dass Gott die Tiere für die Menschen erschaffen hat und wir sie töten dürfen weil sie keine Seele haben. Das Leid der sogenannten Nutztiere wird völlig abgespalten und für diese Tiere empfinden diese Menschen kein Mitgefühl. Keine Ahnung, wie diese Leute das schaffen.

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