Denn Tiere sind keine Maschinen

Tiertransporte: Jenseits der Schmerzgrenze

von Admin, am 06.03.2019.
Was man bei dem ganzen Thema Tiertransporte immer im Hinterkopf haben sollte, ist die Tatsache, dass es zwar natürlich immer bessere, aber niemals schöne oder artgerechte Tötungen geben kann. Sollte man sich tatsächlich dabei unwohl fühlen, wie roh diese Tiere behandelt werden und was für einem Elend sie tagelang auf diesen Fahrten ausgesetzt sind, dann sollte man sich dringend nach dem Warum für diese eigene Gefühlsregung fragen. Die liegt nämlich bestimmt daran, dass man diesen Tieren Emotionen und vor allem eine Leidensfähigkeit zuspricht. Wenn es aber für das eigene Gewissen so herzzerreißend ist, diese Wesen unnötig leiden zu sehen, wie kann man dann ihre genauso unnötige Tötung hinnehmen, sobald die Bedingungen marginal verbessert wurden?
 
Das Schlimmste, was man einem Lebewesen antun kann, ist nicht die Quälerei, sondern das Beenden seiner kompletten Existenz. Da gibt es egal bei welcher Methode auch kein „Schön“, „Gut“ oder „Sanft“ für den jeweiligen Todeskandidaten. Prüft diese Aussage ruhig nach, indem ihr euch überlegt, auf welche himmlische Art und Weise ihr selber in diesem Moment gerne umgebracht werden würdet. Wenn es da keine gibt, wieso geht ihr davon aus, dass sie für andere Lebewesen existiert, mit denen ihr gerade noch Mitleid hattet und denen ihr ein breites Emotionsspektrum zugestanden habt? Lasst uns doch einfach mal aufhören, andere umbringen und ausbeuten zu lassen, dann müssen wir uns auch keine Sorgen mehr über ihre Unterbringung und ihren Versand machen.
 

Kategorie: Allgemein

5 Antworten zu “Tiertransporte: Jenseits der Schmerzgrenze”

  1. V. Arken sagt:

    Gelungenes Plädoyer!

  2. Elke Kloos sagt:

    Genau so ist es.

  3. Tine sagt:

    So wahr! :..( Mich ärgert zudem, dass solch Artikel der breiten Masse zugänglich sein sollten, statt hinter der Paywall versteckt.

  4. Antonia sagt:

    Da werde ich mir die Zeit-Ausgabe mal besorgen und den Artikel lesen.
    Ja, das ist weit jenseits der Schmerzgrenze, wie unsere Gesellschaft mit Tieren umgeht! Ich zitiere (sinngemäß) immer gerne Manfred Karremann: „Wenn etwas so schlimm ist, dass man nicht hinkucken kann, warum lässt man das dann zu?“

    Der Verbraucher müsste viel umfangreicher und offensiver informiert werden; (es rollt ja endlich so langsam an); viele wissen z.B. gar nicht, dass sie „nur“ mit Milchkonsum die Tiertransporte auch außerhalb der EU fördern und dass auch Tiere von Bio-Höfen davon betroffen sind.

    Und unterm Strich habt Ihr natürlich völlig Recht, dass das Töten ganz aufhören muss, egal wie „tierfreundlich“ es vonstatten geht!!

    Die Quälereien haben Ausmaße, die ich persönlich genauso schlimm wie das Auslöschen der Existenz finde. Wie können Menschen nur so niedrige Hemmschwellen haben!!?

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