Denn Tiere sind keine Maschinen

Beide streicheln, niemanden essen

von Admin, am 23.03.2019.

Das heutige Video wirft mal wieder die Frage auf, ob es Menschen gibt, die sich das Filmchen anschauen und dabei den Pekinesen Puschek süß finden, bei der Sau Erna aber spontan Appetit bekommen. Gerade auf einer Seite wie hier wird das wohl kaum passieren, und wenn woanders jemand so eine Meinung vertritt, dann ist die ebenfalls auf keinen Fall mehrheitskompatibel.

Wieso ist es dann aber so schwer, diese Einstellung, dass es eben keinen Unterschied macht, ob ein Schwein oder ein Hund für einen Gaumenkitzel gequält wird, überall zu einem Tenor zu machen, in den jeder einstimmt? Kann das wirklich nur an der Anonymität der Tieropfer in der Schlachtindustrie liegen? Zu was macht das einen Menschen, wenn er niemals diesen Tieren selber Schaden zufügen könnte, aber trotzdem tagtäglich ihre millionenfache Quälerei und Tötung in Auftrag gibt?

Da kann man jedem Fleischesser wirklich nur zurufen, dass er sich zusammenreißen und auf sein eigenes Gewissen hören sollte. So schwer kann das doch nicht sein. Gerade nicht in der Gegenwart, in der man von veganen Varianten überschwemmt wird, die hier und da sogar abgelehnt werden, weil sie den Originalgeschmack von Fleisch für manche Gaumen zu gut imitieren. Go vegan – das ist nicht nur ein nerviger Spruch, sondern die Lösung für unglaublich viele Weltprobleme inklusive der Bereitstellung einer lebenswerten Zukunft auf diesem Planeten für unsere eigene Art. Und vor allem die einzige Hoffnung von Milliarden ausgebeuteten Lebewesen in der Schlacht- und Nutztierindustrie.


Kategorie: Allgemein

4 Antworten zu “Beide streicheln, niemanden essen”

  1. V. Aarken sagt:

    Allem, was hier steht, stimme ich zu – gleichzeitig ist meine Erfahrung, dass solche klaren Worte bei den Fleischessern meist auf Widerstand stoßen und zu einem „jetzt erst Recht!“ führen: Druck erzeugt oft Gegendruck. Was also tun, um zu überzeugen? Ich versuche es so, dass ich beharrlich und freundlich daraufhin weise, dass ich kein Fleisch esse, ohne auf die brutalen (Hinter-)Gründe zu verweisen. Und bei Nachfrage so weit wie möglich vermeide, dass das Gegenüber in eine Verteidigungshaltung gerät. Meine Annahme: Nur so kann er/sie später in Ruhe überlegen, ob er/sie es nach macht.
    Was sind Eure Erfahrungen mit (sanfter) Überzeugungsarbeit, vor allem im direkten Verwandten- und Bekannenkreis?

  2. Marita sagt:

    Heißt es nicht, der Mensch ist was er isst? Für viele Menschen ist es kein Widerspruch, Schweine niedlich zu finden und dann ein Schnitzel zu essen. Diese Widersprüchlichkeiten müssen wir ertragen. Verändern kann mensch immer nur sich selber und durch sein verändertes Verhalten andere überzeugen. Wenn es nicht solche Orte wie Butenland gäbe, wäre ich schon an meiner eigenen Einstellung verzweifelt. Es gibt mir Kraft zu sehen, dass hier viele andere Mitinteressierte genauso kämpfen – ohne zu resignieren. Danke mal an ALLE!

  3. F. sagt:

    @Marita,
    so fühle ich das auch. Jedes einzelne Tier, das selbstbestimmt leben darf, gibt mir die Kraft, nicht vollkommen zu verzweifeln.

  4. Antonia sagt:

    Liebe/r V. Aarken, dieselbe Erfahrung habe ich auch gemacht. Es hat den größten Effekt, ein eher ruhiges, dezentes Vorbild zu sein ohne aktiv zu missionieren. Der eine oder andere wird dann wirklich nachdenklich und stellt auch mal eine Frage nach den Hintergründen. Wenn ich gefragt werde, rede ich dann auch Klartext und informiere die Leute.
    Leider gibt’s auch viele, die das alles nur belächeln und sich nicht damit beschäftigen wollen; denen kommt man wohl mit keiner Strategie bei.

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