Denn Tiere sind keine Maschinen

Tor Nummer 8

von Admin, am 08.12.2018.

Auch das Öffnen des 8. Törchens ist eine Gemeinschaftsproduktion, diesmal haben Uschi und Anton das Rennen gemacht. Wieso Anton der beliebteste Partner beim Teilen von Leckereien ist, sieht man auch an diesem Foto. Denn während er der Kamera noch seinen schicken Plüschpullover präsentiert, der ihm gerade wie in jeder Wintersaison wächst, kann Uschi sich schon aus dem Säckchen bedienen.
 
Aber gerade die 10jährige Uschi hat sich diese Leckerei auch so verdient, denn in ihrer Zeit vor Butenland wurde ihr mehr als übel mitgespielt. 5 Jahre musste sie in einem Boxenlaufstall verbringen, freiwillig wollte sie dort nie in den Melkstand gehen. Also griff ihr Bauer zu einer in diesen Kreisen recht verbreiteten Methode: Er drehte der Kuh solange den Schwanz mit Gewalt herum, bis sie gehorchte. Wie in vielen dieser Fälle wurde auch der empfindliche Schwanz von Uschi dadurch gebrochen. Damit nicht genug erlitt sie bei der Geburt ihres letzten Kalbes eine Blasen- und Enddarmlähmung und hat seitdem keine Kontrolle mehr über ihren Schließmuskel. Deshalb müssen wir sie täglich säubern. Uschis sicheren Stand in der großen Herde hat das alles aber nie geschadet, dafür ist das soziale Gefüge von Rindern einfach zu stabil und fortschrittlich.
 
Anton kommt aus einem Mastbetrieb und sollte eigentlich nur wenige Monate alt werden. Zum Glück konnte er auf unseren Hof vermittelt werden und durfte deshalb im letzten November bereits seinen dritten Geburtstag feiern.

Kategorie: Allgemein

5 Antworten zu “Tor Nummer 8”

  1. Christine sagt:

    Was hab‘ ich für ein Glück – schalt‘ das Handy ein + Anton♡ mit Uschi strahlen mich an.
    Uschi, Du wirklich Liebe, hau‘ ordentlich rein beim Adventssäckchen-Leeren – Anton ist da sehr kulant.
    Das wusste ich nicht, dass Kühe da so brutal sogar beim Bauern behandelt werden (stopp, da braucht man nur an Lillja, Greta und so viele weitere, arme, geschundene Tiere denken) – mein Gott, und dann noch die Darm- und Blasenschäden nach der Niederkunft.
    Ihr seid unglaublich engagiert + verdient höchsten Respekt für den täglichen Einsatz + die Hilfe, die Ihr allen Tieren schenkt.
    Auch bei Anton-Plüsch bin ich mehr als happy, dass er auf Butenland geliebt + umsorgt leben kann – kein Vergleich mehr zu vorher.

  2. Stefan sagt:

    Anton mit sehr sicherem Modegeschmack.
    Anhand der zahlreichen Kekskrümel auf dem neuen Pullover, ist auch erkennbar, dass das Weihnachtsgebäck auch sehr geschmackvoll war.

  3. Stefan sagt:

    … das ist ja noch ein vollständiges Drei- Gänge- Menü für Hühner, was sich Tilly da noch alles vom Pullover picken könnte.

  4. Gabriele sagt:

    Nicht nur der armen Uschi wurde so brutal mitgespielt, bei dieser Gewalttat muß ich sofort an Gisela denken. Könnte man diesen grobmotorischen Bauern bloß mal dasselbe antun, damit sie den gleichen Schmerz spüren. Liebe Uschi, wie schön ist es, daß Du nun auf Hof Butenland ein friedliches Leben führen darfst und niemand Dir jemals wieder Leid zufügt. Ich wünsche Dir und Anton viel Freude mit dem Adventsbeutelinhalt.

  5. Ute sagt:

    Was mir jetzt langsam Angst macht bei solchen Schilderungen von Grausamkeiten, die Menschen imstande sind, an Tieren auszuueben, ist meine eigene Reaktion dazu. Mich wundert mittlerweile naemlich sehr wenig an dem Ausmass der Barbarei, die sie irgendwie als „gerechtfertigt“ anzusehen scheinen, um ihre eigenen Ziele zu erreichen. Und meine Befuerchtung ist einfach, dass da ein Grad der „Kaltbluetigkeit“ am Keimen ist?!? Furchtbarer Gedanke!!!

    Wunderschoenes Foto wieder – der schoenste Adventskalender fuer uns, den es nicht zu kaufen gibt! 🙂

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