Denn Tiere sind keine Maschinen

Waisenkinder

von Admin, am 22.11.2018.


Auf dem Bild seht ihr einen sogenannten Saugstopper. Dieser Nasenring wird Kälbern eingesetzt, damit sie nicht mehr ihrem natürlichen Sauginstinkt nachgehen können. Es reicht anscheinend nicht an Grausamkeit, dass Kälber direkt nach der Geburt von ihren Müttern getrennt werden. Wenn diese Waisenkinder dann verlassen unter gleichaltrigen Leidensgenossen auf den Weiden stehen, muss zusätzlich auch noch verhindert werden, dass sie verzweifelt ihrem Instinkt folgen und an fremden Eutern nuckeln. Denn die Zacken des Rings verursachen bei einem Versuch Schmerzen am Euter, so dass das Kalb direkt weggetreten wird.

Und als wäre das nicht sadistisch genug, kann man in Landwirtschaftsforen dann auch noch Unterhaltungen darüber verfolgen, dass die Dinger nicht richtig weh tun. Inklusive Antworten, auf welches Material man für noch stärkere Schmerzen zurückgreifen kann oder wie man die Waffen noch spitzer bekommt. Sogar Ratschläge darüber, dem Tier doch einfach zwei, drei dieser martialischen Folterwerkzeuge in die empfindlichste Körperstelle überhaupt zu rammen, kommen auf.

Zwei Foren weiter wird dann erzählt, wie sehr man seine Tiere liebt und dass Tierrechtler angeblich immer nur die wenigen schwarzen Schafe mit Filmaufnahmen erwischen. Denn auf den „normalen“ Bauernhöfen werden doch nur im Akkord Familien auseinandergerissen, Tiere Jahrzehnte vor ihrer natürlichen Lebenserwartung getötet, weibliche Tiere ihr Leben lang zwangsbefruchtet, die Opfer werden auf Spaltenböden und unter Anbindehaltung gefangen gehalten, und den Waisenkindern werden Nasenringe eingeführt, damit sie ihre Artgenossen verletzen. Ohne dass einer der Verantwortlichen auch nur ansatzweise realisiert, dass jede Form ihrer pervertierten Artgerechtigkeit für die betroffenen Tiere einfach nur die Hölle auf Erden bedeutet.


Kategorie: Allgemein

6 Antworten zu “Waisenkinder”

  1. Ute sagt:

    Der Mensch (als Spezies, nicht als Individuen) scheint wirklich nur gluecklich zu sein, wenn er andere Lebewesen ungluecklich machen kann…

  2. Stefan sagt:

    Äußerst respektlos.
    Auf der Jagd nach mehr Geld, entwickelt der Mensch die schlimmsten Folterinstrumente.
    Wahrscheinlich bekommt der Erfinder noch einen Preis von der Milchmaf…,
    äh Milchindustrie.

  3. Marita sagt:

    Ich wage mir gar nicht vorzustellen, was für ein Aufschrei statt fände, wenn ein genauso niedlicher Hundewelpe so einen Ring in der Nase stecken hätte, wie das Kalb. Wahrscheinlich würden sogar die selben Menschen von grausamer Tierquälerei sprechen. Das ist so widersprüchlich im Wesen der Menschen, dass sie mit der rechten Hand streicheln und mit der linken Hand töten. Was sind wir nur für eine Spezie?

  4. ellen sagt:

    Das Mittelalter kommt einem dagegen harmlos vor – an Perversion nicht zu überbieten – ich frage mich, ob diese Menschen einen Spiegel zuhause haben und diesen eventuell benutzen, das eigene Spiegelbild müßte ein Grauen hervorrufen. Diese armen, geplagten Kälber – mir fehlen die Worte und Wut steigt in mir hoch, wann wird sich endlich etwas ändern??????????????

  5. Christine sagt:

    Das ist so grausam – hoffentlich setzt sich das Clean Meat bald durch, damit endlich Frieden herrscht. Jedes Lebewesen schätzt sein Leben genau wie wir unseres.

  6. Gabriele sagt:

    Ich denke immer, nun kenne ich all die Grausamkeiten und bin wieder malaufs äußerste schockiert und sprachlos. Das einzige, was mir dazu einfällt sind zwei Worte: Bestie Mensch! Wie können all die „Menschen“, die an diesen unvorstellbaren Verbrechen an Wehrlosen nachts bloß ruhig schlafen?

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