Denn Tiere sind keine Maschinen

Mehr Verbote, bitte

von Admin, am 12.11.2018.

„… Es ist kein Geheimwissen, dass die Produktion eines Kilos Kartoffeln 100 Liter Wasser verbraucht, jene eines Kilos Rindfleisch dagegen 15.000. Trotzdem isst der Durchschnittsdeutsche jährlich immer noch knapp 60 Kilo Fleisch, weil es halt da ist und außerdem gut schmeckt…. Es reicht also nicht, bei Umweltthemen auf die Mitmachbereitschaft des Individuums zu setzen, dafür ist die Lage längst zu dramatisch, siehe Earth Overshoot Day. Wenn der Einzelne einen Missstand nicht zu beheben vermag, ist die Gesellschaft als Ganzes gefragt, also auch die Politik. Und wenn deren Appelle an den guten Willen nichts bringen, sind Verbote angebracht. Bei aller Liebe zur Wahlfreiheit: Es gibt kein Menschenrecht auf täglichen Fleischverzehr, Autofahren in der Innenstadt oder Plastiktrinkhalme……“
https://www.zeit.de/2018/45/konsumverhalten-plastikverbot-eu-beschluss-umwelt-befreiung?fbclid=IwAR0YVe-UUX5pz0Jn2FhzTFtNVPSvHVhuLlM9ggoWiLK7JraEbgwKDb5GS_w


Kategorie: Allgemein

9 Antworten zu “Mehr Verbote, bitte”

  1. Melanie sagt:

    Das ist das, was ich schon seit Jahren sage: Freiwillig macht (fast) niemand etwas, es müssen Verbote her, zum Wohle des Ganzen, da müssen persönliche Animositäten einfach zurückstehen.
    Natürlich kommen da wieder die Aufschreie über Bevormundung, aber die Sache ist zu wichtig als dass jeder seinen Senf dazugeben könnte und wieder auf sein gottgebenes Recht pocht. Viele können auch einfach die Konsequenzen ihres eigenen Handelns nicht erkennen, Verbote würden den richtigen Weg zeigen.

  2. Christine sagt:

    Wenns anders nicht funktioniert, dann soll es über Verbote sein.
    Und es funktioniert nicht – da kannst Du Dir den Mund fusselig reden, wie Tiere malträtiert werden in der Massentierhaltung, im Schlachthof, wie Tiermütter leiden, wenn ihnen ihr Kleines entrissen wird, wie elend junge, männliche Kälber in der Mast gehalten werden oder gleich gekillt werden, wie schlimm und alptraumhaft eine werdene Schweinemutter im Kastenstand dahinvegetieren muss …
    Veganes Bekochen kommt gut, doch irgendwann erfährt man dann wieder was von Nudeln mit Fleischsoße … würg – ich kanns nicht mehr hören.
    Wie lang unsere Politiker da wohl wieder für einen Beschluss brauchen? Wie super ums ‚Tierwohl‘ bestellt ist, sieht man ja – und ich glaub nicht, daß gegen die Fleischlobby gearbeitet wird. Tiere haben bei uns ja null Rechte – Geldbringendes ist ja viel wichtiger …

  3. Sigrid sagt:

    Zu diesem großen Thema könnte man lang ausholen…Ja, leider denkt mensch in seinem Konsumverhalten meist nur im kleinen privat abgesteckten Rahmen, statt, wie es die Zeiten erfordern, kollektiv und länderübergreifend. Solange die meisten es als ihr Recht betrachten, den Planeten weiter zu vermüllen, zu verpesten und überzukonsumieren ohne den Schaden und das Leid für viele existentiell an der „Wertschöpfungskette“ Beteiligte mit zu berücksichtigen, sehe ich außer der freiwilligen Selbstverpflichtung auch nur das in die Pflicht-nehmen (auch wenn diese Option momentan ziemlich aussichtslos erscheint). Schade. Denn jeder kann ohne weiteres jetzt anfangen, seinen Teil zur Verbesserung der Lebensbedingungen für die Mitwelt und des (auch sozialen) Klimas beizutragen, angefangen beim bewußt gewählten Konsum und freiwilligem Verzicht. Zusammen mit anderen Motivierten kann das sogar wirklich Spaß machen und man gewinnt soviel Neues dabei.

  4. Stefan sagt:

    Schlagzeile in einer deutschen Tageszeitung, im Jahre 2050:
    „Mikroplastik in Muttermilch nachgewiesen!“
    Utopie? Oder weiß heute schon jemand welche Qualität solche zukünftigen Aussagen haben werden?
    Es werden Dinge auf uns zukommen, die sich jetzt noch niemand vorstellen kann oder mag.

    Die Notbremse ist anscheinend außer Betrieb.

  5. Dagmar S sagt:

    Nun mal keine Panik! Das unsere Politiker auch schnell und zum Wohle aller regieren können haben sie ja schon hinreichend bewiesen: Siehe Kampfhundverordnung, Harz IV … und ja, die Kriminalisierung der Tierschützer die Tierquälereinen aufdecken wird auch kommen…..

    OK, wir sind verloren…..

  6. ines sagt:

    Die Menschen sind eine Fehlentwicklung und werden deshalb untergehen. Ob sie es nun durch die Zerstörung der Natur schaffen und deshalb nicht mehr existieren können oder ob sie sich vorher gegenseitig die Köpfe einschlagen – ich glaube nicht daran, dass diese Spezies eine Zukunft hat. Man sieht ja auch, wie die Natur schon jetzt die Menschheit bekämpft mit resistenten Keimen, Umweltkatastrophen … Sorry, es gibt natürlich Ausnahmen, aber das ist leider eine verschwindende Minderheit, auch wenn es für mich ein kleiner Trost ist, dass es diese Menschen gibt.

  7. margitta sagt:

    eigentlich habe ich keine lust mehr, auf diese anklagen und schuldzuweisungen zu reagieren.
    ich mache es trotzdem.wir sitzen doch alle im selben boot,als ich meine tochter 1980 geboren habe, stand an der stationstür ein bild von der menge menschen, die von weizen ernährt werden können und vergleichsweise, was rinder beanspruchen.
    das hatte für mich konsequenzen. mir wäre es viel lieber, wenn ihr von euch sprechen würdet als sich auf andere zu beziehen.Z.B.:
    Der Mensch, unsere Politiker

  8. Ute sagt:

    Ich bin froh und dankbar, dass Butenland Probleme und Geschehnisse, die vor den Toren des Hofs stattfinden und die uns ja alle betreffen, bespricht. Und diese Beitraege werden ja auch (von Butenlands Facebookseite aus) weiter verbreitet und vermehrt an die Oeffentlichkeit gebracht. Und tragen so zur Aufklaerung des „Otto Normalverbrauchers“ bei.
    Und sollte Butenland sich nur auf die schoene Welt innerhalb seiner Grenzen konzentrieren – wie schnell wuerden Vorwuerfe der Nabelschau laut?

  9. Gabriele sagt:

    Ich selbst bin auch nicht frei von Schuld, vor dreißig Jahre habe ich auch noch Tiere gegessen, ich verbrauche Resorcen, produziere Müll und CO2, kaufe auch Dinge, die nicht unbedingt lebensnotwendig sind, verbrauche Plastik, kaufe auch nicht immer nur Bio usw., was mich aber bei allem am meisten schockiert ist, wie wenig Respekt der Mensch vor dem Leben an sich hat. Er quält und bringt nicht nur die anderen Arten um, raubt ihnen die Freiheit und den Lebensraum sondern, ist auch noch gegen seine eigene Spezies so roh, herzlos und brutal und ich habe große Angst, daß alles noch viel schimmer wird, wenn die Überbevölkerung immer mehr zunimmt.

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