Denn Tiere sind keine Maschinen

Das Gebiss der Rinder

von Admin, am 28.08.2018.

Der Zahnwechsel bei Rindern ist erst im Alter von 5 Jahren abgeschlossen. Sie kommen mit 2 Schneidezähnen und 12 Vorbackenzähnen auf die Welt, das Milchgebiss ist anders als beim zeitlich etwas trantütigen Menschen bereits nach 4 Wochen komplett am Start. Das umfasst dann 8 Schneidezähne im Unterkiefer, und je drei Backenzähne im Ober- und Unterkiefer an jeder Seite, also 6 in jedem Kiefer und 12 im gesamten Gebiss. In der oberen Beißleiste haben Rinder übrigens keine Schneidezähne, sondern eine bis zu den Backenzähnen reichende Dentalplatte, die aus verhornter Schleimhaut besteht. Mit sechs bis acht Monaten bricht der vierte Hinterbackenzahn durch, nach spätestens 18 Monaten der fünfte, wieder jeweils an allen vier Seiten.
 
Dann beginnt der eigentliche Zahnwechsel, und das mittlere Schneidezahnpaar wird ausgetauscht, mit zweieinhalb Jahren die inneren Mittelzähne in direkter Nachbarschaft. Zwischendurch und nach höchstens 3 Jahren kämpft sich auch der sechste Backenzahn in die Mundhöhle, im gleichen Zeitraum sind die inneren Ersatzmittelzähne ausgewachsen und die äußeren Mittelzähne kommen an der Reihe. Die sind spätestens nach 3 1/2 Jahren gewechselt und ein halbes Jahr später ausgewachsen. Dann verabschieden sich endlich auch die äußersten Milchzähne, diese Eckpfeiler des Gebisses sind nach ungefähr 5 Jahren in voller Größe zu bestaunen.
 
Erst jetzt ist das bleibende Gebiss vollständig, da alle Milchbackenzähne gewechselt sind, und umfasst 32 Zähne, 24 Backen- und 8 Schneidezähne. Und das alles ohne Bohren, aber dafür dürfen sich auch tapfere Rinder beim Zahnarzt nichts aus der Spielzeugkiste aussuchen.

Kategorie: Allgemein

11 Antworten zu “Das Gebiss der Rinder”

  1. Christine sagt:

    Ihr seid ja total lieb!!!
    Alex♡ (mein miauender Patient) schickt an Tine + Julian, Ute, Ines, Admin Jens + allen Butenländern, Dagmar mit Katerchen Egon, der auch alle guten Wünsche von uns braucht + Rosemarie ein enorm dickes DANKE.
    Der Lungenkrebs ist leider nicht wegzuzaubern, das zeigen die Röntgenbilder recht klar, doch die Kortison- + Entzündungsspritzen samt homöopathischem Saft schlagen an + es geht ihm doch wieder etwas besser, was mich sooo happy macht. Ist zwar alles auf Zeit, wir genießen diese umso intensiver miteinander. Mich freut, dass im Butenländer Tagebuch so viele liebevolle + empathische Menschen unterwegs sind!
    Fiete♡ zeigt zum informativen Text gleich noch seine schönen Beisserchen.

  2. margitta sagt:

    was sind denn trantütige menschen?

  3. margitta sagt:

    das hört sich ja wunderbar an,habe nicht gewusst, dass sich kortison und endzündungsspritzen mit homöopathischen mitteln vertragen

  4. Antonia sagt:

    Liebe Margitta,
    trantütig sagt man bei uns auch; heißt sowas wie trottelig, etwas lahm und hintendran; eben nicht die Hellsten und Schnellsten;-)

    Ooooh, Fietes Zähnchen. Faszinierend. Der Abend ist gerettet:-))

  5. Christine sagt:

    Korrektur – da war ich zu schnell beim Schreiben – Anti-Entzündungsspritze = antiphlogistische Behandlung.
    Egal – Hauptsache es wirkt!

  6. Sigrid sagt:

    Liebe Christine und Dagmar, alles Gute für die Kater Alex und Egon, ich drücke die Daumen, daß die Behandlung anschlägt und beide schmerzfrei sind. Bei euch beiden sind sie auf jeden Fall in den besten Händen und werden geliebt, das ist die beste Medizin.♡

    Ich drücke auch weiterhin die Daumen, daß Lady Welle täglich kräftiger und gesünder wird und der Pansen wieder gut arbeitet.

  7. Ute sagt:

    Nicht aufgeben, Christine und Dagmar!! Werde nie vergessen, dass einer meiner Kater weitere vierzehn unglaublich schoene Monate nach seinem schon gesetzten Termin fuer eine Euthanasie gelebt hat. Wie das englische Sprichwort sagt: Wo Leben ist, ist auch Hoffnung.

  8. margitta sagt:

    Liebe Antonia, danke für die info.
    dann gehöre ich wohl auch dazu

  9. Christine sagt:

    Danke Sigrid + Ute für Eure aufbauenden Worte, die geholfen haben! Der TA hat Alex♡ heut‘ sehr gelobt, weil er so ein Kämpfer mit vollem Lebenswillen ist – er ist genauso tapfer wie Lady Welle♡ + Samuell♡!

  10. Ute sagt:

    Christine – ich weiss, dass man Tiere , auch die der selben Spezies, nicht vergleichen sollte, aber als ich meinen Kater, Krampus, statt ihn einschlaefern zu lassen, doch gegen alle Vernunft wieder mit nachhause nahm, um ihm vielleicht doch noch eine eigentlich nicht vorhandene Chance zu geben – ich schwoere, Krampus entwickelte eine tiefere Lebensfreude! Trotz der Unfaehigkeit, zu essen (musste ihm das puerierte Essen fuer die naechsten vierzehn Monate per Spritze fuettern), er hat die ihm verbliebene Zeit genossen, wie er das all die Jahre zuvor nicht tat. Kurz – er lernte sein Leben ganz bewusst und erschoepfender zu schaetzen. Das kann hoffentlich auch der Fall fuer Alex und Egon sein – einfach fuer sie und mit ihnen kaempfen!
    Ich – und bestimmt alle hier – denke/n an Euch, Christine und Dagmar, und wuensche/n Alex und Egon noch eine freud- und genussvolle Zeit!

  11. Christine sagt:

    Ute – danke!

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