Denn Tiere sind keine Maschinen

Der Tag der Milch

von Admin, am 01.06.2018.
 
Heute wird wie jedes Jahr der Tag der Milch gefeiert, und wie jedes Jahr wollen wir nicht die unangebrachten Lobhudeleien der Milchindustrie unkommentiert stehen lassen, sondern auf unsere realistische Sicht der Dinge aufmerksam machen. Denn es gibt nicht einen Punkt, der tatsächlich Anlass wäre, es abzufeiern, dass ein erwachsener Mensch artfremde Muttermilch zu sich nimmt.
 
Eigentlich dürfte der Tag der Milch nichts anderes sein als der Muttertag. Denn egal ob Kuh, Ziege, Katze, Mensch oder ein beliebiges anderes Säugetier, sie alle geben ihren Kinder Muttermilch, wenn sie Nachwuchs bekommen haben. Und nur für diese Kinder ist die Milch von der Natur bestimmt. Es ist unglaublich, was für eine tierquälerische Industrie der Mensch um diese Muttermilch herum aufgebaut hat.
 
Da werden Zuchtbullen gehalten, die ihr Sperma in eine Gummivagina spritzen müssen, damit es versandfertig gemacht werden kann, um es rund um die Welt zu verschicken. Mit diesem Sperma werden Kühe im Akkord zwangsbefruchtet. Um Spitzenkühe zu schonen, werden ihnen sogar nach der Befruchtung die Embryonen aus der Gebärmutter gespült, um sie anderen Rindern einzupflanzen, nur damit die Kuh mit den erwünschten Genen noch mehr Nachwuchs in die Welt setzen kann und keinen Geburtsstress hat. Kühe in der Milchindustrie sind ihr Leben lang dauerschwanger, nur unterbrochen von jährlichen Trockenstehphasen, die lediglich in Wochen berechnet werden. Stolz präsentieren Bauern ihre Zuchtbullen sogar in Fernsehsendungen, weil sie Kinder in fünfstelliger Höhe erzeugt haben, nach dem Werbebreak wird die normale Milchkuh vorgestellt, die fast so viele Kinder wie Lebensjahre aufweisen kann bzw. muss.
 
Kinder, die ihr nach jeder Geburt zum größten Teil direkt entrissen werden, ohne dass der Nachwuchs einmal beleckt oder auch nur beschnuppert werden durfte. Die Alternative sind Tierquälereien, bei denen die Familie im gleichen Stall in Anbindehaltung steht, ohne sich auch nur einmal berühren zu dürfen. Oder in denen der Bauer das Kind bei der Mutter lässt, weil es so artgerechter aufwächst und das Fleisch noch viel zarter ist, wenn man die Familie erst nach ein paar Monaten auseinandereißt und den Nachwuchs per Bolzenschussgerät an einem künstlichen Schlaganfall verrecken lässt.
 
Und das alles für Muttermilch, die dem Menschen mehr schadet als hilft. Tierische Muttermilch beschleunigt das Körperwachstum, einfach weil ein Kalb anders als der Mensch schnell an Masse zulegen muss. Trotzdem wundern sich Millionen Eltern, warum ihr Kind pro Jahr zwei Kleidergrößen zulegt, obwohl sie es doch nur mit diesem Wachstumsbeschleuniger regelrecht mästen. Dazu sind Teile der Menschheit laktoseintolerant, allein in Deutschland spricht man von 15 % der Bevölkerung. Auch diese Erkenntnis führt nicht etwa zu einem Verzicht, das ist ein Boom für die Pharmaindustrie, die mit Sodbrennen-Blockern und anderen unnötigen Hilfsmitteln diese Verdauungsstörung beseitigt, solange man die Medizin regelmäßig schluckt. Inzwischen ist auch bewiesen, dass der traditionelle gute Ruf als Kalzium-Quelle unhaltbar ist, weil so etwas erstens nur in Verbindung mit Vitamin D die Knochen stärkt und der moderne Mensch gar nicht mehr oft genug an der Sonne ist, um die ideale Kombination zu erreichen, und weil zweitens sogar immer mehr Studien aufkommen, die einem erhöhten Milchkonsum unterstellen, sogar das Risiko von Osteoporose und Knochenbrüche zu steigern.
 
Und das alles für ein Produkt, für das es mittlerweile unzählige Alternativen gibt. Egal ob Mandel-, Kokos-, Dinkel-, Haselnuss-, Hafermilch oder eine andere Variante, mittlerweile muss niemand mehr auf die ebenfalls umstrittene Sojamilch zurückgreifen und kann trotzdem jede Tierquälerei und jedes Gesundheitsrisiko ausschliessen. Uns ist es absolut schleierhaft, warum trotzdem noch so viele Menschen bei dem russischen Roulette namens Tiermilch begeistert mitmachen. Hagen Rether hat aber eine sehr gute Theorie, warum sich dieses System noch so gut rechnet, deshalb hängen wir das Youtube-Video mit seinen Überlegungen noch hier dran: https://www.youtube.com/watch?v=iiDCNdsU4vI


Kategorie: Allgemein

Eine Antwort zu “Der Tag der Milch”

  1. Wo aus Wu sagt:

    Kuhles Video! Spricht mir voll aus der Seele!
    Aber um den Planeten selbst müssen wir uns nun wirklich keine Sorge machen: Der hat seine Masse, seinen Drehimpuls und seine Bahn um die Sonne. Und solange die sich nicht zum Roten Riesen erhebt kann es ihm egal sein, ob er eine Atmosphäre aus 78% N2 und 21% O2 hat, oder eine aus CO2 und Schwefelsäure. Oder ob auf seiner Oberfläche Menschen und andere Säugetiere, Lurche, oder nur noch staatenbildende Insekten und Küchenschaben herumlaufen. Auf letztere setze ich all meine Hoffnung. Die können echt was ab!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.