Denn Tiere sind keine Maschinen

Wir schenken euch eine kleine Nacht-Quakofonie

von Admin, am 15.05.2018.


Wir haben euch schon unsere Krähen vorgestellt, die jedes Frühjahr auf Butenland brüten. Auch die Stockenten, die hier jährlich vorbeischauen, wurden schon in den Fokus gerückt. Die Hasen, die sich im Hofumland häuslich eingerichtet haben, sind auch schon öfter durch unsere Videos gehuscht. Deshalb wollen wir euch heute die vierte Gruppe unserer tierischen Gäste vorstellen, die hier regelmäßig Quartier beziehen und so zufrieden sind, dass sie gerne wiederkommen: Die Frösche.

Von diesen Tieren wimmelt es geradezu in den Wasserwegen um Butenland herum, deshalb wollten wir euch auf keinen Fall das Konzert vorenthalten, das hier jeden Abend stattfindet, leider nur als Audiospur, die Künstler sind etwas kamerascheu.

Frösche zählen mit den Kröten und Lurchen zu den Froschlurchen. Diese wiederum bilden mit den Schwanz- und den Schleichenlurchen die Gruppe der Amphibien. Die ersten Vorfahren dieser Tiere waren Knochenfische, die schon vor 400 Millionen Jahren lebten, auch wenn sie damals wahrscheinlich noch keine so begabten Musikgenies waren wie ihre modernen Vertreter.

Dass Frösche sich in ihrer Entwicklung die unterschiedlichsten Lebensräume erobern konnten, haben sie vor allem ihrer Haut zu verdanken. Dieses Organ ist bei Kermits Verwandten ein wahres Wunderwerkzeug und dient je nach Art zur Tarnung, bei der Fähigkeiten zutage treten, bei denen jedes Chamäleon vor Neid erblasst, zur Abschreckung, bei der sich die Frösche auf ihren Rücken werfen und mit ihrer Unterseite den Feinden signalisieren, dass sie schwer verdaulich bis giftig sind, als Sonnencreme, da sie bei tropischen Fröschen ein fettiges Sekret zum Sonnenschutz produziert, und nicht zuletzt als Kampfmittel, bei dem Drüsen ein giftiges Sekret absondern, das sogar Hunden gefährlich werden kann.

Frösche finet man nicht nur auf Butenland, sie bevölkern die ganze Welt außer den Polarregionen und den Wüsten. Dabei haben diese Tiere je nach Standort interessante Überlebensstrategien entwickelt. Es gibt Arten, die sich bei Trockenheit eingraben und so auf Regen warten, wieder andere haben eine Resistenz gegen Temperaturen bis zu 50 Grad entwickelt, indem sie ihre Körperoberfläche durch Einzug ihrer Extremitäten extrem verringern. Zusätzlich ändern sie ihre Körperfarbe auf weiß, um so Hitze besser zu reflektieren. Es gibt Arten, für die ein Wasserverlust bis zu 50 % kein Problem darstellt, was gerade für Amphibien ungeheuerlich ist und eigentlich für „Das Supertalent“ auf RTL reichen sollte.

Trotzdem hat es der Mensch natürlich geschafft, dass wir heutzutage mit einem globalen Froschsterben konfrontiert sind. Um so schöner, dass wir regelmäßig jede Menge dieser Überlebenskünstler auf Butenland begrüßen können und ihren Liedern und Erzählungen allabendlich lauschen dürfen.


Kategorie: Allgemein

5 Antworten zu “Wir schenken euch eine kleine Nacht-Quakofonie”

  1. Ellen sagt:

    Schön, dass bei Euch das Leben, lebt. Angenehmes Konzert!

  2. Ute sagt:

    Dazu gibt es doch eigentlich nur einen Kommentar:“QUAAAAK“! 🙂

  3. Dagmar S. sagt:

    Treffen sich zwei Planeten. Sagt der eine: „Oh, Du siehst aber schlecht aus!“
    „Mir geht es gar nicht gut!“ „Was hast Du denn?“ „Mensch!!!“
    Sorry, ist mir so spontan durch den Kopf gegangen…

  4. Sigrid sagt:

    Vielen Dank für dieses traumhaft schöne Konzert. Ihr seid zu beneiden, mit dieser bezaubernden Nachtmusik in den Schlaf begleitet zu werden! 🙂

  5. Gabriele sagt:

    Wie herrlich, bei Euch quarkt noch das Leben. In der Stadt wird es immer stiller, totenstill. Alles stirbt aus, weil der Mensch zuviel Raum einnimmt. Bei Euch ist noch Platz für das Leben und dank Eures Engagement schenkt Ihr vielen Tieren ein würdevolles Leben zurück.

    @Dagmar: Sorry, der Witz geht dann noch weiter: Nachdem der, dem es schlecht geht, sagt er hat Mensch, sagt der andere Planet: Ach, mach dir keine Sorgen, dass geht wieder vorbei.

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