Denn Tiere sind keine Maschinen

Duckipedia

von Admin, am 11.05.2018.


Enten sind absolute Wassertiere. Sie schwimmen und tauchen für ihr Leben gerne, brauchen das kühle Nass für ihre Gefiederpflege, finden dort ihr Futter und schlafen auf freier Wildbahn sogar auf Gewässern.

In der heutigen Massentierhaltung leben schätzungsweise fast 3 Millionen Enten. Dort leben diese Tiere in geschlossenen Ställen, die Gruppengröße geht bis zu 15.000 Lebewesen. Rostböden aus Plastik, Holz oder Draht sind die Regel, selten wird auf Einstreu zurückgegriffen. Unnötig zu erwähnen, dass den Tieren ein Zugang zu größeren Gewässern verwehrt bleibt, obwohl das zu ihren elementaren Grundbedürfnissen gehört.

Enten regulieren ihre Körpertemperatur über das Wasser, deshalb sind sie in der Mast ohne Zugang zu diesem Bedürfnis oft einer Überhitzung ausgesetzt. Da in den Ställen kaum ein Luftaustausch vorhanden ist, kommt es zu einem feuchten Klima, das die Entstehung von Schadgasen wie Ammoniak begünstigt.

Immer wieder wird in den Ställen Kannibalismus beobachtet. Auch andere Verhaltensstörungen wie das sogenannte Gründeln in der Einstreu, das die Nasenlöcher verstopft, ist an der Tagesordnung. Als Gegenmaßnahme wird den Tieren die Schnabelspitze amputiert, ein Körperorgan, das durchblutet und mit Tastrezeptoren ausgestattet ist.

Weitere auftretenden Verletzungen in dieser gängigen Haupthaltungsform sind schmerzhafte Wucherungen an Zehen und Ballen durch die Gitterböden, eine Störung der Knochendichte, sogenannte Brustblasen, die entstehen, wenn sich Lymphflüssigkeit ansammelt, Herz-Kreislauf-Probleme und Atemschwäche durch von Kot oder dem Gründeln verklebten Nasenlöchern.

Wenn die Tiere ihre Schlachtgewicht erreicht haben, ist es üblich, sie bis zu 24 Stunden hungern zu lassen, damit sie auf dem Transport nicht so viel koten. Natürlich dehydrieren diese Wassertiere dadurch vollständig. Im Schlachthof angekommen werden sie durch eine elektrische Einleitung betäubt, dafür werden sie an den Füßen aufgehängt. Die Betäubung wirkt dabei erst nach Minuten, eine Zeit, in der das absurd erhöhte Körpergewicht nach unten drückt. Oft kommt es zu Fehlbetäubungen, so dass die Opfer ihren Kehlenschnitt bei vollem Bewusstsein erleben.


Kategorie: Allgemein

4 Antworten zu “Duckipedia”

  1. Ute sagt:

    Karin – WAS FUER EIN BILD!!! Hundert Mal: danke!!
    Aber, wie gestern auch, der Text ist grauenhaft, weil wahr.

  2. Marita sagt:

    Wenn ein Bild passend zu den Lebensbedürfnissen einer Spezie ist, dann ist es dieses grandiose Foto. Dazu kann mensch nur gratulieren, auch wenn der Text traurig stimmt. Wir können immer nur sagen, der Weg noch sehr weit bis alle glücklich sind.

  3. Ellen sagt:

    Das Bild ist zauberhaft und zeigt, wie die Tiere das Element „Wasser“ lieben und brauchen. Die Haltung dieser Lebewesen unter diesen unwürdigen Bedingungen gehört zu verbieten. Das steht außer jeglicher Diskussion. Wo sind die Politiker, Tierärzte und der Mensch. Wenn ich die „Beschreibungen“ des Tötens und Mordens lese, frage ich mich, ob das Mittelalter vor der Tür steht. Bei unserer so digitalen Welt, in der doch alles nachvollziehbar ist, müßte doch sämtliche Verantwortlichen ihres Postens enthoben werden. Wie kann so etwas überhaupt möglich sein………..viele Fragen und nur wenig Antworten. Überhaupt sind ja Politiker bei Nachfragen der Bevölkerung sehr kreativ im Verleugnen, sobald die Wahlen vorüber sind.

  4. Christine sagt:

    Das Wasser spritzt wie hundert Diamanten um die bildschöne, glückliche Ente – ganz ganz toller Schnappschuß!
    Meine Güte – da kommt einem ja das Grauen, wenn man liest, wie Menschen Tiere behandeln.
    Das MUSS sich ändern!

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