Denn Tiere sind keine Maschinen

Willkommen im Behörden-Dschungel

von Admin, am 07.03.2018.

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen zahlt jährlich Agrarsubventionen an milliardenschwere Rüstungskonzerne. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/foerderung-aus-bruessel-panzerhersteller-kassiert-agrarsubventionen-der-eu-a-691365.html
Hof Butenland werden dagegen die Agrarsubventionen von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gestrichen, weil Rinder ohne Ohrmarken nicht geschlachtet werden dürfen, auch wenn eine solche Tötung lt. Stiftungssatzung nicht möglich ist. Kann ein Rind nicht identifiziert werden, kann es lt. Behörde getötet werden, weil es so nicht in den Handel gelangen kann. So sagt es das System. Ein Rind ohne Ohrmarken, das keinen Zweck erfüllt, gibt es nicht. Diese Auskunft war das Ergebnis der heutigen 2. Kontrolle der Landwirtschaftskammer im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums.


Kategorie: Allgemein

19 Antworten zu “Willkommen im Behörden-Dschungel”

  1. Ellen sagt:

    Es wundert mich in diesem Land gar nichts mehr – die Großbauern in Niedersachsen – gut mit den politischen Kräften des Landes verknüpft und verbandelt, kommen selbstverständlich in den Genuß von Subventionen, ein Umdenken im System, auch im Hinblick auf die enorm erhöhten Nitratwerte im Bundesland Niedersachsen, erscheint fernab der Realität. Was heißt das konkret für Butenland?

  2. Ute sagt:

    „Kann ein Rind nicht identifiziert werden, kann es laut Behoerde getoetet werden, weil es so nicht in den Handel gelangen kann.“ Ich verstehe die Worte, ich verstehe nur den Sinn nicht. Ein Tier auf einem Lebenshof, das nicht zum Lebensmittel bestimmt ist, darf „vorsichtshalber“ getoetet werden, damit es nicht in die Lebensmittelkette geraet? Mein Hirn kann diese absurde Logik nicht nachvollziehen. Aber Angst hab ich jetzt, was diese verdrehte Denkweise fuer Butenland und andere Lebenshoefe bedeutet, denn ich interpretiere hier ganz einfach die behoerdliche Stellungsnahme hinein: Wenn der Mensch ein Tier nicht ausbeuten darf, hat dieses Tier keinen Anspruch auf ein Leben.

  3. Wo aus Wu sagt:

    Die Quintessenz ist also: Ohrmarke = Lebensversicherung auf einem Lebenshof.
    Ich hoffe, ihr seid juristisch gut aufgestellt, nur so für alle Fälle. Und die „markenlosen“ Rinder sind jetzt hoffentlich nicht in akuter Gefahr. Dass man bei Tieren, die – ich drücke das mal bewusst emotionslos aus – der „Lebensmittelkette zugeführt“ werden, die Herkunft rückverfolgbar sein muss ist verständlich. Nur bei Tieren, bei denen diese „Fleischwerdung“ schon von vornherein ausgeschlossen ist, macht das keinen Sinn. Offenbar gibt es aber für solche Fälle keine anwendbare Regelung. Und dann hält man sich an das, was es gibt, obwohl es nicht passt.
    Ich kenne solche Nummern in anderen Zusammenhängen. Da war es aber immer möglich, mit den zuständigen Stellen zu einer vernünftigen Lösung zu kommen. Voraussetzung ist, man gerät an jemanden, der nicht weltfremd und einem auch nicht böse gesonnen ist. In eurem Falle drängt sich mir aber der Eindruck auf (z.B. Häufigkeit der Kontrollen), dass ihr euch mit eurer Arbeit nicht überall Freunde macht. Kann es sein, dass man das Haar in der Suppe sucht und euch zeigen möchte wo der Hammer hängt? Mir fallen jetzt jede Menge Profiteure ein …

  4. Ute sagt:

    Wenn es zum Allerschlimmsten kaeme – wuerden die Aemter sich vielleicht mit Micro-Chips zufrieden geben?
    Und etwas anderes faellt mir gerade auf: Wenn nur Rinder mit Ohrmarken geschlachtet werden duerfen, loest sich das Problem nicht von ganz alleine, wenn man allen nicht zum Essen bestimmten Rindern halt die Marken erlaesst? Oder ist das zu einfach im Rahmen der Buerokratie?

  5. Marita sagt:

    Was heißt das für die Tiere ohne Ohrmarken? Können wir, die Fans von Butenland, irgend etwas tun? Was bedeutet die Aussage denn finanziell für euch? Bitte haltet dieses Problem nicht unter der Decke. Besagt die Verordnung möglicherweise, dass einige eurer Tiere nun abgeholt und geschlachtet werden? Ich mache mir große Sorgen. Bitte haltet uns auf dem Laufenden……

  6. Admin Admin sagt:

    Keine Angst, auf Butenland wird niemand abgeholt oder geschlachtet. Das mit der Identifizierung ist genau so gemeint, getötet wird da nur, wenn jemand fragt und keiner das Rind kennt oder eben identifizieren kann. Wird auf Butenland nie vorkommen. Ärgerlich ist nur, dass heute sämtliche Subventionen gestrichen wurden. Und möglicherweise gibt es ab jetzt bei den Besuchen auch Strafgelder.

  7. Susanne sagt:

    „Ein Rind ohne Ohrmarken, das keinen Zweck erfüllt, gibt es nicht. Diese Auskunft war das Ergebnis der heutigen 2. Kontrolle der Landwirtschaftskammer im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums.“
    Schon irre. das System steckt voller Angst, einmal mehr!! Wir wäre es damut, dass Tiere ohne Ohrmarke nicht geschlachtet werden dürfen und das man sie stattdessen auf einen Lebenshof gibt/geben muss!! Wovor haben die denn Angst; in ihren schlachthäusern darf kein Tier ohne Ohrmarke getötet werden…Punkt! Wo ist das Problem. es muss doch möglich sein, freie Rinder zu halten, die nicht mit diesen hässlichen Plastikmarken versehen sind und dadurch doch erst recht in der gefajhr sind geschlachtet werden zu können!! Irre alles. Okay, es ist ggf. verständlich, wenn ihr nicht nach derren Regeln Tierwirteschaft betreibt, dass es dann dafür auch kein Geld gibt, oder? ich weiß aber nix über Agrarsubventionen und wofür die sind, das ist nur mal (m)ein Gedanke dazu. Schlimm, was wir mit den kühen machen, dass wir sie offenbar nicht (mehr) zu unserem privaten Vergnügen halten dürfen. Die Ohrmarken havben noch mit BSE zu tun, oder? Naja egal, in jedem Fall ist Angst hier ein großes Thema. Wo kämen wir denn da hinn, wenn wir freie Tiere und freie Menschen hätten!!

  8. ines sagt:

    „sämtliche Subventionen“ – was heißt das in Zahlen? Gestrichen, weil ihr nicht schlachtet? Und weshalb Strafen? Wegen fehlender Ohrmarken? – Mein Gott, ist das bescheuert!!!

  9. Susanne sagt:

    Sorry für die vielen Schreibfehler, ich gelobe mal Besserung!

  10. Susanne sagt:

    „Ein Rind ohne Ohrmarken, das keinen Zweck erfüllt, gibt es nicht. Diese Auskunft war das Ergebnis der heutigen 2. Kontrolle der Landwirtschaftskammer im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums.“
    Schon irre. Das System steckt voller Angst, einmal mehr!! Wir wäre es damit, dass Tiere ohne Ohrmarke nicht geschlachtet werden dürfen und das man sie stattdessen auf einen Lebenshof gibt/geben muss!! Wovor haben die denn Angst; in ihren Schlachthäusern darf kein Tier ohne Ohrmarke getötet werden…Punkt! Wo ist das Problem? Es muss doch möglich sein, freie Rinder zu halten, die nicht mit diesen hässlichen Plastikmarken versehen sind und dadurch doch erst recht in der Gefahr sind geschlachtet werden zu können!! Irre alles. Okay, es ist ggf. verständlich, wenn ihr nicht nach deren Regeln Tierwirtschaft betreibt, dass es dann dafür auch kein Geld gibt, oder? Ich weiß aber nix über Agrarsubventionen und wofür die sind, das ist nur mal (m)ein Gedanke dazu. Schlimm, was wir mit den Kühen machen, dass wir sie offenbar nicht (mehr) zu unserem privaten Vergnügen halten dürfen! Die Ohrmarken haben noch mit BSE zu tun, oder? Naja egal, in jedem Fall ist Angst hier ein großes Thema. Wo kämen wir denn da hin, wenn wir freie Tiere und freie Menschen hätten!!

  11. Christine sagt:

    Meine Güte – ist das krass.
    Finds zum Kotzen, weil Butenland da einfach die Gelder weggestrichen werden und unsere Tiere brauchen doch was. Gerechtigkeit geht anders!

  12. Ute sagt:

    Troestliche Nachricht, Jens! Aber furchtbar – die Idee, dass man fuer Respekt Tieren gegenueber jetzt vielleicht finanziell bestraft werden kann….

  13. Doro sagt:

    Kranker Wahnsinn. Das ist die kranke Ausgeburt eines kranken Systems…wie erheblich ist die finanzielle Einbusse denn…ansonsten besser, auf solche Zuschüsse zu verzichten. Doch wahrscheinlich geht es auch darum, die aus der Reihe tanzenden Agrarbetriebe für die Freiheit, die sie sich zugestehen zu sanktionieren und Macht zu demonstrieren? Mich schüttelt´s angesichts solcher Praktiken. Meine Lautäusserungen sind mit Sicherheit ebenso grumpy wie die Rudis.

  14. monika sagt:

    nicht zu fassen……

  15. Karin sagt:

    Hallo alle,
    es geht um mehrere tausend Euro, die wir NICHT für die sog. Tierhaltung bekamen, sondern für die Bewirtschaftung von Grünlandflächen. Uns werden seit Jahren jährlich 10 % der Subventionen abgezogen, allein wegen fehlender Ohrmarken. So waren wir bis gestern bei 60 % Kürzung. Dabei haben wir uns nie gegen eine Kennzeichnung gewehrt, sondern waren bereit den Rindern Transponder, was wir auch gemacht haben zu implantieren.Dies wurde nicht anerkannt.Die Ohrmarken halten in Freiheit eben nicht lange,sie fallen beim Reiben an Bäümen, oder nach erfahrungsgemäss 3-4 Jahren ab,hinterlassen dabei Risse im Ohr, und können auch nicht am alten Ohrloch neu befestigt werden, sondern müssen an einer anderen Stelle neu eingestanzt werden.

  16. Insa sagt:

    Hilfe…ich kann nicht mehr folgen:
    man hat Euch die Subventionen von 10% auf 60 % runtergekürzt.
    Aber die Grünflächen bewirtschaftet Ihr doch weiter, oder ?
    Also weitere 50% Kürzung
    Begründung: fehlende Ohrmarken – richtig ?

    Warum ?
    Und damit Butenländer-Tiere nicht dennoch in die „Nahrungskette“ gelangen, deutet man auch noch die Option der prophylaktischen Tötung an.????

    Das haut mich echt um !
    Wie perfide ist das denn!!!!! ????

    Kann man bei diesen Behörden denn nicht lesen ? Stiftungssatzung ????

    Noch eine Frage: Es gibt doch nicht nur diese widerwärtigen Ohrmarken sondern auch Rinderpässe oder ist meine Info da falsch ?

  17. Monika Hoffmann-Kühnel sagt:

    Bin mit meinem Kommentar zwar spät dran, aber immerhin mit der Ankündigung, dass meine private Agrarsubvention an Euch unterwegs ist…
    Ich hielt die „moderne“ Land- und Viehwirtschaft schon immer für reichlich pervers, das entsprechende Subventionssystem für skandalös, aber diese Sache macht echt nur fassungslos. Gibt es denn keine Möglichkeit, eine Ausnahmeregelung für Lebenshöfe zu erreichen? Die Bewirtschaftung von Grünflächen ist ja nicht davon abhängig
    ob die grasenden Rinder geschlachtet werden oder nicht…

  18. Marita sagt:

    Können wir denn gar nichts machen? Einen netten Brief an das Amt, oder den veranwortlichen Politiker? Ich würde sehr gerne den Ansprechpartner wissen, um ihm oder ihr mal meinen Standpunkt zu erläutern. Wenn das mehrere machen, im Rahmen der freien und respektvollen Meinungsäußerung, wird vielleicht mal über die Verordnungen nach gedacht. Wir sind schließlich alle Wählerinnen und Wähler.

  19. Doro sagt:

    Liebe Butenländer, wenn wir etwas „tun“ können – neben der „privaten Agrarsubvention“ – lasst es uns wissen, bitte.
    Strafgelder bei den Besuchen?
    Kopfschütteln ohne Ende.
    Gibt es da keine Gesetzeslücke oder Formfehler, wie bei so vielen anderen Absurditäten?
    Es muss doch einen Weg geben….leider bin ich nicht rechtskundig, doch vielleicht gibt es da Lösungen?

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