Denn Tiere sind keine Maschinen

Die Tücken des Rundgangs

von Admin, am 29.03.2018.


Der heutige Stallrundgang wartet gleich mit mehreren Highlights auf. Zum einen demonstriert euch Mattis, wie er zu seinem Spitznamen „Riesenbaby“ gekommen ist, er hat nämlich noch immer nicht aufgegeben, bei Mutti Dina Milchschaum abzustauben. Lenchen ist da schon um einiges pragmatischer und putzt lieber altersweise die Kameralinse, damit ihr nichts von der Action verpasst, während Klara Karins Jacke als potentielles Abendbrot antestet.

Überhaupt sollte man nicht unterschätzen, was bei der Produktion gerade von den Stallrundgängen so alles zu beachten ist. Wer bei diesen Ausflügen keine Augen im Rücken entwickelt, ist echt aufgeschmissen. Die Rinder sind ja überall und es kümmert sie in den wenigsten Fällen, ob da ein Menschlein kommt und vorbei möchte. Da muss man ständig selber im Blick haben, wer hinter einem steht, wer sich aufsetzen möchte oder wer sein Horn gerade unbedingt herumschwingen muss. Hinzu kommt, dass Kühe alle paar Wochen brünstig werden und dann ihren Alltag mit gegenseitigem Aufspringen bereichern, ein Ritual, in das man auch nicht als recht zerbrechlicher Homo sapiens geraten will. Natürlich gibt es in einer Herde auch immer mal wieder Zoff, deshalb muss man wissen, wer gerade auf wen nicht allzu gut zu sprechen ist, wenn man zwischen den Parteien herumwuseln möchte. Man will auch trotz Blick in die Kamera in keinen Kuhfladen treten, einen Hund überrennen oder einem Huhn in die Quere kommen. Wenn man das alles beachtet und trotzdem gleichzeitig noch in aller Seelenruhe das Video kommentiert, dann ist man wohl auf Hof Butenland zuhause, hat automatisch die Rundumsicht inklusive Augen am Hintern entwickelt und wurde als Herdenmitglied anerkannt.


Kategorie: Allgemein

5 Antworten zu “Die Tücken des Rundgangs”

  1. Ute sagt:

    K A R I N !!! Du kannst doch nicht jemanden beim Pippimachen filmen! Privatsphaere und so?? Kein Wunder, der Kleine musste bei Mutti Trost holen…
    Suchen Maret und Marte schon „Ostereier“? Schaut fast so aus, als haetten sie etwas anderes als Heu erwartet!
    Wie traurig und schmerzhaft das ist, sich immer bewusst zu sein, dass Herbstzeit gewissermassen mit geborgter Zeit lebt 🙁
    Aber Tilly so in der Huehnergruppe integriert zu sehen, das tut einfach gut!!

  2. Christine sagt:

    Das war jetzt schön!
    Ja Ute, da hab‘ ich auch gegrinst, wie Mattis fotografiert wurde – Karin kennt da nix, doch ihr verzeiht Mattis alles!
    Wie liebevoll Dina ihr großes Baby trinken lässt – so sehen kuhle Familienbande aus, wenn der Mensch nicht dazwischen pfuscht.
    Lenchen ist ja zutraulich.
    Ihr seid total lieb, dass Ihr Herbstzeit einfach noch ein lebenswertes Dasein schenkt!
    Ganz happy macht mich Klara♡ – molliges Danke an Karin, dass Du ihr Leckerchen bringst♡!

  3. ines sagt:

    Wenn man sich die kleine zierliche Karin zwischen den Rindern vorstellt, dann nötigt einm das schon Respekt ab! Da habe ich es gar nicht so registriert, dass da evtl. die Privatphaere von Mattis verletzt wurde. Alles in allem ist der Film wieder einmal ein Beweis dafür, mit wieviel Einfühlungsvermögen und Tierliebe die Butenländer Menschen ihre Schützlinge umsorgen. – Danke!

  4. Admin Admin sagt:

    Ich habe schon auf Facebook angemerkt, dass es Marte und Maret ganz eindeutig skandalös fanden, dass sie kein Obst bekommen habe. Das war definitiv gleich mehrmals hintereinander ihr Apfelgesicht. 😀

  5. Janne sagt:

    Aha, jetzt weiß ich, wie Marte ihr Apfelgesicht macht! 😉 Von Video zu Video erscheint sie mir weniger scheu, inzwischen sehr vertrauensvoll und geradezu neugierig. Da kann ich mich wieder einmal nur für eure Arbeit bedanken. Der Rundgang hat mich froh gemacht, auch, weil Herbstzeit so munter wirkt. 🙂

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