Denn Tiere sind keine Maschinen

Mit Ruhe und Gemütlichkeit – So feiert Dani ihren 9. Kuhday

von Admin, am 20.02.2018.


Februar ist DER Monat schlechthin für die KUHle Butenland-Partygemeinde, denn dort reiht sich ein Geburtstag an den nächsten und manche Klauen verlassen gar nicht erst das Strohparkett, sondern feiern einfach durch. Heute ist Dani die Gastgeberin, denn sie wird 9 Jahre alt.

Dani ist ein echter Glückspilz, denn ihr Leben auf Butenland verdankt sie ihrer starken Freundin Chaya. Diese schrie bei der Ankunft am Schlachthof so herzzerreißend, dass eine Tierärztin aufmerksam wurde und beim Bauern eine Gnadenfrist aushandeln konnte. Also nahm der Landwirt Chaya wieder mit, die daraufhin nach Butenland vermittelt werden konnte. Da sie aber vorher noch eine vierwöchige Quarantänezeit überstehen musste und diese nicht allein verbringen sollte, wurde Dani direkt mit in die Freiheit geholt.

Der Lebensstart von Dani war allerdings alles andere als glücklich, denn in ihrem ersten Stall wäre sie fast verhungert. Die Haltung war so katastrophal, dass der Bestand konfisziert wurde. Dani kam jedoch erstmal vom Regen in die Traufe, denn sie wurde an einen Mäster weitergereicht und musste dort noch eine Anbindehaltung überstehen, bis sie dann endlich im August 2013 zusammen mit Chaya auf unseren Hof kommen durfte.

In die Rinderhierarchie sind beide Kuhdamen absolut problemlos hineingekommen, dabei hat auch sehr viel geholfen, dass sie sich in der Quarantäne angefreundet haben. Als Duo fällt es einfach sehr viel leichter, in der Fremde einen Neustart zu wagen als allein auf sich gestellt. Auch heute treffen sich die beiden regelmäßig auf ein Schwätzchen, laufen aber auch getrennt voneinander hervorragend in der Herde mit.

Das Überreichen der Geschenke haben wir diesmal mit Hochtechnik begleitet und auf dem Handy ein Geburtstagsständchen abgespielt. Da schmeckte die Heutorte gleich doppelt so gut, trotzdem musste Dani dann doch mal draußen nachschauen, wo denn eigentlich die nicht-menschlichen Gäste bleiben. Die dürften aber inzwischen eingetrudelt sein, so steht der nächsten rauschenden Kuhday-Party nichts mehr im Weg.


Kategorie: Allgemein

7 Antworten zu “Mit Ruhe und Gemütlichkeit – So feiert Dani ihren 9. Kuhday”

  1. Christine sagt:

    Wow – Dani, Du hast wirklich eine arge, durch fleischgierige Menschen verursachte Odysee hinter Dir.
    Wie super, daß Chaya so laut verzweifelt um ihr Leben gebrüllt hat + somit Deins auch gleich mitgerettet hat.
    Unfassbar, wie Menschen Tiere behandeln, dabei wollen sie doch auch nur, wie wir alle, in Frieden und glücklich leben dürfen.
    Ganz lieb wirst Du zu Deinem muhigen Birthday von Emily und Indira gefüttert.
    Alles alles Gute wünsch ich Dir, hübsche, liebe Dani.

  2. Ute sagt:

    Dani – das ist das groesste Geburtstagspaeckchen, das ich jemals auf Butenland gesehen habe und keiner da, dir beim Essen zu helfen?
    Nett, der Gaensechor, der dir zur Feier aufsingt! Schliesse mich an: viele gute Wuensche zum Geburtstag!

    Ich glaube, uns allen gehen manche Tiere noch mehr unter die Haut als andere. Fuer mich ist es – neben einer Handvoll weiterer Tiere – Milla. Heute ist es ein Jahr seit ihrem Tod und noch immer finde ich es schwer, ihn „zu verdauen“. Ihr Mut, ihre Weisheit, ihre Charakterstaerke und wohl auch das Beduerfnis, soviel wie moeglich noch aus ihrem Leben herauszuholen, hat zumindest mich einiges gelehrt. Eine unvergessbare Kuh!!!

  3. ines sagt:

    Warum ist Dani denn so allein? Naja, ein paar Minuten Besinnung zum Geburtstag sind auch nicht schlecht. Der Trubel kommt schon noch. – Alles Liebe zum Geburtstag, liebe Dani!

  4. F. sagt:

    @Ute,

    ich kann dich gut verstehen, was Milla angeht.
    Mir geht es so bei Paul…
    Dieses bildhübsche Kerlchen, das so viel Liebe
    und Freundlichkeit ausgestrahlt und gegeben hat,
    wird niemals vergessen werden.
    Paul hat in seinem viel zu kurzen Leben so
    viel bewegt.

  5. Ute sagt:

    Ja, F., Paul ist in meiner „Handvoll“ von Tieren eingeschlossen – ebenso wie ein Bulle hier in England, dessen Rettung aus hoellischen Bedingungen einfach zu spaet kam und der etwa zwei Wochen nach der Befreiung, trotz Anzeichen der Besserung waehrend dieser Zeit, starb, waehrend ihm Traenen aus den Augen liefen. (Und ja – ich glaube, Tiere weinen. Wie Menschen.)
    Ein weiteres Tier war ist Schafmutter deren Kinder nach ihrer Befreiung, auf aehnlich verzwickten Wegen wie damals Butenlands Emil, gefunden und ihr zugefuehrt wurden. Aber – obwohl diese Wiedervereinigung einen Funken Lebenswillen in der Mutter erweckte, starb sie innerhalb weniger Tage an den Folgen der Ausbeutung, der sie Opfer war. Doch durch ihr Leiden hat sie ein gutes Leben fuer ihre Kinder, die immer noch auf dem Lebenshof wohnen, sichergestellt.
    Paul, Milla, Boris, Dawn – zusammen mit ein paar Tieren mehr – haben fuer immer Wohnrechte in meinem Herzen. Und wie gut es tut, dass ich mich hier nicht fuer diese „Sentimentalitaet“ entschuldigen muss!

  6. Ute sagt:

    So sorry – das sollte heissen: ein weiteres Tier ist eine Schafmutter, deren Kinder….

  7. F. sagt:

    „Für immer Wohnrechte im Herzen“.
    Der Satz gefällt mit total gut.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.