Über das Kuhaltersheim

Gehalten, gemolken, ausgezehrt und dann getötet - das ist das Schicksal der "Milch"kühe. Ihr Leben lang leisten sie ihr möglichstes für den Menschen, und werden dann als "Abfallprodukte" weggeworfen.

Wir setzen mit dem ersten deutschen Kuhaltersheim ein lebendiges und mahnendes Symbol. Gegen die Ausbeutung der Kühe. Gegen die Grausamkeiten, die sich tagtäglich auf deutschen Bauernhöfen und in Milchbetrieben abspielen.

Die Arbeit des Kuhaltersheimes beweist, dass auch solche Tiere, die wie die "Milch"kühe mit ausgelaugten Knochen und gebrochenem Herzen "aussortiert" werden, wieder lebensfrohe Wesen sein können. Dass sie trotz der erlittenen Qualen wieder Vertrauen fassen, Freundschaften schließen und verzeihen können.

Wir möchten mit dem Projekt Kuhaltersheim den Kühen das zurückgeben, was die Menschen ihnen genommen haben:

Würde und ein glückliches Leben.

Lore: geb. 17.6.1988 ( die älteste Kuh auf Hof Butenland )

LoreLore hat sehr viel Glück gehabt, denn hätte der Händler, von dem wir sie bekommen haben, gewusst, dass sie schon stolze 19 Jahre alt war, hätte er sie niemals gekauft. So hat sie nun aber den Weg zu uns gefunden und zeigt sich in ihrer Gruppe als sehr selbstbewusst und erfahren. Mit ihren nun 23 Jahren ist sie erstaunlich körperlich fit und stabil, nur die schleichende Arthrose macht ihr etwas zu schaffen. Lore ist die "Queen Mum", sie ist selbstsicher, erfahren, ruhig und gelassen. Mit allen Artgenossen pflegt sie Freundschaft und wird auch von den Ochsen respektvoll behandelt.

Patenschaft für Lore übernehmen

Angelika: geb. 20.1. 2002

AngelikaWir entdeckten Angelika Muh im Juli 2006 bei einem Bauern. Sie war völlig abgemagert. Der Bauer hatte versucht, während der Geburt Angelikas Kalb mit einem Strick raus zu ziehen und dabei den Geburtskanal verletzt. Sie kam in eine Klinik, hat sich danach aber nicht mehr richtig erholt. Für den Bauern war sie als "Milch"kuh wertlos geworden. Jetzt steht sie mit wachen Augen und vergnügt auf der Weide. Angelika ist heute fit und gesund und ist als Herdenchefin den Menschen gegenüber Menschen wesentlich zugewandt geworden.

Patenschaft für Angelika übernehmen

Frau Lotti: geb. 26.1.1997

Frau LottiSie wurde in einem Mastbetrieb geboren und unmittelbar nach der Geburt von ihrer Mutter getrennt. Erst einige Tage alt erkrankte sie an einer Infektion, und wurde von dem Bauern auf einen Misthaufen gelegt. Dort wurde sie gefunden und lebte bis zur Aufnahme im Kuhaltersheim 2008 völlig von ihren Artgenossen isoliert. Trotz Beckenschieflage zeigt sie jetzt ein sicheres, aber deutlich verlangsamtes Gangbild. Frau Lotti ist schmerzfrei und aktiv. Sie ist im Umgang mit Menschen launisch und zeigt bei Unsicherheit aggressive Schübe. Mal lässt sie Zuwendung zu, mal geht sie zum Angriff über. Eine Abtrennung zu Artgenossen ist nötig, weil Frau Lotti in der Rindergruppe panisch reagiert.

Patenschaft für Lotti übernehmen

Luise: geb. 14. 5. 2007

LuiseLuise wurde im Kuhaltersheim von der inzwischen verstorbenen Mamma Muh geboren. Gemeinsam mit Freundin Lotte halten die beiden nun die älteren Damen in Schwung. Anfänglich extrem ängstlich, ist Luise inzwischen sicherer und fest in die Herde einbezogen. Sie wird immer zutraulicher gegenüber den Menschen.

Patenschaft für Luise übernehmen

Katinka: geb. 25.1. 2004

KatinkaKatinka wurde Anfang 2008 im Kuhaltersheim aufgenommen. Im Alter von vier Jahren hatte sie bereits drei Kälbchen zur Welt gebracht. Zwillinge und ein totes Kalb. Nun sollte sie den Betrieb verlassen, da sie sich während der Geburt ihres Kälbchens verletzt hatte. Der Landwirt hatte zwei Möglichkeiten: den Schlachter oder, ja, das Kuhaltersheim, von dem er nun schon öfter gehört hatte. Er meldete sich, schilderte sein Anliegen, schenkte uns Kati und ihr das Leben. Aufgrund einer chronischen Klauenentzündung erhält Katinka häufig Medikamente, sowie einen orthopädischen Holzklotz, der die Klaue entlastet. Katinka ist selbstbewusst und freundschaftlich im Umgang mit allen Artgenossen.

Patenschaft für Katinka übernehmen

Jenny: geb. 15.12. 2001

JennyJennys Milchleistung war schon einige Zeit "unrentabel ". Normalerweise ein Todesurteil für eine Kuh in einem Milchbetrieb. Aber Jenny hatte doppeltes Glück und kam 2006 ins Kuhaltersheim. Im Dezember 2010 lahmte Jenny stark aufgrund einer Kniegelenksentzündung. Sie erhält nun eine Osteopathie-Behandlung und entzündungshemmende Umschläge. Jenny ist eine unscheinbare aber zutrauliche Mitläuferin mit einem festen Stand im Herdenverband.

Patenschaft für Jenny übernehmen

Pietje aus Holland: geb. 9.7.2005

Pietje aus HollandEin "Findling" aus Holland wurde von einer Animals' Angels-Inspektorin auf einer Weide entdeckt. Sie lag dort völlig geschwächt. Mit viel Geduld und großem Aufwand wurde Pietje soweit aufgepäppelt, bis sie transportfähig war und 2006 ins Kuhaltersheim umziehen konnte. Heute ist Pietje rund und gesund, topfit und ein Spaß für alle anderen Bewohner, die sie mit ihrem frechen Auftritt in Schwung hält. Sie ist extrem neugierig, und fordert täglich Streicheleinheiten ein.

Patenschaft für Pietje übernehmen

Mathilde: geb.12.2.1998

MathildeIm November 2006 erreichte uns die Nachricht von Mathilde, die als "Tierschutz"kuh in einem Pferde-Pensionsstall stand. Mathilde hatte ein gewichtiges Problem: Sie wog fast doppelt so viel wie normal schwere Kühe, und hatte Wassereinlagerungen in den Gelenken. Im November 2009 hatte sich ihr hinterstes Sprunggelenk entzündet, so dass sie lahmte. Die Entzündung ist inzwischen verheilt und sie hat einige hundert Kilo abgenommen. Die anfangs scheue Einzelgängerin ist nun souverän und pflegt viele Freundschaften, ist aber Menschen gegenüber distanziert und unnahbar.

Patenschaft für Mathilde übernehmen

Lotta: geb. 31.12. 2006

Lottadie Silvesterkuh Sie ist eng mit Luise befreundet. Anfänglich sehr scheu ist sie inzwischen vollständig in die Herde einbezogen und zeigt eine zunehmende Anhänglichkeit zu Menschen.

Patenschaft für Lotta übernehmen

 

 

 

Herbstzeit: geb. 30.08.2001

HerbstzeitHerbstzeit wurde 2007 aufgenommen. Sie litt an Euterentzündungen und " produzierte " nicht mehr genug Milch. Häufig erhält sie aufgrund ihrer Spreizklauen eine Klauenbehandlung, ist aber sonst topfit.Nach wie vor ist Herbstzeit eine zurückhaltende Einzelgängerin, die aber gut in die Herde integriert ist.

Patenschaft für Herbstzeit übernehmen

Amy: geb. 29.2.2000

AmyAmy, die 3 Kälber hatte und ihre Tochter Agathe verdanken ihr Leben dem professionellen Engagement zweier junger Frauen, die einen Betrieb ( Anbindehaltung ) nahe ihres Wohnsitzes genau im Blick haben und schon mehrere Kühe erfolgreich vermittelt und auch selbst vier Tieren ein neues Zuhause gegeben haben. Sehr kuhl ! Amy hatte als " Milch "- Kuh keinen Wert mehr, sie sollte geschlachtet werden. Amys körperlicher Zustand war katastrophal, abgemagert und mir schleppendem Gang wurde sie aufgenommen.Nun ist sie stabil, wirkt fit und gesund. Anfänglich zurückhaltend und abwartend, hat sie sich nun zu einer sehr zutraulichen Kuh enwickelt, die im Mittelpunkt der Herde steht. Sie fordert und genießt die täglichen Streicheleinheiten.

Patenschaft für Amy übernehmen

Agathe: geb. 19.4.2002

AgatheAgathe, die ein Kalb hatte wurde im Dezember 2007, zusammen mit Ihrer Mutter Amy aufgenommen. Auch ihr Gesundheitstzustand war schlecht. Obwohl Agathe ca. 2 Jahre von ihrer Mutte Amy getrennt war, haben sich Beide in Freiheit wieder erkannt. Sie sind ein eingeschworenes Team. Wenn sie in der Gruppe mal Ärger mit ranghöheren Tieren haben, halten sie zusammen wie Pech und Schwefel. Im Gegensatz zu ihrer Mutter Amy ist Agathe jedoch sehr zurückhaltend und scheut den Kontakt zu uns.

Patenschaft für Agathe übernehmen

Marie: geb. 14.09. 2006

MarieBeim Ausrutschen auf dem Spaltenboden brach Marie sich als Kälbchen das Becken. Ihr rechtes Hinterbein war mindestens einmal gebrochen. Sie konnte nicht mehr aufstehen, und hatte sehr schlechte Chancen. Sie wollte aber nicht sterben, das hat sie jedem vermittelt, der sie kennengelernt hat. Wochenlang wurde sie gelagert, mobilisiert, ihr das in dieser Zeit so beschwerliche Leben mit vielen Kleinigkeiten versüßt, so wie es eigentlich üblich ist an einem Krankenbett. Marie hatte viel Kraft und Mut, sie hat es geschafft, allen medizinischen Prognosen zu trotzen. Als Überbleibsel ihrer Frakturen ( steifes Bein ) kommt es wiederholt zum Festliegen, wobei sie sich Schürfwunden und Hämatome zuziehen kann, weshalb sie unter ständiger Beobachtung steht. Trotz der Einschränkungen ist sie aber dominant, eigensinnig und hat einen sicheren Stand in der Herde.

Patenschaft für Marie übernehmen

Stina: geb. 17.3 2007

StinaStina wurde am 24.01.2008 aufgenommen, sie war noch kein Jahr alt. Stina ist deutlich zu klein für ihr Alter und ihre Rasse Charolais. Aufgrund einer nicht behandelten Lungenentzündung ist sie im Wachstum gestört. Stina leidet zusätzlich unter einer Lungenveränderung, die nicht vollständig ausgeheilt werden kann, daher ist sie weiterhin ein Pflegefall. Trotz ihrer Grunderkrankung ist Stina topfit, kräftig und bewegungsfreudig. In der Herde ist Stina die "Prinzessin", sie ist selbstbewusst, frech, neugierig und verspielt.

Patenschaft für Stina übernehmen